Beitragsberechnung Riester Midi-Job

von
El_Toro

Hallo,

bei einem Midijob werdne die Sozialversicherungsbeiträge nicht auf das tatsächliche Bruttogehalt, sondern auf eine reduzierte Bemessungsgröße berechnet.

Nach welchem Betrag bemisst sich die Berechnung des Eigenbeitrags bei einem Riester-Vertrag. Es zählt offenbar das "Einkommen nach DEÜV". Wird hier das tatsächliche Bruttogehalt oder die reduzierte Bemessungsgröße angesetzt?

Bei der reduzierten Bemessungsgröße würde dann ja meist der Mindesteigenbeitrag von 5 EUR pro Monat ausreichen.

Experten-Antwort

Hallo EL_Toro,
die Berechnung des Mindesteigenbeitrags erfolgt anhand der beitragspflichtigen Einnahmen. In einem Midijob (Entgelt im sog. Übergangsbereich) ist somit nicht das tatsächliche (Melde-)Entgelt, sondern das reduzierte beitragspflichtige Arbeitsentgelt maßgelblich.
Ob ein Mindesteigenbeitrag von 60 EUR/Jahr für eine ungekürzte Zulagenzahlung ausreichend ist, hängt vom Einzelfall ab (4 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Kalenderjahres abzüglich der Zulage/n).

von
El_Toro

Bei mir auf der Gehaltsabrechnung ein Brutto von 460 EUR und ein "Beitragspfl. AE" von 349,22 EUR ausgewiesen.

Meine Rechnung lautet nun wie folgt:

349,22 EUR mtl. x 12 Monate = 4.190,64 EUR
(ich erhalte keine Sonderzahlungen, Weihnachtsgeld o.ä.)

4.190,64 EUR x 4 % = 167,63 EUR

Von den 167,63 EUR müsste ich nun als lediger und kinderloser 175 EUR Grundzulage abziehen, was ein negatives Ergebnis zur Folge hätte. Damit müsste eine Einzahlung von 5 EUR pro Monat auf den Riester-Vertrag ausreichen um die volle Grundzulage von 175 EUR zu bekommen.

Stimmt meien Berechnung oder hab ich hier irgendwo einen Denkfehler?

Experten-Antwort

Ja, korrekte Berechnung des Mindesteigenbeitrags.

von
El_Toro

Vielen Dank für ihre gute und schnelle Unterstützung :-)

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