Bezieher einer vollen befr. EMR Antrag auf Reha durch Psychiater, vereinbart sich das?

von
Onkel Karl

Hallo,

ich beziehe eine volle befristete EMR aus gesundheitlichen Gründen, schon seit 09/2016 diese läuft jetzt bis 11/2022. Nun wurde bei mir durch einen Psychiater eine mittelgradige depressive Phase festgestellt.
Nun will er versuchen bei der DRV einen Reha-Antrag für das nächste Jahr zu beantragen, damit ich auf eine psychosomatische Reha gehen kann. Vereinbart sich das nun mit der vollen betr. EMR, die ich ja beziehe durch eine andere Krankheit. Habe nicht nur diese Erkrankung, wo ich die volle befr. EMR drauf beziehe, sondern auch noch andere orthopädische Erkrankungen und jetzt kommt noch die psychische Erkrankung dazu. Darum will er versuchen, eine Reha da bei der DRV durchzubekommen.

Könnte das meiner EMR gefährlich werden bzw. würde das zum Entzug der vollen Befr. EMR führen, wenn ich diese Reha absolviert habe, obwohl das ein vollkommen anderes Krankheitsbild ist?

Gruß Onkel Karl

von
Paul

Ja kann gut sein, eine Reha ist ja dafür da das du wieder fit wirst

von
Siehe hier

Zitiert von: Onkel Karl
Hallo,

ich beziehe eine volle befristete EMR aus gesundheitlichen Gründen, schon seit 09/2016 diese läuft jetzt bis 11/2022. Nun wurde bei mir durch einen Psychiater eine mittelgradige depressive Phase festgestellt.
Nun will er versuchen bei der DRV einen Reha-Antrag für das nächste Jahr zu beantragen, damit ich auf eine psychosomatische Reha gehen kann. Vereinbart sich das nun mit der vollen betr. EMR, die ich ja beziehe durch eine andere Krankheit. Habe nicht nur diese Erkrankung, wo ich die volle befr. EMR drauf beziehe, sondern auch noch andere orthopädische Erkrankungen und jetzt kommt noch die psychische Erkrankung dazu. Darum will er versuchen, eine Reha da bei der DRV durchzubekommen.

Könnte das meiner EMR gefährlich werden bzw. würde das zum Entzug der vollen Befr. EMR führen, wenn ich diese Reha absolviert habe, obwohl das ein vollkommen anderes Krankheitsbild ist?

Gruß Onkel Karl

Hallo Onkel Karl,

wenn Ihre bisherigen Krankheiten, wegen der Sie bereits EM-Rente erhalten sich nicht verbessert haben und nun noch eine weitere Krankheit hinzugekommen ist, wird es vermutlich die bisherige EM-Bewilligung nicht gefährden. Aber dies kann Ihnen das hier im Forum keiner genau vorhersagen, da hier keiner Ihre Krankenakte kennt und selbst dann hier medizinisch nichts beizutragen wäre.
Letztendlich entscheiden dies dann die Gutachter der DRV.

Da aber eine Reha nicht nach dem Motto 'ich möchte irgendwann im nächsten Jahr mal gelegentlich...' läuft, sollte Ihr Arzt besser noch etwas warten mit der Antragstellung, sofern Sie viel wert darauf legen, dass es auf jeden Fall erst im nächsten Jahr stattfindet.
Zur Überbrückung dieser Zeit sollten Sie viel mehr bei Ihrem Arzt auf die Zuweisung zu ambulanten Therapiemöglichkeiten drängen. Sprechen Sie ihn insbesondere Mal auf 'ACT' an, vielleicht bietet er das ja selbst an bzw. weiß, welche Kollegen dafür Kurse geben.

Gute Besserung und alles Gute!

von
Ouz

Warum eine Reha über die Rentenversicherung wenn damit nicht Ihre EM beseitigt oder verbessert werden soll?

