Anhörung wegen Wegfall „halber“EM-Rente

von
Asturias

Zitiert von: Wunschname
Zitiert von:
Welcher Mensch (frage ich mich) gibt freiwillig einen sehr gut bezahlten und auch erfüllenden Job auf, Und auch ein großes Stück seiner Lebensqualität, um von Erwerbsminderungsrente zu leben?

Vielleicht steht in dem Gutachten etwas in der Art (nur eine Vermutung!), dass sie zwar in diesen ursprünglich gut bezahlten (und vermutlich anspruchsvollen) Job tatsächlich nicht mehr arbeiten können (im Sinne einer Berufsunfähigkeit), aber dennoch in einem anderen Beruf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, z.B. in gerne angeführte Verweisberufe wie Pförtner, noch arbeiten können?

Das könnte vielleicht sein. Ich habe das Gutachten jetzt bei der Rentenversicherung angefordert. Darüber hinaus möchte ich anmerken, dass ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung habe und diese mir die Berufsunfähigkeitsrente kürzlich rückwirkend ab Oktober 2015 anerkannt hat. Die haben sicherlich auch nichts zu verschenken, die privaten Versicherungen. Dastimmt doch alles nicht....Da läuft doch einiges schief. Wie kann eine private Versicherung (die mit Sicherheit auch nichts zu verschenken hat), mir eine Berufsunfähigkeit zu 100 % rückwirkend anerkennen, und nur durch ein Schreiben eines Gutachters, der mich maximal 45 Minuten gesehen hat, sogar meine teilweise Erwerbsminderung (konkret: es liegt keine Leistungsminderung vor) In der Form angezweifelt werden, dass die Leistung ab Januar wegfallen soll. Ich bin offen gestanden und da kann ich mich nur wiederholen (auch wenn ich Langeweile) absolut geschockt und enttäuscht von unserem System

von
Schorsch

Zitiert von: Asturias
Hintergrund ist, dass ich vor einigen Monaten einen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente gestellt habe. Ende Oktober war ich beim Gutachter, nun kam wie gesagt das Schreiben mit dem beabsichtigten Wegfall der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, da kein Anspruch mehr bestehe (die Begutachtung hätte ergeben, dass bei mir keine Leistungsminderung mehr vorliegt).

Die Ironie der Geschichte ist, dass Sie mit Ihrem neuen Antrag schlafende Hunde geweckt haben.

Womöglich hat der neue Gutachter Ihre dokumentierten Leistungseinschränkungen lediglich anders interpretiert als seine Vorgänger.

Während Krankheiten und Behinderungen meistens objektiv nachweisbar sind, sind die Einschätzungen des verbliebenen beruflichen Restleistungsvermögens meistens subjektiv.

Das heißt, während Gutachter A eventuell ein berufliches Leistungsvermögen von drei bis unter sechs Stunden für realistisch hält, dürfen seine Kollegen B und C durchaus anderer Meinung sein und das berufliche Restleistungsvermögen höher oder niedriger einschätzen.

Und drei verschiedene Richter könnten dann alle drei Meinungen für korrekt halten.

Weil das so ist, werde ich mich hüten, während meines EM-Rentenbezuges medizinische Reha-Maßnahmen oder gar Verschlimmerungsanträge zu stellen.

Für Sie wäre es glaube ich klüger gewesen, statt eines Antrages auf volle EM-Rente eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" zu beantragen.
Dann wäre lediglich Ihr regionaler (Teilzeit)Arbeitsmarkt auf Verschlossenheit geprüft worden aber nicht Ihr Gesundheitszustand.
Ihre teilweise EM-Rente wäre dann aber auch verdoppelt worden.

Ich empfehle Ihnen noch einmal, keine voreiligen schriftlichen Erklärungen abzugeben, sondern unverzüglich einen Fachanwalt für Sozialrecht oder einen Sozialverband aufzusuchen.

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Asturias
Darüber hinaus möchte ich anmerken, dass ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung habe und diese mir die Berufsunfähigkeitsrente kürzlich rückwirkend ab Oktober 2015 anerkannt hat.

