Einbehaltung von 50 % der Rente

von
Manuel Schwartz

Ich beziehe Altersrente in Hohe von 840 Euro und habe meinen Wohnsitz in Aegypten. Jetzt wurde mir mitgeteilt, das 50 % meiner Rente wegen Schulden bei der Knappschaftkrankenkasse einbehalten werden soll. Damit ist selbst hier eine Existenz unmoeglich. Was muss oder was kann ich tun ?

von
Schade

Ist doch ganz einfach, Sie begleichen Ihre Schulden und schon gibt's wieder die volle Rente.

So gesehen hält sich mein Mitleid in Grenzen.

von
Schulden

... was kann ich tun ?

Schulden bezahlen.

von
Herr Benzin

Handelt es sich um eine Aufrechnung oder eine Verrechnung?

von
§§-Reiter

Die Aufrechnung oder Verrechnung bis zur Hälfte der Rente ist gemäß §§ 52, 51 Abs. 2 SGB I zunächst zulässig, wenn Sie nicht nachweisen, dass Sie dadurch hilfebedürftig im Sinne der Vorschriften des SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt) oder SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) werden.

Problem: die deutschen Vorschriften des SGB II und XII über die Ansprüche auf Sozialhilfe, Grundsicherung und Arbeitslosengeld II gelten nur für einen Aufenthalt in Deutschland, nicht für das Ausland.

Sie müssen also nun nachweisen, dass Sie durch die Aufrechnung hilfebedürftig werden nach den in Ägypten geltenden Vorschriften/Anspruchsgrundlagen über die dortige Sozialhilfe (bzw. dort vorhandene vergleichbare Leistungen) nach ägyptischem Recht.

Die Nachweisführung obliegt ihnen, d. h. Sie müssen sich an die ägyptischen Behörden wenden, die für eine solche Leistungsgewährung dort zuständig sind, und sich eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen, dass bzw. ab wann eine solche Hilfebedürftigkeit bei einer Aufrechnung in der in Aussicht gestellten Höhe eintreten wird.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Morgen Herr Schwartz,
Nach der Feststellung der Summe, die noch an die Krankenkasse abzuführen ist, erhalten Sie in der Regel ein Schreiben (Anhörung), in dem Sie Angaben zum Sachverhalt machen können, als auch Angaben zu Ihrer finanziellen Situation. Wenn bereits ein Bescheid erlassen wurde, erheben Sie Widerspruch gegen diesen Bescheid und erläutern Sie in der Begründung des Widerspruchs Ihre finanzielle Situation.
Ob Sie aktuell die Beiträge komplett zurückzahlen müssen (auf einmal oder in Form von Raten) klärt dann der zuständige Rentenversicherungsträger.

von
tzzzzz

Tja auch der Weggang aus D schützt nicht vor der Beitreibung von Schulden....

von
Beitrags- und Steuerzahler

Zitiert von: Manuel Schwartz

Damit ist selbst hier eine Existenz unmoeglich. Was muss oder was kann ich tun ?

Gute Nachricht, dass Beitragsschulden auch aus dem Ausland eingetrieben werden können.
Hoffentlich bleibt die Krankenkasse standhaft....:-):-)

von
Herz1952

Hallo Beitrags- und Steuerzahler,

Sie sollten gefälligst schweigen, denn Sie wissen ja gar nicht, wie die Schulden entstanden sind.

Selbständige müssen einen Mindestbeitrag zahlen, den Sie gar nicht leisten können. (Arbeitsamtssprache: "Machen Sie sich selbständig, dann sind Sie Ihr eigenen Chef"). Dabei kommen Selbständige oft nicht einmal auf 1000 Euro brutto im Monat, das wären an Beiträgen-Eigenanteil ca. 160 Euro. Tatsächlich liegt der Mindestbeitrag über 330 Euro.

Selbständige haben Beitragsschulden bei den gesetzlich Krankenkassen von ca. 43 Mio Euro.

Vielleicht begrenzt das Ihre Schadenfreude etwas.

Für H4-Empfänger bekommen Krankenkassen auch noch zu wenig, beklagen diese. Auch für Flüchtlinge ist die Beitragsabführung an die Krankenkassen zu niedrig.

Mancher Angestellter würde als Selbständiger wegen Nichtkenntnis seiner Arbeit und des Vertragsrechtes nach einem halben Jahr "unter der Brücke" schlafen.

von
Groko

Zitiert von: Herz1952

Hallo Beitrags- und Steuerzahler,

Sie sollten gefälligst schweigen, denn Sie wissen ja gar nicht, wie die Schulden entstanden sind.

Selbständige müssen einen Mindestbeitrag zahlen, den Sie gar nicht leisten können. (Arbeitsamtssprache: "Machen Sie sich selbständig, dann sind Sie Ihr eigenen Chef"). Dabei kommen Selbständige oft nicht einmal auf 1000 Euro brutto im Monat, das wären an Beiträgen-Eigenanteil ca. 160 Euro. Tatsächlich liegt der Mindestbeitrag über 330 Euro.

Selbständige haben Beitragsschulden bei den gesetzlich Krankenkassen von ca. 43 Mio Euro.

Vielleicht begrenzt das Ihre Schadenfreude etwas.

Für H4-Empfänger bekommen Krankenkassen auch noch zu wenig, beklagen diese. Auch für Flüchtlinge ist die Beitragsabführung an die Krankenkassen zu niedrig.

Mancher Angestellter würde als Selbständiger wegen Nichtkenntnis seiner Arbeit und des Vertragsrechtes nach einem halben Jahr "unter der Brücke" schlafen.


Hört Dir nicht mal mehr Dein Friseur zu?

von
Genervter

Zitiert von: Herz1952

Hallo Beitrags- und Steuerzahler,

Sie sollten gefälligst schweigen, denn Sie wissen ja gar nicht, wie die Schulden entstanden sind.

Selbständige müssen einen Mindestbeitrag zahlen, den Sie gar nicht leisten können. (Arbeitsamtssprache: "Machen Sie sich selbständig, dann sind Sie Ihr eigenen Chef"). Dabei kommen Selbständige oft nicht einmal auf 1000 Euro brutto im Monat, das wären an Beiträgen-Eigenanteil ca. 160 Euro. Tatsächlich liegt der Mindestbeitrag über 330 Euro.

Selbständige haben Beitragsschulden bei den gesetzlich Krankenkassen von ca. 43 Mio Euro.

Vielleicht begrenzt das Ihre Schadenfreude etwas.

Für H4-Empfänger bekommen Krankenkassen auch noch zu wenig, beklagen diese. Auch für Flüchtlinge ist die Beitragsabführung an die Krankenkassen zu niedrig.

Mancher Angestellter würde als Selbständiger wegen Nichtkenntnis seiner Arbeit und des Vertragsrechtes nach einem halben Jahr "unter der Brücke" schlafen.

Merken Sie tatsächlich nicht, dass Sie sich immer mehr der Lächerlichkeit preisgeben, Herz1952.
Langsam habe ich tatsächlich Mitleid mit Ihnen!