Reha ist doch kein Urlaub auf Kosten der Beitragszahler! Wenn etwas in der Reha rehabilitiert werden soll was keinerlei Einfluss auf die EM hat wird der Antrag wohl zurecht abgelehnt. Wenn durch die Reha etwas geändert werden kann an Ihrer EM und durch die Reha auch wird, selbstverständlich wird das die volle EM in Frage stellen. Die EM wurde ja gebessert.

von
Siehe hier

Zitiert von: Ouz
Warum eine Reha über die Rentenversicherung wenn damit nicht Ihre EM beseitigt oder verbessert werden soll?

Reha ist doch kein Urlaub auf Kosten der Beitragszahler! Wenn etwas in der Reha rehabilitiert werden soll was keinerlei Einfluss auf die EM hat wird der Antrag wohl zurecht abgelehnt. Wenn durch die Reha etwas geändert werden kann an Ihrer EM und durch die Reha auch wird, selbstverständlich wird das die volle EM in Frage stellen. Die EM wurde ja gebessert.

Wenn der Arzt es als medizinisch notwendig befürwortet, heißt es doch noch nicht, dass da jemand Urlaub machen möchte...

Allerding wäre darauf hinzuweisen, dass im Falle einer Ablehnung durch die DRV (weil keine Aussicht auf Erfolg) dann die KK zuständig sein könnte/würde. Aber das wird sich dann ja auch heraus kristallisieren - ganz ohne Glaskugel übrigens... ;-) - wenn der Antrag überhaupt erst einmal läuft.
Und wenn die mittelschwere depressive Phase schwerwiegend eingreift in die aktuellen Befindlichkeiten (das ist nicht zu unterschätzen!), wäre auch die Einweisung in eine Akutklinik durch den Facharzt möglich. Und das ginge dann ohnehin über die KK, weil quasi "Krankenhaus". Auch diese Option könnte 'Onkel Karl' in Erwägung ziehen.

Besser allerdings ist es, dies mit dem Arzt zu besprechen als der Unterstellung 'Urlaub zu suchen' weiter Beachtung zu schenken.

von
Onkel Karl

Das brauche ich mir hier nicht sagen zu lassen bzw. zu unterstellen zu lassen. Anscheint wissen wohl einige nicht was depressive Phasen sind bzw. was Depressionen sind. Und ich bin bestimmt nicht aus auf " Urlaub " bloß weil der Dr. das versuchen will mir eine Reha zu verordnen bzw. zu beantragen, damit mir geholfen wird.
Auch wenn ich schon eine volle befri. EMR beziehe, ist das jetzt noch als neue Erkrankung dazugekommen. Und die kann durch solche Maßnahmen gelindert bzw. etwas abgeschwächt werden. Aber da wird man gleich als Simulant von einigen Abgestempelt.

Ich dachte, das man hier eine Vernünftige Antwort bekommt und nicht solche Unterstellungen. Aber das scheint in dieser Gesellschaft zu sein, vorallem wenn man Psychisch angeschlagen ist. Nun die volle EMR hatte ich auf eine andere medizinische Krankheit bekommen, die nicht geheilt werden kann. Warum sollte man nicht jetzt auf diese Psyche eine Reha bekommen, wenn diese hilft. Aber wie das so ist, schmeißt die DRV alles in ein Topf und entscheidet dann, ob man Genesen ist oder nicht. Egal ob die Haupterkrankung weiterläuft und man dadurch nicht wieder Gesund wird. Da zählt nur, Reha war erfolgreich und die EMR wurde beseitigt. Egal ob die Hauptkrankheit nicht Heilbar ist, wo man die volle EMR erhalten hat, wird die Reha als Erfolg eingestuft.

Gruß Onkel Karl

von
Onkel Karl

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Onkel Karl
Hallo,

ich beziehe eine volle befristete EMR aus gesundheitlichen Gründen, schon seit 09/2016 diese läuft jetzt bis 11/2022. Nun wurde bei mir durch einen Psychiater eine mittelgradige depressive Phase festgestellt.
Nun will er versuchen bei der DRV einen Reha-Antrag für das nächste Jahr zu beantragen, damit ich auf eine psychosomatische Reha gehen kann. Vereinbart sich das nun mit der vollen betr. EMR, die ich ja beziehe durch eine andere Krankheit. Habe nicht nur diese Erkrankung, wo ich die volle befr. EMR drauf beziehe, sondern auch noch andere orthopädische Erkrankungen und jetzt kommt noch die psychische Erkrankung dazu. Darum will er versuchen, eine Reha da bei der DRV durchzubekommen.

