Eingangsdatum Teilzahlung gem. § 187a SGB VI

von
der ratlose

Hallo,
meine Frage ist eher eine steuerliche als eine rentenrechtliche:

Ich habe am 27.12.2017 eine Teilzahlung gem. § 187a SGB VI an die DRV (online) überwiesen.
Darüber habe ich mittlerweile auch eine Eingangsbestätigung der DRV erhalten, allerdings mit dem Eingangsdatum 02.01.2018!
Meine Befürchtung ist nun, dass das Finanzamt diese zusätzliche Sonderausgabe für 2017 nicht anerkennt, da Eingangsbestätigung bei der DRV ja erst für den 02.01.2018 vorliegt (obwohl von mir rechtzeitig veranlasst).

Meines Wissens darf eine Online-überweisung (sogar gesetzlich geregelt) nicht länger als 24h dauern und müsste also allerspätestens am 29.12.17 bei der DRV eingegangen sein.

Kann evtl. jemand sagen, was nun steuerlich gilt: rechtzeitige (belegbare) Überweisung von meiner Seite oder (verspätet verbuchter) Eingang beim Empfänger DRV?
Oder anders gefragt: muss ich mich mit dem Finanzamt um die Sonderausgaben-Anerkennung für 2017 streiten oder besser vor der Steuererklärung bei der DRV eine Eingangsbestätigung in 2017 einfordern?

Danke für jeden Hinweis.

von
Nicht-Ratloser

Ihre Frage möchte ich so beantworten:
Wenn Sie Ausgaben für z. B. Handwerkerrechnungen haben, geben Sie dann bei Ihrer Steuererklärung das Datum an, wann das Geld beim Handwerksbetrieb angekommen ist? Ich gehe davon aus, dass Sie das Datum nehmen, was sich aus Ihrem Kontoauszug ergibt!
Somit ist das Datum maßgeblich, was sich aus Ihrem Kontoauszug ergibt!
Eigentlich ganz einfach, oder? :-)

von
Abflussprinzip

Im Steuerrecht herrscht das sogenannte Abflussprinzip. Das bedeutet, dass Ausgaben grundsätzlich in dem Jahr steuerlich berücksichtigt werden, in dem sie gezahlt wurden. Dies gilt auch für außergewöhnliche Belastungen.

Experten-Antwort

Zitiert von: der ratlose
Hallo,
meine Frage ist eher eine steuerliche als eine rentenrechtliche:

Ich habe am 27.12.2017 eine Teilzahlung gem. § 187a SGB VI an die DRV (online) überwiesen.
Darüber habe ich mittlerweile auch eine Eingangsbestätigung der DRV erhalten, allerdings mit dem Eingangsdatum 02.01.2018!
Meine Befürchtung ist nun, dass das Finanzamt diese zusätzliche Sonderausgabe für 2017 nicht anerkennt, da Eingangsbestätigung bei der DRV ja erst für den 02.01.2018 vorliegt (obwohl von mir rechtzeitig veranlasst).

Meines Wissens darf eine Online-überweisung (sogar gesetzlich geregelt) nicht länger als 24h dauern und müsste also allerspätestens am 29.12.17 bei der DRV eingegangen sein.

Kann evtl. jemand sagen, was nun steuerlich gilt: rechtzeitige (belegbare) Überweisung von meiner Seite oder (verspätet verbuchter) Eingang beim Empfänger DRV?
Oder anders gefragt: muss ich mich mit dem Finanzamt um die Sonderausgaben-Anerkennung für 2017 streiten oder besser vor der Steuererklärung bei der DRV eine Eingangsbestätigung in 2017 einfordern?

Danke für jeden Hinweis.


Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind als Sonderausgaben grds. für das Kalenderjahr abzusetzen, in dem sie geleistet worden sind. Hierbei gilt das sogenannte Abflussprinzip.
Ihr Rententräger hat Ihnen den Eingang der Beiträge mit dem Datum des Geldeingangs (Zufluss) bescheinigt.
Da Sie Ihre Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung überwiesen haben, können Sie Ihrem Finanzamt gegenüber den Zeitpunkt des Abflusses durch Vorlage des entsprechenden Nachweises geltend machen. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt.

von
Finanzbeamter

Selber Schuld, wenn man seine Zahlungen erst kurz vor dem Jahresende macht, obwohl jedem bekannt ist, dass zwischen den Feiertagen immer Verzögerungen eintreten können.
Aus Fehlern lernt man bekanntlich!

von
Finanzbeamter

Selber Schuld, wenn man seine Zahlungen erst kurz vor dem Jahresende macht, obwohl jedem bekannt ist, dass zwischen den Feiertagen immer Verzögerungen eintreten können.
Aus Fehlern lernt man bekanntlich!

von
der ratlose

Vielen Dank an alle Antworter für die schnelle Hilfe und die (überwiegend) konstruktiven Hinweise :-).

von
Vor der Rente

Solche Zahlungen über den Jahreswechsel sind kein Problem.
Ich hatte z.Bsp. am Fr 30.12.16 eine Einzahlung vorgenommen. Bestätigt wurde mir eine Wertstellung -8Tage auf den 25.12.16.
Beleg eingescannt und mit der EKSt-Ekl. angehängt - und fertig war die Laube!