ausbleibende Rentenauskunft und Fragen zur voller EMR nach teilweiser EMR (vorher BU)

von
regentonne

Guten Tag,
ich bitte um eine DRV-Experten-Antwort.
Sachlage bei mir (Jahrgang 1962):
- ab 1996 Berufsunfähigkeitsrente,
- 1996 – 2006 noch im Rahmen der Hinzuverdienstgrenzen beitragspflichtige Einkünfte (als privater Musikpädagoge über Künstlersozialkasse)
- vor wenigen Jahren wurde die BU-Rente umgewandelt in eine teilweisen Erwerbsminderungsrente (mit Übernahme der 1996 errechneten Entgeltpunkte und Beibehaltung des BU-Rentenartfaktors 0,6667),
- Hinzuverdienste (inzwischen als selbständige Reinigungskraft) immer unter den Hinzuverdienstgrenzen,
- Sommer 2021 Krebsdiagnose und auf ärztliche Weisung drastische Reduzierung der Jobs auf aktuell ca. 1 – 2 Stunden die Woche, mit einer Stundenerhöhung ist künftig kaum oder nur im sehr geringen Rahmen zu rechnen (weit unter 3 Stunden täglich),
- aktuell zehre ich neben meiner teilweisen EMR (netto knapp über 400 Euro) von meinen Ersparnissen, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
….
Vor Beantragung einer vollen EMR wollte ich mich erst einmal über die dann zu erwartenden Rentenzahlungen informieren und habe Ende Juli eine ausführliche Rentenauskunft beantragt.
Diese habe ich bislang (Anfang November) nicht erhalten, trotz erneuter schriftlichen Nachfrage.
1. Frage: wie kann ich ermitteln, was bei voller EMR an Rente auf mich zukommt und ändern sich diese Beträge bei späterer Umwandlung in eine Altersrente?
….
Ich habe versucht, die nach Antrag auf volle EMR zu erwartenden Rentenzahlung eigenständig zu ermitteln, bin aber mit der Materie etwas überfordert:
- ändern sich die 1996 berechneten Entgeltpunkte?
- Zum Beispiel aufgrund der 1996 – 2006 geleisteten (aber nicht übermäßig hohen) Pflichtbeiträge über die KSK ?
- Oder aufgrund der seit 2019 gültigen erhöhten Zurechnungszeit bei EMR?
- Wird bei Vorliegen einer teilweisen EMR ein Antrag auf volle EMR wie eine Neu-Rente berechnet und die neuen erhöhten Zurechnungszeiten entsprechend berücksichtigt, oder wird die alte Berechnung der Zurechnungszeiten übernommen ?
und
- kann es passieren, dass in einigen Jahren beim Übergang von voller EMR auf spätere Altersrente die Rentenhöhe sinkt ?
….
Ist es sinnvoll, bereits jetzt den Antrag auf volle EMR zu stellen, ohne die Zahlen zu kennen, die bei der vermutlich reibungslosen Bewilligung zu erwarten sind ?
Schöne Grüße

von
Siehe hier

Hallo regentonne,

als aller erstes sollten Sie einen Antrag auf Neufeststellung/Erhöhung der Erwerbsminderungsrente beantragen.
Was dabei heraus kommt, ist zwar nicht so einfach zu beantworten, aber da die Bearbeitung eine gewisse Zeit beansprucht, sollten Sie das schon mal 'auf den Weg bringen'.

Dass Sie keine Rentenauskunft erhalten haben, liegt wohl daran, dass Sie bereits eine Rente beziehen, dann werden die Rentenauskünfte nicht versendet, weil es einer komplizierteren Berechnung bedürfte, die gesondert beantragt werden müsste.

Zunächst einmal können Sie davon ausgehen, dass eine volle EM-Rente wohl in etwas doppelt so hoch sein würde wie die bisherige halbe.

Alle anderen Fragen können so nicht beantwortet werden, weil es dann darauf ankommt, ob überhaupt und zu welchem Zeitpunkt der Eintritt der vollen Erwerbsminderungsente festgestellt wird. Das entscheiden die sozialmedizinischen Gutachter der DRV nach Antragsstellung und anhand der dazu gefügten/nachzureichenden ärztlichen Befunde. Hier etwas zu prognostizieren ist nicht möglich.

