45 Arbeitajahre erreicht, 62 Jahre alt und jetzige Tätigkeit kann nicht mehr ausgeübt werden

von
martina

Hallo liebe Experten,
ich habe 45 jahre gearbeitet und bin bald 62 Jahre alt. Meine jetzige Tätigkeit kann ich nicht mehr ausüben weils sie über die Gelenke und den Rücken gehen und die Schmerzen fast nicht mehr aufhören. Nun sagten mir Bekannte, dass ich doch schon in Rente gehen könnte. Voraussetzung sind die 45 AJ + eine Bescheinigung vom Arbeitsamt für meinen Hausartz wo dieser bestätigt, dass ich genau diese Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben darf. Damit könnte ich dann in meiner Firma kündigen, würde arbeitslos sein und erstmal eine Sperre hinnehmen müssen, weil der Betrieb keine betriebsbedingte Kündigung ausspricht. Somit könnte ich die ALG1-Zahlung bis zum 63 Lebensjahr + 10 Monate hinnehemen und dann abschlagsfrei in die Rente gehen.
Meine Frage: Geht das und welches Formular muss ich meinem Hausarzt vorlegen, wo er die Bestätigung für das Arbeitsamt vornimmt, dass ich diese jetzige Arbeit nicht mehr machen kann.
Vielen Dank für Ihre Mühe, Martina

von
egal (der Erste)

Für eine Kündigung mit anschließender Sperrfrist und darauffolgendem Bezug von Arbeitslosengeld benötigen Sie keine Bescheinigung eines Arztes. Wenn Sie sich unbedingt etwas von einem Arzt bescheinigen lassen wollen, wäre eine gewöhnliche Arbeitsunfähigkeit evtl. eine Möglichkeit. Lohnfortzahlung + Krankengeld dürften höher sein als das Arbeitslosengeld, und ne Sperrfrist gäbe es dann auch nicht.

von
egal (der Erste)

Vielleicht würde ja eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit (vielleicht mit zeitnaher medizinischer Reha) sogar soviel Erholung bringen, dass Sie dann bis 63/10 sogar noch mal weiter arbeiten gehen könnten...

Experten-Antwort

Hallo Martina,

die Altersrente für besonders langjährig Versicherte können Sie mit 63 J. + 10 M. ohne Abschlag in Anspruch nehmen (Geburtsjahr 1957). Da Sie die Wartezeit von 45 Jahren bereits erfüllt haben, ist es für den Rentenanspruch unerheblich, ob Sie vor Rentenbeginn noch Arbeitslosengeld beziehen. Die Bescheinigung des Arztes könnte zur Vermeidung der Sperrzeit erforderlich sein. Bezüglich des Formulars fragen Sie bitte bei Ihrer Agentur für Arbeit nach.

von
Hal

Zitiert von: egal (der Erste)
Vielleicht würde ja eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit (vielleicht mit zeitnaher medizinischer Reha) sogar soviel Erholung bringen, dass Sie dann bis 63/10 sogar noch mal weiter arbeiten gehen könnten...

Würde der Arbeitnehmer nur 5 Versicherungsjahre und keine 45 Jahre gearbeitet haben, wird er von der DRV zu 100% gleich gut oder schlecht behandelt werden. Im Gegenteil, der Arbeitnehmer mit 5 Versicherungsjahren holt sich sein Geld über den Sozialtopf bis hin zur Miete und Suppenküche.

Es ist Null Gerechtigkeit im System. Der wo sich nicht mehr bewegen kann, der wird " besonders bevorzugt behandelt "

Die Verwaltung schlägt mit System erbarmungslos zu.

