Berechnung Witwenrente bei Abfindung

von
paulchen

Hallo,
ich beziehe eine Witwenrente (große). >Mit Ausscheiden aus der Firma habe ich eine Abfindung 20.000 € mit der Auszahlung des letzten Gehaltes erhalten.
Nach Steuerabzug sind ca. 60 % ausgezahlt worden.
Wird die Abfindung bei der Berechnung der Witwenrente als Einkommen angerechnet? Insbesondere kann ich mit dem Begriff Arbeitsentgeltanteil nichts anfangen. Wie berechnet sich der Anteil, der von der Witwenrente wegen Einkommen abgezogen wird.
Danke und VG
Paulchen

Experten-Antwort

Hallo Paulchen,
§ 18a SGB IV regelt, welche Einkommensarten auf die Renten wegen Todes anzurechnen sind.
https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/04_SGB_IV/pp_0001_25/p_0018a/gra_sgb004_p_0018a.html#doc1576368bodyText1

Im Bereich des Erwerbseinkommens zählt u.a. das Arbeitsentgelt dazu.
Was als Arbeitsentgelt gilt, ergibt sich grundsätzlich aus den §§ 14, 17 SGB IV in Verbindung mit der SvEV.

Die Ausführungen in den hierzu bestehenden Gemeinsamen rechtlichen Anweisungen sind auch für die Einkommensanrechnung maßgebend (siehe GRA zu § 14 SGB IV);
Beträge, die danach nicht zum Arbeitsentgelt rechnen, bleiben somit im Rahmen der Einkommensanrechnung unberücksichtigt, es sei denn, sie sind (ausnahmsweise) als dem Arbeitsentgelt vergleichbares Einkommen zu behandeln (vergleiche Abschnitt 4.3).

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/04_SGB_IV/pp_0001_25/p_0014/gra_sgb004_p_0014_a01.html

Entsprechend dieser Ausführungen gehört die Abfindung zum Arbeitsentgelt um damit zum anrechenbaren Einkommen.

von
Mitleser

Zitiert von: Experte/in
Hallo Paulchen,
§ 18a SGB IV regelt, welche Einkommensarten auf die Renten wegen Todes anzurechnen sind.
https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/04_SGB_IV/pp_0001_25/p_0018a/gra_sgb004_p_0018a.html#doc1576368bodyText1

Im Bereich des Erwerbseinkommens zählt u.a. das Arbeitsentgelt dazu.
Was als Arbeitsentgelt gilt, ergibt sich grundsätzlich aus den §§ 14, 17 SGB IV in Verbindung mit der SvEV.

Die Ausführungen in den hierzu bestehenden Gemeinsamen rechtlichen Anweisungen sind auch für die Einkommensanrechnung maßgebend (siehe GRA zu § 14 SGB IV);
Beträge, die danach nicht zum Arbeitsentgelt rechnen, bleiben somit im Rahmen der Einkommensanrechnung unberücksichtigt, es sei denn, sie sind (ausnahmsweise) als dem Arbeitsentgelt vergleichbares Einkommen zu behandeln (vergleiche Abschnitt 4.3).

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/04_SGB_IV/pp_0001_25/p_0014/gra_sgb004_p_0014_a01.html

Entsprechend dieser Ausführungen gehört die Abfindung zum Arbeitsentgelt um damit zum anrechenbaren Einkommen.

In dem vom Experten verlinkten Artikel ist ein weiterer Link enthalten, der das genaue Gegenteil aussagt: https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/04_SGB_IV/pp_0001_25/p_0014/gra_sgb004_p_0014_abfindungen.html

@ Experte: Was gilt denn nun?

von
senf-dazu

Der besagte Text differenziert ja zwischen echten udn unechten Abfindungen.
Es ist also zu definieren, welche Bestandteile der Abfindung noch ausstehendes Entgelt bedeuten und welche eine Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes darstellen.
Diese Anteile sind dann jeweils zu berücksichtigen bzw. eben nicht.

von
Mitleser

Zitiert von: senf-dazu
Der besagte Text differenziert ja zwischen echten udn unechten Abfindungen.
Es ist also zu definieren, welche Bestandteile der Abfindung noch ausstehendes Entgelt bedeuten und welche eine Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes darstellen.
Diese Anteile sind dann jeweils zu berücksichtigen bzw. eben nicht.

Schon klar, aber woher weiß der Experte, dass es sich bei Paulchens Abfindung um eine "unechte" Abfindung handelt?