Anhörung wegen Wegfall „halber“EM-Rente

von
Asturias

Hallo zusammen, ich bin total verzweifelt. Beziehe seit Januar 2012 die 1/2 Rente wegen Erwerbsminderung ( diese wurde zunächst auf zwei Jahre befristet, dann im Oktober 2014 auf unbestimmte Dauer gewährt). Jetzt erhielt ich ein Schreiben, dass der Gutachter bei dem ich im Oktober war der Ansicht ist, bei mir liegen keine Leistungseinschränkung mehr vor Ort Mann beabsichtige deshalb, mir sogar die halbe Rente wegen Erwerbsminderung ab Januar zu verwehren. Ich bin total verzweifelt. Ich bin seit über zwei Jahren ununterbrochen krankgeschrieben, und Die Beurteilung des Gutachters (das Gutachten liegt mir nicht vor) kann ich absolut nicht nachvollziehen. Jetzt soll zunächst eine Anhörung erfolgen. Wie kann ich am besten vorgehen? Ich bin total verzweifelt. Vielen Dank für eure/Ihre Hilfe!

von
Fastrentner

Unter Vorlage oder unter Verweis auf medizinische Berichte und Gutachten sowie aktueller Einschätzungen Ihrer Ärzte, können Sie in der Anhörung argumentieren, warum Sie sich weiter für erwerbsgemindert halten.

von
Realist

Man darf gespannt sein, ob sich der ein oder andere Superschlaue zu Wort meldet, der bisher hartnäckig behauptet hat, dass es in der Praxis so gut wie nie vorkäme, dass EM-Renten auf unbestimmte Dauer vorzeitig entzogen werden.

Diese unprofessionelle Schönfärberei wurde mit diesem Thema eindrucksvoll widerlegt.

von
Schorsch

Zitiert von: Asturias
Jetzt soll zunächst eine Anhörung erfolgen. Wie kann ich am besten vorgehen?

Ein Rentenentziehungsverfahren ist keine Lappalie.

Daher sollten Sie unverzüglich einen Fachanwalt für Sozialrecht oder einen Sozialverband, wie z.B. den www.sovd.de oder den www.vdk.de aufsuchen.

Zunächst besteht die Möglichkeit, schriftlich darzulegen, warum man sich nach wie vor für rentenrelevant erwerbsgemindert hält.

Sollte die DRV bei ihrer Entscheidung bleiben, besteht die Möglichkeit, sämtliche Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit zu durchlaufen.
Zumindest der Widerspruch hat aufschiebende Wirkung. Das heißt, dass die EM-Rente vorläufig so lange weiter gezahlt wird, bis über den Widerspruch entschieden wurde.

Allerdings müssen überzahlte Rentenbeträge erstattet werden, wenn der Widerspruch abgewiesen wird.

Also suchen Sie sich besser professionelle Unterstützung, bevor Sie aus Unkenntnis einen Bock schießen!

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Realist
dass es in der Praxis so gut wie nie vorkäme
...Sie widerlegen sich mit Ihrer Aussage ja bereits selbst - und bestätigen ungewollt die praktischen Erfahrungen ;-)

Und, was ist/wäre daran ungewöhnlich, wenn eine neuerliche Begutachtung zu dem Schluss kommt, 'der kann wieder'?! - und schlicht der rechtliche Weg umgesetzt wird. Gilt in beiden Richtungen, wie es Schorsch beschrieben hat, welche Optionen dann offen stehen. Das Mindeste hier ist Akten/Gutachten nachlesen - und das bereits im Anhörungsverfahren ...über welchen Weg das dann letztendlich (weiter)geht, dazu hat es hier bereits Hinweise gegeben.