Aufgrund der Bewilligung Ihrer teilweisen EM-Rente.

Rentenentziehungen kommen in der Praxis äußerst selten vor.
Deshalb hat sich Ihr Versicherungsunternehmen auf die Feststellungen der DRV verlassen.

MfG

von
=//=

Ich kann mich nur wiederholen. Ich bin total geschockt. Ich kann definitiv nicht mehr Vollzeit arbeiten. Seit Jahren schon nicht mehr. Seit 2011. nach einer langen Krankheitsphase habe ich eine Wiedereingliederung gemacht und danach mit 25 Wochenstunden (regulär wären 38) begonnen… Auf die habe ich im Zeitablauf nicht geschafft und dann auf 20 reduziert. Auch die habe ich nicht geschafft im Zeitablauf. Welcher Mensch (frage ich mich) gibt freiwillig einen sehr gut bezahlten und auch erfüllenden Job auf, Und auch ein großes Stück seiner Lebensqualität, um von Erwerbsminderungsrente zu leben? Niemand, der nicht leistungsgemindert ist. Insoweit bin ich momentan doppelt betroffen. Ich bin sehr betroffen, weil man meine Leistungsfähigkeit anzweifelt und auch sehr betroffen weil ich das absolut nicht nachvollziehen kann. Das entbehrt für mich jeder Logik. Alle Unterlagen liegen in Berlin vor, dort weiß man genau was ich in den letzten vielen Jahren beruflich geleistet habe und wie mein Gehalt/meine Bezüge ausgesehen haben. Wer tauscht freiwillig so etwas gegen eine Sozialleistung? Ich bin sowas von enttäuscht und auch wütend, das darf ich ehrlich sagen…[/quote]

Jetzt versuchen Sie mal, sich etwas zu beruhigen. Es ist noch nicht aller Tage Abend, denn das ist erst ein Anhörungsschreiben.

Es kommt nun nur darauf an, wie gut Ihr Bevollmächtigter und behandelnde Ärzte gegen die Entziehung argumentieren. Eine Rente kann nur entzogen werden, wenn eine WESENTLICHE BESSERUNG eingetreten ist. Diese wesentliche Besserung MUSS die DRV (bzw. die dortigen Ärzte) beweisen und nicht Sie das Gegenteil. Wenn Ihre Ärzte bestätigen können, wieviel Stunden täglich Sie nur noch arbeiten können, ist das schon mal sinnvoll. Wenn Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber gut verstehen, kann dieser evtl. auch bestätigen, weshalb Sie Ihre Arbeitszeit/-Stunden gekürzt haben.

Also bitte nichts allzu schwarz sehen; freuen Sie sich auf die Feiertage.

von
Schorsch

Zitiert von: Asturias
Darüber hinaus möchte ich anmerken, dass ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung habe und diese mir die Berufsunfähigkeitsrente kürzlich rückwirkend ab Oktober 2015 anerkannt hat.

Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit sind nicht das Gleiche.

Dass Sie Ihren letzten Hauptberuf nicht mehr ausüben können, scheint sowohl für Ihren BU-Versicherer als auch für die DRV unstrittig zu sein.

Allerdings ist für die DRV der ALLGEMEINE Arbeitsmarkt relevant und nicht nur Ihr letzter Beruf.

MfG

von
=//=

Hallo Schorsch,

"Für Sie wäre es glaube ich klüger gewesen, statt eines Antrages auf volle EM-Rente eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" zu beantragen.
Dann wäre lediglich Ihr regionaler (Teilzeit)Arbeitsmarkt auf Verschlossenheit geprüft worden aber nicht Ihr Gesundheitszustand."

Sorry, aber das ist nicht richtig. Man kann keine "Arbeitsmarktrente" beantragen, sondern nur eine volle EM-Rente. Denn für die Arbeitsmarktrente ist auch zunächst das Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu prüfen, also der Gesundheitszustand. Nur wenn dieses bei 3 - unter 6 Stunden liegt UND es wird KEINE Beschäftigung, auch keine Teilzeitbeschäftigung wie hier ausgeübt wird, wird die Verschlossenheit des Teilzeitarbeitsmarktes geprüft.

