2Rentenbescheide volle Erwerbsminderungsrente

von
Nici Müller

Hallo zusammen, wie immer erhält man Post von Behörden am Wochenende. Ich habe am 07.06 2008 einen Rentenantrag wegen voller Erwerbsminderungsrente gestellt. Ich habe mitte Oktober einen Rentenbescheid erhalten, wegen voller Erwerbsminderung. Die Rente wurde rückwirkend zum 01.06 2018 genehmigt. Eine Auszahlung der ersten Rente sollte zu november erfolgen, hierzu habe ich auch von der Post einen Bescheid erhalten. Nun habe ich heute einen erneuten rentenbescheid der drv erhalten. Hirn wird mir mitgeteilt, dass meine Rente zum 12.2017 genehmigt wird, da ich bereits im Juli 2016 einen Reha Antrag gestellt habe, der von der Rentenversicherung abgelehnt wurde, da auch ambulante Therapien ausreichend sein. Auch ein Widerspruch wurde im Februar 2017 abgelehnt. Ich habe dann einen erneuten Reha-Antrag, der in einen Rentenantrag umgewandelt werden sollte, wenn keine Reha-Maßnahme genehmigt wird im August 2017 gestellt, da bereits mein Krankengeld ausgelaufen war und ich Arbeitslosengeld nach Paragraph 145 beantragt habe. Dieser Reha-Antrag wurde auch von der Deutschen Rentenversicherung abgelehnt, jetzt mit der Begründung ich sei zu krank für eine Reha Maßnahme. Ich möge ein Krankenhaus aufsuchen. Hier habe ich extra telefonisch bei der Rentenversicherung nachgefragt, ob der Reha Antrag dann nicht in einen Rentenantrag umgewandelt werden kann, da dies genauso beantragt wurde. Daraufhin teilte man mir mit, dass dies nicht nötig sei und auch nicht weiter geprüft würde, da man davon ausgehe dass ich danach wieder arbeiten kann. Da dann auch das Arbeitslosengeld aus lief habe ich wie oben eingangs erwähnt einen Rentenantrag gestellt. Nun stellt sich mir die Frage, warum die Rentenversicherung einen zweiten Rentenbescheid verschickt, der zum 12.2017 beginnt, obwohl ich laut rentenversicherung zu diesem Zeitpunkt doch gar nicht krank war? Außerdem könnte ich verstehen wenn rückwirkend II Reha-Antrag, also aus August 2017, als Rentenbeginn genommen werden würde Punkt der Unterschied zwischen diesen beiden rentenbescheide ist nun, dass ich monatlich 5 € weniger Rente erhalten werde, und dass die Rente nicht mehr bis zum 30.09.2020 sondern nur noch bis zum 31.1.2020 ist.
War das spannendste, ist das in den zweiten Rentenbescheid I nicht widerrufen wird Komma wie kann das sein

von
Nici Müller

Sorry....mir sind kleine Fehler unterlaufen.
Habe den rentenantrag zum 7.6.2018 gestellt.
Und beim zweiten rentenbescheid würde zum 1.2.2017 genehmigt.

von
Daniela

Das mit den zwei Bescheiden ist in der Tat sehr merkwürdig.
Ergibt es denn einen großen, finanziellen Unterschied? Denn nicht immer ist ein späterer Rentenbeginn vom Vorteil.

Bei allen anderen hat die DRV ziemlich großen Spielraum. Die Erwerbsminderungsrente wird entweder auf den Tag gelegt, wo offensichtlich die Erwerbsminderung begann oder auf das Datum, wo der Rehaantrag gestellt wurde.

Da kommt mir der zweite Bescheid sogar noch wahrscheinlicher vor, als der erste, aber es ist in der Tat nicht schlüssig, warum so kommentarlos zwei Bescheide gekommen sind.

von
Nici Müller

Sorry....mir sind kleine Fehler unterlaufen.
Habe den rentenantrag zum 7.6.2018 gestellt.
Und beim zweiten rentenbescheid würde zum 1.2.2017 genehmigt.

von
Nici Müller

Ja, für mich macht es in der Tat einen Unterschied, da zum einen die Rentenzeit in der Zukunft verkürzt wurde, und zum anderen, dass dadurch weniger Beiträge eingezahlt wurden, und mir dementsprechend weniger Rente zur Verfügung steht. Zum anderen habe ich eine private Vorsorge getroffen, und hier gibt es dann ganz viele Verrechnungen, die für mich sehr umständlich sind. Und zum anderen erhalte ich jetzt die monatliche Rentenzahlung erst zu Ende Dezember und nicht wie bereits im ersten Rentenbescheid zum 1. November. Das hat für mich zur Folge, dass ich bereits seit 23.08 kein Geld mehr an öffentlichen Stellen erhalte. Ich lebe also von meinem Ersparten, das bald aufgebraucht ist.

