Arbeitsaufnahme und volle Erwerbsminderung

von
Sylvia Pallers

Hallo, die Experten und Schreiber,
ich bin 59 und seit 2016 von der DRV als voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit begutachtet worden. Eine EMR steht mir nicht zu und ich bezog zum Lebensunterhalt Grundsicherung nach SGB XII.
Nun bin ich aber seit ersten September 2017 wieder voll schichtig( 38,5 Wochenstunden) in meinem alten Beruf als Reinigungskraft unterwegs und tätig.
Dem Sozialamt habe ich dies geschrieben und daraufhin wurde die Grundsicherung per Bescheid mir gestrichen. Dies finde ich auch richtig. Nun aber meine Frage: Kann die DRV dazu verpflichtet werden, mir den Status als voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit dann wieder abzuerkennen? Nicht, das ich durch das Weiter gelten dieses Status Nachteile erleide. Da weiß man ja nie.
Da habe ich der DRV die Sache geschrieben und die haben sich nicht gemeldet. Was bedeutet denn das und was kann ich machen? Habe ich ja schon im September und dann noch mal im November geschrieben, aber keine Antwort!
Was denken Sie als Experten, was ist richtig und was kann man tun?
Danke dafür, das Sie mir helfen, ich habe Angst, das ich immer voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit bei der DRV bin. Ich will ja arbeiten und tu das doch auch. Verstehen Sie, ich ruhe mich nicht aus und faul bin ich doch auch nicht. Bitte, was soll ich denn tun?

MlG Sylvia Pallers

von
Feli

Wahrscheinlich wissen die Mitarbeiter der DRV nicht, was sie Ihnen schreiben sollen.
Dass Sie nicht mehr erwerbsgemindert sind, haben Sie durch Ihre Beschäftigungsaufnahme widerlegt. Um das förmlich festzustellen, müssten Sie aktuell begutachtet werden. Da diese Feststellung im Moment für niemanden außer Sie selbst von Belang ist, wird also keine Behörde tätig werden.
Also brauchen Sie gar nichts zu tun.

von
Cristine S.

Zitiert von: Sylvia Pallers
Hallo, die Experten und Schreiber,
ich bin 59 und seit 2016 von der DRV als voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit begutachtet worden. Eine EMR steht mir nicht zu und ich bezog zum Lebensunterhalt Grundsicherung nach SGB XII.
Nun bin ich aber seit ersten September 2017 wieder voll schichtig( 38,5 Wochenstunden) in meinem alten Beruf als Reinigungskraft unterwegs und tätig.
Dem Sozialamt habe ich dies geschrieben und daraufhin wurde die Grundsicherung per Bescheid mir gestrichen. Dies finde ich auch richtig. Nun aber meine Frage: Kann die DRV dazu verpflichtet werden, mir den Status als voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit dann wieder abzuerkennen? Nicht, das ich durch das Weiter gelten dieses Status Nachteile erleide. Da weiß man ja nie.
Da habe ich der DRV die Sache geschrieben und die haben sich nicht gemeldet. Was bedeutet denn das und was kann ich machen? Habe ich ja schon im September und dann noch mal im November geschrieben, aber keine Antwort!
Was denken Sie als Experten, was ist richtig und was kann man tun?
Danke dafür, das Sie mir helfen, ich habe Angst, das ich immer voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit bei der DRV bin. Ich will ja arbeiten und tu das doch auch. Verstehen Sie, ich ruhe mich nicht aus und faul bin ich doch auch nicht. Bitte, was soll ich denn tun?

MlG Sylvia Pallers

Hallo Sylvia,

Sie dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Bitte schreiben Sie so lange, bis Sie eine Antwort von der DRV erhalten. Nur Mut. Das wird schon klappen.

Mfg

von Experte/in Experten-Antwort

Die Deutsche Rentenversicherung prüft das Leistungsvermögen von Versicherten nur, wenn dies im Rahmen einer Antragstellung zur Entscheidung über die beantragte Leistung notwendig wird. In Ihrem Fall ist die dauerhafte volle Erwerbsminderung vermutlich in einem vorangegangenen Renten-, Rehabilitations- oder Grundsicherungsverfahren festgestellt worden. Allein eine Arbeitsaufnahme stellt keinen Grund für die Überprüfung der früheren medizinischen Entscheidung dar. Im Einzelfall könnte sogar bei voller Erwerbsminderung auf Kosten der Restgesundheit gearbeitet werden, ohne dass die volle Erwerbsminderung dadurch beseitigt wäre. Die Deutsche Rentenversicherung wird eine erneute medizinische Beurteilung erst wieder vornehmen, wenn dies in einem erneuten Antragsverfahren zur Feststellung der beantragten Leistung erforderlich wird. Sollten Sie erneut einen Erwerbsminderungsrenten- oder Rehabilitationsantrag stellen, empfehlen wir Ihnen, den Sachverhalt im Antrag von Ihrer Seite klar darzustellen. Es sollte erkennbar sein, dass Sie sich seit Beschäftigungsaufnahme wieder für voll Leistungsfähig gehalten haben und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine Leistungsminderung eingetreten ist. Dann wird auch in künftigen Antragsverfahren eine genaue Prüfung und sachgerechte Entscheidung Ihrer beantragten Leistung erfolgen.

