Arbeitsmarktrente

von
Simonis

Seit Ende 2015 erhalte ich die Arbeitsmarktrente die jetzt aktuell um weitere drei Jahre verlängert wurde. Meine med. Prognose wird sich eher verschlechtern.
Wie, wenn überhaupt, errechnet sich diese Teilung zwischen Leistungsvermögen und Arbeitsmarkt?
Also 50% Leistungseinschränkung, 50% Arbeitsmarkt?

Diese Rente ist befristet. Sollte ich eine volle Erwerbsminderung auf Dauer bei der nächsten Verlängerung bewilligt bekommen, was ist dann mit dem Teil der Arbeitsmarktrente? Wie muss ich was beantragen?

Vielleicht weiß der Experte W*lfgang eine Antwort

von
Fortitude one

Hallo Simons,

woher kennen Sie W*lfgang denn? Ein vielleicht gibt es nicht. Diese Persönlichkeit ist ein Fachmann auf diesem Gebiet mit über 30 Jahre Erfahrung.
Genießen Sie erstmal Ihre Verlängerung ( Arbeitsmarktrente ). Was danach kommt steht in den Sternen. Es kommt so oder so, ob mit oder ohne.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
Simonis

Zitiert von: Fortitude one

Hallo Simons,

woher kennen Sie W*lfgang denn? Ein vielleicht gibt es nicht. Diese Persönlichkeit ist ein Fachmann auf diesem Gebiet mit über 30 Jahre Erfahrung.
Genießen Sie erstmal Ihre Verlängerung ( Arbeitsmarktrente ). Was danach kommt steht in den Sternen. Es kommt so oder so, ob mit oder ohne.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

W*lfgang ist einer von den Wenigen, die hier, außer der Experten der DRV, ernst zunehmende Antworten gibt. Manche hinterlassen dumme Sprüche, um mal gelesen zu werden. Mit Sicherheit weiß jeder, der öfter hier Hilfe sucht und findet, wer gemeint ist.
Aber auch Ihnen herzlichen Dank!
Bestmögliche Gesundheit, die jedem hier wünschen, wünsche ich auch Ihnen

von
Herz1952

Hallo Simonis,

Sie erhalten z.Zt. eine volle Arbeitsmarktrente, weil Ihre Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 3 bis 6 Stunden beträgt. Da der allgemeine Arbeitsmarkt aber verschlossen ist, wird praktisch diese Rente bzw. eigentlich Arbeitszeit nicht aufgeteilt in Rente + Arbeit.

Verschlossen heißt eigentlich, dass nicht genügend Teilzeitarbeitsplätze für Ihre Arbeitszeit zur Verfügung stehen. Diese Rente kann in eine halbe Rente umgewandelt werden, wenn dies nicht mehr der Fall ist.

Falls sich Ihre Gesundheit verschlechtert, so dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als 3 Stunden arbeiten können, erhalten Sie eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen. Die Verschlossenheit des Arbeitsmarktes, bzw. die Arbeitsmarktrente spielt dann keine Rolle mehr. Die volle AM-Rente ist auch genau so hoch, wie eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen. Da ändert sich also nichts (abgesehen von hypothetischen Ausnahmen).

Bei Gesundheitsverschlechterung wesentlicher Art, würde ein neuer Rentenantrag evtl. zu einer vollen EM-Rente, sogar auf unbestimmte Dauer ("unbefristet") führen.

Wenn sich der Arbeitsmarkt bessern sollte, könnten Sie auch Widerspruch gegen den Wegfall einlegen und die Rente neu beantragen, selbst wenn es keine wesentliche Besserung gegeben hätte. Es ist ja nicht gesagt, dass die Gewährung einer AM-Rente aufgrund Ihres Gesundheitszustandes eine Fehlentscheidung war und Ihnen eine volle EM-Rente zugestanden hätte. Vielleicht ist Ihr Gesundheitszustand bereits jetzt schlechter als zu Beginn der AM-Rente.

