Dürfte man beim verlängerungsantrag EMR noch mal zur Reha

von
Claudi

Bin seit fast 7 Jahren krank und dann in Erwerbsminderungsrente und 57 Jahre alt. Nun endet meine EMR und ich möchte gerne einen Verlängerungsantrag stellen.
Bin mir aber unsicher, ob ich nicht doch noch ein wenig arbeiten könnte.
Ich hab Krebs und zur Zeit lässt der mich ziemlich in Ruhe.
Was aber nicht so bleiben wird ...
Jedenfalls bin ich unsicher, ob ich nicht mit einer Reha etwas fitter werden könnte und vielleicht noch einige Jahre arbeiten könnte.
Kann ich also statt den Verlängerungsantrag auch zunächst einen Rehaantrag stellen? Oder ist das nicht üblich? Oder kann ich beides gleichzeitig abschicken und einfach sehen, was von beiden Ich bewilligt bekomme?

Experten-Antwort

Hallo Claudi,

wenn Sie vorrangig eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation in Anspruch nehmen wollen, um Ihren beruflichen Wiedereinstieg zu erleichtern, sollten Sie einen Rehaantrag stellen. Wenn diese Leistung von der Rentenversicherung als nicht erfolgversprechend eingeschätzt wird, gilt dieser Rehaantrag automatisch als Rentenantrag bzw. Antrag auf Weiterzahlung Ihrer bisherigen Rente (§ 116 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch). Dies passiert auch, wenn die tatsächlich durchgeführte Reha-Maßnahme nicht erfolgreich war. Damit können Ihnen keine Nachteile für eine verspätete Antragstellung bei der möglichen Weiterzahlung Ihrer Rente entstehen. Sie können selbstverständlich auch beide Anträge stellen. Sie sollten dem Rentenversicherungsträger aber auf jeden Fall Ihre Gründe für die Reha mitteilen. Denn auch der Rentenversicherungsträger ist an einer Wiedereingliederung von Ihnen in den allgemeinen Arbeitsmarkt interessiert.

von
Kleeblatt

Überlegen Sie Ihre Schritte gut.
Sie sagen, Sie sind schwer erkrankt und die Glaskugel hat leider niemand, wie es gesundheitlich weitergeht.
Eine weiterbewilligte EM Rente sichert Sie stressfrei ab.
In einer Reha wird geschaut , wie Ihre berufliche Belastbarkeit aussieht.
Ganz schnell sind Sie da wieder arbeitsfähig, wenn Sie schon vorab den Wunsch äußern wieder arbeiten zu wollen.
Soweit so gut, nur dann ist wohl auch die Rente weg,zumindest die Halbe Rente.
Sollte es dann doch auf längere Sicht nicht klappen,
geht es wieder los ,mit AU, Krankengeld etc.
Die Rente ist dann erstmal weg.
Der Stress ist dann vorprogrammiert.
Ob ein erneuter Rentenantrag dann bewilligt wird steht in den Sternen...
Wünsche Ihnen alles Gute!

von
Claudi

Ich muss dazu sagen, dass ich sehr gerne arbeite.
Aber wenn der Krebs so aktiv ist, geht es nicht, man ist ja quasi andauernd im KH bzw. muss sich wieder ausruhen.
Ich gehe mal davon aus, wenn ich jetzt zur Reha gehe und fit wieder für den Arbeitstag werde, das es mir auch gut tut.
Ich bekomme doch die Erwerbsminderungsrente wieder, sollte der Krebs wieder aktiv werden?
Damals musste ich auch nicht kämpfen um die EMR, ich hab die gleich so bekommen ohne Probleme.
Allerdings glaube ich nicht, das ich ohne Reha wieder arbeiten könnte.

von
Kleeblatt

Wünsche Ihnen sehr, dass sie wieder fit werden.
Ob eine EM Rente genauso schnell und unkompliziert erneut bewilligt wird, kann Ihnen niemand sagen.
Das sollten Sie bedenken.
Vielleicht ein Gespräch vorab bei einem Mitarbeiter der Rentenversicherung.

von
Kleeblatt

Wünsche Ihnen sehr, dass sie wieder fit werden.
Ob eine EM Rente genauso schnell und unkompliziert erneut bewilligt wird, kann Ihnen niemand sagen.
Das sollten Sie bedenken.
Vielleicht ein Gespräch vorab bei einem Mitarbeiter der Rentenversicherung.

von
Berater

Zitiert von: Kleeblatt
Wünsche Ihnen sehr, dass sie wieder fit werden.
Ob eine EM Rente genauso schnell und unkompliziert erneut bewilligt wird, kann Ihnen niemand sagen.
Das sollten Sie bedenken.
Vielleicht ein Gespräch vorab bei einem Mitarbeiter der Rentenversicherung.

Auch ein Mitarbeiter der Rentenversicherung ist kein Mediziner und kann daher auch keine Prognosen zu einer Wiedergewährung einer EM-Rente machen.

von
Schade

Ich würde die Verlängerung beantragen und anschließend mit einem 450 € Job zunächst mal testen ob arbeiten denkbar sein könnte.

Mit einem Reha Antrag bringen Sie zum Ausdruck dass Sie eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für realistisch halten und dürfen sich dann nicht wundern wenn am Ende der Reha die Aussage steht dass Sie wieder arbeitsfähig sind - Folge könnte (muss nicht) der Wegfall der Rente sein. Sie wollen doch sicher dass die Reha erfolgreich ist.....

Aber Prognosen dazu können Ihnen DRV Mitarbeiter im Beratungsdienst (sind Verwaltungsleute und keine Mediziner) auch nicht geben.

Ihre Rente - Ihre Reha - Ihr Risiko: Sie tragen die Folgen Ihrer Entscheidung, die niemand im Voraus abschätzen kann (höchstens Ihre Ärzte).