Antrag auf medizinische Reha - Voraussetzungen

von
Rehainteressent

Ich beziehe seit 2010 eine volle EM-Rente, die Befristung wurde 2014 aufgehoben. Aus diesem Jahr datiert auch der letzte ärztliche Befundbericht. Ich fühle mich inzwischen wieder deutlich besser, möchte daher eine beruflichen Reha-Antrag stellen. Dieser setzt eine medizinische Begutachtung voraus, so weit so gut.

Jetzt habe ich nächste Woche einen Termin bei einem Reha-Berater der DRV zu diesem Thema, diesen möchte ich nicht unvorbereitet wahrnehmen. Wie sollte ich vorgehen ? Mit meiner behandelnden Ärztin vorher darüber sprechen - oder erst den Reha-Antrag stellen und dann meine Ärztin informieren ?

Ich habe gelesen, dass auch erst eine Belastungserprobung durchgeführt werden kann ? Macht so etwas Sinn in diesem Zusammenhang ?

Spielt es eine Rolle, dass ich bereits eine unbefristete Rente beziehe - da medizinische Rehas ja Renten vorbeugen sollen ? Ist dann eine Bewilligung einer Reha überhaupt noch möglich ?

Vielen Dank für hilfreiche Antworten.

von
-/-

Bewilligung wäre grundsätzlich möglich. Allerdings dürfte sich die Zuständigkeit von der Rentenversicherung auf die Krankenkasse ändern.

von
KSC

Was genau Sinn macht kann von außen keiner wissen.

Welche -realistischen - berufliche Ziele haben Sie denn, was streben Sie an?

Es muss Ihnen auch klar sein, dass der "Kampf um berufliche Reha" eigentlich aussagt, dass Sie wieder arbeiten können und die Konsequenz sein kann, dass dann genau deshalb die Rente weg ist.

Wer fit genug für eine berufliche Reha ist, kann eigentlich nicht mehr erwerbsgemindert sein, sondern der kann arbeiten.

Eine Reha just for fun und aus hobbygründen wird sicher nicht finanziert.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Rehainteressent,

bevor Sie einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen, sollten Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin suchen.

Durch die unbefristete Erwerbsminderungsrente wurde von der DRV festgestellt, dass Sie dauerhaft nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Sollte sich an der Beurteilungslage nichts ändern, wäre nur eine Eingliederung in einer Werkstatt für behinderte Menschen möglich (sofern Sie das wollen).

Sollten Sie der Meinung sein, wieder Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr als 3 Stunden täglich verrichten zu können, müssten Sie entsprechende ärztliche Unterlagen beibringen und z.B. einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Natürlich steht dann auch Ihr Rentenanspruch auf dem Prüfstand.