Berechnung Übergangsgeld aus fiktivem Arbeitsentgeld korrekt?

von
Marcel

Liebe Experten,

da ich zu meinem Anliegen kein passendes Thema im Forum finden konnte, versuche ich hier auf diesem Wege eine Antwort auf meine Frage zur Berechnung von Übergangsgeld während einer LTA zu erhalten.

Ich bin im September 2015 schwer erkrankt und erhalte nach einer medizinischen Reha (DRV Klinik) aus 01/2017 bis 02/2017 ein Zwischen-Übergangsgeld. Seit meiner Erkrankung war ich durchgehend arbeitsunfähig geschrieben.

Der Start meiner LTA war ursprünglich für 04/2018 geplant, allerdings hat sich das ganze Thema bei der Rentenversicherung sehr in die Länge gezogen, weil trotz umfangreicher Gutachtenlage kurz vor geplanten Start DRV-intern nicht final geklärt wurde, ob der Zielberuf der LTA wirklich leidensgerecht ist.

Das bis dato erhaltene "Zwischen-Übergangsgeld" war zur finanziellen Sicherung meiner Familie bis dato ausreichend. Jetzt ist in 10/2018 meine LTA am BFW angefangen und ich habe per heute meinen Bescheid zum Übergangsgeld während der LTA erhalten. Ich musste allerdings erschrocken feststellen, dass das hier berechnete Übergangsgeld weit weniger als die Hälfte des bis dato erhaltenen "Zwischen-Übergangsgeldes" beträgt und ich damit unter Hart IV Niveau fallen würde.

Bis heute bin ich davon ausgegangen, dass auch in dem Fall, wenn der letzte Tag des Beitragsbemessungs-Zeitraumes länger als 3 Jahre zurück liegt, mein letztes Gehalt vor der Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend ist. Zumindest bin ich davon ausgegangen, dass mein Arbeitgeber befragt werden würde, welchen Lohn ich ohne meine Erkrankung erhalten würde. Bei mir wurde aber lediglich eine Einteilung in die Qualifikationsgruppen vorgenommen.

Ich bin hier über jegliche Unterstützung aus dem Experten-Forum dankbar, da mich diese Mitteilung zutiefst schockiert hat und aktuell die gesamte LTA zu gefährden scheint.

Vielen liebe Dank vorab für die Unterstützung!

Experten-Antwort

Hallo Marcel,

aus dem Sachverhalt kann nicht entnommen werden, welche Berechnungsgrundlage dem Übergangsgeld während der medizinischen Reha-Maßnahme und dem anschließendem Zwischenübergangsgeld zu Grunde liegt.
Nur bei Übergangsgeld, dem ein Arbeitsentgelt zu Grunde liegt, ist eine Kontinuität gem. § 69 SGB IX gegeben, d.h. das Übergangsgeld würde auch während der LTA Maßnahme weitergezahlt.
Zur konkreten Abklärung wenden sie sich bitte an ihren zuständigen Kostenträger.

von
Marcel

Liebe Experten,

zu oben genannten Sachverhalt kann und möchte ich ergänzen, dass die Berechnungsgrundlage meiner medizinischen Reha das letzte Arbeitsentgelt meines Arbeitsgebers war. Seit der Reha, bis zum Beginn der LTA, war ich dann durchgehend arbeitsunfähig geschrieben für den Bezug des Zwischenübergangsgeldes (auch hier war die Berechnungsgrundlage das letzte Arbeitsentgelt).

Nun, mit Start der LTA, beruft dich mein Leistungsträger auf die 3-Jahres Frist und stuft mich in eine Qualifikationsgruppe ein.

Ich würde mich sehr um ergänzende Informationen freuen. Sicherlich werde ich mich auch an meinen Leistungsträger wenden.

Vielen Dank

Marcel