Einzahlungen in Rentenkasse möglich im Dispositionsjahr? Auswirkungen?

von
Mit50

Hallo zusammen,
ich prüfe gerade die Möglichkeiten zum Dispotionsjahr und würde gern wissen, ob ich in der Zeit Beiträge in die Rentenkasse einzahlen kann, um
1. im Falle eines Falles damit die Erwerbsminderungsrentenansprüche zu erhalten und 2. die Entgeldpunkte zu erhöhen

oder sind solche freiwilligen Zahlungnen in dem Jahr nicht möglich?

Falls doch möglich, wie muss da vorgehen, gibt es ein Antragsformular dafür und wenn ja welches?

Über eine Auskunft würde ich mich freuen. Vorab schon vielen Dank

von
W*lfgang

Hallo Mit50,

irgendwie 'diffus' Ihre Fragen ;-)

> Dispotionsjahr

Was meinen Sie damit genau? Es gibt ein Dispositions_recht_ einiger Sozialleistungsträger, um Sie in eine EM-Rente zu 'zwingen' ...darauf wollen Sie mit Ihrer Frage wohl nicht hinaus?!

Buchen Sie online einen Termin in der nächsten Beratungsstelle bis zum 01.04. und Ihnen stehen sämtliche Vorteile einer ggf. erforderlichen/rentensteigernden Möglichkeit aus der dann zulässigen Nachzahlung von freiwilligen Beiträgen für 2018 noch zur Verfügung.

Gruß
w.

von
chi

Wenn „Dispositionsjahr“ heißen soll: Zeitraum ohne Arbeit, ohne Arbeitslosmeldung, ohne Krankengeld, ohne alles (nur mit der Absicht, nach einem Jahr sich wieder arbeitssuchend zu melden) – dann ja, da ist rentenrechtlich nichts los, und Sie können freiwillige Beiträge zahlen (Höhe zwischen Mindest- und Höchstbeitrag beliebig, Zeitraum auch beliebig). Antrag V0060.

Den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente erhalten Sie damit aber nicht; dafür taugen nur Pflichtbeiträge. Eine Lücke von bis zu zwei Jahren in den fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung ist aber noch OK. (Ausnahme: Wenn Sie 1984 schon die allgemeine Wartezeit erfüllt hatten und seither *jeden* Kalendermonat mit einer rentenrechtlichen Zeit belegt haben, dann reichen auch freiwillige Beiträge.)

von
Kaiser

Fazit:
Wer seine Fragen nicht verständlich stellen kann, sollte sich besser in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung einen Termin holen.
Dort kann man besser einordnen was der Fragesteller tatsächlich wissen möchte und nicht wie in diesem Forum raten zu müssen, was der Fragesteller wirklich möchte.

von
Mit50

Zitiert von: chi
Wenn „Dispositionsjahr“ heißen soll: Zeitraum ohne Arbeit, ohne Arbeitslosmeldung, ohne Krankengeld, ohne alles (nur mit der Absicht, nach einem Jahr sich wieder arbeitssuchend zu melden) – dann ja, da ist rentenrechtlich nichts los, und Sie können freiwillige Beiträge zahlen (Höhe zwischen Mindest- und Höchstbeitrag beliebig, Zeitraum auch beliebig). Antrag V0060.

Den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente erhalten Sie damit aber nicht; dafür taugen nur Pflichtbeiträge. Eine Lücke von bis zu zwei Jahren in den fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung ist aber noch OK. (Ausnahme: Wenn Sie 1984 schon die allgemeine Wartezeit erfüllt hatten und seither *jeden* Kalendermonat mit einer rentenrechtlichen Zeit belegt haben, dann reichen auch freiwillige Beiträge.)

Herzlichen Dank, genau das war der Hintergrund meiner Frage. Wenn ich also den Antrag V0060 abgebe, erhöhe ich mit den beantragten und dann natürlich auch zu zahlenden freiwilligen Beträgen meine Entgeldpunkte und Rente. Gibt es einen Unterschied in der Bewertung der Entgeldpunkte aus freiwilligen oder Pflichtbeträgen?

Zur Erwerbsminderungsrente: was bedeutet in der Antwort „schon 1984 allg. Wartezeit erfüllt“ , denn ab 1984 habe ich tatsächlich jeden Monat rentenrechtlich belegt.