Gruß
w.

von
Asturias

Guten Tag. Danke für die bisher eingegangenen Tipps. Hintergrund ist, dass ich vor einigen Monaten einen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente gestellt habe. Ende Oktober war ich beim Gutachter, nun kam wie gesagt das Schreiben mit dem beabsichtigten Wegfall der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, da kein Anspruch mehr bestehe (die Begutachtung hätte ergeben, dass bei mir keine Leistungsminderung mehr vorliegt). Für mich völlig widersprüchlich ist, dass ich zeitgleich ein Schreiben ebenfalls von der Rentenversicherung bekommen habe, in dem Bezug genommen wird auf meinen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente und dass dieser aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht abschließend beurteilt werden könnte, sondern dass noch weitere Angaben zu meinem Beschäftigungsverhältnis erforderlich sind. In dem Sinne wurde ich gebeten ein Formular von meinen derzeitigen (in meinem Fall ehemaligen) Arbeitgeber ausfüllen zu lassen. Für beides habe ich zwei Wochen Zeit. Das finde ich angesichts der bevorstehenden Feiertage wirklich unglücklich. Eingang beider Schreiben (Beide datiert vom 12. Dezember) bei mir war der 19. Dezember. Keines davon kam mit Einschreiben, ich finde das alles ein bisschen merkwürdig und bin absolut am Boden zerstört.

von
herst

Zitiert von: Asturias

... Eingang beider Schreiben (Beide datiert vom 12. Dezember) bei mir war der 19. Dezember. ...

Heute ist erst der 18.

Das erinnert mich an einen alten Witz.

von
Asturias

Zitiert von: Fastrentner
Unter Vorlage oder unter Verweis auf medizinische Berichte und Gutachten sowie aktueller Einschätzungen Ihrer Ärzte, können Sie in der Anhörung argumentieren, warum Sie sich weiter für erwerbsgemindert halten.

Es liegen dort bei der Rentenversicherung bereits alle Berichte und aktuelle Einschätzungen meiner Ärzte vor (insbesondere Über die letzten 26 Monate). Die Begutachtung Ende Oktober war eine Katastrophe. Ich war allenfalls 45 Minuten bei dem Arzt. Untersuchung, Fragen etc. bin ich von anderen Gutachtern und auch Kliniken und so weiter anders gewohnt. Ich hätte nachvollziehen können, dass die Entscheidung bezüglich einer vollen Rente großen Diskussionsbedarf hat. Aber mir die halbe Rente zu entziehen kann ich absolut nicht nachvollziehen. Seit über 2 Jahren bin ich ununterbrochen krankgeschrieben, seit vielen Jahren kann ich nicht mehr Vollzeit arbeiten. Auch nicht mehr Teilzeit. Reha, Tagesklinik… Alles schon gehabt. Telefonisch ist dort in Berlin niemand zu erreichen. Zeit für einen Bericht, einemn qualifizierten Nachweis zu schreiben, Begründung meinerseits innerhalb von drei Wochen über die Weihnachtsfeiertage finde ich mehr als knapp. Ich kann das alles absolut nicht mehr nachvollziehen und bin einfach am Boden zerstört

von
Asturias

Zitiert von: herst
Zitiert von: Asturias

... Eingang beider Schreiben (Beide datiert vom 12. Dezember) bei mir war der 19. Dezember. ...

Heute ist erst der 18.

Das erinnert mich an einen alten Witz.


Entschuldigung, da habe ich mich vertan. Beide schreiben sind am Freitag den 15. eingegangen.

von
Asturias

Im übrigen wüsste ich nicht, was an dieser Situation witzig ist. Lassen wir doch diesen Kinderkram. Ich habe mich im Datum vertan. Schreibe hier und bitte um Hilfe und Tipps. Beide schreiben sind vom 12. Dezember datiert und am Freitag den 15. Dezember eingegangen. Ohne Einschreiben. Einfach so.

von
Asturias

Im übrigen wüsste ich nicht, was an dieser Situation witzig ist. Lassen wir doch diesen Kinderkram. Ich habe mich im Datum vertan. Schreibe hier und bitte um Hilfe und Tipps. Beide schreiben sind vom 12. Dezember datiert und am Freitag den 15. Dezember eingegangen. Ohne Einschreiben. Einfach so.

von
Wunschname

Zitiert von: Asturias
Im übrigen wüsste ich nicht, was an dieser Situation witzig ist. Lassen wir doch diesen Kinderkram.

