Anspruch auf Übergangsgeld

von
Bärbel

Ich gehe im Oktober auf medizinische Reha über die Rentenversicherung. Ich bin seit Längerem selbständig tätig, habe aus dieser Tätigkeit auch Arbeitseinkommen, zahle aber nur den freiwilligen Mindestbeitrag zur Rentenversicherung. Auf den unterschiedlichen Seiten im Internet werde ich nicht richtig schlau, ob ich nun Anspruch auf Übergangsgeld habe oder nicht.
Kann der Experte mir diese Frage beantworten? Ggf. auch noch wonach sich die Höhe richten würde?
Danke!

Experten-Antwort

Hallo Bärbel,

es wird zu prüfen sein, ob und inwieweit ein Anspruch auf Übergangsgeld besteht. Dies wird u.a. auch mit Ihrer Beitragszahlung und dem erzielten Arbeitseinkommen im Zusammenhang stehen.

Der Begriff des Arbeitseinkommens ergibt sich aus § 15 SGB IV. Arbeitseinkommen eines Versicherten liegt vor, wenn steuerrechtlich Einkünfte (Gewinn) aus einer selbständigen Arbeit, aus Land- und Forstwirtschaft oder aus einem Gewerbebetrieb erzielt werden. Nicht zum Arbeitseinkommen rechnen unter anderem Einkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung. Der Bezug von Arbeitseinkommen ist für die Anspruchsprüfung nicht von Amts wegen zu überprüfen, solange zum Beispiel ein Gewerbebetrieb am Tag vor der Leistung beziehungsweise bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit am Tag vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit/dem Antritt der Reha-Maßnahme angemeldet ist. Es wird dann regelmäßig der Bezug von Einkommen (Gewinn) unterstellt. Gibt der Versicherte an, dass er negatives Einkommen (Verlust) erzielt, hat er keinen Anspruch auf Übergangsgeld.

Bitte wenden Sie sich an die Reha-Sachbearbeitung Ihres Rentenversicherungsträgers und lassen die Voraussetzungen in Ihrem Einzelfall zum Übergangsgeld prüfen, sofern dieser besteht, wird Ihnen die Sachbearbeitung dann auch zur Höhe des eventuellen Übergangsgeldes Auskunft geben können.