EM-Renter bereits vor der Ehe, Versorgungsausgleich trotzdem?

von
Spero

Guten Tag!
Da ich bereits vor der Heirat in EM-Rente, werden mir jetzt nach 8 jähriger Ehe Rentenpunkte durch den Versorgungsausgleich fiktiv angerechnet somit abgezogen.
Ich habe aber real keine Rentenpunkte erarbeiten können, da ich bereits vor der Ehe in EM-Rente war.
Gibt es hier eine Sonderregelung das mir meine Rentenpunkte nicht gekürzt werden können? Letztlich sind meine Anrechte in der DRV nicht während der Ehezeit erarbeitet worden, diese bestanden bereits in der Höhe vor der Ehe.
Hoffentlich habe ich meinen Gedanken verständlich Ausdrücken können.

von
Kai-ser

Wenn während der Ehe nichts erarbeitet wurde, gibt es auch nichts abzugeben. Hat der Partner Rentenpunkte erwirtschaftet, bekommst Du davon ab.

von
Meine Meinung

Hallo. Das wird wohl der Anteil aus den Zurechnungszeiten bei Deiner EM Rente sein die in die Ehezeit fallen.

von
Vorsicht

Zitiert von: Kai-ser
Wenn während der Ehe nichts erarbeitet wurde, gibt es auch nichts abzugeben. Hat der Partner Rentenpunkte erwirtschaftet, bekommst Du davon ab.

Quelle?

Experten-Antwort

Hallo Spero,

der Ehezeitanteil ist entweder aus der gezahlten Erwerbsminderungsrente oder aus einer fiktiven Vollrente wegen Erreichens der Regelaltersgrenze (§ 109 Abs. 6 SGB VI) zu bestimmen. Das gilt auch dann, wenn die Erwerbsminderungsrente bereits bei Heirat bezogen wurde.

von
Spero

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Meine EM-Rente wird seit 2009 gezahlt. Die Berechnung erfolgte damals nach einem fiktiven Altersrentenbeginn mit dem 65.Lebensjahr.
Wie erfolgt nun die Berechnung für den Versorgungsausgleich, da sich der Beginn der Altersrente auf das 67. Lebensjahr verschoben hat, mit der Berechnung meiner EM-Rente mit dem 65. oder der nun gesetzlichen, dem 67. Lebensjahr. Diese ist letztlich abschlagsfrei.
Würden diese 2 Jahre Unterschied überhaupt einer Änderung der Abgabe an Versorgungsrechten im Versorgungsausgleich verursachen?

Vielen Dank!

von
Tippsi

Hallo Spero,

auf dieser Seite der DRV können Sie online eine
RENTENAUSKUNFT beantragen.
Hier stehen dann all die Zahlen drin, die Ihre Frage beantworten.

https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/

Die Rentenauskunft ist ausführlicher als die Renteninformation (diese ist eine Kurzfassung).

Die Antwort kommt dann per Post innerhalb von ca. 7-14 Tagen.

Schönes Wochenende!
Tippsi

von
Figaro

Zitiert von: Tippsi
Hallo Spero,
Die Antwort kommt dann per Post innerhalb von ca. 7-14 Tagen.

Meine Auskunft kam bereits nach 5 Tagen und die meiner Frau erst nach 4 Wochen!

von
Spero

Ich nochmal, ich habe die "umfassende Auskunft" erhalten. Leider passt etwas nicht. Laut meine Rentenbescheid zu Beginn meiner Rente wurden mir Rechte in Höhe von 20.8.... Pkt. zuerkannt. Jedoch beim Versorgungsausgleich 2018 sind fiktive 29,36... Pkt. als Rechte zur Grundlage der Berechnung herangezogen worden. Ich habe während der Zeit nicht Arbeiten können, noch einen Hinzuverdienst in anderer Form gehabt. So wie ich das sehe als absoluter Laie, passt hier wohl was nicht. Oder wie sehen Sie das?

von
KSC

Die vermeintliche Differenz der Zahlen wird hier im Forum nicht zu klären sein.

Da werden Sie sich wohl zur persönlichen Beratung bemühen müssen. Vielleicht schaffen es die Kollegen vor Ort Ihnen alles zu erklären oder finden einen Fehler (könnte ja auch sein). Vor Ort sieht man die Schreiben die Sie bekommen haben und hat EDV Zugriff........da sollte sich dann vieles klären.

von
W°lfgang

Zitiert von: Spero
Laut meine Rentenbescheid zu Beginn meiner Rente wurden mir Rechte in Höhe von 20.8.... Pkt. zuerkannt. Jedoch beim Versorgungsausgleich 2018 sind fiktive 29,36... Pkt. als Rechte zur Grundlage der Berechnung herangezogen worden.

Hallo Spero,

es wird nicht Ihr Rentenanspruch aus dem damaligen Bewilligungsbescheid xx.yy.zzzz zugrunde gelegt mit Ihren persönlichen Entgeltpunkten (EP) zu diesem Zeitpunkt, sondern der sich HEUTE/Scheidungszeitpunkt ergebende Rentenanspruch (EP - ohne das 'persönlich') aus einer fiktiven (neuberechneten) Regelaltersvollrente ... - Experten-Anwort war doch eindeutig.

Wichtig ist letztendlich, was bei Ihnen heute im Rahmen des Halbteilungsgrundsatzes aus dem Ehezeitraum für den Versorgungsausgleich aus allen/und ungekürzten (!) EP zu berücksichtigen ist - genau wie auch bei der Noch-Ehefrau mit deren im Ehezeitraum 'zusätzlich' erworbenen Ansprüchen/volle EP, nach Ihrem Rentenfall.

Gruß
w.