EM-Rente und (Neu-)Mutterschaft

von
Aelia

Hallo,

derzeit erhalte ich seit 2014 eine befristete volle Erwerbsminderungsrente.

Nun habe ich letztes Jahr ein Kind bekommen und frage mich, ob die Rentenpunkte für Mütter auf die derzeitige Rentenhöhe Einfluss nehmen kann?
Falls ja, wie würde ich das beantragen? (Formular?)

Oder wäre dies nur relevant, wenn die Erwerbsminderungsrente neu erteilt worden wäre?

Für eine informative Antwort bin ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Aelia

von
Leistungsfall

Für die Berechnung Ihrer Rente können nur Zeiten berücksichtigt werden, die bis zum Leistungsfall, also üblicherweise dem Eintritt der Erwerbsminderung, zurückgelegt wurden. Damit ist eine Anrechnung von nach dem Leistungsfall liegenden "versicherungsrechtlichen Ereignissen" ausgeschlossen.

Experten-Antwort

Hallo Aelia,

"Leistungsfall" hat bereits die richtige Antwort gegeben: Da Ihr Kind nach dem Eintritt der aktuellen Erwerbsminderung geboren wurde, können Kinder- und Berücksichtigungszeiten für dieses Kind bei der laufenden Rente nicht berücksichtigt werden.

Diese Zeiten können aber bei einer späteren Rente, z. B. bei der Altersrente, berücksichtigt werden.

Sollte Ihre befristete Rente nicht verlängert werden und später erneut eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden, können Erziehungszeiten für das im letzten Jahr geboren Kind bei dieser Rente ebenfalls berücksichtigt werden.

von
Naseweis

Zitiert von: Experte
Hallo Aelia,

"Leistungsfall" hat bereits die richtige Antwort gegeben: Da Ihr Kind nach dem Eintritt der aktuellen Erwerbsminderung geboren wurde, können Kinder- und Berücksichtigungszeiten für dieses Kind bei der laufenden Rente nicht berücksichtigt werden.

Diese Zeiten können aber bei einer späteren Rente, z. B. bei der Altersrente, berücksichtigt werden.

Sollte Ihre befristete Rente nicht verlängert werden und später erneut eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden, können Erziehungszeiten für das im letzten Jahr geboren Kind bei dieser Rente ebenfalls berücksichtigt werden.

...oder in 20 Jahren (§75 Abs. 3 SGB VI)

Experten-Antwort

Zitiert von: Naseweis
Zitiert von: Experte
Hallo Aelia,

"Leistungsfall" hat bereits die richtige Antwort gegeben: Da Ihr Kind nach dem Eintritt der aktuellen Erwerbsminderung geboren wurde, können Kinder- und Berücksichtigungszeiten für dieses Kind bei der laufenden Rente nicht berücksichtigt werden.

Diese Zeiten können aber bei einer späteren Rente, z. B. bei der Altersrente, berücksichtigt werden.

Sollte Ihre befristete Rente nicht verlängert werden und später erneut eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden, können Erziehungszeiten für das im letzten Jahr geboren Kind bei dieser Rente ebenfalls berücksichtigt werden.


...oder in 20 Jahren (§75 Abs. 3 SGB VI)

Hallo Naseweis,

§ 75 Abs. 3 SGB VI ist hier nicht einschlägig. Die Vorschrift ist nur auf Renten wegen voller Erwerbsminderung nach § 43 Abs. 6 SGB VI anwendbar, bei denen die Erwerbsminderung bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit eingetreten ist. Da Aelias Rente wegen voller Erwerbsminderung befristet ist, kann es sich nicht um eine Rente nach § 43 Abs. 6 SGB VI handeln, denn Renten nach § 43 Abs. 6 SGB VI werden immer unbefristet geleistet.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.2018, 18:32 Uhr]

von
Naseweis

Zitiert von: Experte
Zitiert von: Naseweis
Zitiert von: Experte
Hallo Aelia,

"Leistungsfall" hat bereits die richtige Antwort gegeben: Da Ihr Kind nach dem Eintritt der aktuellen Erwerbsminderung geboren wurde, können Kinder- und Berücksichtigungszeiten für dieses Kind bei der laufenden Rente nicht berücksichtigt werden.

Diese Zeiten können aber bei einer späteren Rente, z. B. bei der Altersrente, berücksichtigt werden.

Sollte Ihre befristete Rente nicht verlängert werden und später erneut eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden, können Erziehungszeiten für das im letzten Jahr geboren Kind bei dieser Rente ebenfalls berücksichtigt werden.


...oder in 20 Jahren (§75 Abs. 3 SGB VI)

Hallo Naseweis,

§ 75 Abs. 3 SGB VI ist hier nicht einschlägig. Die Vorschrift ist nur auf Renten wegen voller Erwerbsminderung nach § 43 Abs. 6 SGB VI anwendbar, bei denen die Erwerbsminderung bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit eingetreten ist. Da Aelias Rente wegen voller Erwerbsminderung befristet ist, kann es sich nicht um eine Rente nach § 43 Abs. 6 SGB VI handeln, denn Renten nach § 43 Abs. 6 SGB VI werden immer unbefristet geleistet.