Also sollten Sie den Antrag stellen und abwarten, was dabei heraus kommt. Und anstatt sich weiter um eine 'Zukunftsberechnung' zu bemühen, sollten Sie besser die Zeit nutzen, sich zu erkundigen, welche anderen Stellen aktuell noch zahlen müssten/könnten/würden. Z.B. die Krankenkasse? Die Agentur für Arbeit? Das Jobcenter? Wohngeld beantragen etc... Sind zwar alles Dinge, auf die die Rentenversicherung keinen Einfluss hat, aber das hilft Ihnen 'aktuell' eher weiter als zu wissen, wie hoch eine spätere Altersrente sein würde.
Sie können sich an Ihrem Wohnort auch an eine Beratungsstelle wie 'Caritas' oder 'Awo' wenden, um sich bei Antragstellungen auf z.B. Wohngeld helfen zu lassen und sollten sich auch nicht scheuen, dies zu tun.

Den Antrag für die EM-Rente können Sie online stellen (mit dem verkürzten Antragsformular, das Sie hier finden):

https://www.eservice-drv.de/eantrag/hilfeinhalt.seam

oder auch telefonisch von einer Beratungsstelle der zuständigen DRV aufnehmen lassen.

Viel Erfolg und alles Gute!

von
regentonne

Hallo ´Siehe hier´,

die ausführlichen Standard-Antworten sind zwar nett gemeint, treffen aber auf meinen geschilderten Fall nicht zu.
"Zunächst einmal können Sie davon ausgehen, dass eine volle EM-Rente wohl in etwas doppelt so hoch sein würde wie die bisherige halbe."
--> Nein, kann und sollte ich nicht, denn wie ich ja schrieb ist mein bestehender Rentenartfaktor 0,667 und nicht "Halb" = 0,5 aufgrund der BU-Renten-Vergangenheit (Bestandsschutz).
Zudem wird es einen Abschlag geben von 10,8%, den ich vorher nicht hatte, da meine teilweise EMR auf der alten BU-Rente basiert. Wie ich ja schrieb.
Dazu kommen die von mir gestellten Fragen in Bezug auf ´bisherige oder neu berechnete Zurechnungszeiten´ und die ggf. Auswirkungen der zwischenzeitlich geleisteten Pflichtbeiträge.
Das von Ihnen erwähnte "etwa doppelt so hoch" würde eine Steigerung von 100 % entsprechen. Bei gleichbleibenden Entgeltpunkten komme ich in meinen bisherigen Berechnung bestenfalls auf eine Steigerung von 50 % eben wegen dem erwähnten Rentenartfaktor und dem erwähnten Abschlag (über den verminderten Zugangsfaktor).
Auch wurde von mir erwähnt, dass ich die letzten Jahre als Selbständiger (im Rahmen der Hinzuverdienstgrenzen) gearbeitet habe. Damit sind Leistungen wie Krankengeld oder Job-Center ausgeschlossen.
Auch ohne den konkreten Zeitpunkt des Eintritts in die volle Erwerbsminderungsrente werden DRV-Experten sicherlich meine Fragen beantworten können,
"- ändern sich die 1996 berechneten Entgeltpunkte?
- Zum Beispiel aufgrund der 1996 – 2006 geleisteten (aber nicht übermäßig hohen) Pflichtbeiträge über die KSK ?
- Oder aufgrund der seit 2019 gültigen erhöhten Zurechnungszeit bei EMR?
- Wird bei Vorliegen einer teilweisen EMR ein Antrag auf volle EMR wie eine Neu-Rente berechnet und die neuen erhöhten Zurechnungszeiten entsprechend berücksichtigt, oder wird die alte Berechnung der Zurechnungszeiten übernommen ?"
Hier frage ich ja nicht nach konkreten Zahlen, sondern danach, welche wesentlichen Berechnungsprinzipien, Berechnungs-Eckwerte angewendet werden, wenn basierend auf einer teilweisen EMR ein Antrag auf volle EMR gestellt wird.
Daher freue ich mich auf eine Antwort aus dem DRV-Experten-Team.
...
Dass ich bislang keine Rentenauskunft erhalten haben, liegt übrigens nicht daran, dass ich bereits eine Rente beziehe, denn die komplizierte Berechnung einer ausführlichen Rentenauskunft habe ich vor drei Monaten gesondert beantragt.
...
Bitte weitere Antworten nicht basierend auf allgemeinen Vermutungen oder anderen häufig womöglich zutreffenden Fällen. Und bitte vom DRV-Team.
Vielen Dank.

von
regentonne

ich muss mich korrigieren:
"Bei gleichbleibenden Entgeltpunkten komme ich in meinen bisherigen Berechnung bestenfalls auf eine Steigerung von 50 %"
Da war der Abschlag über Zugangsfaktor doch noch nicht berücksichtigt.
Tatsächlich handelt es sich bei gleichbleibenden Entgeltpunkten um eine Steigerung von nur 34 %.
Um so mehr hoffe ich, dass sich an den bisherigen Entgeltpunkten noch was nach oben ändern könnte...

von
Schade

konkrete Zahlen bekommen Sie im Forum nicht!