Könnte das meiner EMR gefährlich werden bzw. würde das zum Entzug der vollen Befr. EMR führen, wenn ich diese Reha absolviert habe, obwohl das ein vollkommen anderes Krankheitsbild ist?

Gruß Onkel Karl

Hallo Onkel Karl,

Da aber eine Reha nicht nach dem Motto 'ich möchte irgendwann im nächsten Jahr mal gelegentlich...' läuft, sollte Ihr Arzt besser noch etwas warten mit der Antragstellung, sofern Sie viel wert darauf legen, dass es auf jeden Fall erst im nächsten Jahr stattfindet.

Gute Besserung und alles Gute!

Er will ja erst im nächsten Jahr dieses versuchen zu beantragen, kann aber nichts versprechen, wenn ich jetzt im Monat Nov-Dez/2020 eine noch ausstehende Untersuchung durchführen lasse. Und dann bei negativen Befund dieser Diagnostik eine Behandlung durchführen lasse. Ist diese Erfolgreich gewesen, dann will er erst versuchen einen Antrag auf eine Reha bei der DRV zu stellen. Aber vorher muss ich erst die Diagnostik und die Therapie/Behandlung bei einer anderen Erkrankung durchführen. Habe nun insgesamt 4 Baustellen, wo ich zu kämpfen habe, an Diagnostik und Therapien.
Wenn diese Baustelle versorgt ist, will er diese neue Baustelle " Psyche " durch eine Reha behandeln und zu lindern.
Für eine Akute Behandlung in einer Akutklinik da bin ich noch nicht zu tief in den Depressionen drin. Ansonsten hätte er mich gleich Eingewiesen.

Da kann man wohl nicht von " Urlaub " sprechen, das ist wohl eine Unterstellung. All diese ganzen Diagnostiken und Therapie der Baustellen und Schmerzen, da braucht man sich nicht wundern das man Depressionen bekommt.
Aber wie gesagt, anscheint wissen und kennen das einige nicht, wenn man täglich mit Schmerzen rumrennt und manch ein kleiner Organ, den Körper aus dem Takt bringt.

Gruß Onkel Karl

von
KSC

Ist doch eigentlich ganz einfach:

Wenn Sie und Ihr Arzt nicht glauben dass durch eine Reha die Rente beendet werden kann, ist die Reha nicht Aufgabe der DRV, sondern der Krankenkasse.

Einfach bei Ihrer Kasse die Reha beantragen.....wo ist denn das Problem?

von
Anne

Guten Abend,
die Rehaklinik wird nur das beurteilen, was behandelt wird!
In Ihrem Fall wäre daa die Depression und alles, was sonst noch die Psyche betrifft. Ich würde mir genau über die Klinik informieren, was fen3au behandelt wird.
Viele Grüße

von
Paul

Warum muss es denn unbedingt eine Reha sein?
Warum keine psychosomatische Klinik?

von
Frauke

Onkel Karl: Sie machen sich nur selber das Leben schwer. Die Antworten waren korrekt.

Grundsätzlich ist die DRV nicht zuständig für eine Reha, durch die Erwerbsfähigkeit nicht gebessert werden kann. Sondern die Krankenkasse. Aber was erwarten sie, wenn sie kurz vor Ablauf der befristeten Berentung eine Reha machen würden, die von der DRV bezahlt werden soll? Ja sicher würde die dann mit bewertet für die Frage der Rentenverlängerung.

Alternativen gibt es genug, man muss mit einer depressiven Episode nicht unbedingt in eine Reha. Ambulante Therapie z. B. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist theoretisch denkbar, wird aber nur in begründeten Fällen erteilt. Wenn das Krankheitsbild aber nicht so schwer ist, dass eine Akutklinik in Frage kommt, bekommen sie auch keine Reha von der Krankenkasse. Und eine Reha durch die DRV muss dem Ziel dienen, sie fit zu machen für die Rückkehr ins Arbeitsleben.

