Zwischen 2 Stühlen

von
Jonny

Mutter bezieht ab FEB 2015 Regelaltersrente, Vater bereits seit DEZ 2007 AR für langjährig Versicherte.
2 Kinder vor 1992 geboren. In beiden Fällen aufgrund gemeinsamer Erklärung aus 1996 Kindererziehungs- und berücksichtigungszeiten bei der Mutter bis Ende 12. KM nach der Geburt. Anschließende KIBÜZ beim Vater.
Es ist doch wohl so, dass die Mutter nur 1 KEZ-Jahr bekommt und der Vater keine zusätzlichen EP nach § 307d, oder?
Dumm ist nur, dass das die Betroffenen nicht zufriedenstellt, zumal die Mutter gut 22 € mehr, der Vater ca 0,70 € weniger hätte, wenn die Erklärung für die Zeit ein Jahr später erfolgt wäre.
Sehe ich da etwas falsch
fragt
Jonny

von
W*lfgang

Hallo Jonny,

sehe ich genauso.

Vater keinen Zuschlag, da er den 12. Monat KEZ nicht hat. Mutter kein 2. Jahr KEZ, da Sie am 01.07.2017 nicht Rentenbezieherin war (was den Zuschlag bewirkt hätte) - und die Folge-BÜZ beim Vater ist, weitere KEZ ausschließt. Und das alles wegen der 'gemeinsamen Erklärung' ...vielleicht war die seinerzeit ja von besonderem Nutzen für den Vater (35 Versicherungsjahre/Gesamtleistungsbewertung).

Solche Fälle muss man entspannt sehen und an den Gegebenheiten der Zeit messen - und dann auch klar verständlich machen, dass das Fähnlein zur Abgreifung von Vorteilen nur einmal in die richtige Richtung weht ...ohne 'Mütterrente' hätte Vater immer noch den gesamtwirtschaftlichen Vorteil von 70 Cent und lacht über die, die den kleinen Vorteil der Verteilung der Erziehungszeiten nicht mitgenommen haben ;-)

Gruß
w.

von
Matze7

Hallo Jonny,
deine Schlussfolgerungen sind richtig.

§ 307d:
1. Schritt: Sind Kinder vor 1992 vorhanden?
2. Schritt: Wer erhält die KEZ/BÜZ zum 12. KM nach der Geburt?
3. Schritt: Hat dieses (überwiegend erziehende/per Erklärung) Elternteil am 30.06.2014 eine Rente bezogen?

--> Wenn alles bejaht wird, gibt's den Zuschlag.

Mutter: Zwar Erklärung für 2 Kinder bis 12. KM.; Aber kein Rentenbezug 30.06.14
Vater: Kein Zuordnung im 12. KM.

Eine Erklärung wurde abgegeben. Daran sind die Eltern gebunden. Welche Vor- oder NAchteile sich daraus (später) ergeben, ist irrelevant. So zu handeln, dass man den möglichst größten Gewinn rausschlägt, funktioniert nun einmal nicht.

Meint jedenfalls ;-)
Matze72

von
Gacki

Ganz recht, Sie kriegen nichts mehr, Sie langen schon.

von
Rentenzombie

Zitiert von: Jonny

Haste Verstopfung oder Stuhlgang dazwischen?

von
tussi

geiz ist geilmentaliltät,

armes deutschland 0,70 cent ich glaube viele leben hier in einer phantasiewelt.

auweia kein wunder dass wir deutschen in der welt merkwürdig gesehen werden.

von
Jonny

Zitiert von: tussi

geiz ist geilmentaliltät,

armes deutschland 0,70 cent ich glaube viele leben hier in einer phantasiewelt.

auweia kein wunder dass wir deutschen in der welt merkwürdig gesehen werden.


@tussi,
+22,00 - 0,70 = 21,70 €, und zwar monatlich bis zum Lebensende!

von Experte Experten-Antwort

Hallo Jonny,

wie Sie richtig festgestellt haben, kann Ihrem Vater kein Zuschlag nach § 307d SGB VI zur Rente gezahlt werden. Bei Ihrer Mutter können keine weiteren Kindererziehungszeiten anerkannt werden.

Der Gesetzgeber hat ausdrücklich kein neues Erklärungsrecht bezüglich der Zuordnung der Kindererziehungs- und Berücksichtigungszeiten aufgenommen, so dass evtl. finanzielle Nachteile wie bei Ihren Eltern leider in Kauf genommen werden müssen.