Wenn Sie davon ausgehen "sicher voll em" zu sein, sollten Sie sofort den Antrag stellen, denn höher als die bisherige Rente wird es werden.

Wenn Sie dann, wann auch immer in die Altersrente wechseln, kann die auf jeden Fall nicht geringer werden als die unmittelbar vorangegangene EM Rente.

Schönes WE

von
regentonne

Wie ich bereits schrieb:
"Hier frage ich ja nicht nach konkreten Zahlen, sondern danach, welche wesentlichen Berechnungsprinzipien, Berechnungs-Eckwerte angewendet werden, wenn basierend auf einer teilweisen EMR ein Antrag auf volle EMR gestellt wird."
...
Aber vielen Dank für die Antwort. Es scheint so oder so sinnvoll zu sein, sehr bald den Antrag zu stellen.
Ebenfalls gutes Wochenende !

von
Makro

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Glossareintraege/DE/R/rentenartfaktor.html;jsessionid=DCBE677F87629C0B20A11BAE5E4FD82D.delivery2-7-replication

@siehe hier

§308 SGB VI Umstellungsrenten ???, jedoch Abs.2 ???

von
Siehe hier

Zitiert von: Makro
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Glossareintraege/DE/R/rentenartfaktor.html;jsessionid=DCBE677F87629C0B20A11BAE5E4FD82D.delivery2-7-replication

@siehe hier

§308 SGB VI Umstellungsrenten ???, jedoch Abs.2 ???

Schon nicht schlecht :-)

Betrifft aber nur die seinerzeitige Umwandlung der BU-Rente als EM-Rente.

Gebraucht wird nun, wie wird diese Zeit als 'Anrechnungszeit' umgewandelt, wenn z.B. die volle Erwerbsminderung mit der neuen Diagnose in 2021 fällt und die geringen Einkünfte aus den anderen Beschäftigungen neben der 0,66% EM-Rente (die weiter bestandgeschützt ist) diese neu zu berechnende 'volle' EM-Rente erhöhen. Hilfreich wäre natürlich, wenn Sie dazu noch die Information bekämen, was denn 'geringer Hinzuverdienst' tatsächlich bedeutet hat. Wenn's nur ein minijob war, lohnt sich die Berechnung am Samstagabend nicht, da sollte man dann den Computer bemühen, in dem alles gespeichert ist und der steht bei der zuständigen DRV.
Denn der Fragsteller möchte ja gern wissen, wie hoch denn eine volle EM-Rente wohl wäre, auch wenn noch keiner weiß, ob die volle Erwerbsminderung nicht sogar schon - aus welchem Grund genau auch immer - bereits in 2018 vorlag.
Also einfach mal mit 2021 'rechnen'.

