Dispositionsrecht KK

von
Wurschtmaus

Hallo, ich bin seit September letzten Jahres krankgeschrieben. War beim MDK vorstellig und die haben in einem Gutachten festgestellt, dass meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist.

Ich befinde mich in psychiatrischer Behandlung und habe VON MIR AUS einen Reha-Antrag gestellt.

Nun habe ich ein Schreiben von der KK erhalten, in dem mir nachträglich das Dispositionsrecht eingeschränkt wurde. Ich darf den Antrag nicht zurücknehmen und auch den Antrittstermin der Maßnahme zeitlich nicht verschieben.

Kann ich gegen diesen Schrieb Einspruch o.ä. einlegen?

von
k-o-r

Zitiert von: Wurschtmaus
Hallo, ich bin seit September letzten Jahres krankgeschrieben. War beim MDK vorstellig und die haben in einem Gutachten festgestellt, dass meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist.

Ich befinde mich in psychiatrischer Behandlung und habe VON MIR AUS einen Reha-Antrag gestellt.

Nun habe ich ein Schreiben von der KK erhalten, in dem mir nachträglich das Dispositionsrecht eingeschränkt wurde. Ich darf den Antrag nicht zurücknehmen und auch den Antrittstermin der Maßnahme zeitlich nicht verschieben.

Kann ich gegen diesen Schrieb Einspruch o.ä. einlegen?

Prinzipiell kann man dagegen Widerspruch einlegen, jedoch wird das nur etwas bringen wenn ein Verfahrensfehler bei der Krankenkasse gemacht wurde.

Rein rechtlich ist es korrekt das die Krankenkasse das Dispositionsrecht einschränken kann, auch nachrräglich.

H.

von
J.F.K.

Zitiert von: Wurschtmaus
Hallo, ich bin seit September letzten Jahres krankgeschrieben.
.......
Ich darf den Antrag nicht zurücknehmen und auch den Antrittstermin der Maßnahme zeitlich nicht verschieben.
.......
Kann ich gegen diesen Schrieb Einspruch o.ä. einlegen?

Da Sie bereits seit rd. 9 Monaten eine erhebliche Summe an Krankengeld bezogen haben, ist es doch wohl nicht zuviel verlangt, dass Sie Ihre Reha schnellstmöglich antreten.

Sollten Sie Ihre Reha aus gesundheitlichen Gründen nicht zum nächstmöglichen Termin antreten können, lassen Sie sich das von Ihrem Arzt bescheinigen.
Ansonsten wünsche ich Ihnen baldige Genesung!

von
Wurschtmaus

J.F.K.
ich will die Reha ja so schnell wie möglich antreten, aber mir stinkt es gewaltig, dass die KK mir meine freie Entscheidung nimmt...

Und, ja ich bin schon lange krank und bekomme Krankengeld, ABER das habe ich mir nicht ausgesucht!!!!!!

von
k-o-r

Leider bekommen hier erkrankte Menschen schnell etwas unterstellt und werden über einen Kamm geschoren. Ist der Preis von anonymen Foren.

Zitiert von: Wurschtmaus
J.F.K.
ich will die Reha ja so schnell wie möglich antreten, aber mir stinkt es gewaltig, dass die KK mir meine freie Entscheidung nimmt...

Meist geht es der Krankenkasse nur darum ihre Leistungen zu sparen und den Betreffenden in die Entscheidung der RV (Erwerbsminderung) zu drängen ohne das er ein Veto dazu hat.

Zitiert von: Wurschtmaus

Und, ja ich bin schon lange krank und bekomme Krankengeld, ABER das habe ich mir nicht ausgesucht!!!!!!

Ich würde das ganz entspannt sehen. Wenn man krank ist, ist man krank und macht jetzt nichts anderes als eine Versicherungsleistung in Anspruch zu nehmen, für die man auch eingezahlt hat.
Und da die Reha aus eigenem Ansporn beantragt wurde, hat wohl der ein Problem, der hier noch etwas unterstellen will.

H.

von
Wurschtmaus

Zitiert von: k-o-r
Leider bekommen hier erkrankte Menschen schnell etwas unterstellt und werden über einen Kamm geschoren. Ist der Preis von anonymen Foren.

Zitiert von: Wurschtmaus
J.F.K.
ich will die Reha ja so schnell wie möglich antreten, aber mir stinkt es gewaltig, dass die KK mir meine freie Entscheidung nimmt...

Meist geht es der Krankenkasse nur darum ihre Leistungen zu sparen und den Betreffenden in die Entscheidung der RV (Erwerbsminderung) zu drängen ohne das er ein Veto dazu hat.

