EM Rente oder Reha ?

von
Hannes

Liebes Forum,
bin 62 Jahre alt und bin seit Okt.2016 erkrankt.Aussteuerung der Krankenkasse erfolgt im April 2018.Würde dann gerne eine EM Rente beantragen.Kann mich die Afa oder DRV vorher noch in eine Reha zwingen.
Ich weiss,ist kein Wunschkonzert,aber vielleicht kennt jemand das Procedere.

Vielen Dank für Rückmeldungen

Hannes

von
Fortitude one

Hallo Hannes,

zwingen kann man Sie schon gar nicht wenn Sie nicht wollen/können. Die DRV sagt - Reha vor Rente - . Wie ich finde auch nachvollziehbar. Aber die AfA? Wohl kaum. Warum? Weil Sie auf eine EMR spekulieren. Dieser Weg wird steinig und schwer für Sie werden.

Viel Erfolg.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

Experten-Antwort

Sowohl Krankenkasse als auch Agentur für Arbeit kann Leistungsbezieher auffordern eine Reha zu beantragen. Ob dies geschieht weiß im Vorfeld niemand.
Auch wenn Sie die EM Rente beantragen wäre es möglich, dass die DRV der Entscheidung über den Rentenantrag eine Raha vorschalten möchte. Dies geschieht dann wenn die Reha eine Berentung verhindern könnte nach dem Grundsatz "Reha vor Rente".

So gesehen ist jeder Einzelfall anders gelagert und vieles ist möglich. Das Handeln der Leistungsträger in Ihrem konkreten Einzelfall ist damit nicht vorhersehbar.

Wünsche ein gutes Wochenende

von
???

Zitiert von: Experte/in
Dies geschieht dann wenn die Reha eine Berentung verhindern könnte nach dem Grundsatz "Reha vor Rente".

"Reha vor Rente", dass ich nicht lache, hahaha.
Der Grundsatz müsste heißen "Rente vor Reha"

von
Bärbel

Hallo,

mir ging es so das ich noch eine Reha machen sollte, obwohl die letzte bereits scheiterte. Und das obwohl ich bereits eine volle Erwerbsminderungsrente erhielt. Ich würde Ihnen aus eigener Erfahrung dringend raten eine Erwerbsminderungsrente auf jedenfall nur mit Hilfe eines guten Anwaltes für Sozialrecht oder eines guten Rentenberaters zu beantragen. Bei der DRV ist im Erwerbsminderungsrentenverfahren alles möglich. Eben auch der "Zwang" zu einer Reha. Allerdings nur wenn Sie rehafähig sein. Die DRV schickt auch häufig zu einem ihrer DRV Gutachter ( heisst Sie würden nach Beantragung der EMR Post von der DRV bekommen, mit einer Einladung zum Gutachter) und dieser bewertet dann erst einmal ob Sie nach seinem Gesichtspunkt wirklich krank sind und ob eben auch ggf. eine Reha anzuraten ist.Ich kann nur sagen das die Meinung eines Gutachters sehr oft von der Meinung ihres behandelnden Arztes abweicht, was manchmal nicht nachvollziehbar ist.Da einen der Facharzt oder Arzt besser kennt als ein Gutachter, der einen vielleicht 1, 2 Stunden sieht. Manchmal ist so ein Gutachten auch länger oder kürzer als 1,2 Stunden.
Sie brauchen auf jedenfall einen guten Arzt an ihrer Seite und kompetente sozialrechtliche Hilfestellung!
Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute, ganz viel Kraft und vorallem GESUNDHEIT!

Mit freundlichen Grüßen
Bärbel

von
W*lfgang

Zitiert von: Bärbel
Ich würde Ihnen aus eigener Erfahrung dringend raten eine Erwerbsminderungsrente auf jedenfall nur mit Hilfe eines guten Anwaltes für Sozialrecht oder eines guten Rentenberaters zu beantragen.

Hallo Bärbel,

nur zum Vordruckausfüllen des EMRT-Antrags ist das ziemlich übertrieben, dafür beim allerersten Schritt auch noch Geld fürs Kreuzchenmachen zu investieren - das machen die staatlichen Stellen wie geschnitten Brot für umsonst.

Bei einer Ablehnung des Antrags wäre der 2. Schritt/Ihr Vorschlag, sicher hilfreich, wenn es bei vorhandenen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen um die Durchsetzbarkeit des eingeschränkten soz.med. Leistungsvermögens geht/den Kampf um die Rente an sich.

@Hannes: und ja, die AfA ist durchaus bereit/gesetzlich gefordert, Sie zur (berufl.) Reha aufzufordern - nach so langer AU eigentlich normal ...kann der noch/ist der noch vermittelbar? In dem Aufforderungsschreiben wird Ihnen dann aber auch die Möglichkeit genannt, sofort die EMRT zu beantragen. In beiden Fällen wartet die AfA die Entscheidung der DRV ab und lässt Sie bis dahin erst mal in Ruhe.

Was für Sie der beste Weg ist - auch finanziell - entscheiden Sie dann, ggf. unter Zuhilfenahme einer vorgeschalteten Rentenberatung bei den örtlichen Beratungsstellen.

