Auszahlung auf ein fremdes Konto

von
Frank Weber

Hallo,

derzeit befinde ich mich in Kur. Der behandelnde Arzt hat angekündigt, dass ich direkt anschließend mit grosser Wahrscheinlichkeit in Rente geschickt werde. Er wundert sich außerdem, dass mein Antrag im letzten Jahr abgelehnt wurde und mir u.U. dafür eine Ausgleichszahlung zusteht.

Meine Frage: bei meiner Hausbank habe ich noch ein offenes Darlehen. Ich befürchte deshalb, dass diese bei einem größeren Zahlungseingang eine Auszahlung verweigert bzw. einen Teilbetrag einbehält. Spricht etwas dagegen, die Ausgleichszahlung auf das Konto eines Angehörigen überweisen zu lassen?

von
Maier II

Das nennt man Betrug und wird ein Schuss ins Knie.
Außerdem unterschreibt ein Kontoinhaber bei der Eröffnung des Kontos, dass er das Konto auf eigene Rechnung führt. Das kann dazu führen, das dem Angehörigen das Konto gekündigt wird.

von
Friedhelm

Zitiert von: Frank Weber

Der behandelnde Arzt hat angekündigt, dass ich direkt anschließend mit grosser Wahrscheinlichkeit in Rente geschickt werde. Er wundert sich außerdem, dass mein Antrag im letzten Jahr abgelehnt wurde und mir u.U. dafür eine Ausgleichszahlung zusteht.

Der Arzt sollte sich nicht wundern, sondern ganz einfach SEINEN Job machen.
Ob jemand rentenberechtigt ist oder nicht, entscheiden ander Fachleute.
Zitiert von: Frank Weber

Meine Frage: bei meiner Hausbank habe ich noch ein offenes Darlehen. Ich befürchte deshalb, dass diese bei einem größeren Zahlungseingang eine Auszahlung verweigert bzw. einen Teilbetrag einbehält. Spricht etwas dagegen, die Ausgleichszahlung auf das Konto eines Angehörigen überweisen zu lassen?

Es bleibt Ihnen überlassen, auf welches Konto eventuell zustehende Renten überwiesen werden.
Allerdings würden anständige Leute unverzüglich ihre Schulden abtragen, anstatt nach Tricks zu suchen, wie sie ihre Gläubiger austricksen können.
Die hohe Zahl an Privatinsolvenzen ist übrigens schuld daran, dass es für ehrliche Geringverdiener immer schwieriger bis unmöglich geworden ist, Ratenkredite zu bekommen.

Deshalb habe ich für Zechpreller kein Verständnis......

von
Friedhelm

Zitiert von: Maier II

Außerdem unterschreibt ein Kontoinhaber bei der Eröffnung des Kontos, dass er das Konto auf eigene Rechnung führt. Das kann dazu führen, das dem Angehörigen das Konto gekündigt wird.

Danke für den Hinweis!;-)

von
W*lfgang

Zitiert von: Frank Weber
auf das Konto eines Angehörigen überweisen zu lassen?
Frank Weber,

Vordruck ausfüllen/bestätigen lassen:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/R0985.html

und eine etwaige Rentenzahlung sowie Nachzahlung läuft auf das Konto einer Vertrauensperson ...bis Sie es wieder ändern.

Was der Arzt mit 'Ausgleichszahlung' meinte, ist mir allerdings schleierhaft. Sofern Sie Arbeitsentgelt und/oder seit letztem Jahr andere/hörere Sozialleistungen erhalten haben, gibt es auch keine Nachzahlung. Und ob die Meinung des Arztes zutrifft, dass Sie anschließend in Rente gehen ...hat 'Gewicht', aber mit solchen Aussagen sind schon andere vor der 'Ziellinie' umgefallen ;-)

Gruß
w.

von
Konrad Schießl

Das Geld wird auf den Namen des Berechtigten angewiesen, die Bank wird deshalb mangels
Übereinstimmung der Indentität die Buchung ablehnen.
Die Bemerkung, die Bank wird das Konto auflösen sticht nicht, Hauptsache der Begünstige kommt
zu seinem Geld.

