Zuverdienst

von
Iris

Hallo.
Ich habe die EU-Rente und habe bin jetzt in einer kleinen Baugenossenschaft im Aufsichtsrat.Wir haben etwa 1 Sitzung im Monat. Dafür erhalte ich eine Aufwandsentschädigung. Diese wird jedoch, aus buchhalterischen Gründen, nur einmal im Jahr ausbezahlt. Was passiert, wenn diese Einmalzahlung über 800€ liegt?
Danke und Gruß
Iris

von
Schiko.

Entschuldigen Sie meine Bemer-
kung, vergessen Sie dies.

Mehr will ich dazu nicht sagen.

MfG.

von
Schiko.

Da würde ich mich an Ihrer Stelle keine Sorgen machen, dies
weiß doch nur der liebe Gott.

Natürlich stammt der Eintrag von gestern 23:36 unter Schiko
nicht von mir.

MfG.

von
Wolfgang

Hallo Iris,

zunächst Text/Arbeitsanweisung der DRV Bund (Quelle:
http://rvliteratur.bfa.de/bfa/xtention_index.htm, Rechtshandbuch zu § 34 SGB VI)

"4 Einkünfte aus ehrenamtlichen Tätigkeiten

Erzielen Versicherte Einkünfte aus einer als ehrenamtlich bezeichneten Tätigkeit (zum Beispiel weil sich dies aus einer Satzung oder einem Vertrag ergibt), ist grundsätzlich zu prüfen, ob diese Einkünfte Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung (vergleiche Abschnitt 3.1) oder Arbeitseinkommen (vergleiche Abschnitt 3.2) darstellen und somit als Hinzuverdienst zu berücksichtigen sind.

Ehrenamtliche Tätigkeiten werden steuerlich gefördert. Bestimmte Beträge der Einkünfte bleiben deshalb steuerfrei, zum Beispiel nach § 3 Nr. 12, 26 oder 26a EStG, und vermindern entsprechend das Arbeitsentgelt im Sinne des § 14 SGB IV oder das Arbeitseinkommen im Sinne des § 15 SGB IV. Bei der Höhe des zum Beispiel vom Arbeitgeber bescheinigten Arbeitsentgelts oder des vom Finanzamt festgestellten Arbeitseinkommens muss die steuerliche Förderung bereits mindernd berücksichtigt sein.

Für die Hinzuverdienstprüfung ist daher von dem vom Arbeitgeber bescheinigten Arbeitsentgelt beziehungsweise den im Einkommensteuerbescheid festgestellten Gewinneinkünften auszugehen.

Ausnahme:
Die Einkünfte kommunaler Ehrenbeamter (ehrenamtliche Bürgermeister oder Ortsvorsteher) stellen nur unter bestimmten Voraussetzungen oder in bestimmter Höhe Hinzuverdienst im Sinne des § 34 Abs. 2 SGB VI dar.
Die Aufwandsentschädigung aus einem solchen Ehrenamt bleibt im Rahmen der Hinzuverdienstregelung des § 34 Abs. 2 SGB VI - unabhängig von der versicherungsrechtlichen Beurteilung und somit der Eigenschaft als Arbeitsentgelt im Sinne des § 14 SGB IV sowie der Höhe der Aufwandsentschädigung - unberücksichtigt, es sei denn, es wird ein Verdienst- oder Einkommensausfall ersetzt (vergleiche Urteil des BSG vom 18.01.1990, AZ: 4 RA 17/89, SozR 3-2200 § 1248 Nr. 1).
Ersetzt die Aufwandsentschädigung demnach, individuell oder pauschal festgesetzt, einen Verdienst- oder Einkommensausfall, ist der stellvertretend für den Verdienst beziehungsweise für das (Arbeits-)Einkommen gezahlte Teil der Aufwandsentschädigung als Hinzuverdienst zu berücksichtigen. Ob ein als Hinzuverdienst zu berücksichtigender Ersatz eines Verdienst- oder Einkommensausfalles vorliegt, ist im Einzelfall zu ermitteln."

Eigentlich sehe ich kein Problem/Jahres-Aufwandsentschädigung ...eigentlich. Sie besprechen demnächst genau das mit der DRV und wissen, ob kein oder doch ein Problem.

Gruß
w.

von
Iris

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Dann ist das ganze ja gar nicht so einfach. Werde lieber die Finger davon lassen...
Gruß Iris

Experten-Antwort

Als Hinzuverdienst ist nur der beitragspflichtige Anteil der Aufwandsentschädigung maßgebend; dieser müsste Ihnen die Baugenossenschaft als "zahlende" Stelle mitteilen können. Der nach Abzug des steuerfreien Anteils noch verbleibende Betrag stellt Arbeitsentgelt dar, welcher als Hinzuverdienst bei der Rente zu berücksichtigen ist. Wird hiermit die Hinzuverdienstgrenze überschritten, kann die Rente nur noch als Teilrente für diesen Monat gezahlt werden. Wenn Sie allerdings nachweisen können, dass die Aufwandsentschädigungen in verschiedenen Monaten von Ihnen "erarbeitet" wurden, dann sind diese auch auf diese Monate zu legen. Bei 800 € im Jahr dürfte dann in keinem Monat die Hinzuverdienstgrenze für eine Vollrente überschritten sein.