Altersrente - nur Wohnsitz in der Schweiz, kein Wohnsitz in D

von
Vater

Über die schweizerische Rentenversicherung (AHV) habe ich die Gewährung von Altersrente für langjährig Versicherte beantragt, Rentenbeginn wird der 01.12.2019 sein. Versicherungsrechtliche Voraussetzungen sind erfüllt (40 Jahre Versicherungszeit sind schon im Versicherungskonto dokumentiert). Frage: Ich bin bis Rentenbeginn und etwas darüber hinaus in der Schweiz versicherungspflichtig beschäftigt. Werden diese Zeiten von der DRV 3 Monate voraus angefordert oder muss die schweizerische Jahresmeldung für 2019 abgewartet werden, um die deutsche Rente berechnen zu können?.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

P.S.: Natürlich habe ich bei der AHV angegeben, dass auch das Rentenverfahren in D eingeleitet werden soll.

von
NU

Hallo

warum machen Sie keinen Rentenantrag / Klärung des Rentenkontos in Deutschland.

Ich verstehe nicht, warum Sie dies über die AHV in der Schweiz
klären wollen.

Wenn Versicherungszeiten in Deutschland vorliegen, geben Sie dort mit Arbeitszeugnissen etc. Unterlagen bei.

Mit Sicherheit, kennt die Deutsche Rentenversicherung, nicht mal Ihre aktuelle Anschrift in der Schweiz.

Sie selbst sollten aktiv werden, die AHV Schweiz, kennt doch Ihren Versichertenverlauf in Deutschland, vor 40 Jahren nicht.

Verstehen kann ich Sie nicht

Gruss

von
NU

Haben Sie den Versicherungsverlauf AHV Schweiz / 2.te Säule / 3.Säule in der Schweiz schon geklärt.

So eine Kontenklärung dauert.

Sie sollten der DRV schnellstens Unterlagen zustellen .

Ausbildung / Schule / Berufliche Tätigkeiten.

Etwas sehr naiv Ihre Aussage, Sie gehen im Dez. in Rente.

Sie müssen endlich aktiv werden

Gruss

von
Vater

[quote=328261]Hallo

warum machen Sie keinen Rentenantrag / Klärung des Rentenkontos in Deutschland?

Ich verstehe nicht, warum Sie dies über die AHV in der Schweiz
klären wollen?

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Mein deutsches Versicherungskonto ist vollständig geklärt (inclusive der bis zum Jahr 2017 in der Schweiz zurückgelegten Zeiten). Versicherungsverlauf und Rentenauskunft hat die DRV dieses Jahr erteilt. Meine Anschrift ist der DRV daher bekannt.

Das Sozialversicherungsabkommen sieht vor, dass die Rente(n) im Wohnsitzstaat zu beantragen -in der Schweiz anzumelden- sind.

von
NU

Hallo,

warum machen Sie, nicht direkt bei der DRV den Rentenantrag in Deutschland. So beschleunigen Sie den Ablauf.

Legen Sie die geklärten Rentenverläufe der Schweiz und Deutschland als Kopie bei.

Denken Sie daran, der Rentenbeginn in der Schweiz ist ein anderer wie in Deutschland.

Gruss

Experten-Antwort

@NU -> Die Antragstellung in Deutschland würde das Verfahren weder verschlanken, noch beschleunigen. Sondern ganz im Gegenteil eher verkomplizieren. Für die Berücksichtigung ausländischer Zeiten reicht ein ausländischer Versicherungsverlauf NICHT aus. Solche Zeiten müssen vom ausländischen Rententräger bestätigt werden. Daher macht die Antragstellung im Wohnsitzland schon Sinn, da die Rentenversicherung Schweiz dann gleich die Bestätigung der dortigen Versicherungszeiten im internationalen Datenaustausch nach Deutschland weitergeben kann.

von
Vater

Zitiert von: NU
Hallo,

warum machen Sie, nicht direkt bei der DRV den Rentenantrag in Deutschland. So beschleunigen Sie den Ablauf.

Legen Sie die geklärten Rentenverläufe der Schweiz und Deutschland als Kopie bei.

Denken Sie daran, der Rentenbeginn in der Schweiz ist ein anderer wie in Deutschland.

Gruss

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Der Rentenbeginn ist bei beiden Renten der 01.12.19. Mein 63. Lebensjahr vollende ich im November 2019

D = Altersrente für langjährig Versicherte
CH = Vorbezug um 2 Jahre

Die DRV braucht auch meine Versicherungszeiten aus der Schweiz, daher Antrag im Wohnsitzstaat, der -nach dem SV-Abkommen- auch als Antrag im jeweils anderen Vertragsstaat gilt.