Wie ich in meinem vorigen Thread geschrieben habe, ist doch fast alles noch gar nicht endgültig geklärt.

von
Schorsch

Zitiert von: =//=

Eine Rente kann nur entzogen werden, wenn eine WESENTLICHE BESSERUNG eingetreten ist. Diese wesentliche Besserung MUSS die DRV (bzw. die dortigen Ärzte) beweisen und nicht Sie das Gegenteil.

Die DRV kann das offenbar mit dem aktuellen Gutachten beweisen.
Und schon liegt die Beweislastumkehr beim Betroffenen.

Mfg

von
Schorsch

[quote=288383]
Sorry, aber das ist nicht richtig. Man kann keine "Arbeitsmarktrente" beantragen, sondern nur eine volle EM-Rente.[quote]Wenn bereits eine Rente wegen teilweiser EM bezogen wird, kann durchaus formlos eine "Arbeitsmarktrente" beantragt werden.

Dazu muss man arbeitslos sein und der regionale (Teilzeit)Arbeitsmarkt muss als verschlossen gelten.

Dass der Fragesteller einen Teilzeitjob ausübt, habe ich überlesen.

MfG

von
=//=

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: Asturias
Darüber hinaus möchte ich anmerken, dass ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung habe und diese mir die Berufsunfähigkeitsrente kürzlich rückwirkend ab Oktober 2015 anerkannt hat.

Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit sind nicht das Gleiche.

Dass Sie Ihren letzten Hauptberuf nicht mehr ausüben können, scheint sowohl für Ihren BU-Versicherer als auch für die DRV unstrittig zu sein.

Allerdings ist für die DRV der ALLGEMEINE Arbeitsmarkt relevant und nicht nur Ihr letzter Beruf.

MfG

Stimmt leider auch nicht ganz. :-)
Es gibt eine teilweise EM-Rente, wenn das LV bei 3 - unter 6 Stunden beträgt und eine Teilzeitbeschäftigung ausgeübt wird UND eine teilweise EM-Rente wegen Berufsunfähigkeit (wenn vor dem 02.01.1961 geboren und die Beschäftigung im Bezugsberuf - z.B. bei Facharbeitern - ) nicht mehr ausgeübt werden kann. Es besteht dann Berufsschutz. Nur das LV auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist in diesen Fällen nicht alleine relevant.

Ich vermute, dass es im Fall von @Asturias so zutrifft, also eine teilweise EM-Rente wegen BU gezahlt wird.

von
Schorsch

Zitiert von: =//=

Sorry, aber das ist nicht richtig. Man kann keine "Arbeitsmarktrente" beantragen, sondern nur eine volle EM-Rente.

Wenn bereits eine Rente wegen teilweiser EM bezogen wird, kann durchaus formlos eine "Arbeitsmarktrente" beantragt werden.

Dazu muss man arbeitslos sein und der regionale (Teilzeit)Arbeitsmarkt muss als verschlossen gelten.

Dass der Fragesteller einen Teilzeitjob ausübt, habe ich überlesen.

MfG

von
=//=

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: =//=

Sorry, aber das ist nicht richtig. Man kann keine "Arbeitsmarktrente" beantragen, sondern nur eine volle EM-Rente.

Wenn bereits eine Rente wegen teilweiser EM bezogen wird, kann durchaus formlos eine "Arbeitsmarktrente" beantragt werden.

Dazu muss man arbeitslos sein und der regionale (Teilzeit)Arbeitsmarkt muss als verschlossen gelten.

Dass der Fragesteller einen Teilzeitjob ausübt, habe ich überlesen.

