BFW Wechseln noch möglich ?

von
Solerino

Ich mache seit dem 4.7.2016 eine Umschulung zum Steuerfachangestellen. Am 20.6.16 ist meine Mutter aus heiterm Himmel an Thrombose/ Lungenembolie verstorben. Trotz der schwierigen Zeit habe ich mich durchgekämpft und steht mit einem Notenschnitt von 1,3 Sehr gut da. Ich habe am Grab meiner Mutter versprochen, dass ich die Umschulung durchziehe und die Abschlussprüfung bestehen werde. Daher habe ich mich nicht über die herrschende Zustände im BFW beschwert um die berufliche Reha nicht zu gefährden. Um nur ein Beispiel zu nennen, wurde mir keine Trauerhilfe angeboten, geschweige denn irgendeine Trauergruppe empfohlen. Ich wurde mit meinen Problem allein gelassen. Hätte ich überhaupt in diesem extremen psychischen Zustand die Umschulung anfangen dürfen? Das Problem nun ist dass ich trotz über 100 Bewerbungen und den guten Noten kein Praktikum bekommen habe. Das Praktikum ist Bestandteil der Qualifikation und Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung laut Umschulungsordnung. Wir sind als " interne Praktikanten" eingetragen machen aber KEIN Praktikum und verbringe den ganzen Tag am PC, schreiben noch Bewerbungen, aber das erscheint mir bei der immer kürzeren Praktikumszeit sinnlos. Hängen den ganzen Tag schon seit 3 Wochen sinnlos vorm PC rum. Da ich diese Situation nicht akzeptieren möchten habe ich eine Email an meinem Fachberater geschickt und möchte ihm darüber aufklären und wenn möglich das BFW wechseln, denn die fehlende praktische Erfahrungen sind ein nicht zu unterschätzender Nachteil bei der Integration am Arbeitsmarkt. Wie stehen meine Chancen das BFW in meiner Situation wechseln zu können ?

LG Solerino

von
Fastrentner

Das kann niemand hier im Forum beurteilen.
Warten Sie das Gespräch mit Ihrem Rehafachberater ab!

von
???

"Um nur ein Beispiel zu nennen, wurde mir keine Trauerhilfe angeboten, geschweige denn irgendeine Trauergruppe empfohlen. Ich wurde mit meinen Problem allein gelassen."

Jedes BFW hat einen Psychologischen Dienst (PD). Haben Sie mit dem Kontakt aufgenommen?
Im BFW wird im allgemeinen über die angebotenen Hilfeleistungen informiert, es aber jedem Einzelnen überlassen, ob er sie wahrnimmt. Das bedeutet natürlich, dass auch eine gewisse Eigeninitiative erforderlich ist. Wenn Sie mit der Lehrgangsleitung über Ihre Probleme gesprochen haben, sollte sie Sie nicht alleine lassen sondern auf die Möglichkeit des PD hinweisen. Eine Trauergruppe dagegen wäre ein externes Angebot, das müssten Sie sich schon selbst suchen.

"Hätte ich überhaupt in diesem extremen psychischen Zustand die Umschulung anfangen dürfen?"

Das ist individuell ganz unterschiedlich. Die Frage hätten Sie mit Ihren Ärzten besprechen müssen. Sie haben sich für den Antritt entschieden und bei Ihren Noten glaube ich jetzt nicht, dass die Entscheidung falsch war. Vielleicht ist diese Ablenkung durch die Umschulung und das Wissen, Ihrer Mutter noch einen Wunsch zu erfüllen, genau das Richtige für Sie.

"Das Problem nun ist dass ich trotz über 100 Bewerbungen und den guten Noten kein Praktikum bekommen habe."

Wie viele andere Umschüler sind denn da noch betroffen? Was haben die anders gemacht, die ein Praktikum gefunden haben? Haben Sie Ihre Befürchtungen schon mit der Lehrgangsleitung besprochen, mit welchem Ergebnis? Dass Sie mit Ihrem Reha-Fachberater reden wollen ist eine gute Idee. Aber sind Sie sich sicher, dass Sie durch einen BFW-Wechsel ein Praktikum finden?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Solerino,

was Ihnen bisher im Rahmen der Umschulung im BfW widerfahren ist, sollten Sie schnellstmöglich mit Ihrem Reha-Berater besprechen und um eine zeitnahe Lösung in Ihren Einzelfall bitten. Ob dies durch einen Wechsel des BfW bzw. der Umschulungsstätte zu möglich ist, können wir in diesem Forum nicht beurteilen.