Das müssen sie für sich entscheiden letztlich, welchen Weg sie einschlagen. Das böse Wort Urlaub haben sie in den falschen Hals bekommen. Urlaub wäre es, wenn sie ambulant und stationär keine Behandlung durchführen, aber die Reha wollen.

Experten-Antwort

Hallo Onkel Karl,

grundsätzlich ist die gesetzliche Rentenversicherung für den Rehantrag zuständig, wenn Aussicht auf Besserung Ihres Gesundheitszustandes und somit eine mögliche Eingliederung ins Berufsleben besteht. Dies wird aufgrund Ihres Antrages geprüft.
Sollte eine Besserung des Gesundheitszustandes durch eine Reha nicht absehbar sein, wird der Antrag direkt an Ihre Krankenkasse abgegeben. Im Anschluss an eine durchgeführte Reha prüft der Rentenversicherungsträger das aktuelle Leistungsvermögen und beurteilt daraufhin auch die Erwerbsfähigkeit.
Medizinische Beurteilungen können im Forum nicht vorgenommen werden.

von
Tabea

Hallo Onkel Karl.

Ich möchte Ihnen auch empfehlen, sich in einer sog. Akutklinik behandeln zu lassen. Der Wortteil "akut" verwirrt vielleicht etwas? Akutklinik bedeutet nicht sofortige Einweisung. In Akutkrisen wäre die Psychiatrie zuständig.

Akutklinik bedeutet, Sie vereinbaren einen Termin für ein Vorgespräch auf der psychosomatischen Station eines "normalen" Krankenhauses (hat nicht jedes) in Ihrer Umgebung und erhalten danach ggf einen Aufnahmetermin einige Wochen später.

Nach meiner Erfahrung waren die Rehas sehr auf Prüfung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit ausgerichtet. Es gab wenig spezifische Behandlungen, aber viele "Zeitfüller-"Termine, bei denen viele Patienten mit wenig Personaleinsatz beschäftigt werden konnten: Allmorgendliches Spazierengehen mit 50 Leuten (nannte sich Walken). Viele allgemeine Vorträge (Ernährung bei Gicht, Herzerkrankung, etc. Tipps zu Lungensport usw.) Nett, aber nutzlos gegen seinen Reha-Grund Depression. Für die Entspannungsgruppe legten Praktikanten eine CD ein.

In meiner Akutklinik in der Nachbarstadt lag der Focus nur auf Behandlung der jeweiligen Symptome und Lebensumstände. Das hat mir deutlich mehr gebracht! Es gab sogar im Anschluss eine Tagesklinik, bei der man nachmittags wieder heimfuhr, um langsam mit Unterstützung den Übergang zurück in den Alltag zu schaffen.

Informieren Sie sich doch mal, was es in Ihrer Umgebung gibt.

von
Daniela

Diesen letzten Beitrag kann ich mich nur anschließen.
Ich beziehe auch eine volle Erwerbsminderungsrente und begebe mich etwa 1 mal im Jahr in eine Akutklinik.
Wie mein Vorredner schon meinte, der Name ich irreführend und man denkt an Psychiatrie oder Krankenhaus
.
Dem ist nicht so. Eine psychosomatische Akutklinik ist fast genauso wie eine Reha.
Man hat wohnliche Zimmer, also keine Krankenhauszimmer.
Man macht viel Sport und mit Musik und in der Natur und hat jeden Tag ein bis zwei Gesprächstheapien und wie man daraus lernt.

Man macht quasi das gleiche, wie die Rehapatienten bis auf das Programm zur Leistungsfähigkeit.
Da wo ich war, haben wir uns regelmäßig mit den Rehapatienten ausgetauscht und es war wirklich so gut wie das gleiche.
Deswegen kann ich nicht verstehen, wieso man immer unbedingt eine Reha machen muss, wenn es auch diese psychosomatischen Kliniken gibt.
Und diese muss man noch nicht mal beantragen, man kann sich selber mit dem Hausarzt dort anmelden, mehr nicht