von
regentonne

Hallo Makro, Hallo ´Siehe da´,
vielen Dank für Hinweis auf den Link, der den Begriff Rentenartfaktor und dessen jeweiligen Zahlen für die unterschiedlichen heute noch relevanten Renten-Varianten darstellt. [Aus der Quelle hatte ich auch die 0,667 in Bezug auf Berechnung meiner BU-Rente aus den 1990ern, die ich dann heute vor meinem ersten Eintrag hier im Forum auch in meinem Rentenbescheid von 1996 genannt wiederfand. Diese Berechnung hat ja auch für die laufende teilweise EMR Bestandsschutz].
....
Das Wort "Umstellungsrente" ist mir neu. Beim "Googeln" (Suchmaschine metager.de)gibt es bei diesem Wort zwar immer Verweise auf §308, aber keine Erklärung. Bis ich dann immerhin dieses Dokument der damaligen Bundesregierung von 1974 fand [Link folgt am Ende des Absatzes], wo "Umstellungsrente" mehrfach erwähnt wird. Als Laie vermute ich, dass sich der Begriff auf Umstellungen im Rentenrecht aus den 1950er Jahren bezieht, die heute kaum noch und in meinem Fall vermutlich keine Auswirkungen hat. [Kann das DRV-Experten-Team meine Vermutung bestätigen oder bitte ggf. korrigieren und erläutern?]
Hier der Link: https://dserver.bundestag.de/btd/07/020/0702046.pdf , per Suchwortfunktion finden sich die dortigen Aussagen zur "Umstellungsrente".
....
Zum Thema Hinzuverdienst zw. 1996 - 2006:
Mein Versicherungsverlauf nennt für die Zeit sowohl "Zurechnungszeit mit Rentenbezug", als auch "Beitragszeit mit Pflichtbeiträgen", wobei für die einzelnen Jahre Jahres-Entgeltbeträge zwischen knapp 4.000 und knapp 8.000 DM genannt werden. [Hier entsteht für mich als Laie die Frage, ergänzen diese geringen Beiträge die bisherigen Zurechnungszeit-Berechnungen, oder ersetzen sie die Zurechnungzeit-Berechnungen? Entsprechend würden sich die Entgeltpunkte insgesamt erhöhen oder ggf. sogar verringern. Wie gesagt, es geht mir jetzt hier im Forum nicht um finale End-Beträge, sondern um die Tendenz, die sich aus einer womöglichen Neuberechnung ergibt. Also welche Berechnungs-Prinzipien und -Eckwerte werden wirksam bei Berechnung einer vollen EMR nach bestehender teilweiser EMR auf BU-Basis? Das werden sicherlich die DRV-Experten-Team-Leute sagen können, auch ohne die ganz exakten Zahlen zu kennen].
....
Für die Zeit ab Februar 2006 bis Ende November 2018 steht im Versicherungsverlauf "Zurechnungszeit mit Rentenbezug",
für die folgende Zeit bis 10.08.2021 steht nur "Rentenbezug".
(Zum 10.08.2021 wurde also der vorliegende Versicherungsverlauf erstellt, der erfreulich schnell zugeschickt wurde).
Hier ist die Frage, ob die Zurechnungszeit nach aktuellem Recht verlängert wird bei Antrag auf volle EMR? Ob also die volle EMR als Neu-Rente gilt weil vorher zwar Rente gezahlt wurde, aber eine andere Renten-Kategorie? Eben weil ich diese Frage als Laie nicht beantworten kann und im Internet bislang keine klare Antwort finde, frage ich hier im Forum die DRV-Experten.
....
Da ich bis zum Frühjahr 2021 auch immer mal wieder zwischen 3 und 5 Stunden am Tag arbeiten konnte ohne dass es mir schlecht ging, aber seit Auftreten der gesundheitlichen Symptome im Frühjahr 2021 (und folgender Krebs-Diagnose im Krankenhaus) die Arbeit radikal reduzieren musste, gehe ich davon aus, dass die volle Erwerbsminderung entsprechend 2021 eingetreten ist. Es ist möglich, dass auch vor 2021 bereits Krebszellen im Körper vorlagen, aber wirksam spürbar und in der Folge diagnostisch untersucht ist diese Situation erst 2021.
[Bereits 1992 hatte ich schon mal Krebs überlebt].
Umso wichtiger ist es, dass ich mich jetzt und künftig nicht überlaste und nur noch im Taschengeld-Bereich arbeiten darf.
....
Das alles nur zu Klärung entstandener Fragen. Bitte machen Sie sich keine Mühe mit Berechnungen und gucken lieber heute Abend in Ruhe "Wetten dass" ;-).
[Mache ich auch].
Ich kann warten, bis vermutlich nächste Woche das DRV-Team sich meine Fragen anguckt.
Gutes Wochenende an Alle !

von
regentonne

Entschuldigung, erneut eine Korrektur:
"...wobei für die einzelnen Jahre Jahres-Entgeltbeträge zwischen knapp 4.000 und knapp 8.000 DM genannt werden."
Hier habe ich die Umstellung von DM auf Euro übersehen:
Es waren in fast allen genannten Jahren 7.800 DM (ca. 3.900 Euro)mit zwei leichten Schlenkern um die 8.000 DM (ca. 4.000 Euro).

von
P.S.

