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Aus Reha arbeitsunfähig entlassen - wie geht es weiter

von
bin ratlios

Die Krankenkasse hatte mich nach langer Arbeitsunfähigkeit zu einem Rehaantrag aufgefordert mit dem Hinweis, dass dieser bei Nichterfolg in einen Rentenantrag umgedeutet wird.

Aus der Reha bin ich vor 2 Wochen als krank entlassen worden mit ungünstiger Prognose wegen chronischem Verlauf und Alter (aber dennoch mit der Einschätzung mehr als 6 Stunden arbeitsfähig zu sei). Bin jetzt auch weiterhin bis auf weiteres krank geschrieben.

Ich bin ratlos wie es jetzt für mich weitergeht. Weder die DRV noch die Krankenkasse haben sich bis jetzt bei mir gemeldet. Wird mein Antrag jetzt in einen Rentenantrag umgedeutet oder nicht? Ich bin völlig ratlos, wie es mit mir jetzt weiter geht.

von
???

Sie müssen nicht darauf warten, was die "Ämter" jetzt über sie bestimmen. Sie dürfen und sollten eigene Vorstellungen entwickeln, wie Sie sich Ihr zukünftiges Leben vorstellen.

Erst einmal sollten Sie sich darüber klar werden, ob Sie wieder in absehbarer Zeit (bis zum Ende Ihres Krankengeldanspruchs) in Ihrem bisherigen Beruf arbeiten können. Da kann Ihnen auch Ihr Arzt weiterhelfen. Falls die Antwort ja lautet, halten Sie Kontakt zu Ihrem Arbeitgeber und verkünden Sie allen Behörden, dass Sie nach angemessener Rekonvaleszenz wieder an Ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren.
Falls Sie sich nicht vorstellen können, Ihre alte Arbeit wieder aufzunehmen, können Sie eine Erwerbsminderungsrente (Sie sind der Meinung, dass Sie gar nicht mehr arbeiten können) oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Sie können schon noch arbeiten, nur der letzte Job geht nicht mehr) beantragen.

von
KSC

Wenn Sie für über 6 Stunden arbeitsfähig entlassen wurden, gibt es zumindest für die DRV keinen Grund den Rehaantrag in einen Rentenantrag umzudeuten.

Wieso auch? Wer in Vollzeit - das heißt über 6 Stunden - arbeiten kann ist nicht erwerbsgemindert.

Freilich können Sie das anders sehen und von sich aus die Rente beantragen, auf eine Umdeutung durch die DRV brauchen Sie nicht warten.

von
bin ratlos

Zitiert von: KSC

Wenn Sie für über 6 Stunden arbeitsfähig entlassen wurden, gibt es zumindest für die DRV keinen Grund den Rehaantrag in einen Rentenantrag umzudeuten.

Das ist eines der Probleme. Ich hatte große Schwierigkeiten, die Maßnahmen in der Reha überhaupt durchzuhalten und bin von vielen freigestellt worde, da ich sie nicht geschafft hatte und auch im Entlassungsbericht auch von diesen Problemen während der Reha die Rede ist.

Wie es zu diesen '6 Stunden arbeitsfähig' kommt, ist mir völlig schleierhaft und entspricht nicht meinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, wieder in meinem Beruf zu arbeiten, weiß allerdings nicht, was ich jetzt tun kann oder muss, da ja von 'arbeitsfähig' bzw. krank mit 'ungünstiger Prognose' im Entlassungsbericht die Rede ist.

von
Inka

Hallo

Ich würde an ihrer Stelle direkt einen Antrag auf EMRente stellen. Sonst bekommen Sie irgendwann Stress mit der Krankenkasse und ohne Antragstellung haben Sie keinen Anspruch auf die Nahtlosigkeitsregelung für die Zeit nach der Aussteuerung.
Die DRV lässt Sie dann wahrscheinlich sozialmedizinisch begutachten.
Da wird geprüft, ob eine weitere Reha erfolgversprechend ist. Grundsätzlich heißt es "Reha vor Rente".
Sollten Sie dann mit dem Bescheid nicht einverstanden sein, legen Sie Widerspruch ein.
Tätig werden müssen Sie auf jeden Fall. Der Rentenbescheid kommt nicht einfach so, zumal Sie ja als Prognose mehr als 6h arbeitsfähig sind, wenn auch nicht sofort.

MfG
Inka

von
Hans Huber

Zitiert von: bin ratlos

Zitiert von: KSC

Wenn Sie für über 6 Stunden arbeitsfähig entlassen wurden, gibt es zumindest für die DRV keinen Grund den Rehaantrag in einen Rentenantrag umzudeuten.

Das ist eines der Probleme. Ich hatte große Schwierigkeiten, die Maßnahmen in der Reha überhaupt durchzuhalten und bin von vielen freigestellt worde, da ich sie nicht geschafft hatte und auch im Entlassungsbericht auch von diesen Problemen während der Reha die Rede ist.

Wie es zu diesen '6 Stunden arbeitsfähig' kommt, ist mir völlig schleierhaft und entspricht nicht meinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, wieder in meinem Beruf zu arbeiten, weiß allerdings nicht, was ich jetzt tun kann oder muss, da ja von 'arbeitsfähig' bzw. krank mit 'ungünstiger Prognose' im Entlassungsbericht die Rede ist.

