Arbeitszeit Begrenzung bei teilweiser Erwerbsminderungsrente

von
Karl

Hallo und guten Tag!

Aufgrund einer Skoliose erhalte ich seit kurzem eine Teilerwerbsminderungsrente.

Laut Definition besteht der Anspruch ... bei einem Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden täglich....

Meine Frage bezieht sich auf diese zeitliche Vorgabe zur Gewährung der teilweisen Erwerbsminderungsrente.

Sie ist ist unklar formuliert da mit "täglichen" Arbeitszeiten eine fortdauernde, gleichbleibende Wiederholung gemeint ist:
Früher war eine Arbeitswoche von Montag bis Freitag, bzw. Samstag Standard.
Heute gilt dies nicht mehr in jedem Fall.

Wegen der langjähriger Rückenprobleme arbeite ich seit mehreren Jahren bereits in Teilzeit, d.h. nicht mehr regelmäßig täglich die übliche 5 Tage Woche sondern meist nur 2, 3 Tage am Stück 8 Stunden lang.

Erfülle ich die Vorgaben welche die Rentenversicherung für eine Teil-EM vorgibt?
Im Bescheid ist keine zeitliche Arbeitszeitbegrenzung genannt.

Vielen Dank
Karl

von
Katinka1971

Nein. Die Höchstarbeitszeit sind 6 Stunden am Tag. Wer mehr arbeitet ist nicht mehr teilweise erwerbsgemindert.

Jemand der volle Erwerbsminderung bezieht, kann nur noch unter 3 Stunden arbeiten. Bis 2:59 Stunden täglich ist dann möglich.

von
Ding Dong

Also nach meiner Info ist es gleich. Bei teilweiser EMR darf die wöchentliche Arbeitszeit zwischen 15 - unter 30 Stunden betragen und kann verteilt werden, wie es einem zuträglich ist.

Es ist eben nur darauf zu achten, dass über die Ausgleichstage die Arbeitszeit eben unterhalb der 30 Wochenstunden bleibt.

von
Berater

Zitiert von: Ding Dong
Also nach meiner Info ist es gleich. Bei teilweiser EMR darf die wöchentliche Arbeitszeit zwischen 15 - unter 30 Stunden betragen und kann verteilt werden, wie es einem zuträglich ist.

Es ist eben nur darauf zu achten, dass über die Ausgleichstage die Arbeitszeit eben unterhalb der 30 Wochenstunden bleibt.

Falsche Info! Daher sollten Sie mal hinterfragen, aus welcher Quelle Sie diese Information haben.

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0026_50/gra_sgb006_p_0043.html#doc1576684bodyText3

Siehe Punkt 2! Dort steht weder etwas von 15- unter 30 Stunden, noch etwas von Arbeitszeitverteilung nach eigenem Ermessen.

Es wäre somit besser für alle, Ihre Fake-News für sich zu behalten.

von
Jana

Wenn man 3 Tage 8 Stunden durchhält, kann man auch ganz arbeiten.

Es ist doch echt ein Witz, dass man wegen Skoliose in Erwerbsminderungsrente geht, aber dann 8 Stunden am Stück arbeiten kann.

von
Karl (Hatte die Anfrage gestellt)

Vielen Dank für euren Beitrag, bin jetzt etwas verwirrt :

link der RV für genannte Definition auf welche sich Frage bezog (... bis unter 6 Stunden täglich....) war auf seite 5, siehe

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf?__blob=publicationFile&v=10

von
Iui

Wieso sind Sie da verwirrt? Diese Definition steht auch in Ihrem Bescheid.

3 h bis unter 6 h. So war es schon immer. 6h sind theoretisch zu viel um noch Teil EM zu sein.

Experten-Antwort

Hallo Karl,

teilweise Erwerbsminderung besteht grundsätzlich, wenn Ihre Leistungskraft auf weniger als sechs Stunden täglich gesunken ist, Sie aber noch mindestens drei Stunden täglich arbeiten können.

von
Karl

Danke für die Experten Antwort, leider trifft auch diese nicht den Hintergrund meiner Frage:
Diese Bezog sich auf die Vorgabe der TÄGLICHEN Stundenanzahl welche einzuhalten sind, welche REGELMÄßIG meint.
* Ist es unerheblich ob an 3 oder 7 Tagen der Woche gearbeitet wird (solange die Hinzuverdienst Grenze nicht überschritten wird)?

von
Siehe hier

Zitiert von: Karl
Danke für die Experten Antwort, leider trifft auch diese nicht den Hintergrund meiner Frage:
Diese Bezog sich auf die Vorgabe der TÄGLICHEN Stundenanzahl welche einzuhalten sind, welche REGELMÄßIG meint.
* Ist es unerheblich ob an 3 oder 7 Tagen der Woche gearbeitet wird (solange die Hinzuverdienst Grenze nicht überschritten wird)?

Es ist die tägliche Stundenzahl gemeint, die nicht überschritten werden darf.

Ganz genau und detailliert können Sie es hier nachlesen:
https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0026_50/gra_sgb006_p_0043.html

von
Max4.0

Warum verlinken Sie das denn nochmal? Ist längst geschehen und die Frage sowieso zigfach beantwortet.

Experten-Antwort

Evtl. wird Ihr Rentenversicherungsträger prüfen, ob eine Änderung des Leistungsvermögens eingetreten ist. Es gibt aber auch grundsätzlich die Möglichkeit, auf Kosten der Gesundheit zu arbeiten.

von
Valzuun

Regelmäßig meint eine übliche Arbeitswoche, also -auch heute noch- fünf Tage.

Können Sie nicht mehr an fünf Tagen sechs Stunden arbeiten sind Sie teilweise, erwerbsgemindert. Auch wenn Sie nich an drei Tagen acht Stunden arbeiten können.

Das sind aber keine Vorgaben die Sie einhalten müssen - sondern die vorhandene Leistungsfähigkeit wird im Rahmen des Rentenantrages medizinisch geprüft und festgestellt. Wieviel Sie tatsächlich arbeiten ist also nur ein Indiz für (oder gegen) das vorliegen einer teilweisen Erwerbsminderung, aber nicht das entscheidenen Kriterium.