4. Verlängerungsantrag EMR - jetzt widersprüchlicher Bescheid

von
Ella

von Ella
RE: EMR - 4. Verlängerungsantrag - ab wann unbefristet?
Gestern kam der Bewilligungsbescheid für weitere 3 Jaqhre volle EMR, Zusatzbescheid daß ohne weitere Anträge die volle EMR danach automatisch in eine teilweise EMR übergeht.

der für mich grosse Schock war allerdings - trotz Verschlechterung meines Zustandes soll ich auf einmal minimum 3 Stunden arbeitsfähig sein?
Hallo, ich kann das Haus kaum verlassen, selbst Arztbesuche gehen nur sehr selten
ich denke mal, das ist dann wohl die sogenannte Arbeitsmarktrente?

wie fatal das ist - ich bin ungekündigt,mein Arbeitsverhältnis ruht ich war bis 2008 halbtags beschäftigt und reiche meinem AG den jeweiligen Rentenbescheid rein, damit das auch wieter so bleibt. (muss ich das überhaupt, reicht eine Erklärung, das dem so ist?)
aber nun, nach dem Ergebnis das ich minimum 3 Stunden arbeitsfähig sein soll, werde ich wohl aufgefordert, meinen Job wieder anzutreten oder wie? Der Job, der mit zu meinem jetzigen Krankheitsbild beigetragen hat, ursächlich war?
bin (auch krankheitsbedingt) nur noch am zittern und reagiere seit gestern extrem panisch (extreme Anpassungsstörung), kann damit garnicht umgehen.
Kann ich gegen diesen einen Punkt:
"weil sie nach unserer Feststellung in der Lage sind,.mindestens 3 h täglich ....(§ 102 Abs. 2 SGB VI)..."
wwiderspruch einlegen, oder geht das nur gegen den gesamten Rentenbescheid?
könnte es dann passieren, das die bereits bewilligten weiteren 3 jahre Zahlung der vollen EMR dann in Gefahr sind?

Ich hab echt das Gefühl, man hat da garnicht genau die neuen angeforderen Arztberichte geprüft,
wie kann bei einer Stagnation/Verschlechterung auf einmal eine teilweise arbeitsfähigkeit nach vorher NULL festgestellt werden?

Sy für das lange Kreisen hier, aber kompakter konnte ich meinen Gedankenfluss nicht bündeln, bitte um Hilfe, danke.

von
=//=

Ich denke, dass Sie den Bescheid falsch verstehen.

Es hat sich an der vollen Erwerbsminderung ja offensichtlich niichts geändert, denn diese Rente wurde ja für 3 Jahre weiterbewilligt. Also liegt Ihr Leistungsvermögen derzeit weiterhin unter 3 Stunden, es sei denn, die volle EM-Rente wird auch wegen des verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes gewährt. Wenn dies der Fall ist, steht dies so im Bescheid ("nicht nur aus medizinischen Gründen"). Dann hätten Sie ein Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine Arbeitsmarktrente wird aber IMMER auf Zeit bewilligt.

Sie schreiben ja selbst, dass - WENN KEIN WEITERER (WEITERGEWÄHRUNGS-) Antrag gestellt wird, Ihnen nur noch die teilweise EM-Rente (vermutlich auf Dauer?) zusteht. Wenn Sie aber einen Weitergewährungsantrag stellen, wird Ihre Leistungsfähigkeit in 3 Jahren erneut geprüft.

Sie haben nun 2 Möglichkeiten:

1. Sie lassen sich den Rentenbescheid durch die Sachbearbeitung der DRV genauestens erklären.
2. Sie legen gegen diesen Bescheid umgehend Widerspruch ein.

Ich tendiere allerdings zunächst auf eine genaue Erläuterung des Bescheides. Ich denke, dass dadurch schon einige Ungereimtheiten aufgeklärt werden können. Sie können auch die Hilfe eines Sozialverbandes, z.B. VdK, DGB o.ä. in Anspruch nehmen.