Leider sind in diesem Forum (in dem Leute in schwierigen Situation Hilfe und Rat brauchen) viele Oberlehrer unterwegs, die sich auf alle Fehler/Schwächen stürzen aus welchen seltsamen Gründen auch immer (so in noch keinem anderen Hilfeforum erlebt).

Die DRV verschickt so weit ich weiß Briefe nie mit Einschreiben. Sicher aus Kostengründen (kann ich auch verstehen), aber für jemanden im Rentenverfahren ein zusätzlicher Stressfaktor, da man ja nie weiß, ob man vielleicht ein Schreiben mit Frist gerade verpasst, weil ein Brief nicht zugestellt worden ist.

Aber soweit ich weiß, kann man bei nicht eingeschriebenen Schreiben auch immer argumentieren, dass man diese dann nicht erhalten hat.

Bei Formularen, die man innerhalb von einer bestimmten Frist zurück schicken soll (gerade jetzt um Feiertage/Ferientage oft sehr problematisch) müsste es genügen, wenn Sie z.B. per Fax oder formlosen Schreiben um Verlängerung der Abgabefrist bitten.

Alles Gute!

von
Asturias

Im übrigen liegt mir das Gutachten nicht vor, das letzte. Auch meinen Ärzten nicht. Wie kann ich dieses beantragen? FOrmlos Mit einem Telefonat oder wie sollte ich da am besten vorgehen? Über eine hilfreiche Antwort würde ich mich sehr freuen. Mir geht es wirklich schlecht. Ich kann keine blöden Kommentare gebrauchen, sondern wirklich nur hilfreiche. Vielen Dank

von
Asturias

Zitiert von: Wunschname
Zitiert von: Asturias
Im übrigen wüsste ich nicht, was an dieser Situation witzig ist. Lassen wir doch diesen Kinderkram.

Leider sind in diesem Forum (in dem Leute in schwierigen Situation Hilfe und Rat brauchen) viele Oberlehrer unterwegs, die sich auf alle Fehler/Schwächen stürzen aus welchen seltsamen Gründen auch immer (so in noch keinem anderen Hilfeforum erlebt).

Die DRV verschickt so weit ich weiß Briefe nie mit Einschreiben. Sicher aus Kostengründen (kann ich auch verstehen), aber für jemanden im Rentenverfahren ein zusätzlicher Stressfaktor, da man ja nie weiß, ob man vielleicht ein Schreiben mit Frist gerade verpasst, weil ein Brief nicht zugestellt worden ist.

Aber soweit ich weiß, kann man bei nicht eingeschriebenen Schreiben auch immer argumentieren, dass man diese dann nicht erhalten hat.

Bei Formularen, die man innerhalb von einer bestimmten Frist zurück schicken soll (gerade jetzt um Feiertage/Ferientage oft sehr problematisch) müsste es genügen, wenn Sie z.B. per Fax oder formlosen Schreiben um Verlängerung der Abgabefrist bitten.

Alles Gute!

Ich habe in anderen Angelegenheiten von der Rentenversicherung in den vorigen Jahren ab und an schon schreiben per Einschreiben erhalten. Das finde ich auch nachvollziehbar, so kann man die Fristen besser einhalten beziehungsweise dokumentieren. Vielen Dank trotzdem für Ihre Antwort und auch den Hinweis, dass offensichtlich (leider) auch hier Trolle Unterwegs sind. Das finde ich schade. In der Regel meldet man sich hier, weil man Hilfe braucht. Echte Hilfe und das in einem so genannten Experten Forum. Umso schöner, dass es auch Leute gibt, die einen wirklich helfen wollen und nicht nur einen blöden Kommentar. Vielen Dank

von
Asturias

Zitiert von: W*lfgang
[quote=288324]dass es in der Praxis so gut wie nie vorkäme
...Sie widerlegen sich mit Ihrer Aussage ja bereits selbst - und bestätigen ungewollt die praktischen Erfahrungen ;-)

Und, was ist/wäre daran ungewöhnlich, wenn eine neuerliche Begutachtung zu dem Schluss kommt, 'der kann wieder'?! - und schlicht der rechtliche Weg umgesetzt wird. Gilt in beiden Richtungen, wie es Schorsch beschrieben hat, welche Optionen dann offen stehen. Das Mindeste hier ist Akten/Gutachten nachlesen - und das bereits im Anhörungsverfahren ...über welchen Weg das dann letztendlich (weiter)geht, dazu hat es hier bereits Hinweise gegeben.

