Altersrente erhöhen durch 450 Euro job

von
Werner Barwanietz

wenn man volle Erwerbsminderungsrente bezieht (58 Jahre)und mit einen 450 Euro job weiter Rentenbeiträge durch den Arbeitgeber einzahlen lässt erhöht sich dann die Altersrente?

von
Fortitude one

Hallo Werner Barwanietz,

Sie schreiben nicht ab wann Sie EMR erhalten. Schauen Sie bitte in Ihrem Rentenbescheid. Dort können Sie genau sehen für wie viele Jahre Zurechnungszeit und EP Sie bekommen haben. Das werden Sie niemals mit einem 450 Euro Job übertreffen. Da Sie Besrandschutz haben, wird die AR nicht niedriger sein als Ihre momentane EMR. Sollten Sie einen 450 Euro Job in Erwägung ziehen, dann kann jederzeit Ihre volle EMR überprüft werden, ob Sie überhaupt noch erwerbsgemindert sind.

Mfg

von
KSC

Im Prinzip ja, aber parallel zur Zurechnungszeit eher nicht.......

von
W*lfgang

Hallo Werner Barwanietz,

der Minijob im Rahmen der Zurechungszeit (ZZ) bis aktuell Alter 62 (bei EM-Rentenbeginn vor 01.07.2014 nur bis 60) dürfte keinen rentenerhöhenden Einfluss auf die Altersrente haben, da die ZZ - ich behaupte mal - immer werthöher ist, als der parallele Minijob.

Minijob nach Ende der ZZ _können_ die Altersrente erhöhen, erwarten Sie das aber grundsätzlich nicht, da Ihr gesamtes Versicherungsleben mit Beginn der Altersrente neu bewertet wird und daher anderer Stelle 'Minderbewertungen' erfolgen können.

Lassen Sie sich 2 Probeberechnungen anfertigen:
1. frühestmöglicher Altersrentenbeginn
2. Regelaltersrente mit versicherungspflichtigen Minijob,
dann haben Sie eine Vergleichsmöglichkeit.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Morgen Herr Barwanietz,
ob die Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung die spätere Altersrente erhöht, kann pauschal nicht festgestellt werden. Damit Versicherte, die bereits vor dem 60 bzw.62. Geburtstag
eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch nehmen müssen, eine ausreichende Rente erhalten, wird den vorhandenen Zeiten die Zeit bis zum 60 bzw. 62. Geburtstag hinzugerechnet. (Zurechnungszeit)Bei der Berechnung der Rente wird die Zurechnungszeit mit dem Wert berücksichtigt, der der durchschnittlichen monatlichen Beitragszahlung während des bisherigen Versicherungslebens entspricht . Das bedeutet, dass zeitgleiche Zeiten einer geringfügigen Beschäftigung gegebenenfalls nicht zu einer Erhöhung der späteren Altersrente führen. Die spätere Altersrente kann aber auch nicht niedriger werden , wenn im Anschluss an die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit eine Altersrente gewährt wird, weil mindestens die bisherigen persönlichen Entgeltpunkte zugrunde gelegt werden.