Arbeitgeber Beitrag ist schlicht verloren

von
Arbeitgeberbeitrag Rente

wo ist eigentlich der Arbeitgeberbeitrag 50% des Rentenbeitrags
bei der Berechnung der Rente ?

Verschwindet dieser Beitrag von 50% tatsächlich für Verwaltungskosten in der DRV ?

von
Marco

Sehr richtig knapp 99 % werden für Verwaltung aufgewendet und nur knappe 1 % für die eigentliche Rente. Schönen Tag noch Hannes

von
senf-dazu

Zitiert von: Arbeitgeberbeitrag Rente
wo ist eigentlich der Arbeitgeberbeitrag 50% des Rentenbeitrags
bei der Berechnung der Rente ? ...

Tach auch!

Von Ihrem jährlichen Gehalt werden derzeit 18,6 % als BEitrags für die gesetzliche Rentenversicherung verwendet.
Sie zahlen davon die Hälfte, der Arbeitgeber noch mal den selben Betrag oben drauf.

Und wo bleibt das Geld dann?
Es wird direkt wieder an all die Rentner_innen ausgezahlt, damit keiner jammern muss, allenfalls über den zu niedrigen Betrag und sonstige Widrigkeiten.

Wie so oft: das Geld ist nicht weg, es ist nur woanders. Was die Verwaltungskosten betrifft, sollten Sie sich mal anhand der Unterlagen der DRV einlesen, wie teuer uns das System der gesetzlichen Rentenversicherung wirklich ist.

von
Werner67

Der Beitragsanteil des Arbeitgebers gehört nicht zum versicherten Arbeitsentgelt, d.h. für diese Beträge werden keine Beiträge entrichtet.
Deshalb ist es logisch, dass der Arbeitgeberbeitrag nicht als zusätzliches Arbeitsentgelt in die Rentenberechnung einfließt.

Gruß
Werner.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

da das Rentensystem ein umlagefinanziertes System ist, fließen die Beiträge direkt an die Rentenbezieher und Rehabilitanden zurück.
In der gesetzlichen Rentenversicherung bedeutet Umlageverfahren, dass die Beitragszahler nicht einen Kapitalbestand für ihre eigene Rente aufbauen wie beim Kapitaldeckungsverfahren, sondern die Bezüge der aktuellen Rentenbezieher finanzieren. Sie erwerben nur einen Anspruch auf eine spätere eigene Rente.

Die Verwaltungskosten sind bei der Deutschen Rentenversicherung (hier Beispiel DRV Bund) nach wie vor niedrig. Im Jahr 2016 wurde die Budgetobergrenze um rund 200 Millionen Euro unterschritten. Die Verwaltungskosten lagen bei nur etwa 1,1 Prozent der Gesamtausgaben. Quelle: eigene Angaben der DRV Bund / Geschäftsleitung.

von
Arbeitgeberbeitrag Rente

Danke für den Hinweis mit den 1,1% Verwaltungsaufwand ?

Wissen wollte ich, ob bei der Rentenberechnung der Rentenpunkte nur 50% der Beiträge oder auch der Arbeitgeberanteil mit herangezogen wird. Also 15,6 %, oder nur 7,8% der Beiträge ?

Oder ist der Arbeitgeberanteil mit 50% für Verwaltung gleich weg.

Gruss

von
Hitze

Kannst du es nicht verstehen oder willst du es nicht verstehen.
Zur Rentenberechnung werden nicht die Beiträge AG / AN verwendet sondern das Brottoeinkommen des AN.

von
Schorsch

Zitiert von: Arbeitgeberbeitrag Rente
Danke für den Hinweis mit den 1,1% Verwaltungsaufwand ?

Wissen wollte ich, ob bei der Rentenberechnung der Rentenpunkte nur 50% der Beiträge oder auch der Arbeitgeberanteil mit herangezogen wird. Also 15,6 %, oder nur 7,8% der Beiträge ?

Oder ist der Arbeitgeberanteil mit 50% für Verwaltung gleich weg.

Gruss


Siehe dort:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Rentenversicherung_(Deutschland)#Beitr%C3%A4ge

MfG

von
Arbeitgeberbeitrag Rente

Zitiert von: Experte/in
Hallo,

da das Rentensystem ein umlagefinanziertes System ist, fließen die Beiträge direkt an die Rentenbezieher und Rehabilitanden zurück.
In der gesetzlichen Rentenversicherung bedeutet Umlageverfahren, dass die Beitragszahler nicht einen Kapitalbestand für ihre eigene Rente aufbauen wie beim Kapitaldeckungsverfahren, sondern die Bezüge der aktuellen Rentenbezieher finanzieren. Sie erwerben nur einen Anspruch auf eine spätere eigene Rente.