Experten-Antwort

Hallo von Vater,
jetzt zu Ihrer Frage.
Wenn Sie einen Rentenantrag im Wohnsitzland (Schweiz) gestellt haben, welcher sich auf beide Länder bezieht, also Rentenbegehren aus der Schweiz und aus Deutschland, dann werden wir (Deutschland) keine Ermittlungen zu den letzten 3 Monaten beim ausländischen Arbeitgeber anstellen. Diese Zeiten werden im internationalen Datenaustausch über die Rentenversicherung Schweiz nach Deutschland kommuniziert.

HINWEIS:
Sie haben angegeben, dass sie etwas über den Rentenbeginn hinaus beschäftigt sein werden. Bitte bedenken Sie, dass eine Deutsche Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze noch Hinzuverdienstgrenzen kennt. Als Hinzuverdienst bei der deutschen Rente zählen auch ausländische (also die in der Schweiz erzielten) Einkünfte

von
Schade

Dann ist doch alles in Ordnung, Sie kennen die Verfahren, etc.

Die Kollegen der AHV wollen den Antrag ca. 6 Monate vorher, das haben Sie gemacht und gleichzeitig erklärt dass auch die Rente in D zum 01.12. beginnen soll.
Prima, dann ist doch alles "in Butter" und die AHV hat die DRV (hoffentlich) inzwischen auch informiert.

Für Ihren Verdienst in der Schweiz bis November interessiert sich bei der DRV im übrigen niemand, da ist bestenfalls wichtig dass Sie bis November dort Arbeitnehmer sind. Und das bekommt die DRV im von der AHV geliefert.

Verdienste sind nur dann interessant wenn es ab Dezember um den zulässigen Zuverdienst (jährlich 6300 €) ginge.

von
Vater

Zitiert von: Experte/in
@NU -> Die Antragstellung in Deutschland würde das Verfahren weder verschlanken, noch beschleunigen. Sondern ganz im Gegenteil eher verkomplizieren. Für die Berücksichtigung ausländischer Zeiten reicht ein ausländischer Versicherungsverlauf NICHT aus. Solche Zeiten müssen vom ausländischen Rententräger bestätigt werden. Daher macht die Antragstellung im Wohnsitzland schon Sinn, da die Rentenversicherung Schweiz dann gleich die Bestätigung der dortigen Versicherungszeiten im internationalen Datenaustausch nach Deutschland weitergeben kann.

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@Experte: Vielen Dank für die Klarstellung, dann habe ich bisher alles richtig gemacht. Mir geht es nur darum zu erfahren, ob ähnlich wie bei einem rein deutschen Rentenverfahren, die aktuell in der Schweiz ausgeübte Beschäftigungszeit 3 Monate im Voraus gemeldet werden darf bzw. die Angaben von der DRV angefordert werden. Das wären in meinem Fall die Monate September, Oktober und November, die ja bekanntlich noch in der Zukunft liegen.

von
Vater

Zitiert von: Schade
Dann ist doch alles in Ordnung, Sie kennen die Verfahren, etc.

Die Kollegen der AHV wollen den Antrag ca. 6 Monate vorher, das haben Sie gemacht und gleichzeitig erklärt dass auch die Rente in D zum 01.12. beginnen soll.
Prima, dann ist doch alles "in Butter" und die AHV hat die DRV (hoffentlich) inzwischen auch informiert.

Für Ihren Verdienst in der Schweiz bis November interessiert sich bei der DRV im übrigen niemand, da ist bestenfalls wichtig dass Sie bis November dort Arbeitnehmer sind. Und das bekommt die DRV im von der AHV geliefert.

Verdienste sind nur dann interessant wenn es ab Dezember um den zulässigen Zuverdienst (jährlich 6300 €) ginge.

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@ Schade: Vielen Dank auch für Ihre Ausführungen
@ Experte: Beschäftigungsumfang wird reduziert - Hinzuverdienstgrenzen werden eingehalten. Vielen Dank für den wichtigen Hinweis.

Experten-Antwort

@Schade - Danke für die Unterstützung und die Ergänzungen.
@von Vater - wenn Hinzuverdienst angegeben (da gehe ich eigentlich von aus) und Grenzen eingehalten, dann für Rente aus Deutschland unproblematisch

von
NU

Zitiert von: Experte/in
@Schade - Danke für die Unterstützung und die Ergänzungen.
@von Vater - wenn Hinzuverdienst angegeben (da gehe ich eigentlich von aus) und Grenzen eingehalten, dann für Rente aus Deutschland unproblematisch

Hallo von Vater,

nach 40 Jahren Arbeit in der Schweiz ?

Sind Sie Schweizer Bürger ?

Schreibt die DRV, den Bürgern, oder Arbeitnehmern der Schweiz vor, was Sie verdienen dürfen.

Das kann doch nicht sein. Die Löhne in der Schweiz, liegen beim Mindeslohn um die 4.300.-- Sfr Monat.

Irgend etwas läuft hier völlig aus dem Ruder

Gruss

von
Jonny

Zitiert von: NU
Zitiert von: Experte/in
@Schade - Danke für die Unterstützung und die Ergänzungen.
@von Vater - wenn Hinzuverdienst angegeben (da gehe ich eigentlich von aus) und Grenzen eingehalten, dann für Rente aus Deutschland unproblematisch

Hallo von Vater,

nach 40 Jahren Arbeit in der Schweiz ?