So wie die " Kriegsjahrgänge von 1942 bis 1952 mit Rentenabzügen und weit über 45 Versicherungsjahren betrogen wurden, geht es in der DRV glatt weiter.

von
martina

Zitiert von: Experte/in
Hallo Martina,

die Altersrente für besonders langjährig Versicherte können Sie mit 63 J. + 10 M. ohne Abschlag in Anspruch nehmen (Geburtsjahr 1957). Da Sie die Wartezeit von 45 Jahren bereits erfüllt haben, ist es für den Rentenanspruch unerheblich, ob Sie vor Rentenbeginn noch Arbeitslosengeld beziehen. Die Bescheinigung des Arztes könnte zur Vermeidung der Sperrzeit erforderlich sein. Bezüglich des Formulars fragen Sie bitte bei Ihrer Agentur für Arbeit nach.


Habe ich Sie richtig verstanden: ich könnte von mir aus kündigen und warten bis ich 63 + 10 erreicht habe, bekomme in dieser Zeit ALG1 und könnte dann ab 1.10.2021 in die Rente OHNE Abzüge?
Lieben Dank für Ihre Mühe, martina

Experten-Antwort

Zitiert von: martina
Zitiert von: Experte/in
Hallo Martina,

die Altersrente für besonders langjährig Versicherte können Sie mit 63 J. + 10 M. ohne Abschlag in Anspruch nehmen (Geburtsjahr 1957). Da Sie die Wartezeit von 45 Jahren bereits erfüllt haben, ist es für den Rentenanspruch unerheblich, ob Sie vor Rentenbeginn noch Arbeitslosengeld beziehen. Die Bescheinigung des Arztes könnte zur Vermeidung der Sperrzeit erforderlich sein. Bezüglich des Formulars fragen Sie bitte bei Ihrer Agentur für Arbeit nach.


Habe ich Sie richtig verstanden: ich könnte von mir aus kündigen und warten bis ich 63 + 10 erreicht habe, bekomme in dieser Zeit ALG1 und könnte dann ab 1.10.2021 in die Rente OHNE Abzüge?
Lieben Dank für Ihre Mühe, martina

Hallo Martina,

ja, Sie haben das richtig verstanden.

Allerdings werden während der Arbeitslosigkeit etwas geringere Rentenbeiträge gezahlt. Die Auswirkungen auf Ihre Rente sind aber minimal.

von
Neugierig

Zitiert von: Hal
Zitiert von: egal (der Erste)
Vielleicht würde ja eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit (vielleicht mit zeitnaher medizinischer Reha) sogar soviel Erholung bringen, dass Sie dann bis 63/10 sogar noch mal weiter arbeiten gehen könnten...

Würde der Arbeitnehmer nur 5 Versicherungsjahre und keine 45 Jahre gearbeitet haben, wird er von der DRV zu 100% gleich gut oder schlecht behandelt werden. Im Gegenteil, der Arbeitnehmer mit 5 Versicherungsjahren holt sich sein Geld über den Sozialtopf bis hin zur Miete und Suppenküche.

Es ist Null Gerechtigkeit im System. Der wo sich nicht mehr bewegen kann, der wird " besonders bevorzugt behandelt "

Die Verwaltung schlägt mit System erbarmungslos zu.

So wie die " Kriegsjahrgänge von 1942 bis 1952 mit Rentenabzügen und weit über 45 Versicherungsjahren betrogen wurden, geht es in der DRV glatt weiter.

Unter welchen Umständen wäre denn Gerechtigkeit in dem System? Was schlagen Sie vor? Bis jetzt kann ich Ihr Ansinnen überhaupt nicht deuten!

von
Hal

dem Arbeitnehmer wird von Egal empfohlen, eine Reha und Arzt Besuche durchzuführen, dami er wieder arbeitsfähig wird und bis zum Rentenbeginn wenn auch mit Schmerzen weiterarbeiten soll.
Ein Arbeitnehmer mit 5 Versicherungsjahren der diese Frist von 65 plus erreicht, der wird ohne Abzüge, das ganze System bis zur Sozialhilfe Wohnung / Heizung / Suppenküche ohne Probleme abgreifen.