Der geringe Hinzuverdienst wird bis zum Ende der Zurechnungszeit aller Wahrscheinlichkeit nach, keine Rolle spielen, da die Zurechnungszeit höher bewertet sein wird als der Hinzuverdienst. Die genaue Bewertung der Zurechnungszeit kann der Berechnung Ihres Rentenbescheid entnommen werden.
Letztendlich werden Sie so oder so den Bescheid abwarten müssen, denn für weitere Berechnungen muss erst mal ermittelt werden, ob und ab wann genau (Leistungsfall) Sie voll erwerbsgemindert sind. Bei Geburtsjahrgang 1962 haben Sie keinerlei Berufsschutz mehr und eine Krebsdiagnose bedeutet damit nicht, dass Sie auch voll erwerbsgemindert sind.
Daher stellen Sie besser erstmal den Antrag, bevor Sie sich über ungelegte Eier Gedanken machen.
Sollten Sie aus materiellen Gründen überlegen, ob ein Antrag überhaupt sinnvoll ist, kann es mit der vollen Erwerbsminderung nicht so weit her sein.

von
Makro

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Experten/infos_fuer_aerzte/begutachtung/leitlinien_rehabeduerftigkeit_onkologie_langfassung_pdf.html

https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2020/fk08-erwerbsminderungsrente-fatigue-krebs.php

Wie die "Vor"kommentatoren schon geschrieben hatten, stellen sie zeitnah den Antrag auf volle EMR.

Außerdem sollten sie ein Schwerbehindertenausweis beantragen. Bei malignen (bösartigen) Krebserkrankungen wird dieser in den meisten Fallen bei mindestens GdB 50% liegen. (erste einmal vorläufig ausgestellt)

https://www.pflege-durch-angehoerige.de/schwerbehindertenausweis-bei-krebs/

Gute Besserung.

von
regentonne

@ P.S.:
„Der geringe Hinzuverdienst wird bis zum Ende der Zurechnungszeit aller Wahrscheinlichkeit nach, keine Rolle spielen, da die Zurechnungszeit höher bewertet sein wird als der Hinzuverdienst.“
--> Das ist eine interessante Information für mich als Laie. Danke.
...
„Bei Geburtsjahrgang 1962...keinerlei Berufschutz...“
→ bei der aktuellen teilweisen EMR habe ich vermutlich noch Berufsschutz, da Bestandsschutz noch aus der ursprünglichen Bewilligungszeit nach damals bestehender Rechtslage in den 1990ern (BU-Rente). Ein Grund mehr für die für mich weiterhin offene Frage, ob ein Antrag auf volle EMR in meinem Fall 2021 eine Neu-Rente ist (mit völlig neuer Berechnung nach heutiger Rechtslage) oder ob da die ehemalige und zumindest bislang bestandsschützende BU-Rente und laufende teilweise EMR nach alter Rechtslage und alter Berechnung nur auf volle EMR hochgerechnet wird.
...
„eine Krebsdiagnose bedeutet ... nicht, dass Sie auch voll erwerbsgemindert sind.“
→ dazu äußern sich die Ärzte bei mir eindeutig, auch wenn ich nach Reduzierung nahezu jeglicher Erwerbstätigkeit durchaus Chancen habe, es für x Jahre zu überleben.
...
„Sollten Sie aus materiellen Gründen überlegen, ob ein Antrag überhaupt sinnvoll ist, kann es mit der vollen Erwerbsminderung nicht so weit her sein.“
→ die Aussage verstehe ich nicht. Nur in so weit, dass ich es inzwischen für einen Fehler halte, den Antrag auf volle EMR nicht bereits im Sommer gestellt zu haben. Aber ich war mit der Gesamt-Situation überfordert. Nach den Recherchen und Rückmeldungen der letzten Tage verdichtet es sich aber dahin, den Antrag in den nächsten Tagen auszufüllen.
…….
„...über ungelegte Eier Gedanken machen.“
→ ist es nicht sogar Sinn und Zweck einer von der DRV ausgestellten ausführlichen Renten-Auskunft (auf die ich seit 3 Monaten vergeblich warte), sich basierend auf ermittelte Zahlen Gedanken über die Zukunft (= „ungelegte Eier“) zu machen ?
…………..
@Makro:
vielen Dank für die Links, die gucke ich mir heute abend mal in Ruhe an.
Zum Thema Schwerbehinderten-Ausweis: in den 90er Jahren 80% GdB, danach 50% GdB, seit der Diagnose diesen Sommer bzw. Neufeststellungsverfahren im September aktuell 100%
………..
Vielen Dank für alle sachlichen Antworten. Ich bin gespannt, was die DRV-Leute zu meiner Situation schreiben.
………..
@ Ach ja:
Sie scheinen eine sehr andere Vorstellung zu haben vom Sinn eines solchen Forums, wo Sachlagen sachlich und respektvoll erörtert werden können und ein Experten-Team der DRV für fachkundige Antworten zur Verfügung steht.
Wenn Ihnen meine Antworten zu sachbezogenen Beiträgen und Rückfragen persönlich zu umfangreich oder sachlich irrelevant oder auch nur ansatzweise uninteressant erscheinen, warum lesen Sie denn dann alles und machen sich sogar die Mühe für einen Kommentar?
Nichts besseres zu tun ? ;-)