MfG

Also in meiner langjährigen Praxis habe ich noch nie erlebt, dass jemand eine "Arbeitsmarktrente" beantragt hat. In der Regel wird uns vom Rentner mitgeteilt, dass die Beschäftigung aufgegeben wurde und wenn vorher schon das LV bei 3 - unter 6 Stunden lag, wird die volle EM-Rente gewährt, vorausgesetzt, der Arbeitsmarkt ist oder gilt als verschlossen. Das handhabt vielleicht auch jeder RV-Träger anders.

von
Schorsch

Zitiert von: =//=

Stimmt leider auch nicht ganz. :-)
Es gibt eine teilweise EM-Rente, wenn das LV bei 3 - unter 6 Stunden beträgt und eine Teilzeitbeschäftigung ausgeübt wird UND eine teilweise EM-Rente wegen Berufsunfähigkeit (wenn vor dem 02.01.1961 geboren und die Beschäftigung im Bezugsberuf - z.B. bei Facharbeitern - ) nicht mehr ausgeübt werden kann. Es besteht dann Berufsschutz.

Habe ich das irgendwo bestritten?

Und was hat das mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zu tun?
Für die gelten eigene Spielregeln, insbesondere bezüglich der Verweisungsmöglichkeiten auf andere Berufe.

MfG

von
=//=

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: =//=

Eine Rente kann nur entzogen werden, wenn eine WESENTLICHE BESSERUNG eingetreten ist. Diese wesentliche Besserung MUSS die DRV (bzw. die dortigen Ärzte) beweisen und nicht Sie das Gegenteil.

Die DRV kann das offenbar mit dem aktuellen Gutachten beweisen.
Und schon liegt die Beweislastumkehr beim Betroffenen.

Mfg

Es kann natürlich möglich sein, dass eine wesentliche Besserung vom Arzt festgestellt wurde. Aber oftmals hapert es letztendlich an der detaillierten Beschreibung der "Besserung": WAS hat sich seit der letzten Beurteilung gebessert (z.B. durch eine Operation), WARUM kann der/die Versicherte jetzt wieder voll arbeiten? Das lässt sich manchmal erst durch ein Zusatzgutachten feststellen. Wenn aber aktuelle ärztliche Berichte der behandelnden (Fach-)Ärzte vorliegen, kann die Feststellung schon manchmal widerlegt werden. Und wenn der bevollmächtigte Anwalt oder Sozialverband richtig argumentiert, nachdem er das Gutachten gelesen hat, erst recht.

von
=//=

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: =//=

Stimmt leider auch nicht ganz. :-)
Es gibt eine teilweise EM-Rente, wenn das LV bei 3 - unter 6 Stunden beträgt und eine Teilzeitbeschäftigung ausgeübt wird UND eine teilweise EM-Rente wegen Berufsunfähigkeit (wenn vor dem 02.01.1961 geboren und die Beschäftigung im Bezugsberuf - z.B. bei Facharbeitern - ) nicht mehr ausgeübt werden kann. Es besteht dann Berufsschutz.

Habe ich das irgendwo bestritten?

Und was hat das mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zu tun?
Für die gelten eigene Spielregeln, insbesondere bezüglich der Verweisungsmöglichkeiten auf andere Berufe.

MfG

Nein, das haben Sie nicht bestritten. Aber es ist ein Unterschied, ob eine teilweise EM-Rente wegen BU oder wegen des verschlossenen Arbeitsmarktes und einer Beschäftigung bezogen wird. Wenn man bei einer EM-Rente wegen BU eine Umwandlung in eine volle EM-Rente beantragt, wird auf jeden Fall der Gesundheitszustand geprüft.

Wenn eine teilweise EM-Rente wegen BU gezahlt wird, ist das sehr wohl auch für die private BU-Rente relevant. Nur umgekehrt halt nicht.

von
Schorsch

Zitiert von: =//=

Nein, das haben Sie nicht bestritten. Aber es ist ein Unterschied, ob eine teilweise EM-Rente wegen BU oder wegen des verschlossenen Arbeitsmarktes und einer Beschäftigung bezogen wird. Wenn man bei einer EM-Rente wegen BU eine Umwandlung in eine volle EM-Rente beantragt, wird auf jeden Fall der Gesundheitszustand geprüft.

Wenn eine teilweise EM-Rente wegen BU gezahlt wird, ist das sehr wohl auch für die private BU-Rente relevant. Nur umgekehrt halt nicht.


Wie schön, dass wir beide uns schon wieder einig sind.

