Altersrente für langjährig Versicherte - Hinzuverdienst

von
Karsten Paulsen

Moin und danke für dieses Forum.

Ab dem 1. Juni beziehe ich eine Altersrente für langjährig Versicherte mit den bekannten Hinzuverdienst-Grenzen. Als Selbstständiger (ich bin noch nicht alle Kunden los), versuche ich natürlich bis zum Jahresende unter 6.300 EUR vor Steuer zu bleiben.

1. Wie berechnet die DRV den Hinzuverdienst nach Rentenbeginn? In meinen Steuerbescheid ist ja das Einkommen für das ganze Jahr ausgewiesen.
2. Von meinem DRV Berater habe ich erfahren, dass meine Arbeitsleistung aus Mai (vor Mai), die aber erst durch meine Kunden im Juni angewiesen werden zum Teil mit in den Hinzuverdienst eingehen. Ist das wirklich richtig?

Danke für Antworten,
Ihr Karsten Paulsen

von
Groko

Zitiert von: Karsten Paulsen
Moin und danke für dieses Forum.

Ab dem 1. Juni beziehe ich eine Altersrente für langjährig Versicherte mit den bekannten Hinzuverdienst-Grenzen. Als Selbstständiger (ich bin noch nicht alle Kunden los), versuche ich natürlich bis zum Jahresende unter 6.300 EUR vor Steuer zu bleiben.

1. Wie berechnet die DRV den Hinzuverdienst nach Rentenbeginn? In meinen Steuerbescheid ist ja das Einkommen für das ganze Jahr ausgewiesen.
2. Von meinem DRV Berater habe ich erfahren, dass meine Arbeitsleistung aus Mai (vor Mai), die aber erst durch meine Kunden im Juni angewiesen werden zum Teil mit in den Hinzuverdienst eingehen. Ist das wirklich richtig?

Danke für Antworten,
Ihr Karsten Paulsen

Ja.

Experten-Antwort

Hallo Karsten Paulsen,

regelmäßig zum 01.07. eines Jahres ist für das vorangegangene Kalenderjahr der tatsächliche Hinzuverdienst statt des bisher berücksichtigten voraussichtlichen Hinzuverdienstes zu berücksichtigen, wenn sich dadurch rückwirkend eine Änderung ergibt, die den Rentenanspruch betrifft (sogenannte Spitzabrechnung, § 34 Abs. 3d SGB VI). Bei selbständig Tätigen ist dabei der tatsächliche Hinzuverdienst aus dem Einkommensteuerbescheid für das jeweilige Kalenderjahr zu entnehmen. Lag der Rentenbeginn allerdings im Laufe eines Jahres, entsprechen die Angaben im Einkommensteuerbescheid nicht dem tatsächlichen Einkommen während des Rentenbezuges. Selbständig Tätige können daher in diesen Fällen ihr Arbeitseinkommen anderweitig, zum Beispiel monatlich, nachweisen. Detailliertere Informationen hierzu können Sie auch den Gemeinsamen Rechtlichen Anweisungen der Rentenversicherungsträger (hier GRA zu § 34, Abschnitt R3.2.10 unter http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_34R3.2.10) entnehmen.

Zur Frage des Hinzuverdienstes aus Arbeitsleistungen vor dem Rentenbeginn bleibt festzustellen, dass die für die Ermittlung des Arbeitseinkommens einschlägige Vorschrift des § 15 Abs. 1 SGB IV an die allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts anknüpft. Deshalb kommt es bei der Ermittlung des Arbeitseinkommens nicht darauf an, wann die Einkünfte erwirtschaftet worden sind, da im Einkommensteuerrecht grundsätzlich das Zuflussprinzip (§ 11 EStG) gilt.

von
Karsten Paulsen

Herzlichen Dank!

Ihr Karsten Paulsen