Die Verwaltungskosten sind bei der Deutschen Rentenversicherung (hier Beispiel DRV Bund) nach wie vor niedrig. Im Jahr 2016 wurde die Budgetobergrenze um rund 200 Millionen Euro unterschritten. Die Verwaltungskosten lagen bei nur etwa 1,1 Prozent der Gesamtausgaben. Quelle: eigene Angaben der DRV Bund / Geschäftsleitung.

1,1% von 1 Billion. ?

Nein, ich möchte wissen, wenn ich 100.-- Euro Beiträge in die DRV einbezahle, wie hoch ist der Kostenanteil der DRV an den 100.-- Euro.
Wie wirkt sich die 50% Arbeitgeberanteil bei der Rentenberechnung aus.

Danke, liebe DRV, mit der Angabe von 1,1% führen Sie die Versicherten hinters Licht. Diese Berechnung von 1,1% bezieht sich auuf die Gesamtausgaben der DRV. Wie hoch sind diese?

Warum, nennen Sie nicht den realen Abzug den Kostenanteil bei dem " normalen " Rentner oder Beitragszahler ?

Gruss

von
Modi1969

Hallo,

Sie verstehen da was falsch: Man kann den Kostenanteil aus dem entrichteten Rentenbeitrag - sei es nun AG oder AN-Anteil - nicht exakt beziffern, sondern bestenfalls näherungsweise runterbrechen.
Sind Sie Arbeitnehmer, wird der Rentenbeitrag aus dem Lohn hälftig von AG und AN gezahlt. Sind sie selbständig tätig mit Beitragszahlung oder zahlen Sie freiwillige Beiträge, zahlen sie gewissermaßen beide Lohnhälften selbst, also den vollen Beitrag.
Beziehen Sie Sozialleistungen (AloG, Krankengeld) oder pflegen Sie einen Angehörigen, übernimmt der Sozialleistungsträger bzw. die Pflegekasse den kompletten Beitrag, bei Minijobs zahlen AG und AN unterschiedlich hohe Beitragsanteile, ebenso in der Gleitzone. Sie sehen also, dass die Beitragslast je nach Sachverhalt unterschiedlich verteilt ist.
Maßgebend für die Berechnung der Rente sind dann nicht die gezahlten Beiträge, sondern das mit diesen Beiträgen versicherte Entgelt, das mit dem jeweiligen Durchschnittsverdienst des Jahres verglichen wird ; Ergebnis sind dann die Entgeltpunkte, die sie u.a. in der Renteninfo sehen.
Natürlich entstehen bei Beitragseinzug und Berechnung der Renten etc. der DRV Kosten für deren technische Ausstattung, Personal etc. Experte nannte ja schon die prozentuale Größe der Verwaltungskosten. Wenn Sie jetzt bedenken, dass die DRV insgesamt annähernd 300 Mrd Euro/jährlich ausgibt, haben Sie die überschlägige Gesamtsumme der Kosten.
Würde man diese Kosten dann auf Ihre 100 € runterbrechen, lägen sie im niedrigen Eurobereich...

von
Arbeitgeber Beitrag

Zitiert von: Modi1969
Hallo,

Sie verstehen da was falsch: Man kann den Kostenanteil aus dem entrichteten Rentenbeitrag - sei es nun AG oder AN-Anteil - nicht exakt beziffern, sondern bestenfalls näherungsweise runterbrechen.
Sind Sie Arbeitnehmer, wird der Rentenbeitrag aus dem Lohn hälftig von AG und AN gezahlt. Sind sie selbständig tätig mit Beitragszahlung oder zahlen Sie freiwillige Beiträge, zahlen sie gewissermaßen beide Lohnhälften selbst, also den vollen Beitrag.
Beziehen Sie Sozialleistungen (AloG, Krankengeld) oder pflegen Sie einen Angehörigen, übernimmt der Sozialleistungsträger bzw. die Pflegekasse den kompletten Beitrag, bei Minijobs zahlen AG und AN unterschiedlich hohe Beitragsanteile, ebenso in der Gleitzone. Sie sehen also, dass die Beitragslast je nach Sachverhalt unterschiedlich verteilt ist.
Maßgebend für die Berechnung der Rente sind dann nicht die gezahlten Beiträge, sondern das mit diesen Beiträgen versicherte Entgelt, das mit dem jeweiligen Durchschnittsverdienst des Jahres verglichen wird ; Ergebnis sind dann die Entgeltpunkte, die sie u.a. in der Renteninfo sehen.
Natürlich entstehen bei Beitragseinzug und Berechnung der Renten etc. der DRV Kosten für deren technische Ausstattung, Personal etc. Experte nannte ja schon die prozentuale Größe der Verwaltungskosten. Wenn Sie jetzt bedenken, dass die DRV insgesamt annähernd 300 Mrd Euro/jährlich ausgibt, haben Sie die überschlägige Gesamtsumme der Kosten.
Würde man diese Kosten dann auf Ihre 100 € runterbrechen, lägen sie im niedrigen Eurobereich...

