Auszahlung-erste Rente?

von
Heidi Jost

Hallo, gehe ab 1.10. in Rente, ist es so das die erste Rente erst rückwirkend am 1.11. kommt? Wenn ja, wovon soll man einen Monat leben. Danke für Auskunft. Ist es bei der Betriebsrente auch so?

von
santander

Die Rente wird voraussichtlich am letzen Werktag des Fälligkeitsmonats auf dem Konto gebucht sein. Bei Betriebsrenten dürfte das auch der Fall sein. Gehalt wird i.d.R. auch Monatsende ausgezahlt.

von
Nahla

Wenn Sie zum 01.10. in Rente gehen, bekommen Sie ja Ende September noch Arbeitsentgelt und dann ab Ende Oktober die laufende Rentenzahlung.

von
KSC

Gegenfrage: wovon lebt ein Arbeitnehmer, der seinen Lohn erst am 30. bekommt den ganzen Monat?

Es ist nunmal seit 11 Jahren so, dass die Rente erst am Monatsende kommt - da kann man sich, sofern man sich zeitig erkundigt, darauf einstellen. Wer auf dem Konto eine Monatsrente "Reserve" hat, hat da keinerlei Probleme.

Wann die Betriebsrente kommt erfragen Sie morgen früh bei Ihrem Arbeitgeber, bzw. schauen kurz in den Vertragsunterlagen nach. Woher soll ein Mitarbeiter der DRV "Ihre Betriebsrentensatzung" kennen.

von
Nachfrager

Es hört sich für mich so an, als ob sie noch keinen Rentenbescheid vorliegen haben, denn sonst würden sie nicht nach der ersten Überweisung erkundigen.
Ich hoffe Sie haben auch daran gedacht, dass die Rente von Ihnen beantragt werden muss und nicht einfach so Ende Oktober wie magisch auf Ihrem Bankkonto erscheint.

von
Konrad Schießl

Bisher ist es doch so, der Arbeitsverdienst eines Monat muss für das nächste Monat reichen.
Als Beispiel nenne ich die Lohnauszahlung Ende April dient für den Verbrauch Mai 2016.

Folglich der letzte Lohn am 30.9. für den Verbrauch im Monat Oktober 2016 und die erste Rente
wird am 31.10.16 auf Konto gebucht.

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

Rentenleistungen werden am Ende des Monats fällig, zu dessen Beginn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind; sie werden am letzten Bankarbeitstag dieses Monats ausgezahlt (§ 118 Abs. 1 S. 1 SGB VI). Da Ihre Rente zum 01.10.2016 beginnt (und somit alle Anspruchsvoraussetzungen zum 01.Oktober vorliegen), wird sie zum 31.10.2016 fällig. Da der 31.10.2016 zugleich der letzte Bankarbeitstag im Oktober ist, wird sie auch an diesem Tag ausgezahlt.

Von Seiten der gesetzlichen Rentenversicherung besteht keine Möglichkeit, die Lücke zu schließen. Im Einzelfall können seitens der zuständigen Stellen auf Antrag Darlehensleistungen nach dem SGB XII gewährt werden, wenn „ein von den Regelbedarfen umfasster und nach den Umständen unabweisbar gebotener Bedarf auf keine andere Weise gedeckt werden kann“ (§ 37 SGB XII).

Bezüglich Ihrer Betriebsrente kann die Deutsche Rentenversicherung keine Auskunft geben.

von
monikap

Hallo,
ich habe zusätzlich in die ZVK eingezahlt und diese Rente kommt auch am Monatsende.

von
ATZler

Arbeitslohn bekommt man am Ende des Monats für die erbrachte Leistung. Erst die Leistung, und dann das Geld. So ist das richtig.
Rente bekommt man, damit man für den laufenden Monat seine Existenz sichern kann. Sie sollte demnach Anfang des Monats vorschüssig überwiesen werden. Die Umstellung auf nachschüssig war nichts anderes als die Verschiebung des Renteneintrittsalters um einen Monat.
Die letzte Rente bekommt man dann, wenn man bereits tot ist. Da braucht man dann nichts mehr zum Leben.

von
Konrad Schießl

So ganz stimmt dies nicht. Verstirbt jemand am 29. des Monats, hat ja die Rente bis zum 28.des Monats dem Lebenden noch gegolten.

In meinen 48 Arbeitsjahren erhielt ich mein Gehalt am 15. jeden Monats, gerecht, für 15. Tage ge-
leistete Arbeit und für 15 Tage noch zu leistende Arbeit.

MfG.

von
W*lfgang

Zitiert von: ATZler
Die Umstellung auf nachschüssig war nichts anderes als die Verschiebung des Renteneintrittsalters um einen Monat.
ATZler,

mag ja 'gefühlt'sein, Ursache war aber eine 'Finanzierungslücke' in der DRV - mit mW. 'außerordentlichem Bundeszuschuss' zum Erhalt der Zahlungsfähigkeit der Renten (und auf diesen Zug/Verschiebung sprangen auch andere Branchen bei Angestellten auf, die die Gehaltsauszahlung auf Monatsende verlagert haben). Gleichzeitig wurde die BBG bereits 2003 _deutlich_ angehoben (+ü12 %), um spontan zur Finanzierung der laufenden Renten mehr Geld/Beiträge in die DRV zu spülen. Letztendlich gab es noch eine vorgezogene Einzahlungsfrist für die Arbeitgeberbeiträge ...hab ich was vergessen?

Mit Verschiebung/Renteneintrittsalter hatte das damals (noch) rein gar nichts zu tun - kam erst per Entwurf in 2006 auf den Plan ...obwohl der sicher bereits lange in der Schublade gelegen hat, Demographie ist ja nicht nur von heute auf morgen ;-)

Gruß
w.

von
ATZler

Und was macht man dann bei der nächsten "Finanzierungslücke". Noch einmal um einen Monat verschieben wird unglaubwürdig. Vielleicht lässt man dann eine Rentenzahlung ausfallen, evtl. die letzte nach dem Tod, weil die ja keinen Sinn macht und nur den Erben hilft?
Dann hätten wir eine echte Verschiebung des Renteneintrittsalters um einen Monat und keiner hat es gemerkt.