EM - Einfluß Pacht und private BU

von
Felix

Guten Abend,

ich habe eine Erwerbsminderungsrente beantragt und möchte später stundenweise hinzuverdienen. Hierfür werde ich ein geringes Arbeitseinkommen beziehen. Welches Einkommen (Brutto oder Netto) zählt für die Hinzuverdienstgrenze?

Gemeinsam mit meinen Schwestern habe ich in Erbengemeinschaft Ackerflächen (ohne Solar- oder Windanlagen, reine landwirtschaftliche Nutzflächen) geerbt. Diese sind an einen Bauern verpachtet. Die Pachteinnahme daraus habe ich in der Steuerklärung Anlage V (Einnahme aus Vermietung und Verpachtung) als Einkünfte von unbebauten Grundstücken angegeben. Verringern diese Pachteinnahmen meine Hinzuverdienstgrenze? Es ist kein Gewerbe angemeldet.

Meine private Berufsunfähigkeitsversicherung wird voraussichtlich eine monatliche Zahlung leisten. Zählt dieser Betrag zum Hinzuverdienst? Für die Steuerklärung soll nur der „Ertragsanteil“ relevant sein.

Haben die Pachteinnahmen und die Zahlungen aus der privaten BU Einfluss auf die Höhe der Erwerbsminderungsrente?

Danke für eure Hilfe.

Felix

von
Felix

Danke Fortitude one für den Link,
beim Arbeitsentgelt (ich bin dann ja angestellt und nicht Selbständig) zählt also das Brutto.
Da die Pachteinnahmen nicht aus einem Gewerbe bzw. selbständiger Arbeit stammen, haben diese keinen Einfluß auf die Höhe der Erwerbsminderungsrente.
Meine private BU zählt nicht zum Arbeitsentgelt und spielt damit keine Rolle bei der Berechnung der Höhe der Erwerbsminderungsrente.
Hoffentlich habe ich überall das Richtige herausgelesen.

Danke
Felix

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Felix,

Sie haben das richtig gelesen:
Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung zählt in Höhe des Brutto-Verdienstes als Hinzuverdienst.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind kein Hinzuverdienst, es sei denn das Finanzamt stuft diese als Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft ein.

Private Rentenversicherungen werden nicht auf die gesetzliche Rente angerechnet.