Experten-Antwort

Liebe User,

ich habe einige Einträge gelöscht und bitte, eine gewisse Netikette zu befolgen.

Danke!

Viele Grüße
Ihr Admin

von
SOH

Zitiert von: regentonne

Ich habe versucht, die nach Antrag auf volle EMR zu erwartenden Rentenzahlung eigenständig zu ermitteln, bin aber mit der Materie etwas überfordert:
- ändern sich die 1996 berechneten Entgeltpunkte?
- Zum Beispiel aufgrund der 1996 – 2006 geleisteten (aber nicht übermäßig hohen) Pflichtbeiträge über die KSK ?
- Oder aufgrund der seit 2019 gültigen erhöhten Zurechnungszeit bei EMR?
- Wird bei Vorliegen einer teilweisen EMR ein Antrag auf volle EMR wie eine Neu-Rente berechnet und die neuen erhöhten Zurechnungszeiten entsprechend berücksichtigt, oder wird die alte Berechnung der Zurechnungszeiten übernommen ?
und
- kann es passieren, dass in einigen Jahren beim Übergang von voller EMR auf spätere Altersrente die Rentenhöhe sinkt ?
….
Ist es sinnvoll, bereits jetzt den Antrag auf volle EMR zu stellen, ohne die Zahlen zu kennen, die bei der vermutlich reibungslosen Bewilligung zu erwarten sind ?
Schöne Grüße

Moin,
dass Du bisher keine Expertenantwort bekommen hast, ist für mich verständlich. Und ich Dutze jetzt absichtlich.
Im Foren ist das "Du" durchaus üblich. Die meisten sitzen ja im selben Boot.

-jetzt wieder SIE -

Warum Sie bisher keine wirklich sachdienlichen Antworten bekommen haben, mag auch an Ihrem ...tja ... etwas oberlehrerhaften Ton liegen. Man darf gutgemeinte Antworten nicht als "minderwertig" und "nutzlos" bewerten. Das waren keine Zitate sondern wie es der Antwortgebende empfunden haben mag. (Da fehlt ein Komma, na wer will??)

Aber das ist Ihr Ding.

Zur Sache:
Ich bin in etwa in der gleichen Situation.
-Rückwirkend von Ihnen selbst bzw. dem Arbeitgeber gezahlte Beträge können die Rentenpunkte ändern, na klar!
Ob das in Ihrem Fall zutrifft (Fristen), finden Sie selbst.
-Erhöhte Zurechnungszeit von halber zu voller EMR finden Sie auch selbst.
- Die Alterrente ist nicht geringer als die EMR abgesehen von auf Sie nicht zutreffenden Spezialfällen. Dummerweise behalten Sie aber auch Ihren Kürzungsfaktor. (Haben Sie sicher auch schon gefunden)

Ich glaube (kann Berge versetzen), Sie harren genau wie ICH! auf die Rentenauskunft, die schon längst da sein sollte. Ich hoffe, Sie haben Berechungsanlagen angefordert.

Und wieder wie ich: Alles steht und fällt mit der Rentenauskunft, die irgendwann (vielleicht) mal eintrudelt.

Zum Antrag: Jetzt sofort! Was kann passieren?