Mit Verlaub, das ist schlich " Hahnebüchen "

Verstehen Sie das Neugierig?

von
egal (der Erste)

Zitiert von: Hal
dem Arbeitnehmer wird von Egal empfohlen, eine Reha und Arzt Besuche durchzuführen, dami er wieder arbeitsfähig wird und bis zum Rentenbeginn wenn auch mit Schmerzen weiterarbeiten soll.
Ein Arbeitnehmer mit 5 Versicherungsjahren der diese Frist von 65 plus erreicht, der wird ohne Abzüge, das ganze System bis zur Sozialhilfe Wohnung / Heizung / Suppenküche ohne Probleme abgreifen.

Mit Verlaub, das ist schlich " Hahnebüchen "

Verstehen Sie das Neugierig?

Lesen und Verstehen (und insbesondere dieses) scheint nicht so direkt Ihre Stärke zu sein...

Und Übrigens: die 5 Versicherungsjahre sind überhaupt nicht erforderlich zum "Abgreifen des ganzen Systems". Das geht auch komplett ohne Versicherungsjahr!

von
Neugierig

Zitiert von: Hal
dem Arbeitnehmer wird von Egal empfohlen, eine Reha und Arzt Besuche durchzuführen, dami er wieder arbeitsfähig wird und bis zum Rentenbeginn wenn auch mit Schmerzen weiterarbeiten soll.
Ein Arbeitnehmer mit 5 Versicherungsjahren der diese Frist von 65 plus erreicht, der wird ohne Abzüge, das ganze System bis zur Sozialhilfe Wohnung / Heizung / Suppenküche ohne Probleme abgreifen.

Mit Verlaub, das ist schlich " Hahnebüchen "

Verstehen Sie das Neugierig?

Nein, noch immer nicht. Entweder bin ich zu dumm dafür, oder Sie kritisieren etwas, das so nicht ist. Wer mit 65 nur 5 Versicherungsjahre hat, bekommt eher eine kleine Rente und lebt dann durch Grundsicherung genau wie jemand der 45 Jahre einzahlt oder was meinen Sie? Hä??? Eigentlich bin ich ja nicht auf den Kopf gefallen, aber tut mir leid, ich verstehe nur Bahnhof.

von
Bestands EMR

Zitiert von: Neugierig
Zitiert von: Hal
dem Arbeitnehmer wird von Egal empfohlen, eine Reha und Arzt Besuche durchzuführen, dami er wieder arbeitsfähig wird und bis zum Rentenbeginn wenn auch mit Schmerzen weiterarbeiten soll.
Ein Arbeitnehmer mit 5 Versicherungsjahren der diese Frist von 65 plus erreicht, der wird ohne Abzüge, das ganze System bis zur Sozialhilfe Wohnung / Heizung / Suppenküche ohne Probleme abgreifen.

Mit Verlaub, das ist schlich " Hahnebüchen "

Verstehen Sie das Neugierig?

Nein, noch immer nicht. Entweder bin ich zu dumm dafür, oder Sie kritisieren etwas, das so nicht ist. Wer mit 65 nur 5 Versicherungsjahre hat, bekommt eher eine kleine Rente und lebt dann durch Grundsicherung genau wie jemand der 45 Jahre einzahlt oder was meinen Sie? Hä??? Eigentlich bin ich ja nicht auf den Kopf gefallen, aber tut mir leid, ich verstehe nur Bahnhof.

Es gibt aber leider bei diesen System auch die Ungerechtigkeit das jemand 37 Jahre eingezahlt hat und nur weil er früher krank wurde die Zurechnungszeit nur bis 60 Jahre bekommt.
Und der andere EMR hat zum Beispiel 25 Jahre eingezahlt wurde aber später krank und bekommt nun Zurechnungszeit bis 65 und 8 Monate.
Bei gleichen Durchschnittsverdienst der beiden kann das je nach Höhe des Gehaltes einen Rentenunterschied von mehr als 200€ ausmachen.

