Beamter / Kleingewerbe / Versicherungsfreiheit gesetzl. Rentenversicherung

von
Theblasiest112

Ich bin Beamter einer Berufsfeuerwehr, nebenbei betreibe ich ein Kleingewerbe. Mittlerweile ist es so, dass ich im Jahresschnitt bei dem Gewerbebetrieb über die monatliche Freigrenze von 450 Euro komme. Im Schnitt ca. 600 bis 700 Euro pro Monat. Besteht für mich als Beamter eine Verpflichtung in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen? Gelten die 450 Euro als Freibetrag oder muss ich zukünftig auf die kompletten 600 bis 700 Euro Rentenbeiträge zahlen?
Gibt es irgendwelche Vorteile, wenn Rentenbeiträge zahle? Ausser das mein Dienstherr zum Zeitpunkt meiner Pensionierung einen höheren Beitrag aus der gesetzlichen Rentenversicherung bekommt?
Danke für die Unterstützung.

von
Angestellter

Link gibt es am Montag bestimmt auch von offizieller Seite -
aber vielleicht wollen Sie sich am Wochenende schon mal einlesen ;-)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Fachliteratur_Kommentare_Gesetzestexte/Studientexte/Versicherungsrecht/05_vf_und_befreiung_von_vp.pdf

Gruß, Peter

von
Angestellter

Link gibt es am Montag bestimmt auch von offizieller Seite -
aber vielleicht wollen Sie sich am Wochenende schon mal einlesen ;-)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Fachliteratur_Kommentare_Gesetzestexte/Studientexte/Versicherungsrecht/05_vf_und_befreiung_von_vp.pdf

Gruß, Peter

von
Angestellter

Link gibt es am Montag bestimmt auch von offizieller Seite -
aber vielleicht wollen Sie sich am Wochenende schon mal einlesen ;-)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Fachliteratur_Kommentare_Gesetzestexte/Studientexte/Versicherungsrecht/05_vf_und_befreiung_von_vp.pdf

Gruß, Peter

von
Student

Ich glaube, da haben Sie noch ganz andere Sorgen.

In ALLEN Beamtengesetzen der Länder und des Bundes ist eine Nebentätigkeit zu verwehren (die grundsätzlich immet genehmigungspflichtig ist bei Beamten), wenn sie 1/5 der jährlichen Besoldung übersteigt. Bedeutet bei 700 € monatlich müssen Sie mindestens 3501 Euro Brutto im Monat haben, um dieser Regelung zu entgehen. Da fällt jeder mittlere Feuerwehrdienst schonmal raus.

von
Theblasiest112

Zitiert von: Student
Ich glaube, da haben Sie noch ganz andere Sorgen.

In ALLEN Beamtengesetzen der Länder und des Bundes ist eine Nebentätigkeit zu verwehren (die grundsätzlich immet genehmigungspflichtig ist bei Beamten), wenn sie 1/5 der jährlichen Besoldung übersteigt. Bedeutet bei 700 € monatlich müssen Sie mindestens 3501 Euro Brutto im Monat haben, um dieser Regelung zu entgehen. Da fällt jeder mittlere Feuerwehrdienst schonmal raus.

Da müssen Sie sich keine Sorgen machen. Meine Nebentätigkeit ist vom Dienstherrn genehmigt. Meine Bruttovergütung liegt in der höchsten Altersstufe über der Bemessungsgrenze

von
W°lfgang

Zitiert von: Theblasiest112
betreibe ich ein Kleingewerbe.

Hallo Theblasiest112,

welcher Art/Kurzbeschreibung?

Grundsätzlich ist ein selbständig Tätiger versicherungsfrei in der DRV. Allerdings gibt es auch selbständige Tätigkeiten, die dann per Gesetz versicherungspflichtig sind - wenn die Verdienstgrenze = steuerrechtlicher Gewinn von 5400 €/Jahr überschritten wird.

Gruß
w.
PS: google ich - entsprechend Ihrem Nick - nach 'blasiest', lande ich nur auf Granny-Porn-Seiten ...könnte auch (entsprechend Ihrem Alter ;-)) eine künststellerische Tätigkeit und ein Fall für die KSK sein *g

von
Anonym

Zitiert von: Theblasiest112
Ich bin Beamter einer Berufsfeuerwehr, nebenbei betreibe ich ein Kleingewerbe. Mittlerweile ist es so, dass ich im Jahresschnitt bei dem Gewerbebetrieb über die monatliche Freigrenze von 450 Euro komme. Im Schnitt ca. 600 bis 700 Euro pro Monat. Besteht für mich als Beamter eine Verpflichtung in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen? Gelten die 450 Euro als Freibetrag oder muss ich zukünftig auf die kompletten 600 bis 700 Euro Rentenbeiträge zahlen?
Gibt es irgendwelche Vorteile, wenn Rentenbeiträge zahle? Ausser das mein Dienstherr zum Zeitpunkt meiner Pensionierung einen höheren Beitrag aus der gesetzlichen Rentenversicherung bekommt?
Danke für die Unterstützung.

Es ist ganz einfach.

Ihre Versicherungsfreichheit als Beamter erstreckt sich nur auf ihre Beamtentätigkeit. Soll heißen, ihre selbständige Tätigkeit wird unabhänging von ihrer Beamtentätigketi bewertet.

Sie sind verpflichtet, ihre selbständige Tätigkeit dem Rentenversicherungsträger zu melden. Diese prüft dann, ob sie Beiträge zahlen müssen oder nicht. Es hängt nicht nur von der Tätigkeit habe, sondern auch von der Art und Umfang der Tätigkeit. Lesen Sie sich auch nicht irgendetwas zusammen aus dem Internet. In der Praxis haben wir es dann öfters, dass viele mit Tränen zu uns kommen, weil jahrelang später eine deftige Nachzahlung kommt. Ganz ehrlich, mein Mitleid hält sich in Grenzen, weil meistens die Begründung ist, "im Internet steht aber".

Also verlieren Sie keine Zeit. Diesen Fragebogen ausfüllen und an den Rentenversicherungsträger senden:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/V0023.pdf;jsessionid=A8E3EDC839F8674B2611B1E3821E1876.delivery2-1-replication?__blob=publicationFile&v=4

Experten-Antwort

Hallo Theblasiest112,

den Ausführungen von Anonym schliessen wir uns an.