Gruß
w.
PS: einen Schwerbehindertenausweis haben Sie nicht zufällig?

von
Bärbel

Hallo W*lfgang,

ich bleibe fest dabei das es besser ist sich von Anfang an kompetent vertreten zu lassen. Hier geht es nicht nur ums Kreuzchen machen. Es kann soviel schief laufen, ich spreche aus eigener Erfahrung!Es ist nur mein Vorschlag.
Eine Rechtsschutzversicherung ist sehr hilfreich, sollten Sie eine haben,würde diese auch ab dem Klageverfahren bezahlen, bzw. auch schon ab dem Widerspruchsverfahren, falls dies nötig ist. So ein Erstantrag kostet natürlich erst einmal Geld aus eigener Tasche, wenn man sich gut vertreten lässt. Aber ehrlich gesagt ist dies auch überschaubar.Ich weiß nicht ob ich das hier schreiben darf, wenn nicht, bitte löschen. Es hat mich ca. 400 Euro gekostet. Aber nie wieder würde ich ohne Hilfe einen Antrag stellen. Ich hätte mir so viel Ärger und vorallem Nerven sparen können.
Ich sage nur das was mir geschehen ist und möchte helfen. Ich weiß welch steiniger Weg dies sein kann.

Alles Gute wünsche ich Ihnen von Herzen
Bärbel

von
W*lfgang

Zitiert von: Bärbel
Aber nie wieder würde ich ohne Hilfe einen Antrag stellen. Ich hätte mir so viel Ärger und vorallem Nerven sparen können.

Hallo Bärbel,

da bin ich ganz bei Ihnen/niemals alleine - und die Wahl dafür trifft jeder für sich selbst, die für sich beste Anlaufstelle zu finden ...mit oder ohne Zusatzkosten.

Gruß
w.

von
Schorsch

Zitiert von: Bärbel
So ein Erstantrag kostet natürlich erst einmal Geld aus eigener Tasche, wenn man sich gut vertreten lässt. Aber ehrlich gesagt ist dies auch überschaubar.Ich weiß nicht ob ich das hier schreiben darf, wenn nicht, bitte löschen. Es hat mich ca. 400 Euro gekostet. Aber nie wieder würde ich ohne Hilfe einen Antrag stellen. Ich hätte mir so viel Ärger und vorallem Nerven sparen können.

Ein falsch ausgefüllter Antrag kann tatsächlich Ärger bringen und Nerven ruinieren.
Deshalb muss man aber noch lange keine 400 Euro bezahlen, wenn man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchte.

Rentenanträge können in fast jedem Rathaus oder Bürgeramt gestellt werden, ohne dass man selbst irgendetwas ausfüllen muss.

Das erledigen nämlich die dortigen KOMPETENTEN Mitarbeiter für Sie und legen Ihnen lediglich ein Unterschriftsblatt vor.

Erst wenn der Antrag abgelehnt wird, kann eine kostenpflichtige Hilfe sinnvoll sein.
Aber selbst dafür muss man keine 400 Euro aufwenden, weil ein Sozialverband wie z.B. der SoVD oder der VdK, die selben Dienstleistungen erbringt und deutlich billiger ist als eine Rechtsschutzversicherung.

Ich hätte Ihre 400 Euro lieber verfuttert, bevor ich sie für einen "gagepflichtigen professionellen Antragsausfüller" regelrecht weggeschmissen hätte.

MfG

von
Samstag

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: Bärbel
So ein Erstantrag kostet natürlich erst einmal Geld aus eigener Tasche, wenn man sich gut vertreten lässt. Aber ehrlich gesagt ist dies auch überschaubar.Ich weiß nicht ob ich das hier schreiben darf, wenn nicht, bitte löschen. Es hat mich ca. 400 Euro gekostet. Aber nie wieder würde ich ohne Hilfe einen Antrag stellen. Ich hätte mir so viel Ärger und vorallem Nerven sparen können.

Ein falsch ausgefüllter Antrag kann tatsächlich Ärger bringen und Nerven ruinieren.
Deshalb muss man aber noch lange keine 400 Euro bezahlen, wenn man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchte.

Rentenanträge können in fast jedem Rathaus oder Bürgeramt gestellt werden, ohne dass man selbst irgendetwas ausfüllen muss.

Das erledigen nämlich die dortigen KOMPETENTEN Mitarbeiter für Sie und legen Ihnen lediglich ein Unterschriftsblatt vor.

Erst wenn der Antrag abgelehnt wird, kann eine kostenpflichtige Hilfe sinnvoll sein.
Aber selbst dafür muss man keine 400 Euro aufwenden, weil ein Sozialverband wie z.B. der SoVD oder der VdK, die selben Dienstleistungen erbringt und deutlich billiger ist als eine Rechtsschutzversicherung.

Ich hätte Ihre 400 Euro lieber verfuttert, bevor ich sie für einen "gagepflichtigen professionellen Antragsausfüller" regelrecht weggeschmissen hätte.