....beantrage EMR unter Berücksichtigung von ... bitte den Antrag ruhen zu lassen bis nachgebucht wurde ... usw .. usw"

Du bist belesener als einige hier im Forum, wozu brauchst Du es?? Ups, schon wieder Du :-)

von
regentonne

Hallo SOH,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Es trifft zu, dass ich versuche, möglichst viel durch eigene Recherche herauszufinden, was mir aber schwerer fällt, als es vielleicht auf Sie wirkt. Und da, wo ich mit offenen Fragen nicht weiterkomme, wende ich mich an das Forums-Angebot und hoffe weiterhin auf Antworten vom DRV-Experten-Team. Daher nutze ich das Forum und ich denke, dass ist auch legitim. Ich bevorzuge es, wenn hier gemäss der von der DRV erbetenen Forums-Regeln höflich und sachlich miteinander umgegangen wird. Zur Sache:
Die bisherigen Antworten von anderen Forums-Nutzern (z.B. zuletzt auch von Ihnen) haben mich dahingehend überzeugt und bestärkt, dass es sinnvoll ist, den Antrag auf volle EM-Rente jetzt bald zu stellen und die vor mehr als drei Monaten beantragte Rentenauskunft (mit Berechnungswegen beantragt) nicht mehr abzuwarten. Und ich bin bereits mühsam mit den Antrags-Formularen beschäftigt.
Weiterhin bleibt mir verständlicherweise die Frage, was letzlich an Rentenbeträgen auf mich zukommt und dabei sind mir weiterhin Eckwerte leider noch unklar um es selber halbwegs sicher auszurechnen.
Unklar ist mir weiterhin, ob der Antrag auf volle EMR von der DRV rechtlich als Antrag auf eine neue Rente behandelt wird (und somit die neuen günstigeren Zurechnungszeiten gemäß Rechtslage ab 2019 in meinem Fall gelten) oder ob der Antrag rechtlich als eine Fortsetzung der bestehenden teilweisen EMR gesehen wird, die nur von Faktor 0,667 auf Faktor 1,0 hochgerechnet wird bei Verwendung der bisherigen Zurechnungszeiten nach alter Rechtslage und dann aber mit dem 2001 eingeführten Abschlag verringert wird, den ich in meiner alten BU-Rente ja noch nicht hatte? Diese Frage bezieht sich auf Faktoren, die erheblich darauf wirken, wie niedrig oder wie hoch die volle EMR bei mir letztlich sein wird.
---------------
"....beantrage EMR unter Berücksichtigung von ... bitte den Antrag ruhen zu lassen bis nachgebucht wurde ... usw .. usw"
Entschuldigung, den Satz verstehe ich nicht. Was soll nachgebucht werden? - Ich fürchte, Sie vermuten bei mir mehr umfassende Sachkenntnisse, als tatsächlich bei mir vorhanden sind. Das Erkenntnis-Puzzle bei mir ist noch lange nicht vollständig.
Zu den anderen von Ihnen angesprochenen Punkten:
Rückwirkende Beiträge gab es keine, nur die erwähnten damals geleisteten Pflichtbeiträge über die KSK (1996 - 2006), als bereits die BU-Rente lief.
Ja, der Kürzungsfaktor (10,8%) ist mir inzwischen ein Begriff. Bislang trifft er auf meine teilweise EMR nicht zu (Bestandschutz der BU-Renten-Berechnung vor 2001). Aber ich fürchte, er wird jetzt auf mich zukommen, selbst wenn die alte ungünstigere Zurechnungszeit vor 2019 bei Berechnung der vollen EMR übernommen werden sollte. Eine Klärung dahingehend vom DRV-Experten-Team würde mich weiterhin freuen.
Kollege SOH, ich wünsche Ihnen, dass Sie mit Ihren EM-Rentenanträgen gut durchkommen !
Schöne Grüße

von
Siehe hier

Hallo regentonne,

es macht gerade den Eindruck, als 'verbeißen' Sie sich in 'Nebenkriegsschauplätze', anstatt den Antrag zu stellen und nicht noch immer weiter hinauszuzögern.

Wenn eine volle EM-Rente (nach einer teilweisen) festgestellt wird, ist dies ein neuer Leistungsfall und es wird dann neu berechnet.
Mit den dann geltenden (höheren) Zurechnungszeiten und mit den dann geltenden Abschlägen.

Wann dieser 'Leistungsfall' tatsächlich ist, kann erst nach einem Antrag festgestellt werden. Hier nur weiter zu vermuten ist nicht hilfreich.

Und die EP, die seinerzeit bereits berücksichtigt wurden für die in eine teilweise EM-Rente umgewandelte BU-Rente, sind besitzgeschützt, an denen wird also rückwirkend nicht 'herumgedoktert'.

