Ab wann Altersrente frühestens nach EMR

von
Flitzpiepe

Hallo,
ich vermute das wurde schon mal gefragt also bitte nicht gleich Hasskommentare schreiben.
Ganz kurz nur:
Jahrgang 1968, EMR unbefristet seit 2012, Regelaltersrente 01.07.2035
Ab wann kann ich frühestens in die Altersrente wechseln.
Welche zusätzlichen Abschläge gibt es?
Gruss aus Schleswig

von
KSC

Auch ganz kurz:

wenn mindestens 50 % schwerbehindert und 35 Versicherungsjahre ist die AR frühestens ab 62 möglich.

Wenn keine Schwerbehinderung vorliegt aber 35 Versicherungsjahre, dann ab 63.

Ansonsten Regelalter mit 67.

In aller Regel ist die Altersrente nicht höher, daher ist es in sehr vielen Fällen komplett egal ab wann die Rente Altersrente heißen kann.

Bis Sie im Jahr 2030 62 Jahre alt sind kann sich noch vieles ändern.

Schönes WE

von
Flitzpiepe

Danke aber der Link läuft bei mir ins Leere.
Habe jetzt gelesen, dass ich ab 63 Jahren mit nochmal 14,40 Prozent Abschlag die vorzeitige Altersrente bekäme.
Habe aber doch bereits 10,8 Prozent Abschläge und eine Zurechnungszeit bis "nur" 60 Jahre.
Kann das sein?
Gruss

von
Schorsch


Bei mir funzt der Link einwandfrei.
Bitte noch einmal versuchen!
Ansonsten bei Google den Suchbegriff "DRV Rentenbeginnrechner" eingeben.

MfG

von
KSC

Nach heutiger Rechtslage kann es nicht weniger werden, wenn die EM Rente nahtlos bis zur AR durchläuft.

Dass nochmals Abschläge drauf kommen ist also falsch.

von
Flitzpiepe

Danke für die Antworten.
Also wenn ich Sie alle richtig verstehe kann ich nach derzeitiger Rechtslage mit 63 Jahren und mind. 35 Versicherungsjahren die EMR in eine Altersrente umwandeln lassen.
Ich gehe davon aus, dass die Zeit der EMR auch Versicherungszeit ist?
Und was ist nicht Versicherungszeit? Das Studium z.B.?
Es ist noch lange hin und nur eine theoretische Sache heute aber ich frage mich ob das so regelmäßig praktiziert wird da die Altersrente aus meiner Sicht die bessere Rentenvariante ist hinsichtlich Nachprüfung oder Hinzuverdienstgrenzen etc.
Gruss

von
W*lfgang

Zitiert von: Flitzpiepe
Ich gehe davon aus, dass die Zeit der EMR auch Versicherungszeit ist?
Und was ist nicht Versicherungszeit? Das Studium z.B.?
Flitzpiepe,

Sie haben jetzt in der EM-Rente eine 'Zurechnungszeit' bis 62, bei der Altersrente wird das zur 'Rentenbezugszeit' und bei den 35 Jahren mitgezählt.

Auch das Studium zählt zu den 35 Jahren mit, alles dass was in Ihrem jetzigen Versicherungsverlauf als Versicherungszeit angerechnet worden ist. Studium/Ausbildungszeiten werden allerdings zz. nur bis zu 8 Jahren als Versicherungszeiten berücksichtigt.

Wenn Sie ab 17. Lbj. von der Schulbank weg/Abi bis zur EM-Rente durchgehende Versicherungszeiten haben, dann haben Sie mit der Rentenbezugszeit bei der Altersrente auch locker die 35 Jahre erreicht ...sofern alles so bleibt. Und wenn das ist, bekommt die jetzt laufende Rente nur einen neuen Namen, der Betrag ist identisch.

Gruß
w.

von
Flitzpiepe

Hallo W*lfgang,
Danke für die Information.
Allerdings habe ich die Zurechnungszeit "alt" bis 60 Jahre.
Zumindest was den Auszahlungsbetrag der Rente betrifft.
Aber spielt die Zurechnungszeit überhaupt eine Rolle in dieser Fragestellung?
Ich weiss jetzt immer noch nicht genau wann und warum ich vorzeitig ohne weitere Abschläge in die Altersrente komme.
Wird das dann beantragt, evtl. mit ärztlichem Gutachten usw.? Kann das auch abgelehnt werden?
Also von meinem Verständnis aus würde das dann doch jeder EM-Rentner machen mit 63 Jahren?
Ich vertehe den Sinn dieser Option nicht so ganz.
Oder bin ich hier irgendwie komplett auf dem falschen Dampfer?
Sorry an alle für meine blöden Fragen.

von
KSC

Sie sind noch nicht mal 50 und können frühestens mit 62 Altersrente bekommen - also in etwa 13 Jahren!

Machen Sie sich doch jetzt noch keinen Kopf darüber, zumal sich am Geldbetrag nichts ändert wenn Sie nichts mehr einzahlen. Ob Ihre Rente mit 62, mit 63, mit 65 oder erst mit 70 Altersrente heißt ist doch eigentlich schnurz piep egal, oder?

Keiner weiß wie in 13 oder 15 Jahren die Gesetze sind.

Und wenn Sie alles genau wissen wollen gehen Sie zur nächsten DRV Beratungsstelle und lassen es sich erklären. Dort sieht der Berater im Computer all Ihre Zeiten und weiß ob Sie 35 Jahre haben oder nicht.

von
Flitzpiepe

Dieses Forum soll doch unkompliziert Fragen beantworten.
Ich lese seit Tagen im Internet kreuz und quer und finde völlig unterschiedliche Informationen.
In der Tat ist es aufgrund der langfristigen Angelegenheit nicht dringend oder sehr wichtig.
Hätte ja sein können, dass die Antwort ganz simpel ist.

von
W*lfgang

Zitiert von: Flitzpiepe
Oder bin ich hier irgendwie komplett auf dem falschen Dampfer?
Flitzpiepe,

ja, so ein bisschen schon.