von
Nici Müller

Ja, für mich macht es in der Tat einen Unterschied, da zum einen die Rentenzeit in der Zukunft verkürzt wurde, und zum anderen, dass dadurch weniger Beiträge eingezahlt wurden, und mir dementsprechend weniger Rente zur Verfügung steht. Zum anderen habe ich eine private Vorsorge getroffen, und hier gibt es dann ganz viele Verrechnungen, die für mich sehr umständlich sind. Und zum anderen erhalte ich jetzt die monatliche Rentenzahlung erst zu Ende Dezember und nicht wie bereits im ersten Rentenbescheid zum 1. November. Das hat für mich zur Folge, dass ich bereits seit 23.08 kein Geld mehr an öffentlichen Stellen erhalte. Ich lebe also von meinem Ersparten, das bald aufgebraucht ist.

von
Nici Müller

Eigentlich ist ja noch spannender, dass ich zunächst einen Reha Antrag gestellt habe, der wurde abgelehnt. Dann habe ich einen Widerspruch gestellt, der wurde auch abgelehnt. Dann habe ich ein Jahr später einen erneuten Reha Antrag gestellt, der auch abgelehnt wurde. Und dann habe ich ein weiteres Jahr später den Rentenantrag gestellt, der dann genehmigt wurde

von
Rentenuschi

Zitiert von: Daniela
..aber es ist in der Tat nicht schlüssig, warum so kommentarlos zwei Bescheide gekommen sind.

Ich glaube nicht, dass der zweite Bescheid kommentarlos kam. Mit Sicherheit ist IN diesem Bescheid erläutert, dass der 1. Bescheid vom... zurückgenommen wird, weil...

Ich gehe mal davon aus, dass es sich die DRV mit der Umdeutung des Reha-Antrages (aus Juli 2016!) anders überlegt hat (ggf. bei Überprüfung wegen Nachfrage der Krankenkasse).

Sofern Sie eine befristete Rente bekommen, ergibt sich ein Rentenbeginn 01.02.2017, wenn das Datum des Rehaantrages als Leistungsfall UND als Rentenantragsdatum zugrunde gelegt wurde.

MfG

von
Nici Müller

Doch. Der Bescheid ist völlig kommentarlos.
Er ist vollkommen identisch wie der 1.
Habe wirklich mehrfach darauf geschaut. Ihn mehrfach von 1. bis letzter Seite durchgelesen.

von
Nici Müller

Folgender Text steht im 2.Bescheid.

Sehr geehrte Frau... Komma auf ihren Antrag vom 22.07 2016 erhalten Sie von uns Rente wegen voller Erwerbsminderung. Die Rente beginnt am 1. Februar 2017. Sie ist befristet und endet mit dem 31. Januar 2020 wie wird für die Zeit ab dem 01.02 2018 laufend monatlich gezahlt. Die Rente für den jeweiligen Monat wird am Monatsende ausgezahlt. Dann erfolgt die Auflistung der laufenden Zahlungen Pünktchen Pünktchen Pünktchen

Nachzahlung

Für die Zeit vom 1. Februar 2017 bis zum 30. November 2018 beträgt die Nachzahlung Punkt Punkt Punkt

Zahlungsweg

Die monatliche Zahlung wird auf das angegebene Konto überwiesen. Die Nachzahlung wird vorläufig nicht ausgezahlt.

Ihre Rente wegen voller Erwerbsminderung

Sie haben Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit. Der Rentenanspruch ist zeitlich begrenzt, weil es nach dem medizinischen Untersuchungsbefunde nicht unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung behoben werden kann. Die Anspruchsvoraussetzungen sind ab dem 19 July 2017 erfüllt.

Beginn ihre Rente

Wir leisten die Rente ab den 7. Kalendermonats nach Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit, weil die Rente befristet ist. Als Rentenantrag gilt der am 22.07 2016 gestellte Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Und so weiter und so weiter

von
Rentenuschi

Wenn das wirklich so ist, sollten Sie noch einmal Rücksprache halten.

Meiner Meinung nach kann der zweite Bescheid dann keine Rechtskraft entfalten, da der erste Bescheid nicht wirksam aufgehoben, bzw. zurückgenommen worden ist.