Da Sie immer noch auf eine 'Expertenantwort' warten (wurde wahrscheinlich 'übersehen', weil der Admin sich einmischen musste), ist es vielleicht sinnvoll, noch mal einen neuen Beitrag zu erstellen.
Aber bitte 'kurz gefasst' (!!) mit den Basiseckdaten (BU seit, umgewandelt im Jahr mit Faktor, Zurechnungszeit bis 11/2018, EP lt. Versicherungsverlauf aus 2021 per Datum ..., ).
Ihre Frage ist ja 'eigentlich' nur, wie die bisherige teilweise EM-Rente mit dem 'krummen' Zugangsfaktor sich dann erhöht, falls neu berechnet wird seit 2018 oder später (je nach Leistungsfall).

Die spätere Altersrente ergibt sich dann daraus, denn wenn Sie die volle EM-Rente bewilligt bekommen und dann direkt danach in eine (vorgezogene) Altersrente wechseln, wird die auf keinen Fall niedriger als die bis zu dem Zeitpunkt gezahlte volle EM-Rente (die hat dann nämlich auch wieder Besitzschutz).
Dies können Sie dann also in der (neuen) Frage 'weglassen' und der 'DRV-Experte' muss weniger lesen/rechnen/erklären ;-)

Ein schönes Wochenende!

von
regentonne

Hallo ´Siehe hier´,

"Wenn eine volle EM-Rente (nach einer teilweisen) festgestellt wird, ist dies ein neuer Leistungsfall und es wird dann neu berechnet.
Mit den dann geltenden (höheren) Zurechnungszeiten und mit den dann geltenden Abschlägen."
Super, danke, das ist eine konkrete Antwort auf die mir wichtigste Frage aus meinem allerersten Post vom 06.11.
("Wird bei Vorliegen einer teilweisen EMR ein Antrag auf volle EMR wie eine Neu-Rente berechnet und die neuen erhöhten Zurechnungszeiten entsprechend berücksichtigt, oder wird die alte Berechnung der Zurechnungszeiten übernommen ?") - Also neuer Leistungsfall mit Neu-Berechnung entsprechend der Regeln, die zum Eintritt des Leistungsfalls (=volle EM) galten. - Es würde mich wundern, wenn der Leistungsfall-Eintritt bei mir nicht Juni 21 lauten würde, wo eine neue Krebssymptomatik festgestellt wurde und mir erstmals von den Ärzten dringend abgeraten wurde, weiterhin im bisherigen Rahmen zu arbeiten um Selbst-Gefährdung zu vermeiden und den physischen Krankheitsverlauf nicht negativ zu ´pushen´. Daher war und ist der Zeitpunkt des Leistungsfall-Eintritts für mich keine Frage.
Weiterhin ist inzwischen für mich klarer, dass die 1996 festgestellten EP also entweder durch Neu-Berechnung höher werden oder im Vergleich mit der Neu-Berechnung gleich bleiben (Bestandsschutz), aber keinenfalls sinken können. Und bei dem voraussichtlichen nahtlosen Übergang zur Altersrente (vermutlich mit 64 j 8 Monaten wegen Schwerbehinderung) bleibt die Rentenhöhe voraussichtlich bestehen.
"Verbissen" hab ich mich übrigens nicht, aber parallel zum Ausfüllen der Antragsunterlagen und der sonstigen Alltags-Lebensbewältigung immer wieder mal geduldig und sachlich auf eingegangene Antworten reagiert. Egal wie hilfreich die jeweilige eingegangene Antwort war. Meine Sorgfalt war nicht für alle Mitlesenden erträglich, ist aber auf psychischer Ebene Teil meiner gesundheitlichen Konstitution und Behinderung und die daraus resultierenden Fähigkeiten wurden bei der praktischen Verrichtung meiner bisherigen Erwerbstätigkeit immer sehr wertgeschätzt. Auch wenn ich da seit Juni 2021 leider drastisch kürzer treten muss. - Und niemand wurde hier im Forum gezwungen zu lesen und zu antworten. :-)
Perfekt wäre noch, wenn das DRV-Experten-Team noch ergänzt, falls ich in meiner hier heute anfangs formulierten Zusammenfassung in Bezug auf die rentenspezifischen Aussagen einen Denk- oder Verständnisfehler haben sollte. Vielen Dank.
Ich wünsche Ihnen ´Siehe da´ und allen anderen hier freiwillig Mit-Lesenden auch ein gutes, erholsames Wochenende !

von
regentonne

oups, tschuldigung, ich meinte ´Siehe hier´...

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