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AltersTeilrente und Pflege - Ausblick auf 07-2019

von
Modi1969

Liebe Foristen, liebes Expertenteam,

nachdem bereits um den Jahreswechsel das Thema ausführlich besprochen wurde, kann ich die Ermittlung der EP bei meiner Mutter für die Zeit ab 07-2018 nachvollziehen.
Es verbleibt allerdings eine Unsicherheit zu 07-2019:
Rechne ich korrekt, oder unterläuft mir ein Rechenfehler:
Ursprungs-EP (AltersVOLLrente bis 06-2017): 6,0834 EP
Zuwachs aus Pflege 2017 (PG 2) : 0,1299 EP
Zuwachs aus Pflege 2018 (PG 3) : 0,5741 EP
Summe: 6,7874, hiervon wegen 99%-Teilrente nur 6,7195 EP verrentbar (Höchstwert)
Gundlage der bisher bezogenen Rente (99% von U) 6,0226 EP
nicht in Anspruch genommenes 1% von U 0,0608 EP
Zuwachs aus Pflege 2017 0,0678 EP
bereits "verbrauchte EP" 6,1512 EP
bis zum Höchstwert verbleiben somit 0,5683 EP
Mit Zugangsfaktoren versorgt würde dann wie folgt verrentet:
6,0226 X 1,0000 = 6,0226 pEP
0,0608 X 1,1200 ( bereits 24 Mo 1 % nicht gen.) = 0,0681 pEP
0,0678 X 1,705 = 0,1156 pEP
0,5683 X 1,765 = 1,0030 pEP
------------------------------------------------------------
ergibt in Summe 7,2093 pEP

Eine weitere Frage drängt sich auf:
Wie ( welcher Zugangsfaktor) und wann werden die (noch) nicht verrenteten Entgeltpunkte aus Pflegezuwachs 2017 (0,0621) und 2018 (0,0058) dann verrentet ( erst bei VOLLrente oder der 2017 er Rest schon anteilig in der 07-2019er Berechnung ?

von
Unverständnis

Gut, dass es nur so wenige User mit Ihren detailverliebten Fragen hier gibt, sonst hätten Experten nicht anderes mehr zu tun, als pingelige Rentenberechnungen nachzuvollziehen oder zu erläutern.
Lassen Sie es doch mal gut sein! Es gibt andere User, die wichtigere Fragen haben, als den letzten Cent noch nachvollziehen zu können.

von
Modi1969

Hallo Unverständnis,

Sie äußern Ihre persönliche Sicht zu meiner Frage, die ich respektiere.
Sie können mir glauben, dass es nicht wenige Foristen/Personen gibt, die sich brennend für die Expertenantwort interessieren. Einen kleinen Auszug davon spiegelten die inzwischen gelöschten Posts zu diesem Thread ( Grund für meinen anderen Thread in diesem Forum ) wider.
Leider Gottes gibt es im Rentenrecht halt auch Fragen, die nicht mit 3 Sätzen beantwortbar sind.
Es steht Ihnen und auch den anderen Foristen, denen mein Thema nicht gefällt, frei, einfach nicht in diesem Thema mitzulesen.
In diesem Sinne einen guten Wochenstart...

Experten-Antwort

Hallo Modi,

Ihre Rechnung lässt sich nicht nachvollziehen. Mit den angegebenen Pflegegraden können sich die von Ihnen ermittelten Entgeltpunkte nicht ergeben.

Mit Einführung des Flexirentengesetzes werden Zuschläge an Entgeltpunkten neben einer Altersrente erstmalig zum Kalendermonat nach Erreichen der Regelaltersgrenze ermittelt, anschließend immer zum 01.07. des Folgejahres. Weiterhin besteht ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit auch auf einen Teil seiner Altersrente zu verzichten, d. h. eine Wunschteilrente in Anspruch zu nehmen, um einen Zuschlag an Entgeltpunkten insbesondere für die Ausübung einer Pflegetätigkeit zu erhalten.Der Zugangsfaktor erhöht in Abhängigkeit von der jeweiligen Inanspruchnahme. Wird der Zuschlag unmittelbar nach Vollendung der Regelaltersgrenze berücksichtigt, erhält er den Zugangsfaktor 1,0. Wird der Zuschlag ab 01.07. des Jahres nach Vollendung der Regelaltersgrenze berücksichtigt, erhöht sich der Zugangsfaktor für jeden Kalendermonat zwischen dem Kalendermonat nach Regelaltersgrenze und 30.06. des Folgejahres um jeweils 0,5%. Wird die Regelaltersgrenze im Oktober 2017 erreicht, ergibt sich so eine Erhöhung von November 2017 bis Juni 2018 8 Kalendermonate (0,040). Im Jahr darauf erhöht sich der Zugangsfaktor dann um weitere 12 Kalendermonat.

Bei der Wunschteilrente ist jedoch zu beachten, dass sich der jeweilige Anteil auf alle ermittelten Entgeltpunkte bezieht, d. h. immer wenn sich die Entgeltpunkte erhöhen, wird daraus ein neuer Wert für die Wunschteilrente ermittelt.

Unter Berücksichtigung Ihrer angegebenen Werte sowie der Tatsache, dass die Regelaltersrente zu diesem Zeitpunkt schon erreicht war, ergeben sich ab 7/2018 6,2133 Entgeltpunkte (ursprüngliche 6,0834 + Zuschlag aus 2017), davon werden ab 7/2018 99% berechnet, ergeben 6,1512 Entgeltpunkte. Bis 7/2017 wurden alle 6,0834 Entgeltpunkte in Anspruch genommen, ab 7/2017 dann 6,0226, diese behalten weiter den Zugangsfaktor 1,0, die Differenz zu den 99 % der Entgeltpunkte ab 7/2018 0,1286 wurde in der Zeit 7/2017 bis 6/2018 als 12 Kalendermonate nicht bezogen, erhält den Wert 1,060.

So lässt sich dann die Rechnung fortsetzen. Die Erhöhung des Zugangsfaktors für nicht in Anspruch genommene Entgeltpunkte erfolgt erst mit der Vollrente, wobei jedoch zu beachten ist, dass der Zuschlag für die Entgeltpunkte aus der Pflegetätigkeit erst zum 01.07. des Folgejahres ermittelt wird, also 7/2019 für das Jahr 2018.

von
Modi1969

Lieber Experte,

vielen Dank für Ihre Antwort.