W*lfgang oder ein anderer Experte wird meinen Beitrag prüfen und ggfs. - zumindest Teilen - berichtigen oder ergänzen.

Vielleicht hat er sogar schon in der Zwischenzeit selber Stellung genommen, weil ich nicht der Schnellste bin :-)

Alles Gute für Sie

von
Simonis

Zitiert von: Herz1952

Hallo Simonis,

Sie erhalten z.Zt. eine volle Arbeitsmarktrente, weil Ihre Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 3 bis 6 Stunden beträgt. Da der allgemeine Arbeitsmarkt aber verschlossen ist, wird praktisch diese Rente bzw. eigentlich Arbeitszeit nicht aufgeteilt in Rente + Arbeit.

Verschlossen heißt eigentlich, dass nicht genügend Teilzeitarbeitsplätze für Ihre Arbeitszeit zur Verfügung stehen. Diese Rente kann in eine halbe Rente umgewandelt werden, wenn dies nicht mehr der Fall ist.

Falls sich Ihre Gesundheit verschlechtert, so dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als 3 Stunden arbeiten können, erhalten Sie eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen. Die Verschlossenheit des Arbeitsmarktes, bzw. die Arbeitsmarktrente spielt dann keine Rolle mehr. Die volle AM-Rente ist auch genau so hoch, wie eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen. Da ändert sich also nichts (abgesehen von hypothetischen Ausnahmen).

Bei Gesundheitsverschlechterung wesentlicher Art, würde ein neuer Rentenantrag evtl. zu einer vollen EM-Rente, sogar auf unbestimmte Dauer ("unbefristet") führen.

Wenn sich der Arbeitsmarkt bessern sollte, könnten Sie auch Widerspruch gegen den Wegfall einlegen und die Rente neu beantragen, selbst wenn es keine wesentliche Besserung gegeben hätte. Es ist ja nicht gesagt, dass die Gewährung einer AM-Rente aufgrund Ihres Gesundheitszustandes eine Fehlentscheidung war und Ihnen eine volle EM-Rente zugestanden hätte. Vielleicht ist Ihr Gesundheitszustand bereits jetzt schlechter als zu Beginn der AM-Rente.

W*lfgang oder ein anderer Experte wird meinen Beitrag prüfen und ggfs. - zumindest Teilen - berichtigen oder ergänzen.

Vielleicht hat er sogar schon in der Zwischenzeit selber Stellung genommen, weil ich nicht der Schnellste bin :-)

Alles Gute für Sie

Danke, auch ein Aspekt!

von
Friedhelm

Zitiert von: Herz1952

Hallo Simonis,

Sie erhalten z.Zt. eine volle Arbeitsmarktrente, weil Ihre Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 3 bis 6 Stunden beträgt. Da der allgemeine Arbeitsmarkt aber verschlossen ist, wird praktisch diese Rente bzw. eigentlich Arbeitszeit nicht aufgeteilt in Rente + Arbeit.

Verschlossen heißt eigentlich, dass nicht genügend Teilzeitarbeitsplätze für Ihre Arbeitszeit zur Verfügung stehen. Diese Rente kann in eine halbe Rente umgewandelt werden, wenn dies nicht mehr der Fall ist.

Falls sich Ihre Gesundheit verschlechtert, so dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als 3 Stunden arbeiten können, erhalten Sie eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen. Die Verschlossenheit des Arbeitsmarktes, bzw. die Arbeitsmarktrente spielt dann keine Rolle mehr. Die volle AM-Rente ist auch genau so hoch, wie eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen. Da ändert sich also nichts (abgesehen von hypothetischen Ausnahmen).

Bei Gesundheitsverschlechterung wesentlicher Art, würde ein neuer Rentenantrag evtl. zu einer vollen EM-Rente, sogar auf unbestimmte Dauer ("unbefristet") führen.

