Anrechenbares Einkommen bei Witwenrente

von
K. Hoffmann

Guten Tag,
ich hätte eine Frage zu dem Freibetrag bzw. Zuverdienst bei der Witwenrente. Vorab: ich wohne in den "alten" Bundesländern. In der Broschüre habe ich gelesen, dass der mtl. Freibetrag 803,88 EUR beträgt, bzw. der Bruttoverdienst 1.339,80 EUR betragen darf, ohne dass er auf die Hinterbliebenenrente angerechnet wird.
Mal angenommen, ich würde brutto 1.200 EUR dazu verdienen und hätte dann nach den gesetzlichen Abzügen ein Netto-Gehalt von ca. 930 EUR.
Somit wäre ich also beim Bruttoverdienst unter dem Betrag, der auf die Hinterbliebenenrente angerechnet wird, das Netto-Gehalt wäre aber höher wie der Freibetrag von 803,88 EUR.
Welcher Betrag wird ist dann der maßgebende für Anrechnung den Einkommens?
VG K. Hoffmann

von
Klugpuper

Die 803,88 sind nicht mehr aktuell, momentan sind es 819,19.

Es wird immer das Vrutto genommen und anhand von Stabdarswerten in ein "fiktives" Netto umgerechnet.

Aus 1200 Euro werden somit 720 Euro.
Das tatsächliche Netto auf dem Lohnstreifen ist dabei ohbe Belang.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo K.Hoffmann,

der Freibetrag ändert sich jährlich zum 01.07. und beträgt aktuell 819,19 Euro.
Soweit versicherungspflichtiges Entgelt anzurechnen ist, erfragen wir das Bruttoentgelt. Im Gesetz ist eine pauschale Kürzung von 40% vorgesehen. Das rechnerisch fiktive Netto wird dann, soweit es den Freibetrag übersteigt, zu 40% angerechnet.
Wieviel Brutto darf ich in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis verdienen, damit das Netto 819,19 Euro nicht übersteigt? 1365,32 Euro.

von
K. Hoffmann

Noch eine kurze Frage dazu:
darf sich der monatliche Brutto-Freibetrag von 1.365,32 Euro auch aus mehreren Beschäftigungsverhältnissen zusammensetzen?
Also z.B. mtl. brutto 1.100 Euro bei Firma A und zusätzlich mtl. 200 Euro aus einem Minijob bei Firma B?

Vielen Dank und Grüße

von
Klugpuper

Beim Minijob gilt grundsätzlich brutto wie netto (in Sachen Einkommensanrechnung).

Wenn Sie den Eigenanteil zu Rentenversicherung im Minijob zahlen, dann werden (bei der Einkommensanrechnung) Abzüge von 40% unterstellt.

von
K. Hoffmann

Okay, danke!
Also, bei dem Minijob werde ich den Eigenanteil zur Rentenversicherung zahlen. D.h. also, ich kann ohne Probleme beide Jobs in dieser Höhe machen, ohne dass von der Witwenrente etwas abgezogen wird?

von
Fortitude one

Hallo K. Hoffmann,

nehmen wir mal an, Sie erhalten hier im Forum ein klares "Ja". Dann bedeutet das noch lange nicht "Einhundertprozentig".
Deshalb empfehle ich Ihnen unbedingt eine Auskunft/Beratungsstelle der DRV/RV aufzusuchen. Somit sind Sie auf der sicheren Seite.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.