Danke Moddy

nun, wie hoch ist denn annäherungsweise der Kostenanteil bei 100.-- Euro einbezahlter Summe ?
Der wird doch sicher nicht " nur 1,1% sein. Warum kann dies, oder will dies keiner in der DRV nennen.
Ein Versicherter sollte doch wissen, wie real Verwaltungskosten seine einbezahlten Beiträge belasten.
Na, nun nennen Sie mal in etwa den Kostenanteil der DRV Verwaltung ?
Warum ist die DRV nicht in der Lage dies zu nennen. Sondern flüchtet sich in nichts sagende Antworten.

Danke

von
chi

Zitiert von: Arbeitgeber Beitrag
Der wird doch sicher nicht " nur 1,1% sein.

Warum nicht? Weil man dann nicht so ausdauernd über die Schlechtigkeit der Welt jammern könnte?

von
Google hilft

Die von Ihnen gewünschten Angaben finden Sie ganz leicht auf den Seiten der DRV.
Oder ist es doch nicht so interessant und die "Mühe" dafür zu groß?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo nochmals,

entschuldigen Sie, dass wir Ihre Frage nicht genau verstanden haben.
Die Deutsche Rentenversicherung hat nicht zwei Kassen, welche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern trennt. Der Beitragssatz zur gesetzlichen RV beträgt 18,6%.
9,3% davon sind vom AG und 9,3% vom AN zu tragen. Das Geld fließt zur gesetzlichen Rentenversicherung und wird dort nicht in AG- und AN-Anteile getrennt.
Vom Gesamtbeitrag, also Beiträge von AG, AN, Sozialleistungsträgern, wie z.B. Agentur für Arbeit (Beiträge Arbeitslosengeld I), Krankenkassen (Beiträge bei Krankengeld), Reha-Trägern (Beiträge bei Übergangsgeld), fließen diese wie beschrieben in die erforderliche Leistungen, welche die DRV zur Verfügung stellt.
U.a. entstehen natürlich auch Verwaltungskosten in der genannten Höhe. Uns erschließt sich immer noch nicht ganz warum daher der Arbeitgeberanteil „schlicht verloren“ geht. Alle anderen Anteile wären demnach nicht „schlicht verloren“?
Sollten Sie eventuell Arbeitgeber sein und sich um die von Ihnen zu leistenden Beiträge und den richtigen Einsatz dieser Mittel Sorgen bzw. Gedanken machen, habe Sie die Gelegenheit beim zuständigen Bundes-/Landesrechnungshof den Sachverhalt zu erläutern und dort gezielt nachzufragen, ob die Arbeitgeberanteile rein in Verwaltungskosten versickern. Adressen der genannten Behörden und Erläuterungen zur Kontaktaufnahme erhalten Sie über entsprechende Links im Internet.

von
Arbeitgeberbeitrag

Zitiert von: Google hilft
Die von Ihnen gewünschten Angaben finden Sie ganz leicht auf den Seiten der DRV.
Oder ist es doch nicht so interessant und die "Mühe" dafür zu groß?

Dies ist ein Forum der DRV.
Als Versicherter der DRV möchte ich nur wissen,

wie hoch ist der Kostenanteil der DRV Verwaltung an 100.-- Euro einbezahlter Beitrags-Summe ?

Mit Sicherheit nicht 1,1% von .......