Bevor Sie Ihrem Arbeitgeber Bescheid geben, warten Sie bitte das Ergebnis der Recherchen oder des Widerspruchsverfahrens ab.

von
Ella

Vielen Dank für ihre Antwort,

Zitat:
Wenn dies der Fall ist, steht dies so im Bescheid ("nicht nur aus medizinischen Gründen").
>
davon finde ich in dem Bescheid nichts, wo würde das formuliert sein?

da steht nur - erhalten sie über den bisherige befristeten Zeitpunkt hinaus
X Rente wegen voller Erwerbsminderung
X auf Zeit

ich hoffe auch, daß ich *nur was falsch verstehe*,auch wenn ich nicht weiss, wie ich folgenden angekreuzten Passus des Bescheides anders verstehen soll:

"Die Rente fällt mit Ablauf des Monats x.xxxx weg,
weil Sie nach unserer Feststellung in der Lage sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Stunden täglich erwerbsttätig zu sein,und derAnspruch daher auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist.
Wir bitten sie, uns jedeAufnahme einer Beschäftigung.... unverzüglich mitzuteilen."

zeitlich wird das *Warten bis Klärung* auch zu einem Problem, da ich zum Anfang der Weitergewährung 1.11 die Info über die weitere Berentung meinem AG zukommen lassen muss. Weiterhin muss ich meinem Zusatzrententräger ja auch den Entscheid der Rente Bund zukommen lassen, damit die ergänzende Zahlung möglichst nahtlos fortgesetzt werden kann.

könnte ich auch bei der Rentenberatungsstelle vor Ort vorsprechen, oder wäre die im Bescheid angegebene Sachbearbeiterin in Berlin der Ansprechpartner?
(Kann nicht telefonieren, das wird also nix.)

Falls ich einen Widerspruch einreiche, sollte eine Klärung ergebnislos sein -
könnte das die bisher gewährte Weiterzahlung für 3 Jahre gefährden, da der Bescheid dann rechtlich hinfällig wird?
kann ich nur gegen den oben zitierten Passus widerspruch einlegen?
Also die Feststellung, das ich angeblich mindestens 3 h täglich dem Arbeitsmarkt ....

viele Grüsse

von
Schorsch

Zitiert von: Ella

Zitat:
Wenn dies der Fall ist, steht dies so im Bescheid ("nicht nur aus medizinischen Gründen").
>
davon finde ich in dem Bescheid nichts, wo würde das formuliert sein?

Dort steht es:
Zitiert von: Ella

....weil Sie nach unserer Feststellung in der Lage sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Stunden täglich erwerbsttätig zu sein,und derAnspruch daher auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist.
Wir bitten sie, uns jedeAufnahme einer Beschäftigung.... unverzüglich mitzuteilen."

Sie sind demnach teilweise erwerbsgemindert, erhalten aber aufgrund der (zur Zeit) Verschlossenheit des (Teilzeit)Arbeitsmarktes eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" in Form einer vollen EM-Rente.

MfG

von
Ella

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: Ella

Zitat:
Wenn dies der Fall ist, steht dies so im Bescheid ("nicht nur aus medizinischen Gründen").
>
davon finde ich in dem Bescheid nichts, wo würde das formuliert sein?

Dort steht es:
Zitiert von: Ella

....weil Sie nach unserer Feststellung in der Lage sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Stunden täglich erwerbsttätig zu sein,und derAnspruch daher auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist.
Wir bitten sie, uns jedeAufnahme einer Beschäftigung.... unverzüglich mitzuteilen."

Sie sind demnach teilweise erwerbsgemindert, erhalten aber aufgrund der (zur Zeit) Verschlossenheit des (Teilzeit)Arbeitsmarktes eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" in Form einer vollen EM-Rente.

MfG

Hallo Schorch,

wie kann das sein, erstens ist derArbeitsmarkt für mich nicht verschlossen (bin ja ungekündigt, mein Job ruht) und habe bislang immer volle EMR erhalten, ohne das dieser Passus angekreuzt war.

Weiterhin ist ja wie gesagt noch eine Verschlechterung eingetreten, dann kann ich ja wohl kaum auf einmal arbeitsfähiger als alle 8 Jahre zuvor sein?
Es wurde kein Gutachten angefordert,also gehe ich davon aus, daß die angefragte Beurteilung meiner Ärzte, die die Verschlechterung/Chronifizierung bestätigen, nicht angezweifelt wurde.

von
W*lfgang

Zitiert von: Ella
Zitat: Wenn dies der Fall ist, steht dies so im Bescheid ("nicht nur aus medizinischen Gründen").
> davon finde ich in dem Bescheid nichts, wo würde das formuliert sein?
Ella, steht in dem Verlängerungsbescheid auch nicht drin - das ist eigentlich kein 'richtiger' Rentenbescheid mit wieder 150 Seiten Papier ;-), sondern nur die Verlängerung des letzten Bescheides mit einer Seite. In dem oder dem Vorgängerbescheid steht der Grund für die Rente "aus med. Gründen / aus Gründen des verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes".

