Zwischenübergangsgeld während Klage beim Sozialgericht

von
Seestern

Hallo

Die Frage ist, steht einem Zwischenübergangsgeld zu, wenn eine Teilhabe am Arbeitsleben erfolgreich beendet wurde, eine weitere Teilhabe am Arbeitsleben genehmigt wurde und jetzt lediglich um die Art der Fortbildung bzw. Weiterbildung gestritten wird? Der Fall liegt jetzt beim Sozialgericht weil eine bestimmte Fortbildungsmaßnahme gewünscht ist, diese allerdings abglehnt wurde. Es heißt immer, im Grunde sei eine Teilhabe am Arbeitsleben genehmigt nur eben diese nicht. Eine Alternative wurde vom DRV jedoch auch nicht genannt. Durch die Dauer des Verfahrens droht jetzt Hartz4. Ich bin der Meinung es müsse Zwischenübergangsgeld gezahlt werden.
Zum einen sind es 2 Maßnahmen und des Weiteren liegt eine Verzögung nicht im verschulden des Betroffenen. Liege ich da richtig oder sehe ich das Falsch?
Würde mich freuen wenn jemand helfen könnte

LG
Seestern

von
???

Grundsätzlich dürfen Sie in der Wartezeit auf eine LTA-Maßnahme durchaus Arbeiten gehen. Solange Ihnen dass zumutbar und möglich ist, besteht kein Anspruch auf Zwischenübergangsgeld. Ausnahmen sind bei einer kurzen Wartezeit (ca. 2 Wochen) oder wenn Sie auf dem Arbeitsmarkt nicht vermitlungsfähig sind. Das stellt die AfA fest. Wenn die Ihnen jedoch bisher klaglos AlG gezahlt habt, ist davon auszugehen, dass Sie dort als vermittelbar angesehen werden. Damit werden Sie sich leider mit Alg II anfreunden müssen.

von
Seestern

Danke erst einmal für die Antwort!!
Arbeitsamt hat zwar gezahlt aber nicht vermittelt, weil in dem Beruf nicht mehr erwerbsfähig....
Das ist ja das komische...Die wußten leider auch nicht was sie machen sollen.

von
Jockel

...na ja, darauf zu warten, dass das Arbeitsamt "vermittelt" ist sicher auch etwas einfach, oder ?
Warum werden Sie denn nicht selber aktiv und gucken sich nach einer Stelle um, die Ihnen gerecht wird ?!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Seestern,
das Zwischenübergangsgeld wird gezahlt, wenn
1. eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben der Rentenversicherung abgeschlossen ist und
2. weitere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erforderlich sind, die dem Grunde nach einen Anspruch auf Übergangsgeld begründen, und
3. aus Gründen, die Versicherte nicht zu vertreten haben, die Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht unmittelbar im Anschluss erbracht werden kann und
4. in der Zeit zwischen den Leistungen
·Versicherte arbeitsunfähig sind und keinen Anspruch auf Krankengeld mehr haben oder
· in eine zumutbare Beschäftigung aus Gründen, die sie nicht zu vertreten haben, nicht vermittelt werden können.
Ihre Frage ist ohne weitere Informationen nicht lösbar. Eine individuelle Beratung ist durch die Kontaktaufnahme mit Ihrem Rentenversicherungsträger möglich. Ihr Anspruch auf Zwischenübergangsgeld hängt u.a. auch vom Ausgang des SG-Verfahrens ab.
Mit freundlichen Grüßen