Es kommt übrigens auch sehr häufig vor, dass eine private Berufsunfähigkeitsversicherung volle BU-Rente bezahlt, obwohl noch ein vollschichtiges Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt besteht und somit kein Anspruch auf eine gesetzliche EM-Rente besteht.

Es wäre im vorliegenden Fall also keinesfalls widersprüchlich, wenn der Fragesteller Leistungen von seiner privaten BU-Versichereung erhält, obwohl seine gestzliche Rente eingestellt wird.

Es könnte aber auch sein, dass die private BU-Rente eingestellt wird, sobald der Versicherer vom Entzug der gesetzlichen EM-Rente erfährt.

MfG

von
Friedhelm

Zitiert von: =//=
Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: =//=

Sorry, aber das ist nicht richtig. Man kann keine "Arbeitsmarktrente" beantragen, sondern nur eine volle EM-Rente.

Wenn bereits eine Rente wegen teilweiser EM bezogen wird, kann durchaus formlos eine "Arbeitsmarktrente" beantragt werden.

Dazu muss man arbeitslos sein und der regionale (Teilzeit)Arbeitsmarkt muss als verschlossen gelten.

Dass der Fragesteller einen Teilzeitjob ausübt, habe ich überlesen.

MfG

Also in meiner langjährigen Praxis habe ich noch nie erlebt, dass jemand eine "Arbeitsmarktrente" beantragt hat. In der Regel wird uns vom Rentner mitgeteilt, dass die Beschäftigung aufgegeben wurde und wenn vorher schon das LV bei 3 - unter 6 Stunden lag, wird die volle EM-Rente gewährt, vorausgesetzt, der Arbeitsmarkt ist oder gilt als verschlossen.


Also, wenn ein Bezieher einer Teil-EM-Rente mitteilt, dass die Beschäftigung aufgegeben wurde und er daher gerne eine "Arbeitsmarktrente" haben möchte, nennt man das gewöhnlich einen formlosen Antrag auf Gewährung einer "Arbeitsmarktrente".

Warum so umständlich?

von
Silvia

Hallo Asturias
Zitat
"Guten Tag. Danke für die bisher eingegangenen Tipps. Hintergrund ist, dass ich vor einigen Monaten einen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente gestellt habe. Ende Oktober war ich beim Gutachter, nun kam wie gesagt das Schreiben mit dem beabsichtigten Wegfall der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, da kein Anspruch mehr bestehe (die Begutachtung hätte ergeben, dass bei mir keine Leistungsminderung mehr vorliegt). Für mich völlig widersprüchlich ist, dass ich zeitgleich ein Schreiben ebenfalls von der Rentenversicherung bekommen habe, in dem Bezug genommen wird auf meinen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente und dass dieser aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht abschließend beurteilt werden könnte, sondern dass noch weitere Angaben zu meinem Beschäftigungsverhältnis erforderlich sind. In dem Sinne wurde ich gebeten ein Formular von meinen derzeitigen (in meinem Fall ehemaligen) Arbeitgeber ausfüllen zu lassen. Für beides habe ich zwei Wochen Zeit. Das finde ich angesichts der bevorstehenden Feiertage wirklich unglücklich. Eingang beider Schreiben (Beide datiert vom 12. Dezember) bei mir war der 19. Dezember. Keines davon kam mit Einschreiben, ich finde das alles ein bisschen merkwürdig und bin absolut am Boden zerstört."

Wie auch der Experte Ihnen schon geantwortet hat, so ist es auch mir nicht schlüssig, warum Ihnen zwei Schreiben zugestellt wurden.

Zum Einen die Anhörung zum Wegfall der Teil-EM und das andere Schreiben beinhaltet, dass man Ihren neuerlichen Antrag auf volle EMRT NOCH NICHT abschließend beurteilen kann und dazu Angaben zum Beschäftigungsverhältnis über den noch/ehemaligem AG einzuholen/beizubringen sind.

Für mich liest sich das, als wenn über Ihren Antrag auf volle EMRT erst noch zu entscheiden sein wird.

