Anfrage von 'Sozialabeiter'

von
Siehe hier

Zitiert von: an KSC, siehe hier und W*lfgang

Können da mal die Experten und die drei im Wunschnamen genannten User was zu schreiben?
Bin Sozialarbeiter, betreue Menschen bei Behördengängen und habe einen etwas ähnlichen Fall zu umsorgen.

Hallo ‚Sozialarbeiter‘,
ich habe hier mal einen neuen Beitrag angelegt, denn der von der Redaktion oben angepinnte und für allgemeine ‚Grundinformationen‘ gedachte wird langsam leider sehr unübersichtlich.
Sie hatten in Bezug auf Melanie1977 nachgefragt, da Sie einen ähnlichen Fall zu betreuen haben…

In der aktuellen Lage, also durch ‚Corona‘, ist es schwierig, überhaupt in eine Reha zu kommen. Insbesondere der ansonsten rechtlich zu beachtenden Anspruch nach der Berücksichtigung einer Wunschklinik dürfte derzeit - mangels Möglichkeiten - nicht durchsetzbar sein.
Vorrangig hat – berechtigterweise – die Bundesregierung beschlossen – die Pandemie bestmöglich einzudämmen und ist aktuell dabei, kurzfristig helfende aber auch teilweise nur zeitlich begrenzt geltende Gesetze zu erlassen, die, wenn nötig, jederzeit an die Situation angepasst werden können.
Die Leistungsträger von Rehabilitationsmaßnahmen, also auch die DRV und Krankenkassen, haben entsprechend auch schon einige, kulante Anpassungen vorgenommen, Fristen verlängert und arbeiten an weiteren, einheitlichen Lösungen. Die Redaktion dieses Forums ist bemüht, so viele Informationen wie möglich zusammenzutragen und veröffentlicht die Ergebnisse hier unter der Rubrik Aktuelles und dann ‚Magazin‘.
Eine individuelle Einzelberatung, insbesondere eine persönliche, ist in den meisten Behörden zurzeit nur eingeschränkt bis gar nicht möglich. Zeitnahe Entscheidungen für Einzelfälle werden deshalb aktuell wohl leider nicht befriedigend abschließend getroffen werden können.
Den bisherigen Veröffentlichungen folgend bleibt also für viele nur der „ungeliebte, aber erst mal richtige“ Weg zum Jobcenter oder zum Amt für Grundsicherung. Auch Rentenantragsteller wie Melanie, die über Wohneigentum verfügen, werden dort nicht pauschal abgewiesen, sondern hatten auch schon vor ‚Corona‘ auch dort die Möglichkeit, Leistungen zu beantragen.
Im Falle von Melanie könnte z. B, schon wieder ein neuer Anspruch auf Krankengeld entstanden sein, da sie zwischenzeitlich sich arbeitsuchend gemeldet hatte und damit eine neue Blockfrist beginnen müsste. Aber dies ist im Einzelfall zu prüfen und bei der Krankenkasse zu erfragen.
Ob eine Entscheidung auf EM-Rente nach Aktenlage in Melanies (oder für anderen Antragsteller) Fall möglich wäre, möchte, kann und darf ich nicht beurteilen. Ich persönlich gehe davon aus, dass auch hierzu längerfristig Möglichkeiten geschaffen werden, abhängig davon, wie sich die Pandemie entwickelt und alleine schon deshalb andere Lösungswege gefunden werden müssen.

Ihrem von Ihnen betreuten ‚Fall‘ kann hier im Forum also beratend besser zur Seite gestanden werden, wenn Sie ‚ihren‘ Fall als neuen Beitrag mit Ihren konkreten Fragen einstellen.

Und die betreute Person mental weiter so weit aufzubauen, dass sie die notwendig zu gehenden Wege trotz persönlicher gesundheitlicher Einschränkungen und trotz der wegen ‚Corona‘ nun auch für bisher gesunde Menschen nicht immer einfachen Wege‚ mitgeht‘.

Dafür wünsche ich Ihnen weiterhin viel Kraft und dass Sie gesund bleiben!

*Das wünsche ich im Übrigen auch all den anderen, die sich hier im Forum fragestellend oder antwortend gebend äußern! Wir haben aktuell eine für alle außergewöhnliche Situation und reden deshalb vorzugsweise nur noch online miteinander, aber so lange wir weiter überhaupt miteinander reden finden wir auch Lösungen!*