Akteneinsicht / Medizinischer Dienst der DRV

von
Charlotte Diskus

Hallo,

wie ist die beste Vorgehensweise, um in meine Akte der DRV (medizinische Dienst der DRV) zu bekommen? Ist dafür eine Begründung erforderlich? Wo kann ich Einsicht bekommen? Kann ich mir diese auch vielleicht nach Hause schicken lassen? Könnte ich mir auch Kopien anfertigen lassen, da ich mir nicht alles merken kann ( Konzentrationsschwäche )?
Danke.

von
Rentenschmied

Hallo,
es gibt nur eine Vorgehensweise. Schriftlich bei der DRV Akteneinsicht beantragen. Alles weitere klärt sich dann.
Mit besten Grüßen

Experten-Antwort

Sie können Akteneinsicht in Ihre Akte beantragen, wenn Sie den Akteninhalt zur Geltendmachung oder Verteidigung Ihrer rechtlichen Interessen benötigen. Die gewünschte Akteneinsicht muss vorab möglichst schriftlich bekanntgegeben werden, damit die Akte bereitgehalten und mit Ihnen ein Termin zur Akteneinsicht vereinbart werden kann. Die Einsicht in die medizinischen Unterlagen ist möglich, wenn Sie die Unterlagen beispielsweise für ein Widerspruchsverfahren wegen einer ablehnenden Entscheidung für die Begründung des Widerspruches benötigen. Sollte der Grund der Akteneinsicht nicht bereits wegen eines anhängigen Widerspruchverfahrens für die deutsche Rentenversicherung erkennbar sein, sollten Sie den Grund für die Akteneinsicht näher beschreiben. Grundsätzlich erfolgt die Akteneinsicht in der Behörde, die Ihre Akte führt. Eine Übersendung der Akte zu Ihnen nach Hause kann nicht erfolgen. Sie können sich Kopien aus Ihrer Akte anfertigen lassen. Die Behörde kann dafür allerdings einen Ersatz für die Aufwendungen verlangen.

von
Rentenuschi

Gemäß dem Recht auf informelle Selbstbestimmung benötigt man für eine Akteneinsicht keinen bestimmten Grund.

Akten werden auch verschickt, entweder in das Büro eines Bevollmächtigten (wenn es sich z.B. um einen Rechtsanwalt handelt) oder alternativ an das Gemeindeamt oder das Stadtamt des jeweiligen Wohnortes.

Sind, wie hier, medizinische Unterlagen in der Akte enthalten, kann es passieren, dass der sozialmedizinische Dienst des RV-Trägers die Empfehlung gibt, dass in diese Unterlagen nur im Beisein eines Arztes Einsicht genommen werden sollte.

Das passiert relativ selten und zwar in der Regel bei Diagnosen, die der Versicherte noch nicht kennt oder schwerwiegenden psychischen Erkrankungen.

MfG

von
Rentenuschi

noch eine Ergänzung:

Akten werden dem Versicherten NICHT nach Hause und auch nicht an private Bevollmächtigte übersandt!