Legen Sie den jetzt erhaltenen Bescheid Ihrem AG vor, das Beschäftigungsverhältnis wird weiterhin ruhen, und schicken Ihrem Zusatzversorgungsträger auch eine Kopie.

Ein halbes Jahr vor Ablauf der Rente stellen Sie den nächsten Weiterzahlungsantrag - bisher ist bei Ihnen alles im 'grünen Bereich'. Und wenn Sie mit der erneuten Befristung nicht einverstanden sind, müssen Sie Widerspruch einlegen und folgend ggf. Klage erheben.

Wenn Sie tatsächlich aus rein med. Gründe die Rente erhalten, ist nach Ablauf von 9 Jahren über eine Dauerrente zu entscheiden. Dagegen spricht ab bereits, dass ohne Weiterzahlungsantrag 'nur' ein Teilrente zusteht – Ihr Leistungsvermögen ist noch von 3 – unter 6 Std. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorhanden ...Umkehrschluss: Sie erhalten nur/weiterhin eine 'Arbeitsmarktrente'. Auch dagegen können Sie natürlich auch Widerspruch einlegen.

Rat: lassen Sie das erst mal so die nächsten 3 Jahre laufen. Und wenn Sie keine Spontanheilung erwarten, sieht es dann auch weiterhin so aus.

Gruß
w.

von
Ella

Vielen Dank Wolfgang,
sicher klingt das besonnen und vernünftig, was sie mir raten, ich komme aber überhaupt nicht damit klar, angeblich wieder für 3 - 6 h arbeitsfähig zu sein, weil dem nicht so ist und diese Feststellung ist mir sehr wichtig, auch wenn das für manch einen nach Animositäten klingen mag.

ich war bislang seit 20o8 nicht arbeitsfähig, hatte nie diese Anmerkung im Bescheid gehabt und mein Zustand hat sich nachweislich verschlechtert, so geht mir nicht in den Kopf, wieso ich auf einmal ? ich könnte nicht mal für eine Stunde, da ich das Haus überhaupt nur in Ausnahmefällen verlassen kann (u.a. ausgeprägte Phobien)...

kann ich mir gefahrlos über die Rentberatung eine genauere Begründung zu diesem jetzt neu bei mir angwandten Passus geben lassen?
Ich muss verstehen, warum ich jetzt so eingestuft werde.

nochmals auch die Frage:
würde ein Widerruf bedeuten, daß der ganze Rentenbescheid hinfällig ist und könnte im schlimmsten Fall dann die zugesagte Zahlung passe sein?

sind sie sicher, daß mein Arbeitgeber mein Beschäftigungsverhältnis weiter ruhen lässt? (ich habe einen 4h pro Tag job, der liegt ja voll in den 3-6, die ich angeblich kann)?

viele Grüsse

von
W*lfgang

Zitiert von: Ella
1. kann ich mir gefahrlos über die Rentberatung eine genauere Begründung zu diesem jetzt neu bei mir angwandten Passus geben lassen?
Ich muss verstehen, warum ich jetzt so eingestuft werde.

2. nochmals auch die Frage:
würde ein Widerruf bedeuten, daß der ganze Rentenbescheid hinfällig ist und könnte im schlimmsten Fall dann die zugesagte Zahlung passe sein?

3. sind sie sicher, daß mein Arbeitgeber mein Beschäftigungsverhältnis weiter ruhen lässt? (ich habe einen 4h pro Tag job, der liegt ja voll in den 3-6, die ich angeblich kann)?

Ella,

1. ja, Akte anfordern, den med. Teil auswerten und Sie wissen wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist. Akte ans örtliche Versicherungsamt/Rathaus oder DRV-Beratungsstelle, da lässt man Sie dann ausführlich reinschauen.

