AHB-REHA oder medizinische REHA ???

von
Hilfesuchender

Guten Abend,

ich hätte da mal eine Frage....bzw. bräuchte ich einen Rat:

Bevor meine Frage kommt, sollte ihr vielleicht ein paar Kleinigkeiten zu meiner Vorgeschichte wissen.
Ich hatte vor vielen Jahren einen schweren Schlaganfall und bin seit dem zu 80% schwerbehindert ( schwere rechtsseitige Spastik ).
Aus diesem Grund fahre ich auch relativ regelmäßig zur REHA.
Meine letze REHA hatte ich 2017.
Leider hatte ich während der REHA eine echt starke Achillodynie ( Achillessehnenentzündung ) an beiden Achillessehnen.
Trotz der Behandlung dieser Entzündung durch die REHA-Ärzte hat diese Entzündung meine gesamte REHA eher negativ beeinflusst.
Somit konnte ich in dieser REHA leider keinerlei Verbesserung vermerken.
Da ich nun seit 1.1.2018 wieder voll berufstätig bin, beeinflusst das tägliche geistige und körperlich arbeiten meine Spastik merklich.
Da die letzte REHA aus dem genannten Grund nicht zum Erfolg geführt hat, ich habe weiterhin berufstätig bzw. berufstätig bleiben möchte, will und muss...will ich für 2019 wieder eine REHA beantragen.
Dank der Spastik, habe ich auch einige Beschädigungen an Ischias und der Wirbelsäule ( LWS + HWS ) welche mir, mal mehr mal weniger echt Schmerzen verschaffen.
Nun hat mir mein behandelter Doc und einige seiner Kollegen zu einer „kleinen“ OP geraten, welche mir zu einem fast schmerzfreien Leben verhelfen.
Diese OP hätte zur Folge, das ich unmittelbar nach der OP zu einer AHB-REHA müsste.

Nun meine Frage/Problem:

Da ich seit vielen Jahren immer in die gleiche REHAklinik fahre, möchte ich auch bei nächste REHA in dieser Klinik verbringen.
Zumal diese Klinik ist eine Neurologisch / Orthopädische REHAklinik ist.
Nach Rücksprache mit den Ärzten und dem Krankenhaus soll diese „WirbelsäulenOP“ voraussichtlich 05/2019 stattfinden.
Auch meine „normale“ medizinische REHA sollte voraussichtlich ca. 05/2019 stattfinden.

Kann ich die AHB-REHA mit der „normalen“ medizinischen REHA verbinden, oder muss ich diese getrennt beantragen und gegebenenfalls durchführen???

Zumal eine AHB-REHA ca. 3 Wochen dauert und eine medizinische REHA zwischen 4-5 Wochen !?

von
Daniela

Ich kann dir nur raten, beide Rehas weiter auseinander zu legen. Mach erst die Operation und die AHB, dann komme erstmal zu Ruhe,evtl Nachsorge und dann die medizinische Rehabilitation. Minimum 3 Monate dazwischen.

von
Hilfesuchender

Ich vermute mal, das ich keine 2 REHA‘s innerhalb so „kurzer“ Zeit bekomme!?
Deshalb wollte ich sie ja, verbinden!?

von
Hilfesuchender

Ich vermute mal, das ich keine 2 REHA‘s innerhalb so „kurzer“ Zeit bekomme!?
Deshalb wollte ich sie ja, verbinden!?

von
Daniela

Doch klar bekommst du, wenn es medizinisch notwendig ist. Ich hatte sogar 3 Rehas in einen Jahr. Gang und gebe ist es zb auch, wenn jemand 2 Hüften braucht ( nur als Beispiel) und nicht mutig genug ist für beide auf einmal.
Aber ich denke, der Experte wird dir hier das gleiche sagen. Erst die AHB plus Irena evtl und dann, wenn du vollständig von der Operation genesen bist, dann die medizinische Reha beantragen.

Experten-Antwort

Hallo "Hilfesuchender",

grundsätzlich gibt es zwischen einer "Anschlussrehabilitation" und einer "Leistung zur medizinischen Rehabilitation" keinen Unterschied in der Dauer bzw. der Behandlungsform (ganztägig ambulant oder stationär). Beide Leistungen dauern im Regelfall 3 Wochen und können im Einzelfall aufgrund medizinischer Notwendigkeit verlängert werden.Im Fall der Anschlussrehabilitation geht jedoch eine Krankenhausbehandlung aufgrund einer Krankheit mit AHB-Indikation (z.B. Knie-TEP etc.) voraus. Auch die Inhalte der Leistungen sind dem Grunde nach identisch und gehören zum Kreis der Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Insoweit ist eine Zusammenlegung von AHB (Anschlussrehabilitation) und einer "normalen" Leistung zur medizinischen Rehabilitation nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da sie die gleichen Inhalte haben.

Das Gesetz sieht vor, dass Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nicht vor Ablauf von 4 Jahren nach Durchführung solcher oder ähnlicher Leistungen zur Rehabilitation erbracht werden. Dies gilt nicht, wenn vorzeitige Leistungen aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich sind.

Sollte also nach durchgeführter Anschlussrehabilitation aus medizinischer Sicht erneut eine "normale" Leistung zur medizinischen Rehabilitation vor Ablauf des 4-Jahreszeitraums erforderlich sein, so kann diese erneut bewilligt und durchgeführt werden. Dies kann also auch durchaus noch im gleichen Kalenderjahr sein. Hier gibt es keine Mindestwartezeit, wenn medizinische Gründe eine Rehabilitation erforderlich machen und ein Rehabilitationserfolg wahrscheinlich ist.

Insoweit spricht aus rehabilitationstechnischer Sicht nichts gegen eine OP mit anschließender Anschlussrehabilitation.

Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren gesundheitlichen Weg viel Erfolg.

Ihr Experte