MfG.

von
W*lfgang

Zitiert von: Konrad Schießl
Das Geld wird auf den Namen des Berechtigten angewiesen, die Bank wird deshalb mangels Übereinstimmung der Indentität die Buchung ablehnen.
...ich dachte, die Überweisung geht auf den Namen des Kontoinhabers bzw. reichen allein die richtigen Bankdaten/IBAN für Gutschriften ...der (Renten)Berechtigte steht nicht mal im Verwendungszweck.

Schon komisch, dass dieser Weg einfach so seit Jahrzehnten funktioniert/praktiziere ich gelegentlich - oder hat die DRV einfach nur einen 'Spaßvordruck' dafür aufgelegt/um Sie zu 'ärgern'? ;-)

Gruß
w.

von
Taxman

Habe genug Lehrgeld für die Erkenntnis zahlen müssen, dass die Bank überhaupt nichts prüft!

von
Friedhelm

Zitiert von: Konrad Schießl

Habe genug Lehrgeld für die Erkenntnis zahlen müssen, dass die Bank überhaupt nichts prüft!

Seit Einführung der IBAN sind die Banken tatsächlich nicht mehr dazu verpflichtet Überweisungen auf Plausibilität zu überprüfen.
Deshalb sollte man besser mehrfach kontrollieren, ob man die richtigen Zahlen eingesetzt hat, BEVOR man die Überweisung abschickt.

Die Banken für seine eigene Dummheit verantwortlich zu machen, ist etwas zu einfach!

von
Bert

Seit einführung von IBAN ist es vollkommen egal was in der Zeile für den Empfänger steht.
Da kann auch "Donald Duck" stehen.
Nur noch die IBAN muß korrekt sein.

von
Friedhelm

Zitiert von: Bert

Seit einführung von IBAN ist es vollkommen egal was in der Zeile für den Empfänger steht.
Da kann auch "Donald Duck" stehen.
Nur noch die IBAN muß korrekt sein.

So ist es!

von
Konrad Schießl

So ist es eben nicht. die IBAN ist mit dem Namen verschlüsselt. Wird ein anderer Name, nicht zu IBAN
passend wird der Betrag wieder zurücküberwiesen Der Auftraggeber überweist an den Berechtigten mit der IBAN des Kontoinhabers, das geht natürlich nicht..
Vermerke unterhalb haben mit der Spalte IBAN und Kontobezeichnung nichts zu tun.

Wäre es ohne Weiteres möglich, dass IBAN und Name des Kontoinhabers unterschiedlich sind, bekäme
der Gerichtsvollzieher niemals pfändbare Beträge.

MfG.

von
Schorsch

Zitiert von: Konrad Schießl

So ist es eben nicht....

Ein Namensabgleich seitens der Empfänger-Banken findet im Regelfall trotzdem nicht statt:
http://blog.spk-schaumburg.de/2013/01/was-passiert-bei-fehlerhaften-uberweisungen/

MfG

von
Schießl Konrad

Am Freitag , 30.12.16 erst aus dem Krankenhaus entlasten, konnte ich und den 580 E-mal auch die
Antwort von "Schorsch" lesen. Haarsträubend was zum Thema alles erzählt wird.

Deshalb nochmals, es geht einfach nicht, dass ein Auftraggeber Geld für Konrad Schiessl einfach auf den Namen von "Rentenlux Wolfgang " anweist.
Passt der Name nicht zu der angegeben Kontonummer, ist die Gutschrift technisch-wegen fehlender
Identität- gerade seit IBAN nicht möglich .
Will mit dieser Aussage nach 44 Bankjahren nicht protzen, habe jedoch eine bestimme Erfahrung
in solchen Dingen angeeignet.
Ganz nebenbei, Professoren des Faches und viele Politiker erklären noch immer, bei Mütterrente
- vor 1992 Geborene- werden nunmehr 2 EP. gewährt, für nach 1992 Geborene 3 EP.
Pustekuchen , für ab 1992 Geborene sind werden 3 EP. angerechnet, es wird ja wohl in 1992
Geborene gegeben haben, immerhin, in West sind dies derzeit 30,45 Euro Brutto.

MfG.