Vorab vielen Dank für die Antwort. :-)

von
DRV

Freiwillige Beiträge können Ihren Erwerbsminderungsschutz nur aufrechterhalten, wenn Sie schon vor 1984 fünf Jahre mit Pflichtbeitragszeiten haben.

von
Mit50

Zitiert von: DRV
Freiwillige Beiträge können Ihren Erwerbsminderungsschutz nur aufrechterhalten, wenn Sie schon vor 1984 fünf Jahre mit Pflichtbeitragszeiten haben.

Danke!
Also 1979-1983 pflichtversichert, wenn in der Zeit aber ein Monat fehlt, dann greift die Regelung nicht oder zählen auch Pflichtversicherungszeiten davor kumulativ zu den 5 Jahren?

von
DRV

Zitiert von: Mit50
Zitiert von: DRV
Freiwillige Beiträge können Ihren Erwerbsminderungsschutz nur aufrechterhalten, wenn Sie schon vor 1984 fünf Jahre mit Pflichtbeitragszeiten haben.

Danke!
Also 1979-1983 pflichtversichert, wenn in der Zeit aber ein Monat fehlt, dann greift die Regelung nicht oder zählen auch Pflichtversicherungszeiten davor kumulativ zu den 5 Jahren?

Wenn Sie bis 1984 fünf Pflichtbeitragsjahre haben, ist alles ok. Gleichgültig ob diese an einem Stück oder mit Unterbrechung vorliegen. Nur ab 1984 darf keine rentenrechtliche Lücke vorliegen.

von
Mit50

Zitiert von: DRV
Zitiert von: Mit50
Zitiert von: DRV
Freiwillige Beiträge können Ihren Erwerbsminderungsschutz nur aufrechterhalten, wenn Sie schon vor 1984 fünf Jahre mit Pflichtbeitragszeiten haben.

Danke!
Also 1979-1983 pflichtversichert, wenn in der Zeit aber ein Monat fehlt, dann greift die Regelung nicht oder zählen auch Pflichtversicherungszeiten davor kumulativ zu den 5 Jahren?

Wenn Sie bis 1984 fünf Pflichtbeitragsjahre haben, ist alles ok. Gleichgültig ob diese an einem Stück oder mit Unterbrechung vorliegen. Nur ab 1984 darf keine rentenrechtliche Lücke vorliegen.

Danke :-)

Das Forum hier hilft wirklich gut und schnell weiter!

von
Ungenau

Zitiert von: DRV
Zitiert von: Mit50
Zitiert von: DRV
Freiwillige Beiträge können Ihren Erwerbsminderungsschutz nur aufrechterhalten, wenn Sie schon vor 1984 fünf Jahre mit Pflichtbeitragszeiten haben.

Danke!
Also 1979-1983 pflichtversichert, wenn in der Zeit aber ein Monat fehlt, dann greift die Regelung nicht oder zählen auch Pflichtversicherungszeiten davor kumulativ zu den 5 Jahren?

Wenn Sie bis 1984 fünf Pflichtbeitragsjahre haben, ist alles ok. Gleichgültig ob diese an einem Stück oder mit Unterbrechung vorliegen. Nur ab 1984 darf keine rentenrechtliche Lücke vorliegen.

Vor 1984 muss u.a. lediglich die allgemeine Wartezeit erfüllt sein, dazu können aber auch freiwillige Beiträge herangezogen werden, es müssen nicht Pflichtbeiträge sein.

von
chi

Zitiert von: Mit50
Gibt es einen Unterschied in der Bewertung der Entgeldpunkte aus freiwilligen oder Pflichtbeträgen?

Nein; für z.B. 1000 Euro freiwillige Beiträge gibt es gleich viele Entgeltpunkte wie für 1000 Euro Pflichtbeiträge. Genauer gesagt wird ein fiktiver Verdienst errechnet (1000 Euro geteilt durch 18,6% Beitragssatz, ergibt 5376,34 Euro), woraus sich dann die Entgeltpunkte ergeben.

Experten-Antwort

Richtig erläutert.
Zur Wartezeit von 60 Monaten vor 1984 zählen alle Beiträge, nicht nur Pflichtbeiträge. In der Zeit vom 01.01.1984 bis heute müssen alle Zeiträume mit Beiträgen oder beitragsgleichen Zeiten belegt sein (z. B. Anrechnungszeiten, Berücksichtigungszeiten ...).
Freiwillige Beiträge werden wie Pflichtbeiträge bewertet und wirken sich auch bei der Bewertung der sonstigen Zeiten aus.
Bitte beachten: Heute endet die Frist für Zahlung von freiwilligen Beiträgen für 2018.
Bitte Antrag stellen (z. B. vor Ort, im A+B-Dienst oder per FAX) oder einzahlen.