Zitiert von: Wurschtmaus

Und, ja ich bin schon lange krank und bekomme Krankengeld, ABER das habe ich mir nicht ausgesucht!!!!!!

Ich würde das ganz entspannt sehen. Wenn man krank ist, ist man krank und macht jetzt nichts anderes als eine Versicherungsleistung in Anspruch zu nehmen, für die man auch eingezahlt hat.
Und da die Reha aus eigenem Ansporn beantragt wurde, hat wohl der ein Problem, der hier noch etwas unterstellen will.

H.

Danke!

von
XYZ

Zitiert von: k-o-r
Leider bekommen hier erkrankte Menschen schnell etwas unterstellt und werden über einen Kamm geschoren. Ist der Preis von anonymen Foren.

Zitiert von: Wurschtmaus
J.F.K.
ich will die Reha ja so schnell wie möglich antreten, aber mir stinkt es gewaltig, dass die KK mir meine freie Entscheidung nimmt...

Meist geht es der Krankenkasse nur darum ihre Leistungen zu sparen und den Betreffenden in die Entscheidung der RV (Erwerbsminderung) zu drängen ohne das er ein Veto dazu hat.

Zitiert von: Wurschtmaus

Und, ja ich bin schon lange krank und bekomme Krankengeld, ABER das habe ich mir nicht ausgesucht!!!!!!

Ich würde das ganz entspannt sehen. Wenn man krank ist, ist man krank und macht jetzt nichts anderes als eine Versicherungsleistung in Anspruch zu nehmen, für die man auch eingezahlt hat.
Und da die Reha aus eigenem Ansporn beantragt wurde, hat wohl der ein Problem, der hier noch etwas unterstellen will.

H.


Dass die Reha selbst beantragt wurde ändert nichts daran, dass der Rehaantrag ggf. nach § 116 SGB VI in einen Rentenantrag umgedeutet werden kann. Hier kommt es nur darauf an, ob die Reha erfolgreich gewesen ist und die drohende Erwerbsminderung abgewendet werden konnte.

von
Privater Versicherungsnehmer

Zitiert von: k-o-r
Wenn man krank ist, ist man krank und macht jetzt nichts anderes als eine Versicherungsleistung in Anspruch zu nehmen, für die man auch eingezahlt hat.

Ach so?
Wer Versicherungsleistungen beanspruchen will, hat normalerweise eine Schadensminderungspflicht.
Diese ominöse sogenannte "Zehnwochenfrist" ist das genaue Gegenteil davon.

So selbstverständlich ist das also nicht!

von
k-o-r

Zitiert von: XYZ

Dass die Reha selbst beantragt wurde ändert nichts daran, dass der Rehaantrag ggf. nach § 116 SGB VI in einen Rentenantrag umgedeutet werden kann. Hier kommt es nur darauf an, ob die Reha erfolgreich gewesen ist und die drohende Erwerbsminderung abgewendet werden konnte.

Das bestreitet ja auch niemand und würde dann in eine Grundsatzdiskussion gehen.

Der Krankenkasse kommt es am Ende nur darauf an Kosten zu sparen und diese Kosten der DRV aufzudrücken, im "günstigsten Fall" für die KK sich auch noch das Krankengeld rückwirkend erstatten zu lassen. Und der Erkrankte soll keine Möglichkeit mehr darauf haben, einen Einfluss zu nehmen.

H.

von
k-o-r

Zitiert von: Privater Versicherungsnehmer

Ach so?
Wer Versicherungsleistungen beanspruchen will, hat normalerweise eine Schadensminderungspflicht.
Diese ominöse sogenannte "Zehnwochenfrist" ist das genaue Gegenteil davon.

So selbstverständlich ist das also nicht!

Und was hat das jetzt mit dem hier zu tun. Der Reha-Antrag wurde offensichtlich ohne Aufforderung gestellt.

*Ironie an*
Sollte da dann nicht derjenige eine Prämie bekommen weil er schneller war wie die KK und den Schaden extrem gemindert hat ;-) ohne das eine frist gesetzt wurde?
*Ironie aus*

H.

von
Wurschtmaus

Dass der Antrag in einen Rentenantrag umgewandelt werden kann, weiß ich.
Danke trotzdem für den Hinweis

von
Wurschtmaus

Zitiert von: k-o-r
[quote=324189]

Und was hat das jetzt mit dem hier zu tun. Der Reha-Antrag wurde offensichtlich ohne Aufforderung gestellt.