2. Nein, es ist ja ein schon dauerhaftes Restleistungsvermögen von 3 - u6 Std. festgestellt worden, das fällt nicht weg. Auch nicht die neue Vollrente - dann hätte sich die DRV ja selbst ins Knie geschossen, wenn Sie plötzlich Tage und unerwartet den gerade entschiedenen Antrag/Bescheid anders bewertet.

3. oops, welch neue Erkenntnis – das wohl bei einem anderen Arbeitgeber?! Wenn es beim selben AG ist, auch kein Problem, da offensichtlich ein Teilzeitjob möglich/zulässig ist und lediglich die Hinzuverdienstgrenzen zu beachten sind ...spricht wiederum für ein rein med. Rente, wo das objektive Leistungsvermögen auf dem allg. Arbeitsmarkt doch unter 3 Std. eingeschränkt ist und Sie zu Lasten Ihrer Gesundheit mehr Std. arbeiten.

Zur letzten Frage ...ist hier pure Spekulation, welcher gesundheitlich/med. Maßstab bei Ihnen hier ohne Kenntnis der tatsächlichen Verhältnisse angelegt worden ist ...da hilft nur Aktenstudium/bzw. Nachlesen der bisher ergangenen Entscheidungen - wenden Sie sich daher bitte vertrauensvoll an eine Beratungsstelle vor Ort :-)

Gruß
w.

von
Ella

Zitiert von: W*lfgang

3. oops, welch neue Erkenntnis – das wohl bei einem anderen Arbeitgeber?! Wenn es beim selben AG ist, auch kein Problem, da offensichtlich ein Teilzeitjob möglich/zulässig ist und lediglich die Hinzuverdienstgrenzen zu beachten sind ...spricht wiederum für ein rein med. Rente, wo das objektive Leistungsvermögen auf dem allg. Arbeitsmarkt doch unter 3 Std. eingeschränkt ist und Sie zu Lasten Ihrer Gesundheit mehr Std. arbeiten.

Gruß
w.

sy falls ich das unklar war - dachte ich hätte schon geschrieben, daß ich eine halbe Stelle habe, die seit 2008 aufgrund einer bisher 100% EMR ruht, keine weitere oder bei einem anderen Arbeitgeber, NUR diese eine (ruhende).
habe im Moment etwas Schwierigkeiten, zu verstehn, was genau sie meinen.

vielen Dank an Sie, Wolfgang, ich bin zwar innerlich immer noch am kreisen, aber sie haben mir schon etwas weitergeholfen. (hier fehlt eindeutig der Blühmchengebsmiley)

von
KSC

Man kann es auch drastisch und weniger freundlich ausdrücken:

Sie bekommen derzeit für die nächsten 3 Jahre die volle Rente und was in 3 Jahren ist weiß keiner. Lassen Sie es also gut sein und sparen Ihre Energie für wesentliche Dinge des Lebens.

Und wenn Sie das so nicht akzeptieren können oder wollen, legen Sie halt Widerspruch ein und warten ab wie der ausgeht.

von
Ella

Zitiert von: KSC

Man kann es auch drastisch und weniger freundlich ausdrücken:

Sie bekommen derzeit für die nächsten 3 Jahre die volle Rente und was in 3 Jahren ist weiß keiner. Lassen Sie es also gut sein und sparen Ihre Energie für wesentliche Dinge des Lebens.

Und wenn Sie das so nicht akzeptieren können oder wollen, legen Sie halt Widerspruch ein und warten ab wie der ausgeht.

wenn ich das könnte, wäre ich weniger an dem Punkt, von einer Rente leben zu müssen ;)
mein Kreisen ist auch ein Symptom (und glauben sie mir, schön ist das sowas von garnicht) Kontrollverlustängste, 10ppm Eventualitäten, Negativdenken, extreme Anpassungsstörung - und auch noch das Wissen darum, ohne wirklich einen Knopf zum Abstellen zu finden - das braucht Keiner, versprochen.

von
KSC

Alles klar, aber die "Garantie der lebenslangen Rente" kriegen Sie bisher nicht, höchstens dann wenn Ihnen (irgendwann) die Dauerrente zugesprochen wird.