Wenn sich der Arbeitsmarkt bessern sollte, könnten Sie auch Widerspruch gegen den Wegfall einlegen und die Rente neu beantragen, selbst wenn es keine wesentliche Besserung gegeben hätte. Es ist ja nicht gesagt, dass die Gewährung einer AM-Rente aufgrund Ihres Gesundheitszustandes eine Fehlentscheidung war und Ihnen eine volle EM-Rente zugestanden hätte. Vielleicht ist Ihr Gesundheitszustand bereits jetzt schlechter als zu Beginn der AM-Rente.

W*lfgang oder ein anderer Experte wird meinen Beitrag prüfen und ggfs. - zumindest Teilen - berichtigen oder ergänzen.

Vielleicht hat er sogar schon in der Zwischenzeit selber Stellung genommen, weil ich nicht der Schnellste bin :-)

Alles Gute für Sie


Wow....
Erstaunlich, dass unser Herzchen auch sinnvolle Beiträge schreiben und sich darauf auf das Wesentliche beschränken kann.

Bitte weiter so.....

von
KSC

Hut ab Herz 1952, dieses mal liegen Sie richtig.

Noch kürzer formuliert: Simonis kann noch 3-6 Stunden arbeiten und würde nur die halbe Rente bekommen.
Weil es aber keine / kaum Teilzeitplätze gibt, kriegt er trotzdem die volle Rente.

Kann er gar nicht mehr arbeiten oder nur weniger als 3 Stunden täglich, bekommt er immer noch die volle Rente, mehr wird es nicht.

von
W*

Zitiert von: Simonis

Seit Ende 2015 erhalte ich die Arbeitsmarktrente die jetzt aktuell um weitere drei Jahre verlängert wurde. Meine med. Prognose wird sich eher verschlechtern.
Wie, wenn überhaupt, errechnet sich diese Teilung zwischen Leistungsvermögen und Arbeitsmarkt?
Also 50% Leistungseinschränkung, 50% Arbeitsmarkt?

Diese Rente ist befristet. Sollte ich eine volle Erwerbsminderung auf Dauer bei der nächsten Verlängerung bewilligt bekommen, was ist dann mit dem Teil der Arbeitsmarktrente? Wie muss ich was beantragen?

Vielleicht weiß der Experte W*lfgang eine Antwort

von
W*lfgang

Zitiert von: Simonis
Diese Rente ist befristet. Sollte ich eine volle Erwerbsminderung auf Dauer bei der nächsten Verlängerung bewilligt bekommen, was ist dann mit dem Teil der Arbeitsmarktrente? Wie muss ich was beantragen?
Simonis,

wenn bei der nächsten Verlängerung (Antrag 6 Monate vor Ablauf stellen) eine volle EM-Rente auf Zeit/oder auf Dauer aus rein med. Gründen bewilligt wird, müssen Sie nichts _zusätzlich_ beantragen - die EM-Rente als solche bleibt bestehen, die Grundlagen haben sich gewandelt: statt 3-u6 Std. Leistungsfähigkeit + verschlossenem Teilzeitarbeitsmarkt, sind Sie nur noch u3 Std. leistungsfähig. Der Bonus der halben Rente wegen Arbeitsmarkt lebt in der neuen Rente einfach weiter, rein finanziell gesehen.

Die anderen Beiträge waren schon treffend, insofern ist dem nichts weiter hinzuzufügen.

Außer: bin mir jetzt nicht sicher, ober bei 'Umwandlung' von Arbeitsmarktrente in EM-Rente aus rein med. Gründen nicht ein neuer Leistungsfall/neues Rentenbeginndatum entsteht mit kompletter Neuberechnung der Rente – egal, weniger kanns nicht werden.

Gruß
w.
PS: den 'Experten' nehmen Sie aber zurück, ich hab nur Kleinkaliber im Angebot :-)

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Simonis,

die Erläuterungen von Herz1952, KSC und W*lfgang sind zutreffend.

Zusatz: Wenn im direkten Anschluss an eine arbeitsmarktbedingte Rente eine rein medizinisch begründete Rente zu zahlen ist, tritt kein neuer Leistungsfall ein.