Denn auch die Altersrente hat einen Abschlag/den aus der EM-Rente - egal, ob Sie mit dem 'Umwandlungsantrag' bis zum eigentlich ungekürzten Rentenalter warten, letztendlich bis zur Regelaltersrente.

Denn, die bisher für Ihre EMRT berücksichtigten Zeiten/Werte haben einen Abschlag UND diese Zeiten/Werte _mit_ dem jetzigen Abschlag sind auch Berechnungsgrundlage Ihrer späteren Altersrente. Lediglich neue Rentenzeiten ab 60 (Ende Ihrer Zurechnungszeit) würden dann keinen Abschlag haben ...nur, wo sollen die herkommen? - der zulässige Minijob dann, die Pflegetätigkeit der Mami? Alles ab 60, davor unbedeutend. Ja, nur dann kann es _für diese Zeiten_ keinen Rentenabschlag geben und einen kleinen Bonus für die Altersrente/wenn nicht für andere/bestehende Zeiten mal wieder in die Trickkiste/Abwertung gegriffen worden ist.

Nehmen Sie es einfach so mit: weniger kann eine Altersrente nicht werden, mehr ist nahezu ausgeschlossen.

Gruß
w.

von
KSC

Ist doch auch ganz simpel aber Sie scheinen es nicht zu kapieren.

Deshalb mein Tipp zur persönlichen Beratung......manchmal kann man sich im Internet auch völlig verwirren und sich in der Informationsflut verennen.

Das einzige was noch unklar ist ob Sie 35 Jahre haben oder nicht.

Und das weiß keiner im Internet oder im Forum, der Berater bei der DRV sieht das in 30 Sekunden an seinem Computer.

Alternative: Brief an die DRV schreiben "habe ich 35 Versicherungsjahre um mit 63 in Rente gehen zu können?"

Jetzt was schönes unternehmen und nicht mehr über ungelegte Eier grübeln, das rate ich Ihnen.

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
der Berater bei der DRV sieht das in 30 Sekunden an seinem Computer.
...braucht der Login auf die Daten wirklich so lange? In 5 sec. hab ich die Rentenauskunft bis zur passenden Stelle neu sortiert/ausgewertet ;-)

Kein Wunder, dass 'Ihr' so einen langen Terminvorlauf habt *grien

https://www.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fimages.modhoster.de%2Fsystem%2Ffiles%2F0052%2F0133%2Flarge%2F1000endsassa.jpg&imgrefurl=https%3A%2F%2Fets.modhoster.de%2Fmods%2Fpatch--5&docid=6FNodR6FvSIigM&tbnid=kCCvaNxsSfSr0M%3A&vet=10ahUKEwiqtYLbhOvTAhXMJFAKHdcxAz8QMwgmKAUwBQ..i&w=640&h=424&client=firefox-b-ab&bih=739&biw=1527&q=affe%20bildschirm%20bilder&ved=0ahUKEwiqtYLbhOvTAhXMJFAKHdcxAz8QMwgmKAUwBQ&iact=mrc&uact=8

Gruß
w.

von
KSC

.....bei einem EM Rentner geht ne Rentenauskunft nicht ganz so einfach.......aber seis drum ob 5 oder 30 Sekunden ist doch wurst...........und in meiner Stelle gibts sogar noch Termine in der kommenden Woche.......wir sind noch nicht bis in den Juli hinein ausgebucht.......vielleicht clevere Planung?

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
vielleicht clevere Planung?
KSC, ich habe das etwas 'überzogen' ...sorry dafür!

Das mit der Planung ...hmm, das hat interne Gründe (ich will doch dem FBI-Chef nicht folgen müssen, deswegen halte ich mal die Klappe ;-)) Aber, eine Lücke findet sich immer, wenns wirklich wichtig ist.

Gruß
w.

von
Franz-Josef

Zitiert von: W*lfgang

.....deswegen halte ich mal die Klappe

Das sollten Sie ruhig öfter tun, Herr Superschlau....

von
W*lfgang

Zitiert von: Franz-Josef
Das sollten Sie ruhig öfter tun, Herr Superschlau....
...wenn Sie das fachlich ausfüllen können, bin ich sofort bei Ihnen - habe allerdings noch keine profitablen Beiträge von Ihnen hier bemerkt ...etwa zu 'schüchtern'/hat keine Ahnung dafür? ;-)

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Flitzpiepe.

eine Umwandlung in eine vorgezogenen Altersrente für langjährig Versicherte ist mit Vollendung des 63. Lebensjahres möglich. Voraussetzung hierfür ist das 35 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten vorliegen. Die Höhe der Rente wird sicherlich gleich bleibend sein. Eine Verminderung ist aufgrund des Besitzschutzes nicht möglich. Eine Steigerung ist eher unwahrscheinlich, da hierfür nach dem Beginn der Erwerbsminderungsrente weitere Beitragseinzahlung vorliegen müssten.
Liegt ein Schwerbehindertenausweis vor, sowie 35 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten kann man mit Vollendung des 62. Lebensjahres eine vorgezogene Altersrente für schwerbehinderte Menschen erhalten. Die Ausführungen zur Höhe bei der vorgezogenen Altersrente für langjährig Versicherte gelten auch hierbei.