Aber vielleicht meldet sich noch ein Verwaltunsgrechtsspezialist(in) ;-)

MfG

von
Rentenuschi

Zitiert von: Nici Müller
Folgender Text steht im 2.Bescheid.
Sehr geehrte Frau...

Nein, Sie müssen noch weiter als die erste Seite lesen ;-)

Irgendwo bis zur Rechtsbehelfsbelehrung muss noch etwas über den ersten Bescheid stehen.

MfG

von
Nici Müller

Es steht wirklich NICHTS !!!DRIN

Kann man hier Anhänge Posten?

von
Nici Müller

Ok...jetzt habe ich es gefunden....unter dem Punkt was sollte ich sonst noch wissen.

Dort steht der Bescheid vom 17.10 2008 wird nach Paragraph 44 SGB V zurückgenommen.

von
Rentenuschi

Zitiert von: Nici Müller
Ok...jetzt habe ich es gefunden....unter dem Punkt was sollte ich sonst noch wissen.

Dort steht der Bescheid vom 17.10 2008 wird nach Paragraph 44 SGB V zurückgenommen.

Na prima!

von
Nici Müller

Kann ich da theoretisch gegen angehen?
Immerhin klaut man mir jetzt 8Monate Regenzeit.
Und ich bekomme monatlich weniger.
Ausserdem finde ich es unverschämt, da die drv ja beide Rehas und den 1Rentenantrag abgelehnt haben. Und jetzt im Nachhinein.... mich macht das wütend.

Aber danke für eure Hilfe

von
Daniela

Dadurch das du ständig Fehler in deinen Daten gemacht hast, kann man schwer drüberschauen.

WANN war der abgelehnte RENTENantrag??

Wenn die DRV offiziell einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt hat, dann darf sie nicht im Nachhinein sagen: bewilligen wir doch zu den Zeitraum.

Aber das geht nicht aus deinen Beitrag hervor.

Hier wurde ein Rehaantrag als Beg8nn gewählt, was grundsätzlich möglich ist.

Es ist jedoch nicht möglich, wenn dein Antrag auf Erwerbsminderungsrente danach abgelehnt wurde.

Beispiel Rehaantrag Juli : abgelehnt
Antrag Erwerbsminderungsrente August : abgelehnt , dann darf nicht bis Juli rückwirkend bewilligt werden.
Aber davon steht nichts da, dein Bericht scheint so, als wenn du gar keinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente formell gestellt hast.
Und dann dürfen die das

von
Rentenuschi

Sie können der Umdeutung des ersten Reha-Antrages widersprechen, allerdings nur, wenn die Krankenkasse oder Arbeitsagentur ihr diesbezügliches Dispositionsrecht nicht eingeschränkt haben.

Dazu müssten Sie ein entsprechendes Schreiben bekommen haben.

Sie können anrufen und nachfragen, warum genau der neue Bescheid erteilt wurde.

Innerhalb der im Bescheid genannten Frist (4 Wochen) können Sie auch Widerspruch einlegen.

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: ich weiß nicht
-------- kann oder muß man solche Leute überhaupt ernst nehemen ???

NEIN

SIE sicher nicht, da Sie die davon betroffenen Personen sicher nicht kennen, geschweige denn die Verwaltungsentscheidungen dazu nachvollziehen könnten ;-)

@Nici Müller: natürlich können Sie auch den neuen Bescheid via Rechtsbehelf 'hinterfragen', ob wirklich die 'richtige' Entscheidung getroffen worden ist.

Sie können die nächste Beratungsstelle aufsuchen oder natürlich auch SoVD, VdK, Fachanwalt zur Unterstützung aufsuchen.
Gruß
w.

von
Nici Müller

Bitte entschuldigt die vielem Fehler. Schreibe über Handy und da ist manchmal einfach der Wurm drin.

Also der 2.Rehaantrag war gleichzeitig auch ein Rentenantrag. Dazu hat mich die Arbeitsagentur damals verdonnert. und der Reha antrag wurde abgelehnt weil ich zu krank war und der rentenantrag würde gar nicht erst geprüft. Am Telefon gab man mir die lapidare Antwort- wir prüfen den rentenantrag nicht, da wir davon ausgehen, wenn sie im Krankenhaus waren, dass es ihnen dann besser geht.
Schriftlich kam nur die Ablehnung der Reha.
Deshalb bin ich ja so verwundert. Dann müssten sowie doch eigentlich eher den Antrag aus August 2017 als Rentenbeginn nehmen, oder hab ich da einen Denkfehler?