Ehrlich?
Nur bei Abs. 6 Fällen?
Davon kann ich aber in der AA zu 75 nichts finden, dort geht es um Abs. 2.
Was ist richtig?

von
Sunset

Zitiert von: Naseweis
Zitiert von: Experte
Hallo Aelia,

"Leistungsfall" hat bereits die richtige Antwort gegeben: Da Ihr Kind nach dem Eintritt der aktuellen Erwerbsminderung geboren wurde, können Kinder- und Berücksichtigungszeiten für dieses Kind bei der laufenden Rente nicht berücksichtigt werden.

Diese Zeiten können aber bei einer späteren Rente, z. B. bei der Altersrente, berücksichtigt werden.

Sollte Ihre befristete Rente nicht verlängert werden und später erneut eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden, können Erziehungszeiten für das im letzten Jahr geboren Kind bei dieser Rente ebenfalls berücksichtigt werden.

...oder in 20 Jahren (§75 Abs. 3 SGB VI)

Experte: es geht um 75 Absatz 3 (!)

von
Wolfgang

Genau, Absatz 3

von
Aelia

Hallo

Vielen Dank für die hilfreichen und raschen Antworten!

Bei den weiteren verschiedenen Paragrafen bin ich leider „raus“, dennoch nehme ich auch diese Hinweise auf.

Danke!

Aelia

Experten-Antwort

Zitiert von: Naseweis
Zitiert von: Experte
Zitiert von: Naseweis
Zitiert von: Experte
Hallo Aelia,

"Leistungsfall" hat bereits die richtige Antwort gegeben: Da Ihr Kind nach dem Eintritt der aktuellen Erwerbsminderung geboren wurde, können Kinder- und Berücksichtigungszeiten für dieses Kind bei der laufenden Rente nicht berücksichtigt werden.

Diese Zeiten können aber bei einer späteren Rente, z. B. bei der Altersrente, berücksichtigt werden.

Sollte Ihre befristete Rente nicht verlängert werden und später erneut eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden, können Erziehungszeiten für das im letzten Jahr geboren Kind bei dieser Rente ebenfalls berücksichtigt werden.


...oder in 20 Jahren (§75 Abs. 3 SGB VI)

Hallo Naseweis,

§ 75 Abs. 3 SGB VI ist hier nicht einschlägig. Die Vorschrift ist nur auf Renten wegen voller Erwerbsminderung nach § 43 Abs. 6 SGB VI anwendbar, bei denen die Erwerbsminderung bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit eingetreten ist. Da Aelias Rente wegen voller Erwerbsminderung befristet ist, kann es sich nicht um eine Rente nach § 43 Abs. 6 SGB VI handeln, denn Renten nach § 43 Abs. 6 SGB VI werden immer unbefristet geleistet.

Ehrlich?
Nur bei Abs. 6 Fällen?
Davon kann ich aber in der AA zu 75 nichts finden, dort geht es um Abs. 2.
Was ist richtig?


Hallo Naseweis,

Entschuldigung, Sie haben Recht: § 43 Abs. 2 SGB VI. Vergessen sie meinen Einwand bezüglich § 43 Abs. 6 SGB VI.

von
Beweis

Zitiert von: Experte
Zitiert von: Naseweis
Zitiert von: Experte
Zitiert von: Naseweis
Zitiert von: Experte
Hallo Aelia,

"Leistungsfall" hat bereits die richtige Antwort gegeben: Da Ihr Kind nach dem Eintritt der aktuellen Erwerbsminderung geboren wurde, können Kinder- und Berücksichtigungszeiten für dieses Kind bei der laufenden Rente nicht berücksichtigt werden.

Diese Zeiten können aber bei einer späteren Rente, z. B. bei der Altersrente, berücksichtigt werden.

Sollte Ihre befristete Rente nicht verlängert werden und später erneut eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden, können Erziehungszeiten für das im letzten Jahr geboren Kind bei dieser Rente ebenfalls berücksichtigt werden.


...oder in 20 Jahren (§75 Abs. 3 SGB VI)

Hallo Naseweis,

§ 75 Abs. 3 SGB VI ist hier nicht einschlägig. Die Vorschrift ist nur auf Renten wegen voller Erwerbsminderung nach § 43 Abs. 6 SGB VI anwendbar, bei denen die Erwerbsminderung bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit eingetreten ist. Da Aelias Rente wegen voller Erwerbsminderung befristet ist, kann es sich nicht um eine Rente nach § 43 Abs. 6 SGB VI handeln, denn Renten nach § 43 Abs. 6 SGB VI werden immer unbefristet geleistet.

Ehrlich?
Nur bei Abs. 6 Fällen?
Davon kann ich aber in der AA zu 75 nichts finden, dort geht es um Abs. 2.
Was ist richtig?


Hallo Naseweis,

Entschuldigung, Sie haben Recht: § 43 Abs. 2 SGB VI. Vergessen sie meinen Einwand bezüglich § 43 Abs. 6 SGB VI.

Danke für die Richtigstellung!