Gruß
w.
[/

Ich kann alles nachvollziehen, was für mich objektiv ist. Ich kenne das Gutachten nicht. Auch meine Ärzte haben keine Kopie. Insofern kann und muss ich es anzweifeln. Dieser Arzt (so genannter Gutachter), hat mich allenfalls 45 Minuten gesehen. Die ganze Situation war ein Witz. Er hatte noch nicht mal meine Akte, eine Kopie hatte ich mitgenommen, aber die wollte er nicht sehen…Und würde mich über eine Hilfestellung freuen, wie ich es bekommen kann, damit ich auch darauf Stellung beziehen kann. Vielen Dank

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Asturias,

leider kann ich von hier aus nicht nachvollziehen, warum sich die beiden von Ihnen genannten Schreiben Ihres Rentenversicherungsträgers in der Art überschnitten haben.

Aus meiner Sicht sollten Sie zunächst auf die Anhörung in der Art reagieren, dass Sie entsprechend darstellen, warum Sie Ihrer Meinung nach weiterhin erwerbsgemindert sind und dies mit weiteren, ggf. vorhandenen Unterlagen/Gutachten/Befunden sowie aktuellen Einschätzungen Ihrer behandelnden Ärzte untermauern. Hierbei können Sie gern auch (aus Ihrer Sicht) näher auf die im Oktober erfolgte Begutachtung eingehen. Außerdem sollten Sie unbedingt Akteneinsicht verlangen (formlos schriftlich), damit Sie Kenntnis vom Inhalt des angesprochenen Gutachtens erhalten und hierauf entsprechend reagieren können. Die Akteneinsicht können Sie hierbei formlos, schriftlich - auch zusammen mit Ihrer Erwiderung auf die Anhörung beantragen.

Soweit aus Ihrer Sicht notwendig/sinnvoll können Sie dabei (jetzt oder später) natürlich auch professionelle Hilfe eines Sozialverbandes, eines Rentenberaters oder eines Fachanwaltes für Sozialrecht in Anspruch nehmen.

Darüber hinaus sollten Sie aber auch auf das zweite Schreiben (Ausfüllen des Formulars durch Ihren ehem. Arbeitgeber) reagieren und dieses schnellstmöglich beantworten.

von
=//=

Vor vielen Jahren wurden Negativbescheide (keine normalen Schreiben) per Einschreiben verschickt. Negative Bescheide auch niemals vor Ostern oder Weihnachten.
Das ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß.

Versuchen Sie schleunigst und umgehend, einen Termin mit einem Beistand (Rechtsanwalt, Soz.Verband o.ä.) zu bekommen. Sie sollten auch sofort der DRV Folgendes schriftlich mitteilen:
"Sie beabsichtigen, mir die teilweise EM-Rente auf Ende .... zu entziehen. Ich werde bereits jetzt einen ... (RA, Soz.Verband) zu meiner Unterstützung in dieser Angelegenheit einbeziehen. Da ich aufgrund der Weihnachtsfeiertage aber erst am ....... einen Termin bekomme, bitte ich die Frist um 4 Wochen zu verlängern.
Zwischenzeitlich bitte ich um Übersendung des relevanten Gutachtens zur Einsichtnahme.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang meines Schreibens."

Ansonsten verweise ich auch auf die Tipps des Experten.

von
Asturias

Zitiert von: Realist
Man darf gespannt sein, ob sich der ein oder andere Superschlaue zu Wort meldet, der bisher hartnäckig behauptet hat, dass es in der Praxis so gut wie nie vorkäme, dass EM-Renten auf unbestimmte Dauer vorzeitig entzogen werden.

