Aufforderung zum Rehaantrag - Rechte während und nach der Reha

von
R.

Liebes Forum,

ich bin durch die KK zum Rehaantrag gezwungen worden.

Dadurch ist mein Dispositionsrecht eingeschränkt. Was darf ich dann noch? Darf ich noch selbst entscheiden, ob ich die Reha verlängere oder nicht?
Darf man sich bei Problemen mit der Reha und hygienischen Zuständen beschweren und bei wem? Darf man sich gegen fehlerhafte Entlassungsberichte wehren? Oder muss ich erst immer die KK kontaktieren?

Viele Grüße

R.

von
KSC

Sie müssen zunächst nur den Antrag stellen und sofern die Reha bewilligt wird hingehen.

von
KfK

Zitiert von: R.

ich bin durch die KK zum Rehaantrag gezwungen worden.

Dadurch ist mein Dispositionsrecht eingeschränkt. Was darf ich dann noch? Darf ich noch selbst entscheiden, ob ich die Reha verlängere oder nicht?

Zuerst, die KK zwingt niemanden zu einem Antrag. Sie hätten der Aufforderung auch nicht nachkommen brauchen, mit den dazugehörigen Konsequenzen.
Ansonsten dürfen Sie alles, was Sie auch ohne Dispositionsrecht bei der KK dürften. Nur bei manchen eben nur mit Zustimmung der KK

Zitiert von: R.

Darf man sich bei Problemen mit der Reha und hygienischen Zuständen beschweren und bei wem?

Bei dem der dafür zuständig ist und das dürfte in erster Linie die Klinik sein

Zitiert von: R.

Darf man sich gegen fehlerhafte Entlassungsberichte wehren? Oder muss ich erst immer die KK kontaktieren?

Sie dürfen jederzeit - bei einem "fehlerhaften" Entlassungsbericht - Ihre Sicht der Dinge darlegen und sollten das in so einem Fall natürlich auch

von
Kleeblatt

Es gibt eine Beschwerdestelle bei der Rentenversicherung.
Hatte selbst so ein Problem , unmögliche Zustände in der Rehaklinik und dazu noch ein sehr fehlerhafter Rehabrief.
Habe auf anraten des Sachbearbeiter,
alles schriftlich aufgeführt.
Der Rehabrief wurde sogar leicht korrigiert.
Aber unterm Strich, sitzt man am kürzeren Hebel.In der besagten Reha Klinik hat sich nichts geändert, wie ich aus den Bewertungen entnehmen kann.
Man hat mir damals gesagt, ich hätte mich direkt aus der Reha melden sollen.
Viel Erfolg!

von
Katinka1971

Erstmak beantragen. Genehmigung und freier Termin dauern.

Wenn sie nicht in Reha wollen, dann einfach nicht stellen und Krankengeldentzug akzeptieren.

Wenn Sie fahren und es ist nicht ok dort, dann beschweren. Erst dort und wenn es nichts nutzt beim Träger und bei der Rentenkasse.

Ist der Bericht fehlerhaft, dann dort reklamieren und Kopie an die Rentenkasse. Auch wenn die Rehaklinik sich weigert was zu ändern, hat die Rentenversicherung auch Kenntnis.

Experten-Antwort

Hallo R.,
Ihr Dispositionsrecht ist durch die Krankenkasse dahingehend eingeschränkt, dass Sie unter Umständen den Anspruch auf Krankengeldzahlung verlieren, wenn Sie die Reha nicht beantragen, die Durchführung verweigern, die Reha aus persönlichen Gründen vorzeitig beenden oder den möglichen Rehaerfolg durch mangelnde Mitwirkung verhindern. Auch, wenn Sie mit der zugewiesenen Klinik nicht einverstanden sind oder Ihnen der Termin nicht passt, benötigen Sie die Zustimmung der Krankenkasse, da sich durch die Änderungen vermutlich der Rehabeginn verzögert.
Ansonsten haben Sie natürlich immer noch die freie Entscheidung und können sich gegen Mißstände beschweren und auch eine ärztlicherseits vorgeschlagene Verlängerung können Sie natürlich annehmen. Sollte der Entlassungsbericht fehlerhaft sein, können Sie natürlich auch dagegen vorgehen. Beides tatsächlich am besten zunächst sofort vor Ort.

von
Gartenfee

Hallo,

und trotz eingeschränktem Dispositionsrecht war es mir möglich, die Klinik selbst auszuwählen (Formulare und Aufklärung dazu sind auf den meisten Klinikseiten vorhanden).

Schönen Abend wünscht die Gartenfee