MfG

Das glaube ich ihnen aufs Wort. Aber wie ich finde korrekt. Lieber verfuttern als versaufen. Und unsere Bärbel hat es auch gut investiert. Der eine macht es so und der Andere wieder anders.

Grüße

von
Silvia

Hallo Hannes

Sie haben @W*lfgangs Frage leider nicht beantwortet, ob sie anerkannt schwerbehindert sind.

Mit 62 Jahren sich das Procedere/den steinigen Weg der EM-Rentenantragstellung anzutun, würde ich an ihrer Stelle gut abwägen und möglichst vermeiden, wenn es zeitlich bis zu einer anderweitigen Rentenart ggf. auch hinreichen könnte.

Mit einer anerkannten Schwerbehinderung von mindestens GdB 50 und einer Wartezeiterfüllung von 35 Jahren, könnten Sie auch bereits die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte beantragen.

Ich würde mich an Ihrer Stelle rentenspezifisch umgehend beraten lassen, denn Sie haben noch etwas Zeit und sich nach Aussteuerung aus dem Krankengeld zunächst weiter bei der AfA bezüglich der Nahtlosigkeitregelung melden und 2 Jahre ALG I (Paragraf 145 SGB III) in Anspruch nehmen.

Gruß Silvia

von
Hannes

Liebes Forum.
Ich habe eine Schwerbehinderung Gdb 60 zuerkannt bekommen in 2-2018 rückwirkend zum Dez.2017.Werde mich für die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte entscheiden und die Abschläge in Kauf nehmen.
Die EM Rente ist mir zu kräfteraubend und auf jahrelange Prozesse habe ich keine Lust.Solte ich diesen Rentenantrag schon besser vor der Aussteuerung beantragen oder kann man das mit dem Mitarbeiter der AFA besprechen.Ich hatte gedacht,nach Aussteuerung im April 18 Rente für August18 zu beantragen.
Vielen lieben Dank für die Unterstützung im Forum

Hannes

von
Fortitude one

Zitiert von: Hannes
Liebes Forum.
Ich habe eine Schwerbehinderung Gdb 60 zuerkannt bekommen in 2-2018 rückwirkend zum Dez.2017.Werde mich für die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte entscheiden und die Abschläge in Kauf nehmen.
Die EM Rente ist mir zu kräfteraubend und auf jahrelange Prozesse habe ich keine Lust.Solte ich diesen Rentenantrag schon besser vor der Aussteuerung beantragen oder kann man das mit dem Mitarbeiter der AFA besprechen.Ich hatte gedacht,nach Aussteuerung im April 18 Rente für August18 zu beantragen.
Vielen lieben Dank für die Unterstützung im Forum

Hannes

Hallo Hannes,

eine gute Entscheidung. Damit ist Ihr Weg frei für schönere Dinge im Leben. Die Beiträge von W*lfgang und insbesondere von Silvia ( nicht mit y geschrieben), waren sehr hilfreich. Sie müssen nur noch den AR Antrag für schwerbehinderte Menschen beantragen.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
KSC

Hätten Sie Hannes gleich geschrieben dass Sie schwerbehindert sind, wäre der Hinweis auf die Altersrente wohl schon am Freitag vom Experten oder sonst jemand gekommen.

von
HSV

Zitiert von: KSC
Hätten Sie Hannes gleich geschrieben dass Sie schwerbehindert sind, wäre der Hinweis auf die Altersrente wohl schon am Freitag vom Experten oder sonst jemand gekommen.

Und wenn Sie @KSC sich darüber im Klaren wären, dass nicht jeder Mitbürger weiß, das eine Schwerbehinderung Einfluss auf einen eventuellen Rentenbeginn haben könnte, dann hätten Sie sich Ihren oberlehrerhaften Kommentar sparen können!

von
Groko

Zitiert von: HSV
Zitiert von: KSC
Hätten Sie Hannes gleich geschrieben dass Sie schwerbehindert sind, wäre der Hinweis auf die Altersrente wohl schon am Freitag vom Experten oder sonst jemand gekommen.

Und wenn Sie @KSC sich darüber im Klaren wären, dass nicht jeder Mitbürger weiß, das eine Schwerbehinderung Einfluss auf einen eventuellen Rentenbeginn haben könnte, dann hätten Sie sich Ihren oberlehrerhaften Kommentar sparen können!

Absteiger.

von
Fan

Zitiert von: HSV
Zitiert von: KSC
Hätten Sie Hannes gleich geschrieben dass Sie schwerbehindert sind, wäre der Hinweis auf die Altersrente wohl schon am Freitag vom Experten oder sonst jemand gekommen.

Und wenn Sie @KSC sich darüber im Klaren wären, dass nicht jeder Mitbürger weiß, das eine Schwerbehinderung Einfluss auf einen eventuellen Rentenbeginn haben könnte, dann hätten Sie sich Ihren oberlehrerhaften Kommentar sparen können!

Oberlehrer, Du Vogel. Anstatt bekloppte Kommentare hier abzugeben, sorge lieber dafür, das wir nicht absteigen!! HSV in der zweiten Liga, ich glaube mein Frosch springt im Kreis, eh!