*Ironie an*
Sollte da dann nicht derjenige eine Prämie bekommen weil er schneller war wie die KK und den Schaden extrem gemindert hat ;-) ohne das eine frist gesetzt wurde?
*Ironie aus*

H.

Ich bin schon froh, wenn die KK regelmäßig zahlt. Leider muss ich das so ziemlich jeden Monat anschieben.

von
MA-GKV

Zitiert von: k-o-r
[
Der Krankenkasse kommt es am Ende nur darauf an Kosten zu sparen und diese Kosten der DRV aufzudrücken, im "günstigsten Fall" für die KK sich auch noch das Krankengeld rückwirkend erstatten zu lassen. Und der Erkrankte soll keine Möglichkeit mehr darauf haben, einen Einfluss zu nehmen.

Wie viele Krankenkassen kennen Sie denn, die ihre Versicherten wie lästige Kostenverursacher behandeln, die schnellstmöglichst "abgeschoben" werden sollen?

Ich will ja nicht bestreiten dass es so etwas gibt.
Aber ALLEN Krankenkassen pauschal unlautere Methoden zu unterstellen ohne die dort arbeitenden Mitarbeiter zu kennen, ist schon ziemlich dreist und überheblich!

von
Schorsch

Zitiert von: MA-GKV

Aber ALLEN Krankenkassen pauschal unlautere Methoden zu unterstellen ohne die dort arbeitenden Mitarbeiter zu kennen, ist schon ziemlich dreist und überheblich!

Also ich musste mich noch nie über meine Krankenkasse beklagen.
Bisher bekam ich anstandslos alles was mir zustand, inklusive Krankengeld und qualitativ hochwertigen Zahnersatz.

MfG

von
gkv

Zitiert von: MA-GKV
Aber ALLEN Krankenkassen pauschal unlautere Methoden zu unterstellen ohne die dort arbeitenden Mitarbeiter zu kennen, ist schon ziemlich dreist und überheblich!

aber hier allen erkrankten zu unterstellen das sie sozialschmarotzer sind, dass wird hier immer wieder geduldet.

darüber hinaus haben doch die großen gkv ihre internen richtlinien nach denen sie handeln müssen. da nützt es doch nix über die mitarbeiter dort zu reden wenn sie die vorgaben haben die erkrankten unter druck zu setzen.

in der gkv in der ich arbeite geht es nur nach internen richtlinien, persönliche verhältnisse der versicherten werden nicht abgefragt und beachtet.

von
MA-GKV

Zitiert von: gkv

in der gkv in der ich arbeite geht es nur nach internen richtlinien, persönliche verhältnisse der versicherten werden nicht abgefragt und beachtet.

Traurig, wenn das in "Ihrer GKV" so gehandhabt wird.

Es gibt aber auch zahlreiche Gegenbeispiele im positiven Sinn.
Unsere "internen Richtlinien" lassen den Mitarbeitern durchaus gewisse Ermessensspielräume.

Sollte aber mal ein Berufsquerulant unsere Nerven überstrapazieren, werden wir uns angemessen und wirkungsvoll zur Wehr setzen, und zwar völlig legitim....

von
Schorsch

Zitiert von: gkv

aber hier allen erkrankten zu unterstellen das sie sozialschmarotzer sind, dass wird hier immer wieder geduldet.

Können Sie diese Behauptung auch mit Textbeispielen belegen?
Wenn das angeblich "immer wieder" geduldet wurde, dürfte es Ihnen ja nicht schwerfallen, entsprechende Nachweise (mit Quellenangaben!) zu erbringen.

MfG

von
gkv

Zitiert von: MA-GKV

Sollte aber mal ein Berufsquerulant unsere Nerven überstrapazieren, werden wir uns angemessen und wirkungsvoll zur Wehr setzen, und zwar völlig legitim....

also pure willkür, ohne richtlinie, schlechter tag eines ma und los gehts......

dann doch lieber nach festen richtlinien und jeden gleich behandeln, nach den geltenden gesetzen.

von
Skeptiker

Zitiert von: gkv

in der gkv in der ich arbeite....

Als was arbeiten Sie denn da?
Garantiert nicht als Sachbearbeiter!

von
Unnötige Diskussion

Wieder einmal eine unnötige Diskussion in einem Rentenforum über Handlungsweisen der Krankenkasse.
Diese sind rechtlich legitimiert, sich auch nachträglich das Dispositionsrecht zu sichern.
Ob einem das gefällt oder nicht spielt doch gar keine Rolle.
Daher sollten sich einige Stammuser hier mehr an das geltende Recht halten, als an ihr privates, uninteressantes Rechtsempfinden. Damit wäre letztendlich allen mehr geholfen!