von
=//=

Zitiert von: Cristine S.
Zitiert von: Sylvia Pallers
Hallo, die Experten und Schreiber,
ich bin 59 und seit 2016 von der DRV als voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit begutachtet worden. Eine EMR steht mir nicht zu und ich bezog zum Lebensunterhalt Grundsicherung nach SGB XII.
Nun bin ich aber seit ersten September 2017 wieder voll schichtig( 38,5 Wochenstunden) in meinem alten Beruf als Reinigungskraft unterwegs und tätig.
Dem Sozialamt habe ich dies geschrieben und daraufhin wurde die Grundsicherung per Bescheid mir gestrichen. Dies finde ich auch richtig. Nun aber meine Frage: Kann die DRV dazu verpflichtet werden, mir den Status als voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit dann wieder abzuerkennen? Nicht, das ich durch das Weiter gelten dieses Status Nachteile erleide. Da weiß man ja nie.
Da habe ich der DRV die Sache geschrieben und die haben sich nicht gemeldet. Was bedeutet denn das und was kann ich machen? Habe ich ja schon im September und dann noch mal im November geschrieben, aber keine Antwort!
Was denken Sie als Experten, was ist richtig und was kann man tun?
Danke dafür, das Sie mir helfen, ich habe Angst, das ich immer voll erwerbsgemindert auf unbestimmte Zeit bei der DRV bin. Ich will ja arbeiten und tu das doch auch. Verstehen Sie, ich ruhe mich nicht aus und faul bin ich doch auch nicht. Bitte, was soll ich denn tun?

MlG Sylvia Pallers

Hallo Sylvia,

Sie dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Bitte schreiben Sie so lange, bis Sie eine Antwort von der DRV erhalten. Nur Mut. Das wird schon klappen.

Mfg

Das nützt nichts, denn definitiv ist die DRV nicht (mehr) zuständig. Nur in einem neuen Verfahren wird geprüft, ob weiterhin eine Leistungsminderung besteht.
Sprechen Sie nochmal mit dem Sozial-/Grundsicherungsamt. Dieses soll sich an die DRV wenden und anfragen, ob weiterhin Erwerbsminderung vorliegt. Es sollten möglichst aktuelle ärztliche Unterlagen beigefügt werden.

Auch wenn Sie jetzt selbst einen Rentenantrag stellen würden, stehen die Chancen auf eine ärztliche Begutachtung schlecht. Der DRV ist ja die volle EM bekannt. Und solange die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind, wird keine Begutachtung durchgeführt.

Es ist aber auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass Sie weiterhin erwerbsgemindert sind, auch wenn Sie jetzt arbeiten.

Wenn Sie mindestens 3 Jahre "durchhalten" und eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben oder ALG I oder Krankengeld beziehen und Sie dann nicht mehr arbeiten können, können Sie einen neuen Rentenantrag stellen. Dann müsste aber auch nachweislich z.B. ab Beschäftigungsbeginn keine Leistungseinschränkung mehr vorgelegen haben. Ist zugegebenermaßen ein bisschen kompliziert, aber anders nicht zu lösen.

von
Schade

an =//=

Was soll das Gespräch mit dem Grundsicherungsamt bringen?

Die werden - zu Recht übrigens - keinen Finger krumm machen. Warum auch?
Sie erhalten von dort kein Geld mehr weil Sie wieder voll arbeiten, daher gibt es für dieses Amt doch überhaupt keine Veranlassung an die DRV irgend etwas zu schreiben.

Der dargestellte Sachverhalt ist Ihr eigenes Problem das sich momentan für keine Behörde stellt.

von
Sylvia Pallers

Hallo, die Experten und Schreiber

wie ich hier sehe, habe ich mir wohl unnötig Sorgen gemacht. Ernst, das ist mein Mann, hat da wieder wie immer recht gehabt. Seit 40 Jahren sind wir Mann und Frau und das erste mal habe ich ihm nicht so recht geglaubt. Das war ein Fehler, den mache ich nicht wieder.
Da danke ich Ihnen, den Experten und Schreibern für die gute Hilfe.
Jetzt beginnt gleich die Schicht, deswegen muss ich jetzt Schluss machen.

Danke und liebe Grüsse

Sylvia Pallers

von
Werdenfelser.

Zitiert von: Sylvia Pallers
Hallo, die Experten und Schreiber

wie ich hier sehe, habe ich mir wohl unnötig Sorgen gemacht. Ernst, das ist mein Mann, hat da wieder wie immer recht gehabt. Seit 40 Jahren sind wir Mann und Frau und das erste mal habe ich ihm nicht so recht geglaubt. Das war ein Fehler, den mache ich nicht wieder.
Da danke ich Ihnen, den Experten und Schreibern für die gute Hilfe.
Jetzt beginnt gleich die Schicht, deswegen muss ich jetzt Schluss machen.

Danke und liebe Grüsse

Sylvia Pallers

"Das war ein Fehler, den mache ich nicht wieder."

Braves Mädchen.