Anmeldung zur Pflichtversicherung

von
Sabine

Guten Morgen,
ich bin seit Jan. 2017 selbständige Lehrerin und habe einen Angestelltenjob in Teilzeit. Außerdem habe ich als Selbständige im Februar, März und April 2017 nicht gearbeitet und habe dies auch angegeben (Kind bekommen). Nun habe ich aber eine "Rechnung" von der Rentenkasse erhalten, in dem sie durchgängig Beiträge will. Meine Frage: muss ich auch für die Zeiten des Nichtarbeitens Beiträge aus der Selbständigkeit zahlen? Und wie ist das mit den Beiträgen aus dem Job, hier zahle ich doch schon Beiträge. Wird das nicht berücksichtigt, irgendwie zusammen gerechnet, dass ich weniger Beiträge zahlen muss? Meiner Meinung nach gibt es wohl eine Obergrenze für Beiträge. Danke und viele Grüße Sabine

Experten-Antwort

Hallo Sabine,

die Kombination Beschäftigungsverhältnis plus Selbständigkeit führt zu einer Mehrfachversicherung. Ihre Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung müssen Sie dann grundsätzlich aus jeder einzelnen entstandenen Versicherungspflicht zahlen, insgesamt jedoch höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Wenn Sie Ihre selbständige Tätigkeit nur in geringfügigem Umfang ausüben - Ihr Arbeitseinkommen regelmäßig 450 Euro im Monat nicht übersteigt -, sind Sie versicherungsfrei.

Für eine abschließende Klärung, sollten Sie sich an eine Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers wenden.

Weitere Informationen finden Sie auch in der Broschüre "Selbständig – wie die Rentenversicherung Sie schützt":

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/selbstaendig_wie_rv_schuetzt_aktuell.pdf?__blob=publicationFile&v=22

von
Sabine

Zitiert von: Experte/in
Hallo Sabine,

die Kombination Beschäftigungsverhältnis plus Selbständigkeit führt zu einer Mehrfachversicherung. Ihre Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung müssen Sie dann grundsätzlich aus jeder einzelnen entstandenen Versicherungspflicht zahlen, insgesamt jedoch höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Wenn Sie Ihre selbständige Tätigkeit nur in geringfügigem Umfang ausüben - Ihr Arbeitseinkommen regelmäßig 450 Euro im Monat nicht übersteigt -, sind Sie versicherungsfrei.

Für eine abschließende Klärung, sollten Sie sich an eine Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers wenden.

Weitere Informationen finden Sie auch in der Broschüre "Selbständig – wie die Rentenversicherung Sie schützt":

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/selbstaendig_wie_rv_schuetzt_aktuell.pdf?__blob=publicationFile&v=22

Danke für die Informationen.
Aber was ist mit den Monaten, in denen ich nicht gearbeitet habe? In der Broschüre ist darüber nichts enthalten. Gilt nur der Einkommensteuerbescheid bzw. muss ich für JEDEN Monat z.B. den (1/2) Regelbeitrag zahlen oder ist
es möglich, auch nur für die Monate zu zahlen, in denen ich auch wirklich selbständig tätig war. Danke für Ihre Hilfe Sabine

von
W*lfgang

Zitiert von: Sabine
Gilt nur der Einkommensteuerbescheid bzw. muss ich für JEDEN Monat z.B. den (1/2) Regelbeitrag zahlen oder ist
es möglich, auch nur für die Monate zu zahlen, in denen ich auch wirklich selbständig tätig war. Danke für Ihre Hilfe Sabine

Hallo Sabine,

der ESt-Bescheid (steuerrechtlicher Gewinn im Jahr) ist zunächst Grundlage für Beitragsbemessung in allen 12 Monaten des Jahres. Sie können natürlich auch Ihr Einkommen monatlich nachweisen, was schwieriger/umfangreicher ist. Ob sich damit die 'Beitragsschuld' zur DRV mindert - wenn dasselbe Einkommen auf weniger Monate umzurechnen ist - bleibt dahin gestellt/genauso auch die Frage, ob nicht doch eine grundsätzlich _durchgehende_ versicherungspflichtige selbständige Tätigkeit vorgelegen hat.

Gruß
w.