Das stand bei mir auch im Abschuss Bericht obwohl ich in der Reha Einrichtung der schwächste Patient war und man mich schon am ersten Tag eigentlich wieder heimschicken wollte.
Erst nach Rücksprache mit dem Krankenhaus die der Reha mitteilten man kann mit mir auch nichts machen absolvierte ich meine 5 Wochen.
Also keine Angst und stellen Sie Ihren EM Antrag erwürge bei mir ohne Gutachter stattgegeben und schon einmal verlängert ebenfalls wieder ohne Gutachter.

Experten-Antwort

Guten Morgen ratilos,
sofern Sie eine Berentung wünschen, sollten Sie die Antragsinitiative ergreifen und auch schildern, dass Sie mit der Leistungsbeurteilung aus dem Entlassungsbericht nicht einverstanden sind.
Freundliche Grüße

Experten-Antwort

Guten Morgen ratilos,
sofern Sie eine Berentung wünschen, sollten Sie die Antragsinitiative ergreifen und auch schildern, dass Sie mit der Leistungsbeurteilung aus dem Entlassungsbericht nicht einverstanden sind.
Freundliche Grüße

von
Hilflos

Hallo,
jetzt bin ich noch verunsicherter. Ich werde aus der Reha arbeitsunfähig entlassen, jedoch mit 6h und mehr Leistungsfähigkeit. Jetzt wurde mir in der Sozialberatung gesagt, ich solle mich weiter krank schreiben lassen bis ich ausgesteuert werde. Dann greift vom Arbeitsamt die Nahtlosigkeit (bevor ich krank wurde, war ich schon arbeit suchend gemeldet). Und ich solle abwarten bis mich das Arbeitsamt auffordert einen Rentenantrag zu stellen. Also ich soll den Rentenantrag nicht im Anschluss an die Reha auf Eigeninitiative stellen. Das verstehe ich nicht. Warum bekomme ich in der Reha von der Sozialberatung diese Info und hier lese ich das Gegenteil!?Kann mir jemand helfen?

von
Philipp

Hallo. Mir geht es ähnlich. Bin Ausgesteuert und bereits in Nahtlosigkeit. Amtsarzt schreibt mich unter 3 Std. arbeitsfähig. Antrag auf Teilhabe/Rente wurde gestellt. Rentenversicherung schickt mich zu REHA. Ist so weit ok. Nehme alles an um gesund zu werden. Nach 4 Wochen: Entlassung als Arbeitsunfähig. Formular G0850 auch mit unter 2h arbeitsfähig von Arzt abgestempelt und an Krankenkasse gesendet. Im Abschlussbericht größer 6 Std. ??? Kann mir keiner erklären. Wieder in Nahtlosigkeit gemeldet und Krankmeldung. Bescheid ALG1 bis 01/2020. Gehe wieder zur Physio und Rehasport. Bin Ratlos. Wie geht es weiter?

von
Philipp

Zitiert von: Philipp
Hallo. Mir geht es ähnlich. Bin Ausgesteuert und bereits in Nahtlosigkeit. Amtsarzt schreibt mich unter 3 Std. arbeitsfähig. Antrag auf Teilhabe/Rente wurde gestellt. Rentenversicherung schickt mich zu REHA. Ist so weit ok. Nehme alles an um gesund zu werden. Nach 4 Wochen: Entlassung als Arbeitsunfähig. Formular G0850 auch mit unter 2h arbeitsfähig von Arzt abgestempelt und an Krankenkasse gesendet. Im Abschlussbericht größer 6 Std. ??? Kann mir keiner erklären. Wieder in Nahtlosigkeit gemeldet und Krankmeldung. Bescheid ALG1 bis 01/2020. Gehe wieder zur Physio und Rehasport. Bin Ratlos. Wie geht es weiter?

Das Formular ist G0833 und nicht G0850

von
artep1964

Das würde mich auch interessieren.Sind hier keine Fachleute?

von
Flo59

mich interessiert diese Problematik auch. War zur Reha, bin arbeitsunfähig entlassen und doch soll ich für 6 und mehr Stunden leistungsfähig sein. Nach 5 Monaten soll ich nochmals begutachtet werden. Rente habe ich schon im November 2017 gestellt; immer noch keinen Bescheid und die KK möchte mich gern loswerden. Ich fühle mich weder gesund noch leistungsfähiger nach der Reha und ich habe keine Ahnung wie es weiter geht.

von
Isabelle

Nach Reha arbeitsunfähig entlassen wie geht es weiter?

von
Tüffi

Ich habe seit 2009 die halbe Erwerbsminderungsrente und bin auch zu 50% Schwerbehindert. Jetzt bin ich aus einer vierwöchigen Rehabilitation zurückgekehrt und davor war ich schon sehr lange krank um genau zu sein ein Jahr. Die Krankenkasse hat mir mitgeteilt dass der Antrag auf die Rehabilitation auch einen Antrag auf die volle Rente ist und gegebenenfalls zu diesem Zeitpunkt zurück datiert wird. Ich bin arbeitsunfähig entlassen worden und dieses Schreiben ist auch an das Rentenamt gegangen. Die Empfehlung von der Rehaklinik ist die volle Erwerbsminderungsrente für mich. Man hat mir in der Klinik gesagt dass ich mich jetzt um nichts weiteres kümmern muss sondern dass ich einfach abwarten bis sich das Rentenamt bei mir meldet. Ich habe auch klar und deutlich in der Klinik angegeben dass ich in die volle Erwerbsminderungsrente möchte und nicht mehr in der Lage bin so viel zu arbeiten. Jetzt wo ich das alles hier so lese bin ich doch etwas verunsichert ob ich denn nicht doch noch einen Antrag stellen soll? Und wie lange wird es wohl dauern bis ich etwas vom Rentenamt höre?