(Bescheinigung Entgeltfortzahlungsgesetzt

von
Dirk Gerhold

Hallo
Ich habe über meinen Facharzt eine Attest für eine medizinisch indizierte Rehabilitationsmaßname bekommen. Hiermit habe ich mich an meine private Krankenkasse gewandt. Diese Bescheinigte mir das Sie die Kosten übernimmt. Des weiteren habe ich mich um einen Klinikaufenthalt bekümmert und bestätigt bekommen. Als ich jetzt meinem Arbeitgeber den Termin mitteilte möchte dieser nun eine Bescheinigung für den Arbeitgeber nach §9 Abs. 2 Buchst. A) Entgeltfortzahlungsgesetzt vom Rententräger haben welche ich aber nicht habe weil ich keinen Kontakt mit meinem Rententräger hatte da ja meine Krankenkasse die Kosten der Reha übernimmt . Was tun

von
Herz1952

Ich nehme an, dass Ihrer Versicherung auch eine Bescheinigung genügt, wie sie bei gesetzlich Versicherten dem Arbeitgeber von den Krankenkassen zugeschickt wird.

Fragen Sie am besten noch einmal bei Ihrer Kasse nach, wie diese das handhabt. Sie haben ja auch Anspruch auf 6 Wochen LFZ, wie jeder gesetzlich und freiwillig Versicherte.

Ihrem Arbeitgeber geht es wahrscheinlich nur um dem Nachweis, dass Sie eine Reha machen, für die generell Lohnfortzahlungspflicht durch den Arbeitgeber besteht. Bei Rehas wird nämlich generell Arbeitsunfähigkeit angenommen.

von
W*lfgang

Hallo Dirk Gerhold,

da Sie eine priv. Reha machen, kann Ihnen die DRV natürlich keine Bescheinigung ausstellen für eine Reha, die sie selbst nicht bewilligt hat.

Verweisen Sie Ihren Arbeitgeber darauf, dass für Sie nicht Ziff. A, sondern Ziff. B. gilt:

"(2) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber den Zeitpunkt des Antritts der Maßnahme, die voraussichtliche Dauer und die Verlängerung der Maßnahme im Sinne des Absatzes 1 unverzüglich mitzuteilen und ihm
a) eine Bescheinigung über die Bewilligung der Maßnahme durch einen Sozialleistungsträger nach Absatz 1 Satz 1 oder
b) eine ärztliche Bescheinigung über die Erforderlichkeit der Maßnahme im Sinne des Absatzes 1 Satz 2
unverzüglich vorzulegen.

https://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__9.html

Das Facharzt-Attest könnte da schon ausreichen (wobei das sogar eine Oder-Bestimmung ist!)

Gruß
w.
PS: Ihr Arbeitgeber kann SV-Träger nicht von privaten Kostenträgern unterscheiden? Oder hatten Sie ihm das nicht mitgeteilt bzw. das Attest nicht vorgelegt?

von
Dirk Gerhold

Hallo
Ersteinmal Danke für die Antworten.
Das Problem ist nicht meine Krankenversicherung , diese hat die Kur bewilligt , Das Problem ist mein Arbeitgeber welcher sich gegen die Lohnvortzahlung stellt bzw eine Bescheinigung des Rentenversicherungsträgers haben möchte welchen ich aber in diesem Falle nicht Kontaktiert habe da meine PV ja die Kosten übernimmt.
Meinen Arbeitgeber hatte ich natürlich zeitig über die Maßnahme informiert , habe aber mich mit der Entgeltfortzahlung nicht befasst da ich recht blauäugig gedacht habe entweder schreibt mich mein Arzt krank oder die Klinik regelt das . Wie ich aber erfahren musste macht dies weder mein Arzt noch die Klinik so das ich mich an meinen Arbeitgeber gewandt habe wie er sich dazu stellt.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Herr Gerhold,

die Entgeltfortzahlung klären Sie bitte mit Ihrer Personalabteilung.
Die DRV kann Ihnen keine Bescheinigung ausstellen.

von
Dirk Gerhold

Danke für die Unterstützung
Mein Arbeitgeber gibt sich mit dem ärztlichen Attest und einer Bescheinigung der Kostenübernahme meiner PV zufrieden