Ausgleich von Rentenabschlägen

von
Spinoza

Ich habe 2018 einen Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters gestellt und auch die erste Einzahlung vorgenommen. Müssen für die Folgejahre, in denen ich weitere Einzahlungen tätige, jeweils neue Formulare (V0210) ausgefüllt werden oder kann ich zukünftig einfach eine Überweisung (mit Änderung des Buchungstextes) vornehmen?

Experten-Antwort

Hallo Spinoza,

Sie können jedes Jahr eine weitere Überweisung tätigen, ohne neue Anträge zu stellen.

von
W°lfgang

Zitiert von: Experte/in
Hallo Spinoza,

Sie können jedes Jahr eine weitere Überweisung tätigen, ohne neue Anträge zu stellen.

Ergänzend @Spinoza:

Sofern Sie den Ausgleichsbetrag/den Abschlag voll ausgleichen wollen und den bisher gemittelt über die Jahre einzahlen wollen, können Sie diesen auch individuell jährlich um 2-3 % erhöhen, um mit den steigenden Rentenanpassungen/steigendem Abschlag zum Tag des Rentenbeginns Schrittzuhalten – oder die Schlussrate nochmal per V0210 neu nachrechnen lassen, wenn es auf den letzten Cent Ausgleich der Rentenminderung ankommen sollte. Hängt natürlich auch alles von einem 'stetigen' Einkommen bis zum Rentenbeginn ab, ob der Abschlag/die Ausgleichszahlungen bis zum Ende 'passen' ...

Frage an @Experte: werden zu hohe Ausgleichszahlungen erstattet, wenn der tatsächliche Rentenabschlag bei Rentenbeginn damit rechnerisch überschritten wird?

Gruß
w.

von
DRV

@W°lfgang)
Zuviel gezahlte Ausgleichszahlungen werden erstattet.

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_187AR4.4&a=true

von
ATZler

Ich vermisse immer die Rechnung, wie lange die Renten bezogen werden muss, damit die gezahlte Summe sich für den Rentner überhaupt amortisiert.
26.507 / 108 / 12 = 20,453
Ein Rentner vom Jahrgang 1956, welcher mit 63 in Rente gehen möchte, der muss also mindestens 20 Jahre und 5 Monate Rente beziehen, um den eingezahlten Betrag wieder zurück zu bekommen. Ob sich das lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Kurzfristig freut sich auf jeden Fall erst einmal die Rentenversicherung über die eingezahlten Beträge.
Tut mir leid, das ist meine Meinung dazu.

von
W°lfgang

Zitiert von: DRV
@W°lfgang)
Zuviel gezahlte Ausgleichszahlungen werden erstattet.

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_187AR4.4&a=true

Hallo DRV,

danke für den Hinweis/Link.

Gruß
w.

von
W°lfgang

Zitiert von: ATZler
Ich vermisse immer die Rechnung, wie lange die Renten bezogen werden muss, damit die gezahlte Summe sich für den Rentner überhaupt amortisiert.

Hallo ATZler,

grundsätzlich wird darauf sowohl hier, wie auch im Beratungsgespräch, hingewiesen, wie lange die Amortisierungsphase günstigenfalls dauern 'könnte' ...20 - 15 Jahre könnten unter den heutigen Bedingungen tatsächlich realisierbar sein - HEUTE.

Welche Prognosen morgen vielleicht sind, kann Ihnen keiner zusichern - die Versicherten entscheiden selbst, ob Sie gebunkertes Kapital in Ihren auszugleichenden Rentenabschlag stecken mit ungewisser Erlebensphase, oder die Enkel vorzeitig am Opa-Kapital laben lassen ;-)

Gruß
w.
PS: Potentiell Interessierte bei mir = Null, auch wenn die Mehrzahl die EUR auf Halde hat – da stehen andere finanzielle Interessen im Vordergrund, als son paar lausige 300 EUR Rentenabschlag mit xx.xxx Ausgleichszahlung aufzufüttern.

von
Horst

Nunja sie berücksichtigen dabei aber nur den Fall, dass das jemand komplett aus eigenen Mitteln zahlt.
Relativ häufig wird die Ausgleichzahlung vom Arbeitgeber anstatt einer Abfindung angeboten . Dies hat dann einige Vorteile (kein Ruhen beim Arbeitslosengeld , steuerlich häufig günstiger usw.)

Im übrigen bekommt man von den meisten privaten Rentenversicherungen auch nicht mehr wenn man eine Einmalzahlung dort tätigt um eine lebenslange Rente zu erhalten.

Und wenn man das Geld aufm Konto liegen lässt wird es eher weniger wert (Inflation größer als Zinsen) . Die Rente passt sich dagegen jedes Jahr an. Die 20 Jahre sind also ohne Rentenanpassungen gerechnet.