Da kann Ihnen auch keiner im Forum weiterhelfen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ella,

sofern Sie mit der Einschätzung des Leistungsvermögens nicht einverstanden sind, sollten Sie sich in einer Auskunfts- und Beratungsstelle informieren und ggf. Widerspruch einlegen sowie eine Akteneinsicht beantragen. Die Beratung ist für Sie selbstverständlich "gefahrlos" - Ihnen erwachsen daraus keine Nachteile!

Bei der jetzigen Entscheidung muss der Rentenversicherungsträger festgestellt haben, dass für Sie in Betracht kommende Erwerbstätigkeiten mit einer Arbeitszeit von 3 bis weniger als 6 Stunden täglich, mit ihrem (ruhenden) Arbeitsverhältnis unvereinbar sind. Sie also ihren gegenwärtigen Arbeitsplatz mit Ihren vorhandenen Kräften und Fähigkeiten nicht ausfüllen können und deshalb der sog. Teilzeitarbeitsmarkt für Sie verschlossen ist. In diesem Falle ist die Rentenversicherung zur Befristung der Rente verpflichtet.

von
Ella

Danke für ihre Antwort,
nur fehlt mir da immer noch komplett die Logik, ich versuche gleich zu erklären wo mein Verstand wohl aufgibt

Zitiert von: KSC

Hallo Ella,
sofern Sie mit der Einschätzung des Leistungsvermögens nicht einverstanden sind, sollten Sie sich in einer Auskunfts- und Beratungsstelle informieren und ggf. Widerspruch einlegen sowie eine Akteneinsicht beantragen. Die Beratung ist für Sie selbstverständlich "gefahrlos" - Ihnen erwachsen daraus keine Nachteile!

Soweit bin ich nun schon, die Info, das es definitiv gefahrlos ist hatte mir gefehlt, danke!

Zitiert von: KSC

Bei der jetzigen Entscheidung muss der Rentenversicherungsträger festgestellt haben, dass für Sie in Betracht kommende Erwerbstätigkeiten mit einer Arbeitszeit von 3 bis weniger als 6 Stunden täglich, mit ihrem (ruhenden) Arbeitsverhältnis unvereinbar sind. Sie also ihren gegenwärtigen Arbeitsplatz mit Ihren vorhandenen Kräften und Fähigkeiten nicht ausfüllen können und deshalb der sog. Teilzeitarbeitsmarkt für Sie verschlossen ist. In diesem Falle ist die Rentenversicherung zur Befristung der Rente verpflichtet.

Hier kommt der Punkt wo ich das nicht mehr zusammenbringe:

A) seit Erhalt der jeweils befristeten, vollen EMR ab 2010 war meine Leistungsfähigkeit UNTER 3 Stunden eingestuft, also WENIGER als *auf einmal dank ?Wunderheilung*

B) mein seit 2008 ruhendes Arbeitsverhältnis befindet sich mit seinen 4 Stunden täglich doch wohl auf dem Teilzeitarbeitsmarkt?
Falls dem nicht so ist, bitte um Aufklärung -
unbefristete Anstellung , teilzeit 50% der tariflich vereinbarten Arbeitszeit = ?

Seit dem jetzigen Bescheid ziemlich genau in den neu festgestellten *mehr als 3 StundenLimit*
also bestätigt doch eigentlich eher das Gegenteil von:
"mit ihrem (ruhenden) Arbeitsverhältnis unvereinbar sind. Sie also ihren gegenwärtigen Arbeitsplatz mit Ihren vorhandenen Kräften und Fähigkeiten nicht ausfüllen können und deshalb der sog. Teilzeitarbeitsmarkt für Sie verschlossen ist",

eben das ich den Job jetzt wieder antreten können müsste?

das mit der Befristung ist mir klar, mein Zustand könnte sich ja unter Umständen noch bessern, aber warum ich PLÖTZLICH MEHR arbeiten kann (trotz Stagnation/Verschlechterung)
krieg ich (immer noch) nicht auf den Schirm?

ich würde mich freuen, obige(r) Experte(in) würde das für mein mageres Hirn mal aus dem Beamtendeutsch übersetzen :blume:

Danke vorab!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ella,

die Wiederaufnahme Ihrer zuletzt ausgeübten Beschäftigung ist als nicht zumutbar eingeschätzt worden. Diese Beschäftigung traut man Ihnen nicht wenigstens 3 Stunden täglich zu. Ansonsten hätte man Ihnen nur die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bewilligen dürfen. Die Chancen, einen anderen zumutbaren Arbeitsplatz zu finden, werden als so gering eingeschätzt, dass man Ihnen deshalb die Rente wegen voller Erwerbsminderung weiter bewilligt hat. Sie müssen also keineswegs Ihre bisherige Beschäftigung wieder aufnehmen.

von
Ella

Zitiert von: KSC

Hallo Ella,

die Wiederaufnahme Ihrer zuletzt ausgeübten Beschäftigung ist als nicht zumutbar eingeschätzt worden. Diese Beschäftigung traut man Ihnen nicht wenigstens 3 Stunden täglich zu. Ansonsten hätte man Ihnen nur die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bewilligen dürfen. Die Chancen, einen anderen zumutbaren Arbeitsplatz zu finden, werden als so gering eingeschätzt, dass man Ihnen deshalb die Rente wegen voller Erwerbsminderung weiter bewilligt hat. Sie müssen also keineswegs Ihre bisherige Beschäftigung wieder aufnehmen.

Danke für ihre schnelle Antwort,

das hätte es doch auch mit (wie bisher seit 8 Jahren unveränderten) unter 3 Stunden?
Da liegt mein Verständnisproblem noch.....
oder ist dieser wenig individuelle Satz des Bescheidvordrucks anders nicht mit den Eigenschaften dieser sogenannten Arbeitsmarktrente zu kombinieren?

von
Ella

Zitiert von: KSC

Hallo Ella,

die Wiederaufnahme Ihrer zuletzt ausgeübten Beschäftigung ist als nicht zumutbar eingeschätzt worden. Diese Beschäftigung traut man Ihnen nicht wenigstens 3 Stunden täglich zu. Ansonsten hätte man Ihnen nur die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bewilligen dürfen. Die Chancen, einen anderen zumutbaren Arbeitsplatz zu finden, werden als so gering eingeschätzt, dass man Ihnen deshalb die Rente wegen voller Erwerbsminderung weiter bewilligt hat. Sie müssen also keineswegs Ihre bisherige Beschäftigung wieder aufnehmen.

wie wird/muss mein Arbeitgeber auf diesen Bescheid darauf reagieren bzw. welche Auswirkung hat das auf das Ruhen des Beschäftigungsverhältnisses?

von
Schade

Wie Ihr AG reagieren wird müssen Sie den schon selbst fragen.

Wer sonst soll das wissen?

Aber für den ändert sich doch gar nichts, Sie kommen dort weiterhin nicht zur Arbeit, weil die bisherige Arbeit nicht geht.

Wenn es dort geeignete Arbeit für Sie in Teilzeit gäbe, hätte man ja schon längst Versuche starten können.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ella,

falls Sie mit der Einschätzung Ihres Leistungsvermögens nicht einverstanden sind, ist eine Überprüfung im Widerspruchsverfahren möglich. Arbeitsrechtliche Fragen können in diesem Forum nicht beurteilt werden.

von
Ella

Zitiert von: Schade

Wie Ihr AG reagieren wird müssen Sie den schon selbst fragen.

Wer sonst soll das wissen?

Aber für den ändert sich doch gar nichts, Sie kommen dort weiterhin nicht zur Arbeit, weil die bisherige Arbeit nicht geht.

Wenn es dort geeignete Arbeit für Sie in Teilzeit gäbe, hätte man ja schon längst Versuche starten können.


Nochmal:
ich habe eine Teilzeitstelle!
diese ruht, seit meine Arbeitskraft von Rentbeginn 2010 an unter 3 Stunden eingeschätzt wurde und ich seitdem auch eine befristete, aber schon mehrfach verlängerte volle EMR erhalte

seit dem Bescheid 9.2016 wird für weitere 3 Jahre volle EMR gezahlt, aber meine Arbeitskraft wird jetzt höher eingeschätzt?
darum geht es.
da ich eine Teilzeitstelle habe, die den Rahmen der neu festgelegten Arbeitsfähigkeit nicht übersteigt, frage ich mich, wie mein Arbeitgeber darauf reagieren muss.

- Mir eine Eingliederung anbieten,
- mir kündigen, da ich diese nicht antreten kann aber lt. neuer Aussage *mind.3 Stunden* ja können müsste.
- etc.