Warum allerdings bereits die Teil-EMRT aufgrund der Begutachtung wegfällt/entzogen werden soll und man zur Begründung "es läge keine Leistungsminderung mehr vor" angibt, ist ja ein Widerspruch in sich, wenn man mit dem anderen Schreiben Ihnen mitteilt, dass der Antrag auf volle EMRT aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen noch nicht abschließend beurteilt werden kann und dass dazu erst noch weitere Angaben zum Beschäftigungsverhältnis erforderlich sind.

Ich würde an Ihrer Stelle dazu dringlich rechtlichen Beistand aufsuchen.

Gruß Silvia

von
Rosanna

Zitiert von: Silvia

Wie auch der Experte Ihnen schon geantwortet hat, so ist es auch mir nicht schlüssig, warum Ihnen zwei Schreiben zugestellt wurden.

Zum Einen die Anhörung zum Wegfall der Teil-EM und das andere Schreiben beinhaltet, dass man Ihren neuerlichen Antrag auf volle EMRT NOCH NICHT abschließend beurteilen kann und dazu Angaben zum Beschäftigungsverhältnis über den noch/ehemaligem AG einzuholen/beizubringen sind.


Vermutlich war die Auswertung des aktuellen Gutachtens am selben Tag abgeschlossen, als das Schreiben mit der Arbeitgeber-Anfrage bereits erstellt war.

Wäre das Gutachten einen Tag früher ausgewertet gewesen, wäre das zweite Schreiben vermutlich gar nicht erst verschickt worden.

Eine zeitliche Überschneidung eben.

Gruß
Rosanna

von
Asturias

Zitiert von: Rosanna
Zitiert von: Silvia

Wie auch der Experte Ihnen schon geantwortet hat, so ist es auch mir nicht schlüssig, warum Ihnen zwei Schreiben zugestellt wurden.

Zum Einen die Anhörung zum Wegfall der Teil-EM und das andere Schreiben beinhaltet, dass man Ihren neuerlichen Antrag auf volle EMRT NOCH NICHT abschließend beurteilen kann und dazu Angaben zum Beschäftigungsverhältnis über den noch/ehemaligem AG einzuholen/beizubringen sind.


Vermutlich war die Auswertung des aktuellen Gutachtens am selben Tag abgeschlossen, als das Schreiben mit der Arbeitgeber-Anfrage bereits erstellt war.

Wäre das Gutachten einen Tag früher ausgewertet gewesen, wäre das zweite Schreiben vermutlich gar nicht erst verschickt worden.

Eine zeitliche Überschneidung eben.

Gruß
Rosanna

Beide schreiben datieren vom gleichen Tag, und beide schreiben wurden vom gleichen Sachbearbeiter erstellt. Ich glaube ich rufe da morgen einfach mal an und frage, wie beide schreiben miteinander zu verstehen sind.

von
Fastrentner

Zitiert von: Asturias
Zitiert von: Rosanna
Zitiert von: Silvia

Wie auch der Experte Ihnen schon geantwortet hat, so ist es auch mir nicht schlüssig, warum Ihnen zwei Schreiben zugestellt wurden.

Zum Einen die Anhörung zum Wegfall der Teil-EM und das andere Schreiben beinhaltet, dass man Ihren neuerlichen Antrag auf volle EMRT NOCH NICHT abschließend beurteilen kann und dazu Angaben zum Beschäftigungsverhältnis über den noch/ehemaligem AG einzuholen/beizubringen sind.


Vermutlich war die Auswertung des aktuellen Gutachtens am selben Tag abgeschlossen, als das Schreiben mit der Arbeitgeber-Anfrage bereits erstellt war.

Wäre das Gutachten einen Tag früher ausgewertet gewesen, wäre das zweite Schreiben vermutlich gar nicht erst verschickt worden.

Eine zeitliche Überschneidung eben.

Gruß
Rosanna

Beide schreiben datieren vom gleichen Tag, und beide schreiben wurden vom gleichen Sachbearbeiter erstellt. Ich glaube ich rufe da morgen einfach mal an und frage, wie beide schreiben miteinander zu verstehen sind.


So sollten Sie es machen. Alles andere bleibt spekulativ und nützt Ihnen nicht!