Herr Kaiser ihren Kommentar können Sie sich sparen.

von
Neugierig

Das liegt halt daran, dass es einen Stichtag gibt. Warum gibt es diese Abschläge bei der EMR überhaupt? Damit nicht alle 60 jährigen in diese Rentenart gehen? Bekommen doch aber eh nur sehr Kranke, das Alter kann man sich nicht aussuchen und wen es erwischt, stellt den Antrag so oder so, ob nun unter 65 oder nicht. Krank ist krank.

von
Hmmm???

Zitiert von: Experte/in
Zitiert von: martina
Zitiert von: Experte/in
Hallo Martina,
die Altersrente für besonders langjährig Versicherte können Sie mit 63 J. + 10 M. ohne Abschlag in Anspruch nehmen (Geburtsjahr 1957). Da Sie die Wartezeit von 45 Jahren bereits erfüllt haben, ist es für den Rentenanspruch unerheblich, ob Sie vor Rentenbeginn noch Arbeitslosengeld beziehen. Die Bescheinigung des Arztes könnte zur Vermeidung der Sperrzeit erforderlich sein. Bezüglich des Formulars fragen Sie bitte bei Ihrer Agentur für Arbeit nach.

Habe ich Sie richtig verstanden: ich könnte von mir aus kündigen und warten bis ich 63 + 10 erreicht habe, bekomme in dieser Zeit ALG1 und könnte dann ab 1.10.2021 in die Rente OHNE Abzüge?
Lieben Dank für Ihre Mühe, martina

Hallo Martina,
ja, Sie haben das richtig verstanden.
Allerdings werden während der Arbeitslosigkeit etwas geringere Rentenbeiträge gezahlt. Die Auswirkungen auf Ihre Rente sind aber minimal.

Um nochmals auf den Beitrag von Martina zurückzukommen:
Wenn sie sich arbeitssuchend (arbeitslos) meldet, dann steht sie der Arbeitsvermittlung und somit dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung und muß ihrer Mitwirkungspflicht nachkommen, weil sonst das ALG 1 gemindert oder sogar ganz entzogen wird.
Also ganz so einfach ist es nicht. Es wundert mich, dass die Experten solch eine Antwort gegeben haben.

von
Tja

Zitiert von: Hmmm???
Zitiert von: Experte/in
Zitiert von: martina
Zitiert von: Experte/in
Hallo Martina,
die Altersrente für besonders langjährig Versicherte können Sie mit 63 J. + 10 M. ohne Abschlag in Anspruch nehmen (Geburtsjahr 1957). Da Sie die Wartezeit von 45 Jahren bereits erfüllt haben, ist es für den Rentenanspruch unerheblich, ob Sie vor Rentenbeginn noch Arbeitslosengeld beziehen. Die Bescheinigung des Arztes könnte zur Vermeidung der Sperrzeit erforderlich sein. Bezüglich des Formulars fragen Sie bitte bei Ihrer Agentur für Arbeit nach.

Habe ich Sie richtig verstanden: ich könnte von mir aus kündigen und warten bis ich 63 + 10 erreicht habe, bekomme in dieser Zeit ALG1 und könnte dann ab 1.10.2021 in die Rente OHNE Abzüge?
Lieben Dank für Ihre Mühe, martina

Hallo Martina,
ja, Sie haben das richtig verstanden.
Allerdings werden während der Arbeitslosigkeit etwas geringere Rentenbeiträge gezahlt. Die Auswirkungen auf Ihre Rente sind aber minimal.

Um nochmals auf den Beitrag von Martina zurückzukommen:
Wenn sie sich arbeitssuchend (arbeitslos) meldet, dann steht sie der Arbeitsvermittlung und somit dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung und muß ihrer Mitwirkungspflicht nachkommen, weil sonst das ALG 1 gemindert oder sogar ganz entzogen wird.
Also ganz so einfach ist es nicht. Es wundert mich, dass die Experten solch eine Antwort gegeben haben.

Das ist aber letztendlich kein Problem, welches die Rentenversicherung zu lösen hat. Daher war die Expertenantwort schon korrekt.