berufliche Reha LTA Maßnahme

von
Lauer

Hallo

Ich mache zur Zeit eine berufliche Reha (LTA Maßnahme) bei der Lebenshilfe und bekomme pro Kalendertag 37,00 Euro Übergangsgeld vom Deutschen Rententräger. Wenn ich in einem Kalenderjahr länger als 6 Wochen Krankgeschrieben bin werde ich dann aus der beruflichen Reha abgemeldet und die Maßnahme ist zu Ende, was sehr schade wäre oder ist dem nicht so. Sollte die Maßnahme doch noch weitergeführt werden können bekomme ich dann Übergangsgeld oder Krankengeld und wenn ja in welcher höhe.

Vielen Dank für Ihre Antworten

Experten-Antwort

Hallo Lauer,

das Übergangsgeld wird für einen Zeitraum von maximal 6 Wochen weitergezahlt, wenn der Versicherte an der Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr, aber voraussichtlich anschließend wieder teilnehmen kann. Sollte die Erkrankung länger als 6 Wochen andauern und das Reha-Ziel dennoch nicht gefährdet sein, wird Krankengeld gezahlt, sofern noch Anspruch darauf besteht.

Wird der erwartete erfolgreiche Abschluss der Leistung durch die vorübergehende Nichtteilnahme des Leistungsempfängers in Frage gestellt, endet mit dem Abbruch der Leistung der Übergangsgeldanspruch.

Sollte die Leistung aus gesundheitlichen Gründen mehrmals unterbrochen werden, so löst jede Unterbrechung für sich eine Weiterzahlung des Übergangsgeldes bis zur jeweiligen Höchstdauer von 6 Wochen aus. Hierbei wird jedoch immer wieder der erwartete erfolgreiche Abschluss geprüft.

Oft kommt es aber nach einer 6-wöchigen Erkrankung zu einem Abbruch, da das Maßnahmeziel nicht mehr erreicht werden kann.

von
WfbM?

Da Sie die LTA bei der Lebenshilfe machen, gehe ich davon aus, dass Sie in einer WfbM untergebracht sind. Bei einer WfbM ist es meines Wissens so geregelt, dass nach 6 Woche Krankheit keine Maßnahmenkosten mehr von der DRV zu zahlen sind. Damit stellt logischerweise auch die WfbM die Betreuung ein. Außerdem zahlt die DRV kein Übergangsgeld mehr. Es kann Anspruch auf Krankengeld bestehen, aber nicht, falls Sie bereits eine EM-Rente beziehen.

Die Maßnahme einfach weiterlaufen zu lassen, macht bei diesem Szenario eigentlich keinen Sinn. Jeder Tag, der über 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit hinausgeht und die Maßnahme läuft, fehlt Ihnen hinterher und die DRV spart sich die Maßnahmekosten und das Übergangsgeld. Sinnvoller ist die Maßnahme abzubrechen, sobald absehbar ist, dass die Arbeitsunfähigkeit länger als 6 Wochen andauern wird. Ihr Ziel wird ja sein, möglichst viel Zeit der Maßnahme in der WfbM zu verbringen

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