Jede Firma, kennt die Herstellung, die Fertigungskosten eines Produkts. Warum nicht die DRV

Gruss

von
Kaiser

Zitiert von: Experte/in
Hallo nochmals,

entschuldigen Sie, dass wir Ihre Frage nicht genau verstanden haben.
Die Deutsche Rentenversicherung hat nicht zwei Kassen, welche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern trennt. Der Beitragssatz zur gesetzlichen RV beträgt 18,6%.
9,3% davon sind vom AG und 9,3% vom AN zu tragen. Das Geld fließt zur gesetzlichen Rentenversicherung und wird dort nicht in AG- und AN-Anteile getrennt.
Vom Gesamtbeitrag, also Beiträge von AG, AN, Sozialleistungsträgern, wie z.B. Agentur für Arbeit (Beiträge Arbeitslosengeld I), Krankenkassen (Beiträge bei Krankengeld), Reha-Trägern (Beiträge bei Übergangsgeld), fließen diese wie beschrieben in die erforderliche Leistungen, welche die DRV zur Verfügung stellt.
U.a. entstehen natürlich auch Verwaltungskosten in der genannten Höhe. Uns erschließt sich immer noch nicht ganz warum daher der Arbeitgeberanteil „schlicht verloren“ geht. Alle anderen Anteile wären demnach nicht „schlicht verloren“?
Sollten Sie eventuell Arbeitgeber sein und sich um die von Ihnen zu leistenden Beiträge und den richtigen Einsatz dieser Mittel Sorgen bzw. Gedanken machen, habe Sie die Gelegenheit beim zuständigen Bundes-/Landesrechnungshof den Sachverhalt zu erläutern und dort gezielt nachzufragen, ob die Arbeitgeberanteile rein in Verwaltungskosten versickern. Adressen der genannten Behörden und Erläuterungen zur Kontaktaufnahme erhalten Sie über entsprechende Links im Internet.

Bei Beratungsresistenz nutzt auch die beste Antwort nichts.

von
_ich

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/6_Wir_ueber_uns/03_fakten_und_zahlen/03_statistiken/02_statistikpublikationen/02_rv_in_zahlen_2017.pdf?__blob=publicationFile&v=25

In den Seiten 20 - 23 finden Sie vielleicht die Zahlen, die Sie suchen?

von
Arbeitgeber Beitrag Rente

Sehr geehrte DRV,

wie hoch ist der Kostenanteil der DRV mit Verwaltung für den Versicherten, wenn ich z.B. 100.-- Euro Beitrag einbezahle ?

Besten Dank

Grüsse

von
SE

Das eigentliche Problem der Rentenkasse sind die "versicherungsfremden Leistungen": Sie betrugen 2015 ganze 81,3 Mrd. Euro – der Staat zahlte einen Bundeszuschuss von 62,4 Mrd. Doch wer zahlt die restlichen 18,9 Mrd.? Aus gesellschaftlicher Sicht haben alle diese Ausgaben ihre Berechtigung und Bedeutung. Was zu hinterfragen wäre ist, dass der Gesetzgeber dazu die Rentenkasse benutzt – und die damit verbunden Ausgaben nicht vollständig erstattet. „Arbeitnehmer und Rentner müssen mit ihren Beiträgen Jahr für Jahr den Bundeshaushalt subventionieren; nicht umgekehrt; wovon diejenigen profitieren, die keine Beiträge zahlen müssen. Vor allem Politiker, höhere Beamte und Richter. Deshalb ist es auch so schwierig, hier eine Änderung zu erreichen“

von
Olga von der Wolga

Zitiert von: SE
Das eigentliche Problem der Rentenkasse sind die "versicherungsfremden Leistungen": Sie betrugen 2015 ganze 81,3 Mrd. Euro – der Staat zahlte einen Bundeszuschuss von 62,4 Mrd.

Zitiert von:
Versicherungsfremde Leistungen der Rentenversicherung (zum Beispiel Kriegsfolgelasten, beitragsfreie Zeiten, arbeitsmarktbedingte Leistungen, Fremdrentenleistungen und so weiter) werden durch einen Bundeszuschuss finanziert.

Quelle DRV

Zitiert von:
Den Berechnungen des Ministeriums zufolge wird die Bundesregierung in diesem Jahr 86,71 Milliarden Euro an die Rentenkasse überweisen. Im nächsten Jahr sollen es 91,17 Milliarden Euro sein.

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rente-bundeszuschuss-erstmals-ueber-100-milliarden-euro-/14024558.html?ticket=ST-1394991-n14uFjzoMpnawzmGchpY-ap3