99 % Rente

von
Petra K

Im Juli habe ich über die örtliche Beratungsstelle einen Antrag auf Altersrente für schwerstbehinderte Menschen zum Erreichen des 63. Lebensjahres gestellt. Meine Rentenbeiträge basieren auf Zahlungen der Pflegeversicherung weil ich meine schwerstbehinderte Tochter pflege. Der Berater sagte, dass ich auf ein Prozent der Rente verzichten könne, um dann mit Erreichen der Regelaltersgrenze von 65 Jahren plus 10 Monaten eine höhere Rente zu bekommen, sofern weiter Rentenbeiträge von der Pflegekasse entrichtet werden. Ein entsprechendes Antragsformular würde übersandt. Nun erhielt ich schon den Rentenbescheid ohne diese Verzichtserklärung von 1 Prozent. Heute habe ich die Beratungsstelle erneut aufgesucht. Nun sagte ein anderer Berater, dass ich diese 99 % Rente erst mit erreichen der Regelaltersgrenze beantragen könne. Den Antrag müsse ich selber vorher formlos stellen. Ich bin jetzt verunsichert. Was stimmt denn nun?

Mit freundlichen Grüßen
Petra K

von
Schade

Bis zum Regelalter können Sie beruhigt die 100% Rente bekommen und die Pflegekasse zahlt bis dahin weiter.

Eine 99% Rente kommt erst ab Regelalter in Betracht, weil nur dann die Pflegekasse weiterzahlt, was zu einer künftigen Rentensteilgerung von Jahr zu Jahr führt.

Entweder hat der (erste) Berater das nicht deutlich genug erklärt oder Sie haben etwas ducheinandergebracht......

Aber wichtig ist: derzeit ist alles OK

von
Berater

Da haben Sie bei der ersten Beratung sicher etwas falsch verstanden. Kein Berater würde so einen Unsinn erzählen.
Sie müssen erst ab dem Erreichen der Regelaltersrente bei weiterer Pflege auf 1 % Ihrer Rente verzichten, wenn Sie wollen, dass die Pflegekasse weiter Beiträge für Sie einzahlt. Somit hat der heutige Berater doch alles korrekt erläutert. Es ist natürlich immer ein Leichtes seine Verständnisschwierigkeiten auf den Berater zu schieben, da man ja selber niemals etwas falsch verstehen würde, oder vielleicht doch?

Experten-Antwort

Hallo Petra K,

ein Verzicht auf ein Prozent Ihrer Rente ist erst ab Erreichen der Regelaltersgrenze erforderlich.