Sind Sie Schweizer Bürger ?

Schreibt die DRV, den Bürgern, oder Arbeitnehmern der Schweiz vor, was Sie verdienen dürfen.

Das kann doch nicht sein. Die Löhne in der Schweiz, liegen beim Mindeslohn um die 4.300.-- Sfr Monat.

Irgend etwas läuft hier völlig aus dem Ruder

Gruss

Was kann nicht sein? Selbst mit ca 6500 Franken ist der Freibetrag von 6300 Euro doch nicht einmal überschritten. Und 40 Jahre in der Schweiz und noch einige in Deutschland ergibt doch auch die Wartezeit von 35 Jahren für langjährig Versicherte! Ist doch alles OK
Gruß aus dem Berner Oberland

von
Schade

hallo NU,

m.E. läuft hier nur das aus dem Ruder, dass Sie (!) Dinge hineininterpretieren, die gar nicht gefragt sind.

Woher wissen Sie dass der Vater 40 Jahre in CH gearbeitet hat? Die angesprochenen 40 Jahre können doch auch ganz anders zw. D und CH verteilt sein, oder?

Wie kommen Sie zu der Behauptung D verbiete jemand in CH gut zu verdienen? Das ist m.E. reine Polemik! Denn jeder darf in CH so viel verdienen wie er will, von mir aus gerne 20.000 sFr im Monat. Die einzige Einschränkung ist die dass er dann in D möglicherweise erst mit Regelalter (65+) einen Rentenanspruch verwirklichen kann.

PS: wenn der Kunde wirklich 40 Jahre in CH gearbeitet hat, ist Ihre "Erregung" überhaupt nicht verständlich, denn dann liegt die deutsche Rente im Vergleich zur AHV Rente und zur Pensionkassenzahlung (analog Betriebsrente) im "Peanutsbereich", weil einer der 40 Jahre in CH gearbeitet hat von dort auf jeden Fall einen höheren 6 stelligen Betrag zu erwarten hätte.

Schönes WE

von
Groko

Zitiert von: Schade
hallo NU,

m.E. läuft hier nur das aus dem Ruder, dass Sie (!) Dinge hineininterpretieren, die gar nicht gefragt sind.

Woher wissen Sie dass der Vater 40 Jahre in CH gearbeitet hat? Die angesprochenen 40 Jahre können doch auch ganz anders zw. D und CH verteilt sein, oder?

Wie kommen Sie zu der Behauptung D verbiete jemand in CH gut zu verdienen? Das ist m.E. reine Polemik! Denn jeder darf in CH so viel verdienen wie er will, von mir aus gerne 20.000 sFr im Monat. Die einzige Einschränkung ist die dass er dann in D möglicherweise erst mit Regelalter (65+) einen Rentenanspruch verwirklichen kann.

PS: wenn der Kunde wirklich 40 Jahre in CH gearbeitet hat, ist Ihre "Erregung" überhaupt nicht verständlich, denn dann liegt die deutsche Rente im Vergleich zur AHV Rente und zur Pensionkassenzahlung (analog Betriebsrente) im "Peanutsbereich", weil einer der 40 Jahre in CH gearbeitet hat von dort auf jeden Fall einen höheren 6 stelligen Betrag zu erwarten hätte.

Schönes WE


"höheren 6 stelligen Betrag"

Im Monat?

von
Schade

Pensionskassenleistung insgesamt, die man sich auf einmal und natürlich auch in monatlichen Raten auszahlen lassen kann.

LG

von
NU

Hallo Schade,

wenn jemand in der Schweiz arbeitet und die DRV schreibt Ihm indirekt vor, was er verdienen darf, können Sie das eigentlich nachvollziehen.
Ich denke er wohnt in der Schweiz, er arbeitet in der Schweiz.

Das ist doch starker Tobak

Gruß

von
Groko

Zitiert von: NU
Hallo Schade,

wenn jemand in der Schweiz arbeitet und die DRV schreibt Ihm indirekt vor, was er verdienen darf, können Sie das eigentlich nachvollziehen.
Ich denke er wohnt in der Schweiz, er arbeitet in der Schweiz.

Das ist doch starker Tobak

Gruß

Wenn Er eine Rente aus Deutschland bezieht ist das selbstverständlich!

von
Schade

Sehr geehrter NU,

solange dieser Mensch keine deutsche Rente bekommt oder sobald er die Regelaltersgrenze überschritten hat, darf er doch verdienen was er will.

Die Einschränkungen des Verdienstes für Rentner gibt es nun mal und brauchen wahrlich nicht hier im Forum diskutiert werden - die Gesetze werden woanders gemacht.

Diese Einschränkungen gibt es für alle Rentner und auch für die in CH lebenden Menschen gibt es keine Sonderbehandlung