Aufrechterhaltung EMR-Anspruch

von
Gaby-W

Ich möchte nach über 35 Jahren Berufstätigkeit aus dem Berufsleben aussteigen, möchte aber meinen Anspruch auf eine evtl. Erwerbsminderungsrente aufrecherhalten. Leider habe ich bisher nicht verstanden, ob und wie das möglich ist.

Es gibt Quellen, die behaupten, die weitere freiwillige Zahlung von Rentenbeiträgen würde dies bewirken.
Andere Aussagen deuten darauf hin, dass in den letzten 5 Jahren vor dem Eintritt einer Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt worden sein müssen. "Pflicht"-Beiträge? Also keine freiwilligen?

Auch findet man Stellen, die auf einem lückenlosen Versicherungsverlauf beharren. Was hat es damit auf sich? Und habe ich damit evtl. meinen Anspruch schon verloren, da ich während einer 3-monatigen Sperre der Agentur in 2016 keine Beiträge habe?

Ich hoffe, dass mir hier jemand weiter helfen kann.

LG Gaby

von
KSC

Mit freiwilligen Beiträgen geht das nur, wenn Sie bis 31.12.1983 bereits 60 Beitrgsmonate hatten und seit 01.01.84 lückenlos versichert waren (geht auf eine Gesetzesänderung zum 01.01.1984 zurück).

Das dürfte Sie aber nicht betreffen, wer seit 35 Jahren versichert ist, also seit 1982 kann Ende 1983 kaum 60 Beitragsmonate gehabt haben.

So gesehen geht die Aufrechterhaltung nur mit Pflichtbeiträgen (z.B. aus minijob)und nicht mit freiwilligen Beiträgen

von
KSC

PS: die 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren haben Sie trotz 3 monatiger Sperrzeit locker erfüllt, solange Lücken nicht mehr als 24 Monate in 5 Jahren sind.

von
Herz1952

Kleine Ergänzung zum Beitrag von KSC zu Minijobs.

Gemeint sind die normalen Minijobs mit zusätzlichen Beiträgen des Versicherten. Also, keine Befreiung beantragen.

von
Gaby-W

Zitiert von: KSC
Mit freiwilligen Beiträgen geht das nur, wenn Sie bis 31.12.1983 bereits 60 Beitrgsmonate hatten und seit 01.01.84 lückenlos versichert waren (geht auf eine Gesetzesänderung zum 01.01.1984 zurück).

Das müsste ich dann im Detail noch einmal prüfen, aber wahrscheinlich erfülle ich beide Voraussetzungen nicht. Wenn es so ist, heisst das im Klartext: Ich habe mit freiwilligen Einzahlungen keine Chance, den Anspruch auf eine EMR aufrecht zu erhalten?

Zitiert von: KSC
PS: die 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren haben Sie trotz 3 monatiger Sperrzeit locker erfüllt, solange Lücken nicht mehr als 24 Monate in 5 Jahren sind.
geht mir ja nicht darum. JETZT eine EMR zu beantragen, sondern den Anspruch für die Zukunft aufrecht zu erhalten. Und spätestens zwei Jahre nach meinem Berufsende sind die Ansprüche dann wohl verfallen. Ohne jede Chance, sie durch freiwillige Zahlungen zu erhalten.
Außer eben mit weitere Arbeit - was ich aber nicht will.

Habe ich das alles richtig verstanden?

LG, Gaby

von
KSC

Ja das haben Sie wohl richtig verstanden.

von Experte/in Experten-Antwort

Ihre Frage wurde aus meiner Sicht bereits umfassend beantwortet. Ihre abschließenden Rückschlüsse sind korrekt.

von
Gaby-W

Zitiert von: KSC
Mit freiwilligen Beiträgen geht das nur, wenn Sie bis 31.12.1983 bereits 60 Beitrgsmonate hatten und seit 01.01.84 lückenlos versichert waren (geht auf eine Gesetzesänderung zum 01.01.1984 zurück).

Eine Nachfrage habe ich dazu noch: Kann man das irgendwo offiziell nachlesen, also in einem Gesetz o.ä. ?

LG, Gaby

von
Fastrentner

Zitiert von: Gaby-W
Zitiert von: KSC
Mit freiwilligen Beiträgen geht das nur, wenn Sie bis 31.12.1983 bereits 60 Beitrgsmonate hatten und seit 01.01.84 lückenlos versichert waren (geht auf eine Gesetzesänderung zum 01.01.1984 zurück).

Eine Nachfrage habe ich dazu noch: Kann man das irgendwo offiziell nachlesen, also in einem Gesetz o.ä. ?

LG, Gaby

Ja im § 241 Abs. 2 SGB VI.

von
Fastrentner

Zitiert von: Gaby-W
Zitiert von: KSC
Mit freiwilligen Beiträgen geht das nur, wenn Sie bis 31.12.1983 bereits 60 Beitrgsmonate hatten und seit 01.01.84 lückenlos versichert waren (geht auf eine Gesetzesänderung zum 01.01.1984 zurück).

Eine Nachfrage habe ich dazu noch: Kann man das irgendwo offiziell nachlesen, also in einem Gesetz o.ä. ?

LG, Gaby

Ja im § 241 Abs. 2 SGB VI.