Diese unprofessionelle Schönfärberei wurde mit diesem Thema eindrucksvoll widerlegt.

Ich kann mich nur wiederholen. Ich bin total geschockt. Ich kann definitiv nicht mehr Vollzeit arbeiten. Seit Jahren schon nicht mehr. Seit 2011. nach einer langen Krankheitsphase habe ich eine Wiedereingliederung gemacht und danach mit 25 Wochenstunden (regulär wären 38) begonnen… Auf die habe ich im Zeitablauf nicht geschafft und dann auf 20 reduziert. Auch die habe ich nicht geschafft im Zeitablauf. Welcher Mensch (frage ich mich) gibt freiwillig einen sehr gut bezahlten und auch erfüllenden Job auf, Und auch ein großes Stück seiner Lebensqualität, um von Erwerbsminderungsrente zu leben? Niemand, der nicht leistungsgemindert ist. Insoweit bin ich momentan doppelt betroffen. Ich bin sehr betroffen, weil man meine Leistungsfähigkeit anzweifelt und auch sehr betroffen weil ich das absolut nicht nachvollziehen kann. Das entbehrt für mich jeder Logik. Alle Unterlagen liegen in Berlin vor, dort weiß man genau was ich in den letzten vielen Jahren beruflich geleistet habe und wie mein Gehalt/meine Bezüge ausgesehen haben. Wer tauscht freiwillig so etwas gegen eine Sozialleistung? Ich bin sowas von enttäuscht und auch wütend, das darf ich ehrlich sagen…

von
Asturias

Zitiert von: Realist
Man darf gespannt sein, ob sich der ein oder andere Superschlaue zu Wort meldet, der bisher hartnäckig behauptet hat, dass es in der Praxis so gut wie nie vorkäme, dass EM-Renten auf unbestimmte Dauer vorzeitig entzogen werden.

Diese unprofessionelle Schönfärberei wurde mit diesem Thema eindrucksvoll widerlegt.

Ich kann mich nur wiederholen. Ich bin total geschockt. Ich kann definitiv nicht mehr Vollzeit arbeiten. Seit Jahren schon nicht mehr. Seit 2011. nach einer langen Krankheitsphase habe ich eine Wiedereingliederung gemacht und danach mit 25 Wochenstunden (regulär wären 38) begonnen… Auf die habe ich im Zeitablauf nicht geschafft und dann auf 20 reduziert. Auch die habe ich nicht geschafft im Zeitablauf. Welcher Mensch (frage ich mich) gibt freiwillig einen sehr gut bezahlten und auch erfüllenden Job auf, Und auch ein großes Stück seiner Lebensqualität, um von Erwerbsminderungsrente zu leben? Niemand, der nicht leistungsgemindert ist. Insoweit bin ich momentan doppelt betroffen. Ich bin sehr betroffen, weil man meine Leistungsfähigkeit anzweifelt und auch sehr betroffen weil ich das absolut nicht nachvollziehen kann. Das entbehrt für mich jeder Logik. Alle Unterlagen liegen in Berlin vor, dort weiß man genau was ich in den letzten vielen Jahren beruflich geleistet habe und wie mein Gehalt/meine Bezüge ausgesehen haben. Wer tauscht freiwillig so etwas gegen eine Sozialleistung? Ich bin sowas von enttäuscht und auch wütend, das darf ich ehrlich sagen…

von
Wunschname

Zitiert von:
Welcher Mensch (frage ich mich) gibt freiwillig einen sehr gut bezahlten und auch erfüllenden Job auf, Und auch ein großes Stück seiner Lebensqualität, um von Erwerbsminderungsrente zu leben?

Vielleicht steht in dem Gutachten etwas in der Art (nur eine Vermutung!), dass sie zwar in diesen ursprünglich gut bezahlten (und vermutlich anspruchsvollen) Job tatsächlich nicht mehr arbeiten können (im Sinne einer Berufsunfähigkeit), aber dennoch in einem anderen Beruf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, z.B. in gerne angeführte Verweisberufe wie Pförtner, noch arbeiten können?