Zwischenübergangsgeld, wenn Maßnahme abgesagt wird?

von
Lutz

Hallo,

ich habe LTA in Form einer berufsbildenden Maßnahme genehmigt bekommen, die ich als Pendler besuchen sollte. Diese Maßnahme wurde aber bereits nach einer Woche beendet, weil wir nur zu dritt waren und die anderen Teilnehmer nicht erschienen sind. Der Bildungsträger hat wohl zunächst abgewartet und nun uns per Brief darüber unterrichtet.

Wie geht es jetzt vor allem finanziell weiter? Ich war bereits ausgesteuert, als ich in die Maßnahme kam und daher stehen mir jetzt weder neues Krankengeld noch ALG I zu.

Ich habe nun vom Zwischenübergangsgeld nach § 71 SGB IX gehört. Steht mir das in diesem Fall zu?

(1) [...] und können diese Leistungen aus Gründen, die die Leistungsempfänger nicht zu vertreten haben, nicht unmittelbar anschließend durchgeführt werden, werden das Verletztengeld, das Versorgungskrankengeld oder das Übergangsgeld für diese Zeit weitergezahlt. Voraussetzung für die Weiterzahlung ist, dass

1. die Leistungsempfänger arbeitsunfähig sind und keinen Anspruch auf Krankengeld mehr haben oder

Experten-Antwort

Bitte wenden Sie sich wegen dem Zwischenübergangsgeld an Ihren Rehafachberater.

von
???

Stellen Sie einen Antrag auf Zwischenübergangsgeld (Zweizeiler genügt) und warten Sie ab.

Normalerweise kommen Sie in Maßnahmen nur rein, wenn Sie nicht mehr arbeitsunfähig sind. Wie durch das unvorhergesehene Ende der Maßnahme plötzlich wieder eine AU ausgelöst worden ist, wird Ihre DRV sich sicher genauer anschauen.
Vielleicht startet ja bald eine neue, vergleichbare Maßnahme bei einem anderen Träger oder Sie können mit etwas Verspätung in eine bereits laufende Maßnahme einsteigen. Sollte der Zeitraum bis zum Beginn Ihrer nächsten Maßnahme kurz sein, steigen Ihre Chancen auf Zwischenübergangsgeld, da Sie dann nicht auf dem Arbeitsmarkt als vermittelbar gelten.

von
Lutz

Zitiert von: ???

Normalerweise kommen Sie in Maßnahmen nur rein, wenn Sie nicht mehr arbeitsunfähig sind. Wie durch das unvorhergesehene Ende der Maßnahme plötzlich wieder eine AU ausgelöst worden ist, wird Ihre DRV sich sicher genauer anschauen.

Die Endbescheinigung meiner AU lief bis zum ersten Tag der Maßnahme, danach hieße es, ich würde keine mehr brauchen. Laut Rehaberater gäbe es einen Unterschied zwischen "erwerbsfähig", "arbeitsfähig" und "umschulungs-/maßnahmefähig".Kurioserweise habe ich bis heute noch keinen Abbruchbescheid der Rentenversicherung erhalten. Ich denke, ohne diesen Bescheid kann ich wahrscheinlich noch keinen Antrag auf Zwischenübergangsgeld stellen oder?

Experten-Antwort

Hallo Lutz,

der Bildungsträger ist verpflichtet dem Rentenversicherungsträger den Abbruch der Maßnahme zu melden. Der Rentenversicherungsträger (Ihr Rehafachberater) wird mit Ihnen dann das weitere Vorgehen besprechen. Dort können sie auch die Fragen über das Übergangsgeld abklären und evtl. Anträge dazu stellen.

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